Schlagwort: Cajamarca

  • Cajamarca: Anden-Tapir im Tabaconas-Namballe-Schutzgebiet fotografiert

    Anden-Tapir in Peru. Bild: SNTN
    Anden-Tapir in Peru. Bild: SNTN

    Automatischen Kameras gelangen im Schutzgebiet Tabaconas Namballe im Norden der peruanischen Region Cajamarca spektakuläre Bilder. In der Vergangenheit waren im Schutzgebiet wiederholt Spuren von dem stark vom Aussterben bedrohten Andentapir gefunden worden. Nun gelang mit gleich mehreren Aufnahmen der endgültige Nachweis über die seine Existenz.

    Das fotografierte Tier mit dem wissenschaftlichen Namen Tapirus pinchaque hat eine Länge von rund 1,8 Metern und war fast 90 Zentimeter groß. Andentapire können bis zu 250 Kg auf die Waage bringen.

    Die automatischen Kameras waren von Parkwächtern der Nationalparkabteilung SERNANP des peruanischen Umweltministeriums aufgestellt worden. Der Andentapir lebt in den Anden Ecuadors, Nordperus und Kolumbiens auf über 2.000 Metern Höhe.

  • Erdbeben der Stärke 4,0 erschüttert Chiple (Cutervo)

    Ein Erdbeben der Stärke 4,0 auf der Richterskala hat heute Morgen das peruanische Chiple (Provinz Cutervo / Region Cajamarca) erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut (IGP). Das Epizentrum lag 32 Kilometer nördlich von Cutervo in einer Tiefe von 36 Kilometern.

    Das Beben ereignete sich um 09:08:09 Uhr Ortszeit und war in San Juan de Chiple mit der Stärke II auf der modifizierten Merkalli-Skala zu spüren. San Juan de Chiple liegt im Distrikt Callayuc und hat 202 Einwohner.

  • Chota / Cajamarca: Pyrotechnik-Werkstatt explodiert

    Feuerwerk in Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Feuerwerk in Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Mit einigem Glück überlebten gestern vier Mitarbeiter einer Pyrotechnik-Werkstatt in Chota in den peruanischen Nordanden die Explosion von ihnen produzierter Feuerwerkskörper. Wie Enlace Nacional berichtet, waren die Feuerwerksspezialisten gerade dabei, Teile für ein Feuerwerk zum Stadtfest zusammen zu bauen, als aus noch ungeklärter Ursache mehrere Feuerwerkskörper detonierten. Drei Mitarbeiter, darunter ein 17jähriger Jugendlicher, musste mit schwersten Verbrennungen nach Chiclayo evakuiert werden. An den umliegenden Häusern barsten durch die Explosion die Fensterscheiben. Da die Werkstatt sehr offen gebaut war, blieben größere Schäden an den Gebäuden aus.

    Auf peruanischen Dorf- und Stadtfesten haben beeindruckende Feuerwerkskonstruktionen ihren festen Platz. Immer wieder kommt es dabei zu Unfällen. Am 29. Dezember 2001 kamen bei einem Brand auf einem Markt für Feuerwerkskörper in der peruanischen Hauptstadt Lima über 270 Menschen ums Leben.

    Video aus dem Jahr 2001:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=BCmbM6U7d14&feature=related

  • Wegen Führungskrise: Regionalpräsidenten kehren zurück

    Hugo Ordóñez Salazar, Regionalpräsident von Tacna. Foto: CNR.
    Hugo Ordóñez Salazar, Regionalpräsident von Tacna. Foto: CNR.

    Nur zwei Wochen, nachdem dutzende peruanische Regionalpräsidenten unbezahlten Urlaub nahmen, um sich zur Wiederwahl stellen zu dürfen, sind mehrere schon wieder zurück auf ihrem Posten. Neben dem Regionalpräsidenten von Cajamarca, der seinem Stellvertreter nur wenige paar Minuten auf dem Präsidentenstuhl gönnte, entschied nun auch Rómulo Triveño, Regionalpräsident von Ica, den Wahlkampf-Ring zu verlassen und sich wieder dem Präsidentenamt zu widmen. Im Fall der Region Tacna wird ebenfalls davon ausgegangen, dass Regionalpräsident Hugo Ordóñez in den kommenden Tagen sein Amt wieder übernimmt.

