Schlagwort: Reise

  • Venezuela-Reisen für die meisten Südamerikaner künftig auch ohne Reisepass

    Staatsbürger der meisten südamerikanischen Staaten, darunter auch Peru, können künftig mit ihrem Personalausweis (DNI) nach Venezuela einreisen. Damit breitet sich dieses System immer weiter aus, bereits jetzt können Bürger bestimmter Staatenblöcke wie der Andengemeinschaft ohne Reisepass in die anderen Mitgliedsstaaten reisen. Wie Venezuelas Außenminister Elías Jaua gestern gegenüber einer staatlichen venezolanischen Nachrichtenagentur erklärte, gilt dies künftig auch für Staatsbürger Perus, Ecuadors und Uruguays.

  • Áncash / Peru: Yanamarey-Gletscher wahrscheinlich in wenigen Jahren schneefrei

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Peru immer sichtbarer. Ganz besonders betroffen ist die Cordillera Blanca in der Region Áncash: Nach dem Broggi-Gletscher, der seit 2005 nicht mehr dauerhaft schneebedeckt ist, sowie dem Pastoruri-Gletscher, der sich 2007 in zwei nicht mehr verbundene Gletscher teilte, wird nach Schätzungen des Chefs des Nationalparkes Huascarán Ricardo Gómez López in den kommenden fünf Jahren wohl auch der Yanamarey-Gletscher schmelzen. Lediglich 200 Quadratmeter Schnee sind noch von dem Gletscher übrig, so Gómez López. Kommen noch immer die meisten Reisenden wegen des Bergpanoramas und der Gletscher zum Nationalpark Huascarán, stellen die regionalen Behörden bereits um: Seit einiger Zeit gibt es eine neue Reiseroute mit dem Namen „Ruta del Cambio Climático“ – zu Deutsch die „Route des Klimawandels“. Der Pastoruri-Gletscher ist bereits trauriger Teil der Route. Der Yanamarey-Gletscher wird wohl leider bald folgen.

    Der 1975 gegründete Nationalpark Huascarán liegt nordöstlich von Lima und umfasst Teile der Provinzen Huaylas, Yungay, Carhuaz, Huaraz, Recuay, Bolognesi, Huari, Asunción, Mariscal Luzuriaga und Pomabamba in der Region Áncash und umfasst eine Fläche von 3.400km². Der Großteil des Gebietes liegt über 4.000 Metern über dem Meeresspiegel, es umfasst auch den Nevado Huascarán, den mit 6.768 Metern über dem Meeresspiegel höchsten Berg Perus. Seit 1985 zählt der Nationalpark Huascarán zum UNESCO-Welterbe. Noch verbleiben über 500 Gletscher innerhalb des Nationalparks, die unter Anderem die Flüsse Santa, Marañón und Pativilca mit Wasser versorgen, ihre Zahl nimmt aber immer weiter ab.

  • Peru: Besucherrekord macht Königsgräber-Museum „Tumbas Reales de Sipán“ zum meistbestuchten Museum

    Museum "Tumbas Reales de Sipán". Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Museum „Tumbas Reales de Sipán“. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Mit insgesamt 184.665 Besucherinnen und Besuchern stellte das „Tumbas Reales de Sipán“ Museum im peruanischen Lambayeque, in dem die reichen Grabbeigaben eines Herrschers der antiken Sipán-Kultur ausgestellt sind, nicht nur einen Rekord in seiner bislang 10jährigen Geschichte aufgestellt. Es hat von der Besucherzahl her auch alle anderen peruanischen Museen übertroffen. Insgesamt stieg die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr um 11,28%, einen Erfolg, den Museumsdirektor Walter Alva neben der Anziehungskraft des vor rund 25 Jahren entdeckten Herrschergrabes vor allem mit der breiten Ausrichtung seines Hauses erklärt. Dieses solle niemals aufhören, neue Erkenntnisse darzustellen und neben den Eigenen auch Funde und kulturelle Zeugnisse aus anderen Teilen Perus und der Welt zu präsentieren, so Alva.

