Schlagwort: Cajamarca

  • Huabal / Cajamarca: Erdrutsche verschüttet Fernstraße Olmos – Corral Quemado

    Die nordperuanische Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße ist in der Provinz Jaén (Region Cajamarca) an mehreren Stellen von einer dicken Geröllschicht überzogen und vorläufig unpassierbar. Das berichtet Radio Marañón. Besonders betroffen sind Straßenabschnitte in den Distrikten Pomahuaca und San Felipe. Dutzende Fahrzeuge haben sich inzwischen auf beiden Seiten aufgestaut. Das Straßenbetreiberunternehmen IIRSA Norte begann inzwischen mit den Räumarbeiten.

    Zudem wurden in San Felipe und Huabal rund 60 Häuser beschädigt, nachdem der Chusal-Bach über die Ufer getreten war.

    Auch weiter südlich, im Distrikt Baños del Inca, wurden 41 Häuser durch einen Bach beschädigt.

  • Jaén / Cajamarca: Drogenkurier geht Polizei mit 71 Kg PBC ins Netz

    Ihr nervöses Auftreten machte sie verdächtig: Die Straßenpolizei Pucará (Provinz Jaén / Region Cajamarca) konnte zwei Personen im Alter von 35 und 30 Jahren festnehmen, die über 71 Kilogramm Kokain-Basispaste (PBC) – Grundstoff zur Kokain-Herstellung – in ihrem Fahrzeug nach Chiclayo (Region Lambayeque) transportieren wollten. Den Polizisten fiel bei einer verdachtsunabhängigen Verkehrskontrolle das seltsam nervöse Auftreten der beiden Drogenkuriere auf, woraufhin sie das Auto genauer unter die Lupe nahmen. Insgesamt fanden sie im Auto versteckt 34 backsteinförmige Päckchen, die mit Plastiktüten und Klebeband umwickelt waren. Ein Schnelltest bestätigte den Verdacht, dass es sich bei dem Inhalt der Päckchen um PBC handelte.

    Das sofortige Geständnis eines der festgenommenen führte außerdem zur Kontrolle eines weiteren Fahrzeugs, in dessen Innenraum weitere 35 PBC-Päckchen gefunden wurden. Der 30jährige Fahrer und seine 26jährige Beifahrerin wurden ebenfalls festgenommen.

    Sandía / Puno: Polizei beschlagnahmt 14 Kg PBC

    Auch in der Provinz Sandía (Region Puno) gingen der Polizei Drogenkuriere ins Netz. Bei einer Verkehrskontrolle fanden die Polizisten im Rucksack eines Motorradfahrers versteckt 14 Kg PBC. Ersten Ermittlungen zu Folge stammen die Drogen aus dem Distrikt San Juan del Oro und sollten nach Arequipa transportiert werden.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Anguía / Cajamarca: Dutzende Familien obdachlos nach Erdrutsch

    Erdrutsch in der Provinz Chota. Bild: peruanischer Zivilschutz INDECI.
    Erdrutsch in der Provinz Chota. Bild: peruanischer Zivilschutz INDECI.

    Bis zu 90 Häuser stürzten ein, als am Samstag gegen 13 Uhr Ortszeit der Rodeopampa-Gipfel (cerro „El Calabozo de Rodeopampa“) im Distrikt Anguía (Prov. Chota / Region Cajamarca) abrutschte. Am stärksten betroffen sind die Ortschaften Ushun (Rodeopampa), sowie Chilac und Casián (Cutervo). Das berichtet aus Chota Radio Santa Mónica. Erste Berichte über ein  Todesopfer konnten bisher nicht bestätigt werden, eine Person gilt noch als vermisst. Der Erdrutsch riss nicht nur Häuser mit sich, er zerstörte auch um Rodeopampa (Chota) und San Luis de Lucma (Cutervo) zahlreiche Felder. Zudem stauten Erde und Geröll den Sócota-Fluss, wodurch Überschwemmungen in flussnahen Ortschaften erwartet werden.

    Anwohner hatten von einer großen Explosion berichtet, die dem Erdrutsch vorangegangen sei. Dann aber habe eine dichte Staubwolke jegliche Sicht verhindert, so ein Korrespondent von Radio Santa Mónica. Kurz nach dem Erdrutsch waren Gerüchte umgegangen, es habe sich um einen Vulkanausbruch gehandelt, was Miguel Alva, Direktor des Zivilschutz Cajamarca, klar verneint. Der Krach und die Staubwolke sei durch das Abrutschen der Fläche von 40 Hektar selbst entstanden, so Alva gegenüber ANDINA.

    Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica.
    Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica.

    Der Bürgermeister von Anguía äußerte auch Sorge um das Wasserkraftwerk Guineamayo (Cutervo), das durch den gebildeten Stausee Schaden erleiden könnte. Zudem gestand er ein, dass der örtliche Zivilschutz – dem er als Bürgermeister vorsteht – nicht über die nötigen Mittel verfügt, um notwendige Maßnahmen zu treffen. Inzwischen habe man vom Zivilschutz Chota zwar mehrere Zelte bekommen, aber die Anzahl sei ungenügend, so Irigoin Montenegro gegenüber „Radio Santa Mónica“.

    Im Nachbardistrikt San Luis de Lucma sollen nun zahlreiche Familien evakuiert werden, deren Häuser von einer möglichen Flutwelle des Sócota getroffen werden könnten. Nach Angaben des Korrespondenten von Radio Santa Mónica waren die Anwohner bereits mehrere Tage vor dem Erdrutsch gewarnt worden, die betroffenen Familien hätten aber ihre Häuser nicht verlassen wollen.

    Auch aus den Nachbarprovinzen Cajabamba und Celendín werden mehrere kleine Erdrutsche gemeldet, bei denen mehrere Häuser zerstört wurden.

    Die Ortschaft Rodeopampa liegt auf 2.211 Metern über dem Meeresspiegel. 2007 wurden 313 feste Einwohner gezählt.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=O_22y-sHO_s
    (von Enlace Nacional)

  • Wahlen rücken näher: Marco Arana vom Priesteramt suspendiert

    Der peruanische Umweltaktivist Marco Arana wurde vom Priesteramt suspendiert. Das gab er auf einer Pressekonferenz in Sicuani bekannt. Der Schritt erfolgte, nachdem in konservativen Kreisen der peruanischen Kirche Kritik an seinem Politischen Engagement geübt worden war. Geplant war der Schritt eigentlich, so Arana, für die Zeit vor dem ersten Parteikongress des Bündnisses „Tierra y Libertad“ Anfang April. Der Bischof von Cajamarca, Mons. Carmelo Martínez Lázaro, habe die Suspension dann allerdings vorgezogen.

    „Die Suspendierung basiert auf kirchlichen Normen, nach welchen es Priestern untersagt ist, in politischer Parteipolitik mitzuwirken“, so Arana gegenüber Journalisten. Weiter erklärte er, dies gebe ihm die Möglichkeit, seinen politischen Aktivitäten mehr Zeit zu widmen.

    Das Bündniss „Tierra y Libertad“ war aus den Initiativen des umtriebigen Geistlichen gegen Umweltverschmutzung durch Bergbau entstanden und steht nach eigenen Angaben der Europäischen Grünen Partei nahe.

    Durch Aranas Suspendierung tritt seine mögliche Präsidentschaftskandidatur für das kommende Jahr wieder in die Schlagzeilen, die in den vergangenen Wochen durch die Kandidaturankündigung des populären Talkmasters und Schrifstellers Jaime Bayly auf die hinteren Zeitungsseiten gerutscht war.

  • Wer interessantes über Bergbau in Peru erfahren möchte…

    … dem sei der Besuch von http://im-nu-in-peru.blogspot.com/2009/09/ein-tag-in-yanacocha.html empfohlen. Die Seite wird mit Inhalten gefüllt durch den (nach eigenen Angaben) Erfurter David Vollrath, der derzeit in der Region Cajamarca bei GRUFIDES (Gruppierung zur Bildung und Intervention für nachhaltige Entwicklung / Grupo de Formación e Intervención para el Desarrollo Sostenible) mitarbeitet. Neuere Artikel finden sich unter http://im-nu-in-peru.blogspot.com.

  • Hualgayoc/Cajamarca: Consolidada SA stellt Bergbau vorübergehend ein

    Nach mehrfachen Zusammenstößen zwischen Gegnern und Befürwortern der Bergbauaktivitäten im cajamarquinischen Hualgayoc wurde nun ein Vorläufiger Stopp der Abbauaktivitäten vereinbart. Das berichtetn übereinstimmend die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA und der Radiosenderverbund CNR. Demnach hatten Vertreter der Bevölkerung des Dorfes „Vista Alegre“ nach langem Ringen mit Vertretern der Regionalregierung Cajamarca, sowie Vertretern verschiedener Ministerien beschlossen, dass das Bergbauunternehmen „Consolidada SA.“ vorerst den Abbau stoppt und gleichzeitig ein runder Tisch für den weiteren Dialog eingerichtet wird.