    Grund für die „Rücktritte vom vorläufigen Rücktritt“ ist, so Hugo Ordóñez, das Verhalten der Stellvertreter, die an die Stelle der Regionalpräsidenten vorgerückt sind. Ihm seien mehrere Fälle bekannt, in denen die Stellvertreter schon wenige Tage nach dem „Urlaubsbeginn“ des Amtsinhabers zahlreiche Angestellte gegen Freunde und Bekannte ausgewechselt und bereits in der Durchführung befindliche Projekte gestoppt hätten, so Ordóñez.

    Wollen peruanische Regionalpräsidenten zur Wiederwahl antreten, müssen sie mindestens 120 Tage vor der Wahl unbezahlten Urlaub nehmen. Damit soll verhindert werden, dass sie ihr Amt, sowie die durchgeführten Projekte für ihren Wahlkampf missbrauchen.

  • Peruanische Folklorelegende „Indio Mayta“ Miguel Ángel Silva Rubio gestorben

    httpv://www.youtube.com/watch?v=J7gaERje79U

    Miguel Angel Silva Rubio: Indio Mayta. Bild: Producciónes Carolina / Youtube
    Miguel Angel Silva Rubio: Indio Mayta. Bild: Producciónes Carolina / Youtube
    Der peruanische Volksmusiker Miguel Ángel Silva Rubio ist gestern im Alter von 78 Jahren an Nierenversagen verstorben. Das berichten peruanische Medien unter Berufung auf seine Familie. Seine sterblichen Überreste sind derzeit in seinem Haus in San Juan de Lurigancho aufgebahrt.

    Geboren wurde der Musiker, der unter dem Namen „Indio Mayta“ in Peru, sowie in mehreren Nahbarländern große Erfolge feiern konnte, 1931 in Celendín, Cajamarca. Als er 10 Jahre alt war, musste die gesamte Familie Silva Rubio nach Trujillo übersiedeln, um dort ein Auskommen zu finden. Der junge Miguel Silva verdingte sich dort zunächst als Schuhputzer, Zeitungsverkäufer und Straßenhändler, sowie in einer Eisfabrik. In Trujillo war es aber auch, wo er seine ersten musikalischen Erfahrungen machte. Nach einigen Jahren Wehrdienst begann er, sich mehr und mehr auf die Musik zu konzentrieren. 1957 gelingt ihm schließlich mit Aufnahmen von „Campanitas de Quiruvilca” und „Anillo de Oro“ der Durchbruch. Auch in der Haupstadt Lima, in der Miguel Silva seine letzten Jahre verbrachte, setzte er mit Liedern wie „Matarina“, „Carolina“ oder „El Serranito“, in denen er die Diskriminierung der Andenbevölkerung durch die peruanischen Küstenbewohner kritisiert, musikalisch Maßstäbe.

    Bis zuletzt war der „Indio Mayta“ noch auf der Bühne gestanden. Seine charakteristisches „Ushaaaa“ wird in Perus Folkloremusik eine Tiefe Lücke hinterlassen.

    „Matarina“:
    httpv://www.youtube.com/watch?v=PpJCoBUm_ck

    „Carolina“:
    httpv://www.youtube.com/watch?v=jkYDSGaOohc

  • Anguía / Cajamarca: Rodeopampa-Gipfel rutscht weiter ab

    Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica.
    Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica.