    Bei den Besuchern gibt es dabei klare Schwerpunkte. So waren 89% aller Besucherinnen und Besucher Inlandstouristen, der Großteil davon aus den Regionen Lima, Arequipa, La Libertad, Piura und Cajamarca. Besonders  hob Museumsdirektor Walter Alva die Schullandheim- und Abschlussfahrten hervor, in deren Rahmen das Museum besucht wurde. Die Ausländer, 20.133 an der Zahl, kamen vor allem aus Italien, Holland, Spanien, Deutschland, der Schweiz, Kanada, den USA und Brasilien.

    Das vor 25 Jahren entdeckte Grab des Señor de Sipán gehörte nach heutigen Erkenntnissen einem Monarchen der Mochica-Kultur, die vor rund 1.700 Jahren Teile Nordwestperus besiedelte. Es enthielt zahlreiche Objekte aus Gold, Silber und Kupfer, Schmuck und Webarbeiten. Auch heute noch werden in der Region wichtige archäologische Funde gemacht: Beispielsweise die Funde von Sicán oder die erst 2011 gefundene und 2012 präsentierte Priesterin von Chornancap (Sacerdotisa de Chornancap). Häufig handelt es sich bei den Fundstätten um erstaunlich gut erhaltene Pyramiden und andere Bauten aus Lehm.

  • Arequipa / Peru: Zahl der Colca-Tal-Besucher trotz Euro-Krise stabil

    Obwohl Touristen aus Europa den größten Teil der Besucher des Colca-Canyons in den südperuanischen Anden ausmachen, ist von der Euro-Schuldenkrise dort bislang nichts zu spüren. Nach Angaben der Tourismusverwaltung Autocolca blieb die Besucherzahl zwischen Januar und Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 139.788 weitgehend stabil. Bis zum Jahresende erwartet Autocolca-Direktor Fredy Jiménez Barrios noch über 50.000 Colca-Reisende mehr. Das könnte zu schaffen sein, beginnen vor Weihnachten doch die Sommerferien – und damit die Reisesaison.

    Vor allem inlands- und europäische Touristen zieht es ins Colca-Tal, nach Daten der Colca-Verwaltungsbehörde vor allem aus Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland, wobei in den vergangenen Jahren auch der Anteil von Reisenden aus den USA, sowie anderen südamerikanischen Ländern wie Argentinien, Chile, Brasilien und Bolivien stetig ansteigt. Der Colca-Canyon, der das Tal durchzieht, ist einer der größten seiner Art.

    Das Colca-Tal ist für seine spektakulären Landschaften, architektonischen Kleinode und häufigen Sichtungen von Andenkondoren mit großer Spannweite berühmt.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=sTw1rNVLQ7k

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Weitere Hinweise und Informationen finden Sie dort.

  • Das Wetter in Peru: Wetterberichte und Wettervorhersage im Internet

    Sonnenuntergang / Pferdeweg im Nebel. Fotos: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Sonnenuntergang / Pferdeweg im Nebel. Fotos: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Wie komme ich am besten an Wetterdaten und Wettervorhersagen für Reise und Aufenthalt in Peru? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die im Folgenden kurz dargestellt werden sollen. Damit können Sie das Peru – Wetter online finden und einordnen. Deneben finden Sie am Ende der Seite die Wettervorhersage der wichtigsten Städte Perus.

    Das Wetter und Klima in Peru ist etwas kompliziert: Es hängt von der Höhe ab, von der jeweiligen Seite des Andengebirges, auf der man sich befindet, von der Jahresyeit natürlich – und dann auch noch von Wetterphänomenen wie dem wiederkehrenden „El Niño-Effekt“.

    Der peruanische Wetterdienst SENAMHI

    Wetterkarte des Wetterdienstes SENAMHI. Bild: SENAMHI.
    Wetterkarte des Wetterdienstes SENAMHI. Bild: SENAMHI.