    Mit dem vorläufigen Stopp der Mine soll vor allem die Gewaltspirale gestoppt werden, die sich auch in der Bevölkerung der Provinz Hualgayoc – besonders des Dorfes Vista Alegre – entwickelt hatte. Der Konflikt hatte bereits mehrere Personen das Leben gekostet.

    Die erste Sitzung des runden Tisches ist für die erste Oktoberhälfte angesetzt.

  • Perlen peruanischer Musik (I): Los Reales de Cajamarca

    httpv://www.youtube.com/watch?v=kCc6VFrpaOs

    Dort, wo die Anden dem Himmel am nächsten sind, wo die nächste Straße viele Kilometer entfernt ist und nur mit dem Maulesel oder zu Fuß über schmale Pfade durch das dichte Gras der Hochebenen erreicht werden kann, dort wo es nur sporadisch Internet und Telefon gibt, aber garantiert jeder junge Mann ein Sony-Radio mit Mittelwelleempfang hat, da sind sie zu Hause: „Los Reales de Cajamarca“.

    Los Reales de Cajamarca. Foto: Los Reales de Cajamarca.
    Los Reales de Cajamarca. Foto: Los Reales de Cajamarca.

    Das Duo aus  der Sängerin Rosa Aguirre und dem Geiger Guillermo Arias stammt ursprünglich aus Paucamarca (Cajamarca), begann die professionelle musikalische Laufbahn 1973 aber in Trujillo. Zu Beginn gefördert von Folkloresänger „Indio Mayta“ hatten „los reales de Cajamarca“ diese Unterstützung schon bald nicht mehr nötig. Schon bald wurden die ersten Schallplatten, später auch Kassetten aufgenommen. Heute werden nicht nur CDs der „Reales“ vertrieben, sondern auch mp3s und DVDs. Ihre Videos werden von zahlreichen peruanischen Fernsehkanälen im Morgenprogramm gespielt und besonders der ländliche Raum ist kaum vorstellbar, ohne dass man irgendwo ein Lied des Duos hört – sei es von ihnen selbst oder einer der unzähligen Nachahmer. Denn mit ihrer besonderen Form des Huayno haben Rosa Aguirre und Guillermo Arias Maßstäbe gesetzt, an denen auch heutige Huayno-Musiker gemessen werden.

    Die „offizielle“ Homepage des Duos findet sich unter:

    http://www.geocities.com/garias.geo

  • Mind. 26 Tote bei 3 Busunfällen in 48 Stunden

    Allein 16 Todesopfer und 48 teils schwer Verletzte hinterließen zwei Busunfälle heute in Arequipa und Cajamarca. 10 Personen waren gestern beim Absturz eines Busses in der Region Ayacucho ums Leben gekommen. Auf der Straße, die Juliaca mit Arequipa verbindet, stießen zwei Überlandbusse mit einem Lastwagen zusammen. Wie RPP unter Berufung auf die Verkehrspolizei berichtet, kamen dabei 14 Personen um. Die amtliche Agentur ANDINA spricht dagegen von 20 Toten.

    In Shoclla (Cajamarca) stürzte heute Morgen ein Fahrzeug, das von der Straße nach Bambamarca abgekommen war, in einen Fluss, wo 2 der Insaßen ertranken, darunter ein Kleinkind.

    Bei allen drei Unfällen wird als mögliche Unfallursache der schlechte Zustand der Straßen wegen der seit Wochen anhaltenden Regenfälle genannt. Auch schlechte Sichtverhältnisse könnten beigetragen haben, so die Polizei.