    Der Rodeopampa-Gipfel im Distrikt Anguía (Provinz Chota) rutscht weiter ab. Das berichtet Radio Santa Mónica. Bereits im Februar waren bei einem Erdrutsch an der selben Stelle rund 90 Wohnhäuser zerstört worden. Für heute hat der Zivilschutz Chota angekündigt, gemeinsam mit Geoglogen genauere Untersuchungen vorzunehmen und entsprechende Empfehlungen auszusprechen.

  • Cajabamba / Cajamarca: Tote bei Konflikt um informellen Bergbau

    Bei dem Versuch, das Gelände des Bergbauprojektes Minera Cajabamba zu besetzen, sind nach Angaben von Radio Santa Mónica (Chota) mehrere Menschen ums Leben gekommen. Um wie viele Personen es sich dabei handelt, sowie ihre Identität ist noch nicht geklärt.

    Mehrere Personen, die illegalen Bergbau betreiben, hatten das Gelände des Bergbauprojektes Minera Cajabamba besetzt, um dort ihrem Handwerk nachzugehen. Nach Angaben der Polizei  wurden die Beamten, die versuchten, das Gelände zu räumen, mit Schusswaffen und Sprengstoff angegriffen, wobei ein Polizist verletzt wurde.

    Anwohner berichten, die illegalen Bergleute würden giftige Cyanide einsetzen, um Mineralien zu gewinnen.

    Bereits seit 2005 leidet die Provinz Cajabamba unter verschiedenen Bergbaukonflikten, zunächst zwischen zwei Bergbauunternehmen, die Schürfrechte jeweils für sich beanspruchten, nun auch mit informellen Bergleuten.

  • Peru: Massenhaft Regionalpräsidenten nehmen unbezahlten Urlaub

    Ein für außenstehende seltsam anmutendes Schauspiel lässt sich derzeit in Perus Regionalregierungen beobachten: Massenhaft Regionalpräsidenten nehmen plötzlich 120 Tage Urlaub. César Trelles Lara, Regionalpräsident von Piura schaffte es noch vor Freitag, José Murgia Zannier, Amtsinhaber in Piura war später dran, aber immer noch pünktlich, denn: Am 6. Juni war Abgabeschluss, ab da mussten alle diejenigen im „Urlaub“ sein, die an der Wahl am 3. Oktober diesen Jahres teilnehmen wollen. Und den Termin wollten die 11 Regionalpräsidenten im Sonderurlaub nicht verpassen.

    Direkte Wiederwahl wird in Peru nur ungern gesehen. Präsidenten dürfen es nicht, auch wenn das Diktatoren wie beispielsweise Alberto Fujimori nicht besonders interessiert. Regionalpräsidenten dagegen dürfen es, aber nur, wenn sie 120 Tage vor der Wahl unbezahlten Sonderurlaub nehmen. Damit soll verhindert werden, dass Kandidaten beispielsweise bei der Einweihung von wichtigen Bauwerken, die auf Staatskosten errichtet wurden, oder mit Verteilen von Geschenken Wahlkampf betreiben.

    So kommt es, dass Tumbes, Áncash, Huancavelica, San Martín, Madre de Dios, Loreto, Ucayali, Cajamarca, Lima, Piura und La Libertad in den kommenden Monaten in gewisser Weise „Kopflos“ sein werden. Derweil gibt es noch weitere, die sich gerne hätten aufstellen lassen, die 120 Tage waren ihnen aber zu viel. Bei manchen bestimmt eine Geldfrage, wird von anderen – wie beispielsweise dem Regionalpräsidenten von Puno – gemunkelt, sie hätten sich so mit ihren Stellvertretern überworfen, dass sie Angst hätten, ihnen das Ruder zu überlassen. Ganz aufgegeben haben sie aber noch nicht, derzeit geistert noch eine Gesetzesvorlage durch den peruanischen Kongress, die den vorgeschriebenen Urlaub von 120 auf 45 Tage verkürzen soll.

    In Madre de Dios macht Regionalpräsident Santos Kaway Komori bereits Nägel mit Köpfen. Bereits am Samstag, dem Tag, an dem der „Urlaub“ begann, fand bereits der Wahlkampfauftakt statt, so Alcides Arguedas, Reporter von Radio Madre de Dios, gegenüber INFOAMAZONAS.