    Die genausten Daten finden Sie beim peruanischen Wetterdienst SENAMHI. Schon auf der Startseite finden Sie dort die wichtigsten Angaben für die kommenden Tage. Wenn Sie das Reisewetter und die Wettervorhersagen für bestimmte Städte und Regionen wissen möchten, werden Sie dort ebenfalls fündig. Besonders ausführlich ist die Wettervorhersage für die Hauptstadt Lima. Sie finden entsprechende Angaben über Wetter und Regenwahrscheinlichkeit wahlweise auf Spanisch oder Englisch in der rechten Spalte.

    Dort, unter der Überschrift „Información Turistica“ können Sie neben dem Wetter in Lima auch die Vorhersage für andere große peruanische Städte finden. Hinter „Principales ciudades del Perú“ verbirgt sich der Wetterbericht für die kommenden Tage. Hinter „Principales ciudades del Perú (mensual)“ finden Sie einen Überblick über erwartete Wetterphänomene wie Niederschläge, Schneefälle und Temperaturschwankungen während der kommenden 30 Tage. Auch diese Berichte werden sowohl auf Spanisch, als auch auf Englisch angeboten. Auch Unwetterwarnungen werden zuerst dort veröffentlicht.

    Um zu wissen, wo genau auf der Wetterkarte man suchen muss, lohnt es sich, das Reiseziel zunächst auf einer Landkarte von Peru anzeigen zu lassen. Sollten Sie etwas Spanisch oder Englisch sprechen, ist SENAMHI auf jeden Fall die erste Wahl.

    Andere Anbieter und ihre Genauigkeit

    Andenhochebene, blauer Himmel. Foto: D. Raiser / INFAMAZONAS.
    Andenhochebene, strahlend blauer Himmel. Foto: D. Raiser / INFAMAZONAS.

    Auch andere Anbieter und Privatunternehmen bieten Wettervorhersagen für peruanische Städte, darunter auch einige, die in Deutschland ihre Dienste anbieten (Beispiel). Diese sind allerdings häufig recht ungenau oder greifen lediglich auf die Wetterdaten von Flughäfen zurück. Diese liegen aber oft außerhalb der entsprechenden Städte, es herrschen deshalb oftmals andere Klimaverhältnisse. Die peruanische Hauptstadt Lima, aber auch Großstädte wie Arequipa, Piura, Chiclayo oder Cajamarca ziehen sich häufig über große Höhenunterschiede hinweg, weswegen sich beispielsweise die Temperatur erheblich unterscheiden kann. So beginnt Lima direkt an der Pazifikküste mit entsprechendem Klima, durchzieht dann den Wüstenstreifen und endet erst an den ersten Ausläufern des Andengebirges. Eine Reihe von Wetterprognosen für diverse peruanische Städte finden Sie hier.

    Jahreszeiten / Regenzeiten

    Von der Regenzeit aktiviert: Wasserfall nahe Jumbilla (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Von der Regenzeit aktiviert: Wasserfall nahe Jumbilla (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Wer nach Peru reist, sollte sich unbedingt vorab über die klimatischen Bedingungen informieren, wovon beispielsweise die Impfempfehlung abhängt. So kommt es in der Regenzeit, die im peruanischen Hochsommer liegt, häufig zu langanhaltenden Regenfällen. Für Strandliebhaber ist es die Traumsaison für Peru-Reisende. Wer aber zwischen Dezember und April in den Hochanden und in den Urwaldregionen östlich der Anden unterwegs sein möchte, also in Städten und Regionen wie Cajamarca, Chachapoyas, Pucallpa, Iquitos, Tingo María, Puerto Maldonado, Ucayali, Loreto oder Cusco (Machu Picchu), muss wissen, dass die Niederschlagswahrscheinlichkeit sehr hoch ist. Für die Straßen abseits der Hauptrouten (Panamericana, interozeanische Straßen) bedeutet das Wetter häufig viel Schlamm und vereinzelte Erdrutsche, sowie Steinschlag.