  • Busunfall in Querocoto (Cajamarca): Bus umfuhr Polizeikontrolle

    Der Omnibus, der am vergangenen Samstag bei Querocoto (Querocotillo) mehrere hundert Meter in die Tiefe gestürzt war, wobei 33 Personen direkt, 2 weitere anschließend ums Leben kamen, hatte zuvor die Polizeikontrolle „Pomalca“ des „Tolerancia Cero“ (Null Tolleranz)-Programmes umfahren. Das berichtet das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC. Dort wird normalerweise der Bus und seine Sicherheitseinrichtungen überprüft. Wie inzwischen bekannt wurde, war der Bus des Unternehmens „Turismo Dr. Óptimo Serrano“ am Morgen des vergangenen Samstages gegen 2:30 Uhr bei Querocoto – einem 250-Häuser-Örtchen in der Provinz Chota (Region Cajamarca) von der Straße abgekommen und weit über 100 Meter in die Tiefe gestürzt. Die genaue Ursache ist noch ungeklärt. Nach Angaben der Polizei waren die Straßenverhältnisse mit dichtem Nebel und etwas Regen sehr schlecht, zudem wurde auf den schlechten Zustand der Straße und eine unverantwortliche Fahrweise des Fahrers hingewiesen. Der Bus war von Chiclayo (Lambayeque) unterwegs nach Cajamarca. Der Ort des Unfalls, Querocoto, liegt auf 2455 Metern Höhe auf der „Cordillera Central“ genannten mittleren Andenkette.
    Inzwischen wurde ein neues Unglück bekannt: Wie die staatliche peruanische Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, stürzte gestern gegen 2 Uhr Morgens ein Geländewagen von der Straße Ciudad de Dios-Cajamarca über 200 Meter in die Tiefe. Dabei kamen nach Angaben von ANDINA 2 der 9 Insaßen ums Leben. Als Grund vermutet die Polizei den dichten Nebel.
    Bei dem Zusammenstoß zweier Reisebusse bei Virú (La Libertad) am gestrigen Sonntag kam ein Kind ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt.

  • Jaén / Cajamarca: Journalist ermordet

    Das Leben als Journalist in Peru bleibt eine gefährliche Angelegenheit. In der Nacht auf Samstag, 17. März 2007, wurde in Jaén (Cajamarca) der Radiojournalist Miguel Pérez Julca (38)durch mehrere Kopfschüsse ermordet. Seine Frau wurde schwer verletzt.

    Der Journalist und Jurastudent, der auf der lokalen Radiostation „Éxitosa“ die tägliche Nachrichtensendung „El informativo del pueblo“ moderierte, hatte in seiner letzten Sendung sowohl die Machenschaften des Stromanbieters Electronorte wegen der hohen Strompreise, als auch den Bürgermeister Jaime Vílchez wegen seiner Untätigkeit im Zusammenhang mit der der überbordenden Kriminalität in der Stadt kritisiert. Zum Tatzeitpunkt war Miguel Julca gerade mit dem Motorrad nach Hause gekommen, als zwei vermummte Gestalten vor den Augen seiner Frau Nelly Guevara Arrascue (32) und seiner Kinder ihm mehrere Male in den Kopf schossen. Ein weiterer Schuss verletzte seine Frau über dem Knie, sie wird derzeit im Krankenhaus Jaén ärztlich behandelt.

    Die Witwe Nelly Arrascue erklärte gegenüber Radio Marañón: „Es gab bereits vor ein paar Tagen einen Vorfall. Er rief mich vom Handy aus an und sagte, ich soll die Tür offen stehen lassen damit er mit dem Motorrad sofort ins Haus fahren kann, ein weißes Auto würde ihn verfolgen.“

    Nach Angaben der Familie und Zeugen aus der Nachbarschaft waren die zwei Täter von heruntergekommenem äusseren. Während der Tat waren sie nicht vermummt.

    Als Reaktion auf den Mord riefen alle öffentlichen und privaten Institutionen Jaéns zu einer Großdemonstration vor dem Bürgermeisteramt auf. Wie die Tageszeitung El Comercio berichtet, hat das Innenministerium bereits „DIRINCRI“, eine Eliteeinheit der peruanischen Polizei, nach Jaén beordert, um die Ermittlungen der örtlichen Polizei zu übernehmen. Im Gedenken an den ermordeten Journalisten und um auf die Sicherheitssituation aufmerksam zu machen, werden am morgigen Dienstag alle Radio- und Fernsehkanäle von 6 bis 18 Uhr den Sendebetrieb aussetzen.

    In einer auf allen Sendern verlesenen Nachricht riefen sie zudem die zuständigen Autoritäten auf, alle Mitglieder des Provinzgerichtes und der örtlichen Polizei zu entlassen und die Stellen neu zu besetzen.

    Der Mord an Pérez Julca war der erste Journalistenmord in Peru seit dem 21. April 2004, als Alberto Rivera Fernández, Journalist in Pucallpa, ermordet worden wurde. Am 14 Februar des selben Jahres war auch Antonio de la Torre Echandía in Yungay bei der Ausübung seines Berufes getötet worden. Beide Verbrechen sind bis heute nicht abschließend aufgeklärt worden.