    Bürgermeister haben es übrigens etwas einfacher: Sie dürfen sich auch so zur Wiederwahl aufstellen lassen. Allein bei Einweihungen müssen sie sich gebührend zurückhalten.

    Nachtrag 8.6.: Regionalpräsident von Cajamarca zieht den Rücktritt zurück

    Jesús Coronel Salirrosas, Regionalpräsident von Cajamarca hat inzwischen den Rücktritt von seinem Rücktritt erklärt. Er könne nicht verantworten, dass eine Person ohne Moral, die zudem einer ganzen Reihe von Unregelmäßigkeiten verdächtigt wird, seinen Posten übernehme und damit alle erreichten Fortschritte gefährde, so Salirrosas heute Morgen in Cajamarca. Kurz zuvor wollte sein Vize Aníbal Balcázar Torrejón unter dem Protest von Mitarbeitern der Regionalregierung Cajamarca seinen Posten als neuer Regionalpräsident antreten. Im April 2008 war Balcázar Torrejón auf frischer Tat ertappt worden, als er von einem Distriktbürgermeister 1.000 Nuevos Soles annahm, um diesem bei Wasser- und Abwasserprojekten „unter die Arme zu greifen“. Seine Partei, Fuerza Social, schloss ihn daraufhin aus.

  • Chota wird Universitätsstadt

    Lange hatten sie davon geträumt, jetzt wird der Traum vieler Einwohner der nordperuanischen Andenstadt Chota (Provinz Chota, Region Cajamarca) wahr: Sie bekommen eine eigene Universität. Das berichten übereinstimmend die staatliche Nachrichtenagentur, sowie Radio Santa Mónica. Die neue Universität „Universidad Nacional Autónoma de Chota“, die in erster Linie technische Fächer beherbergen soll, geht aus einer Zweigstelle der Universität Cajamarca hervor und wird von der dem Orden der Augustiner-Rekollekten nahestenden Nichtregierungsorganisation Haren Alde unterstützt.

    Im peruanischen Kongress stimmten 76 Abgeordnete für die Gründung der Universität und damit 15 mehr als notwendig.

    Von der neuen Universität erhoffen sich ihre Planer ein soziales, kulturelles und vor allem ökonomisches Aufleben der Provinz Chota.

  • Utcubamba / Amazonas: Marañón überschwemmt Yamón und Cumba / Einwohner rechtzeitig gewarnt

    Cumba in der Provinz Utcubamba: Karte: INDECI / ANDINA / INFOAMAZONAS
    Cumba in der Provinz Utcubamba: Karte: INDECI / ANDINA / INFOAMAZONAS

    Mit Glück konnten sich heute in den Morgenstunden die Bewohner mehrerer Dörfer am Marañón-Fluss in der nordperuanischen Region Amazonas vor den Fluten Retten. Ein Erdrutsch auf der Westseite (Cutervo / Chota / Cajamarca) des Flusses hatte diesen teilweise aufgestaut und über die Ufer treten lassen. Dank einer Warnung des Zivilschutzes konnten die Einwohner aber rechtzeitig evakuiert werden, es blieb bei Materialschäden.

    Wie die Staatsanwältin María Rosa Malqui Vilcarromero gegenüber INFOAMAZONAS berichtet, wurden im 155-Einwohner-Ort Puerto Malleta mehrere Häuser weitgehend zerstört. Im Nahen Cumba riss der Marañón 40 Hektar Reisfelder mit.

    Auslöser wurde Erdrutsches auf der Westseite des Marañón durch das Über die Ufer Treten eines Stausees in Cutervo (Region Cajamarca). Große Schlamm- und Geröllmassen wurden in den Marañón geschwemmt.

    Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI ist in Cajamarca noch bis Ende des Monats mit schweren Regenfällen zu rechnen.