    Wer den Regenwald lebendig und in intensivstem Grün erleben möchte, sich für Wasserfälle begeistert und zur Not auch abenteuerliche Fluß- oder Bachüberquerungen auf sich nimmt, für den ist die Regenzeit die richtige Jahreszeit zum Reisen.

    Wintermonate Juli und August meist kühl und trocken

    Kühl und trocken: Nuevo Tingo im August. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Kühl und trocken: Nuevo Tingo im August. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Dagegen ist es in Peru in den Wintermonaten, vor allem im Juli und August, häufig nicht nur sehr trocken, sondern mancherorts auch empfindlich kalt. In den Zentral- und Südanden Perus sind hier Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht ungewöhnlich, wobei viele Häuser keine Heizung haben. Die in der Regenzeit aufgeblühte Vegetation wird häufig braun oder grau und viele Flüsse führen kaum Wasser. Selbst in vielen Regenwaldregionen sinkt die Temperatur stark. Die Hauptstadt Lima ist dabei häufig von dichtem Nebel umhüllt und Temperaturen zwischen 10 und 18°C lassen nicht nur frösteln.

    Dagegen hat man in den Hochanden während der Wintermonate einen herrlich blauen Himmel mit sonnigen Tagen und kalten aber wunderbar schneeklaren Nächten.

    Das Wetter und der „El Niño-Effekt“

    Ein Wetterphänomen, das Peru immer wieder betrifft, ist der „El Niño“-Effekt. Das Wetterphänomen ist nach dem Christkind benannt, denn es tritt vor allem rund um die Weihnachtsfeiertage auf, meist mit jeweils drei bis acht Jahren Abstand. In „El Niño“-Jahren verändert sich die Oberflächentemperatur des Pazifiks vor der peruanischen Küste. Für das Wetter in Peru hat das meist zur Folge, dass die Regenzeit noch stärker ausfällt. Häufig regnet es wochenlang, oft kommt es zu Überschwemmungen. Es ist deshalb wichtig, sich vor der Abreise nach Peru zu informieren, ob Experten ein „El Niño“ erwarten.

    Das Wetter in den wichtigsten Städten Perus

    Das Wetter in…

    AREQUIPA

     

    Wettervorhersage Arequipa

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    AYACUCHO

     

    Wettervorhersage Ayacucho

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    CAJAMARCA

     

    Wettervorhersage Cajamarca

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    CERRO DE PASCO

     

     

     

    CHACHAPOYAS

     

     

     

    CHICLAYO

     

    Wettervorhersage Chiclayo

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    CUSCO

     

    Wettervorhersage Cusco

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    HUANUCO

     

    Wettervorhersage Huanuco

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    HUARAZ

     

    Wettervorhersage Huaraz

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    ICA

     

    Wettervorhersage Ica

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    IQUITOS

     

    Wettervorhersage Iquitos

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    LIMA

     

    Wettervorhersage Lima

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    MOQUEGUA

     

    Wettervorhersage Moquegua

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    PIURA

     

    Wettervorhersage Piura

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    PUCALLPA

     

    Wettervorhersage Pucallpa

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    PUERTO MALDONADO

     

     

    PUNO

     

    Wettervorhersage Puno

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    SATIPO

     

    Wettervorhersage Satipo

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    TACNA

     

    Wettervorhersage Tacna

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    TRUJILLO

     

    Wettervorhersage Trujillo

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    TUMBES

     

    Wettervorhersage Tumbes

    Wetterdaten werden geladen

     

     

    www.wetter.de » eigenes Wetter Widget

     

     

     

    Für das Wetter in der Nähe der Inca-Ruinenstadt Machu Picchu beachten Sie bitte die Vorhersage für Cusco.

  • Perus Finanzminister Castilla: Bestimmte Tourismus-Dienstleistungen weiter steuerfrei

    Luis Miguel Castilla, Perus Finanz- und Wirtschaftsminister. Foto: Norman Córdova / ANDINA.
    Luis Miguel Castilla, Perus Finanz- und Wirtschaftsminister. Foto: Norman Córdova / ANDINA.

    Nach Protesten der peruanischen Reisebranche hat Perus Finanz- und Wirtschaftsminister Luis Miguel Castilla einen Rückzieher gemacht. Es werde auch in Zukunft keine Mehrwertsteuer (IGV) für bestimmte Tourismus-Dienstleistungen fällig, so Castilla. Vor wenigen Tagen hatte ein Dekret seines Ministeriums unter den Reiseunternehmern für Unruhe gesorgt, das bisherige Mehrwertsteuerbefreiungen zurücknahm – gestern nun wurde eine Korrektur veröffentlicht, die mehrere Ausnahmen vorsieht. Damit müssen Touristen aus dem Ausland zwar künftig Mehrwertsteuer auf Tourismusdienstleistungen bezahlen, können diese – bei Vorlage entsprechender Quittungen im Büro der Steuerbehörde SUNAT im Flughafen Lima – aber zurückfordern. Die Rückzahlung soll dann innerhalb von rund 60 Tage erfolgen.

    Zurückgefordert werden kann beispielsweise die Mehrwertsteuer auf Essen, klar touristische Transporte (Überlandreisen sind explizit ausgeschlossen), Reiseführer, Folklore- und Teateraufführungen, Konzerte mit klassischer Musik, Opern und Ballette, solange sie (außer der Übernachtung) Teil eines Gesamtpaketes sind. Konzerte, die nicht darin zu fassen sind, sowie Taxi- oder Busfahrten sind ebenfalls ausgeschlossen. Zudem sollten Reiseunternehmen, die die Befreiung nutzen wollen, sich als Tourismus-Dienstleister beim Außenhandels- und Tourismusministerium (MINCETUR) registrieren lassen.

    Reiseindustrie zufrieden

    CANATUR, der Verband der peruanischen Reiseindustrie, begrüßte die Änderungen. Verbandspräsident Carlos Canales erklärte, die Änderung behebe wesentliche Mängel. Damit werde ein großer Beitrag zur Formalisierung der Tourismus-Industrie geleistet. CANATUR hatte befürchtet, durch den Aufschlag von 18% Mehrwertsteuer werde man gegenüber den Nachbarländern an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

    Mehrwertsteuerbefreiung auch für Reiseandenken?

    Nach Angaben des Finanzministeriums wird derweil auch an einem Dekret gearbeitet, das für ausländische Touristen die Rückzahlung der Mehrwertsteuer auf Souvenirs vorsieht.

  • Peru: Streit über Mehrwertsteuer für die Reisebranche

    Luis Miguel Castilla, Perus Finanz- und Wirtschaftsminister. Foto: Norman Córdova / ANDINA.
    Luis Miguel Castilla, Perus Finanz- und Wirtschaftsminister. Foto: Norman Córdova / ANDINA.

    Bislang müssen viele peruanische Reiseunternehmer für Dienstleistungen keine Mehrwertsteuer abführen – doch damit ist es, geht es nach dem peruanischen Finanzministerium, bald vorbei. Finanzminister Luis Miguel Castilla hatte kürzlich per Dekret* die bisherige Mehrwertsteuer bestimmter Tourismusdienstleistungen aufgehoben – und damit den Ärger des peruanischen Verbandes der Reiseindustrie (CANATUR) auf sich gezogen, der nun einen Einbruch der Touristenzahlen befürchtet. Damit werde die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Ländern in der Region geschwächt und, so der CANATUR-Vorsitzende Carlos Canales, erwarte Einnahmerückgänge von 120 Millionen US-$ pro Jahr.

    Finanzminister Castilla warf dem Verband dagegen vor, die Zahlen aufzublähen. Die Zahlen seien „falsch“, es werde unter keinen Umständen zu „solchen Verlußten“ kommen, so Castilla. Zudem zweifelte der Finanzminister an, Reisewillige würden sich von 18% Mehrwertsteuer abschrecken lassen. Vielmehr liege die Wettbewerbsfähigkeit der peruanischen Reiseindustrie darin, dass Peru „Sicherheit, eine gute Hotelinfrastruktur und einen [verkehrsmäßig, Anm. d. Red.] guten Anschluss“ biete.

    Eine Annäherung der beiden Seiten ist im Moment nicht in Sicht. Erst im vergangenen Jahr wurde der bis dahin gültige Mehrwertsteuersatz von 19% um einen Prozentpunkt gesenkt. Die Reisebranche ist neben Bergbau, Öl- und Gasförderung, Landwirtschaft und Fischerei einer der wichtigen Wirtschaftszweige Perus.

    *  Decreto Supremo N°161- 2012

  • Peruanische Reiseindustrie fordert Umbenennung von Amazonas, Loreto und San Martín

    Polemisiert: Carlos Canales, CANATUR-Vorsitzender. Foto: ANDINA.
    Polemisiert: Carlos Canales, CANATUR-Vorsitzender. Foto: ANDINA.

    Carlas Canales, Vorsitzender der peruanischen Vereinigung der Reisewirtschaft, mischt sich gerne in die Tagespolitik ein. Zuletzt beispielsweise, als er über die Negativeffekte klagte, die Proteste wie diejenigen um den Bergbau in der Region Cajamarca für den Tourismus brächten. Nun aber machte er einen Vorschlag, der vermutlich auf kaum einer Ebene mit Begeisterung aufgenommen wird. Es sei notwendig, einige Regionen, die zum Amazonasbecken gehörten, umzubenennen, so Canales gegenüber dem Fachportal „Infoturperu“. So sollte für Canales die Region Amazonas zur „Region Chachapoyas“ umbenannt werden, um der „Kultur zu huldigen, die dort gelebt hat“, aus der Region San Martín sollte, nach dem Fluss, der sie durchfließt eine „Region Marañón“ werden und die bisherigen Region Loreto sollte den Namen von Amazonas übernehmen – mit Hauptstadt Iquitos. Begründet wurden die Vorschläge vor allem damit, Touristen die Orientierung zu erleichtern. Durchzusetzen sein werden diese Vorschläge aber wohl nicht. So würden sich wohl alle Provinzen der heutigen Region Amazonas (außer vielleicht Chachapoyas, aber vermutlich nicht einmal diese) gegen eine Umbenennung in „Region Chachapoyas“ wehren. Der Grund: Das Volk der Chachapoya kontrollierte nie die gesamte Region, archäologische Funde konzentrieren sich vorwiegend auf den Süden. Bereits jetzt gibt es Rivalitäten zwischen Bagua Grande (Provinz Utcubamba) und Chachapoyas um die Vorherrschaft in der Region, die eine Umbenennung praktisch unmöglich machen würde. Gegen die Umbenennung der Region San Martín würde sich wohl nicht nur die Region selbst wehren, im ganzen Land würde es wohl zu Widerständen dagegen kommen, wird mit dem Namen doch einem der großen Kämpfer für die peruanische Unabhängigkeit gedacht.

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruAlso viel Wind um nichts? Nein, der Vorschlag, der wohl in den kommenden Wochen insbesondere in den angesprochenen Regionen kontrovers -aber ergebnislos- diskutiert werden wird, legt einen Schwachpunkt des sonst sehr professionellen peruanischen Marketings im Tourismusbereich offen. Dieser liegt in der traditionellen Gliederung Perus in Küste, Hochland und Regenwald anhand der Regionen, die längst überholt ist – und der schwachen Promotion von touristischen Leuchttürmen abseits der weltberühmten Inka-Stadt Machu Picchu (Region Cusco). Ansonsten wäre Iquitos längst als „die“ Urwaldstadt schlechthin bekannt – und der Norden der Region Amazonas würde als „Regenwald“ vermarktet, der Süden als „Gebirge, Flußtäler und Chachapoya-Ruinen“. Weil die Vermarktung aber nach Regionen erfolgt, weiß keiner so recht, wo Amazonas hingehört, mal wird es zum Amazonasbecken, mal zum Hochgebirge gezählt. Und so lesen sogar Schulkinder im Süden der Region auf über 3.000 Metern über dem Meeresspiegel in ihren Schulbüchern, sie würden im tropischen Regenwald leben.

    PS: Aus INFOAMAZONAS müsste dann wohl auch INFOCHACHAPOYAS werden…

  • Peru: Außenministerium prüft Einführung von Gebühren für Touristen-Visa

    Manuel Talavera, Generaldirektor für peruanische Communities im Ausland. Foto: Héctor Vinces / ANDINA.
    Manuel Talavera, Generaldirektor für peruanische Communities im Ausland. Foto: Héctor Vinces / ANDINA.

    Bislang bekommen Touristen aus Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Kanada und den USA bei der Einreise nach Peru automatisch ein kostenloses Touristenvisum für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten. Sollte das peruanische Außenministerium allerdings aktuelle Pläne umsetzen, könnte es damit bald vorbei sein. Denn: Die Einführung von Gebühren für Touristen-Visa würde nach Schätzungen des Generaldirektors für peruanische Communities im Ausland, Manuel Talavera, pro Monat rund eine Million US-$ in die Kassen des Ministeriums spülen, die dieses gerne für den Ausbau der konsularischen Betreuung der Auslandsperuaner nutzen würde. Als Vorbild nennt Talavera dabei „andere südamerikanische Länder“, die ein solches System bereits erfolgreich einsetzten.

    Verband der Tourismusunternehmer warnt

    Der Vorsitzende des peruanischen Verbandes der Tourismusunternehmer (CANATUR), Carlos Canales, sprach in einer ersten Reaktion von einem „unangebrachten“ Vorschlag des Außenministeriums, der das weitere Wachstum des Tourismus-Sektors „verhindern“ würde. Insbesondere Reisewillige aus Asien und Europa würden abgeschreckt, da von dort allein die Anreise schon bis zu 3.000 US-$ koste, durch die Erhebung einer Visagebühr werde das Reiseziel teurer und auch die zusätzliche Bürokratie würde Peru als Reiseland unattraktiver machen, so Canales. Gegen die Erhöhung der Visagebühr für Geschäftsreisende auf 500 US-$ habe CANATUR allerdings nichts einzuwenden, da diese normalerweise sowieso das jeweilige Unternehmen übernehme.

    Bereits jetzt Visa-Gebühren für 99 Staaten

    Für die Einführung von Gebühren auf Visa für Touristen bräuchte das Außenministerium dabei nicht einmal die Unterstützung des Parlamentes. Der Grund: Bereits jetzt müssen Reisewillige aus 99 Staaten – darunter den meisten afrikanischen, sowie der Dominikanische Republik und Haiti – eine Gebühr entrichten. Es würde also keine neue Beschränkung eingeführt, vielmehr würden Ausnahmen zurückgenommen, so Generaldirektor Talavera. Dahinter steht das Prinzip der Reziprozität (Gegenseitigkeit), das sich in Fragen der Visa-Vergabe in Südamerika allmählich durchsetzt. So sollen Personen aus einem Land, das von Peruanern zur Einreise Visagebühren verlangt, bei der Einreise nach Peru ebenfalls zur Kasse gebeten werden. Auf diese Weise wird es beispielsweise von Brasilien und in einigen Fällen auch von Chile gehandhabt.

    30 US-$?

    Welche Gebührenhöhe das Außenministerium derzeit plant, ist noch unbekannt. Manuel Talavera erklärte allerdings gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA, das Ministerium gehe davon aus, dass „wegen 30 US-$ niemand auf eine Peru-Reise verzichten“ werde.

  • Perus Tourismusverband hofft auf Rückkehr von Lufthansa nach Lima

    INFOAMAZONASNach mehreren Jahren ohne direkte Linienflugverbindung zwischen Deutschland und Peru möchte der peruanische Dachverband der Reisebranche, CANATUR, die Fluggesellschaft Lufthansa dazu bewegen, die Hauptstadt Lima wieder anzufliegen. Von einer direkten Verbindung verspricht sich der Dachverband eine Verdreifachung der Zahl deutscher Touristen in dem Andenland. Mit diesem Wunsch ist CANATUR dabei offenbar nicht alleine: Neben der peruanischen Regierung, die versucht, den Hauptstadtflughafen Jorge Chávez für internationale Fluglinien attraktiv zu machen, scheint sich auch die deutsche Regierung für die Flugverbindung zu interessieren. Diese teile das Bestreben der peruanischen Regierung, Lufthansa auch wieder nach Lima zu holen, zitiert die Nachrichtenagentur ANDINA den deutschen Botschafter in Peru, Joachim Schmillen. Er vertraue darauf, dass man „gemeinsam mit den peruanischen Freunden ausreichend Argumente haben werde, um Lufthansa zu dieser Entscheidung zu bewegen“, so Schmillen weiter.

    Der Grund für das Interesse an einer Direktverbindung zwischen Deutschland und Peru: Der Besucheraustausch würde dadurch vermutlich gesteigert, mit positiven Auswirkungen auf die Wirtschaftsbeziehungen. Daran sei auch die Botschaft interessiert, eine entsprechende Entscheidung der Lufthansa AG würde vor diesem Hintergrund begrüßt, so ein Sprecher der deutschen Auslandsvertretung gegenüber INFOAMAZONAS.

    Der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Ackermann, der sich mit 6 weiteren Mitgliedern des Tourismusausschusses des deutschen Parlaments derzeit in Lima aufhält, schloss sich der Forderung an. Gleichzeitig zeigte er sein Interesse daran, den Ausbau des Jorge Chávez-Flughafens weiter voran zu treiben. Dieser wird unter anderen von der deutschen Fraport AG betrieben.

    Bundestagsabgeordnete auf Peru- und Bolivienreise

    Die deutschen Abgeordneten werden sich noch bis zum 20. April in Peru und Bolivien aufhalten. Neben Delegationsleiter Ackermann sind auch Christoph Poland (CDU/CSU), Ingo Gädechens (CDU/CSU), Gabriele Hiller-Ohm (SPD), Heinz Paula (SPD), sowie Claudia Bögel (FDP) mit von der Partie. Bei Treffen mit Parlamentspräsident Daniel Abugattas, Limas Bürgermeisterin Susana Villarán und Außenhandels- und Tourismusminister José Luis Silva soll unter anderem auch das Thema „Tourismus und Entwicklungspolitik“ erörtert werden. Zu diesem Thema sind auch Ausflüge zu, so die Pressemitteilung des Bundestages, „gelungene[n] Beispiele[n] nachhaltiger und sozialverantwortlicher Tourismusprojekte, an denen die einheimische Bevölkerung partizipiert“, geplant.

    NACHTRAG (27.08.2012): Lufthansa: keine ausreichende Nachfrage

    Wie ein Sprecher der Lufthansa auf Anfrage von INFOAMAZONAS mitteilte, gibt es derzeit keine Hoffnung auf eine Direktverbindung. Man plane derzeit keine neue Verbindung, weil „hierzu nicht ausreichend Nachfrage“ bestünde, so ein Lufthansa-Sprecher. Damit sind Lufthansa-Flüge nach Lima auch weiterhin nur über Bogota (Kolumbien) und der Fluggesellschaft Avianca möglich.