• 25 Jahre Peru-Partnerschaft der Erzdiözese Freiburg

    In diesem und dem kommenden Jahr begeht die Erzdiözese Freiburg das 25jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft mit der katholischen Kirche in Peru. Aus diesem Anlass möchte INFOAMAZONAS auf die wichtigsten Veranstaltungen hinweisen, die am 23. Februar mit dem Gottesdienst zum 25. Jahrestag der Partnerschaftsgründung in der deutschen Gemeinde in Lima beginnen.

    In Deutschland starten die Feierlichkeiten am 1. Juli mit einer Akademietagung zum Partnerschaftsjubiläum in der katholischen Akademie in Freiburg. Für Anfang Dezember ist eine 10tägige Peru-Reise des Freiburger Erzbischofs Dr. Robert Zollitsch angesetzt. Der Endpunkt wird dann mit dem Katholikentag in Mannheim vom 16.-20. Mai 2012 gesetzt.

    Das vollständige Jubiläumsprogramm entnehmen Sie bitte der Internetseite der Partnerschaft Freiburg-Peru unter www.partnerschaft-freiburg-peru.de.

  • Ramón Castilla / Loreto: Passagierschiff havariert / keine Opfer

    Das mit 200 Personen besetztes Passagierschiff „Dennis David“ ist gestern bei Palometillo (Distrikt Pebas / Provinz Mariscal Ramón Castilla) nach dem Zusammenstoß mit einem im Wasser treibenden Baumstamm in den Fluten des Amazonas gesunken. Das berichtet Radio La Voz de la Selva. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Das Schiff war auf dem Weg von Caballococha zur Regionalhauptstadt Iquitos. Nach Angaben des lokalen Gesundheitspostens schaut nur noch ein kleiner Teil des Schiffs aus dem Wasser.

  • Peru: Zoll beschlagnahmt 25.000 Seepferdchen und Haifischflossen

    Die peruanische Zollbehörde hat eine Ladung von rund 25.000 Seepferdchen (106 Kg), sowie diversen Haifischteilen beschlagnahmt, die nach Hong Kong geschmuggelt werden sollten. Sowohl der Export von Seepferdchen, als auch die Ausfuhr junger Haifische ist aus Artenschutzgründen seit 2004 verboten. Die beschlagnahmten Seepferdchen befanden sich verpackt in drei Bündeln zu je 35 Kilo in einer Lagerhalle nahe des limenischen Flughafens Jorge Chávez. In 48 weiteren Bündeln fanden die Zollermittler Haifischflossen, vorwiegend von geschützten Jungtieren, die wohl zur Produktion von Naturmedizin eingesetzt werden sollten.

  • Neujahrsregen führt zu Erdrutschen in Abancay und Pasco

    Starke Regenfälle haben um den Jahreswechsel haben in vielen Teilen Perus zu Erdrutschen geführt, die schwere Schäden verursacht haben. Das geht aus dem jüngsten Lagebericht des peruanischen Zivilschutzes hervor. Insbesondere der Distrikt Puerto Bermúdez (Provinz Oxapampa / Region Pasco) ist schwer getroffen, mehr als 600 Häuser wurden durch mehrere Erdrutsche, sowie den über die Ufer getretenen Pichis-Flus unbewohnbar. Auch 14 Schulen, sowie drei Gesundheitsposten sind bis auf weiteres unbenutzbar. Die Straße von Puerto Bermúdez nach Villa Rica ist an sieben Stellen so stark beschädigt, dass derzeit kein Verkehr über die Strecke möglich ist.

    Auch im Distrikt Chacoche (Provinz Abancay / Region Apurímac) wurden durch starke Regenfälle mehrere Häuser zerstört. Ein Erdrutsch zerstörte nicht nur einen Straßenabschnitt, sondern auch die örtliche Hauptwasserleitung.

    In Urubamba (Region Cusco) rief Bürgermeister Benicio Ríos Katastrophenalarm aus, da rund 300 Wohnhäuser von Überschwemmungen und Erdrutsche durch Schmelzwasser des Chicón-Gletschers bedroht sind.

  • Chachapoyas: Diógenes Zavaleta Tenorio als Bürgermeister vereidigt

    Im Beisein von Amtsvorgänger Peter Lerche und Diözesanbischof Emiliano Cisneros Martínez wurde am vergangenen 1. Januar Diógenes Zavaleta Tenorio als neuer Provinzbürgermeister von Chachapoyas vereidigt. Auch die sieben Gemeinderäte legten ihren Eid ab.

    In seiner ersten Ansprache kündigte er an, die Stadtverwaltung neu zu organisieren. Mittelpunkt dieser Neuorganisation werde die Etablierung eines eigenen Umwelt- und Tourismusamtes, so Zavaleta Tenorio. Zudem forderte er seine Mitbürger auf, verantwortungvoller Steuern und Abgaben zu leisten. Wenn nur 30% der Bewohner von Chachapoyas pünktlich Grundsteuer und Müllgebühr bezahlen würden, sei es schwierig, erfolreich zu arbeiten.

    Neben Diógenes Zavaleta Tenorio als Bürgermeister wurden auch die Gemeinderäte River Chávez Santos, Adela Guevara Rubio, Manolo Valdez Santillan, Gissel Rojas Arana, José Luis Vega Lacerna, Jorge Herrera Torres und Lynn Karin Mendoza Zuta vereidigt.

    Diógenes Zavaleta war zuvor Bürgermeister des Distrikts Magdalena (Provinz Chachapoyas). Sein stärkster Gegenkandidat, der Unternehmer Nano Rojas, wurde derweil zum Direktor für wirtschaftliche Entwicklung der Region Amazonas ernannt.

  • Perus Zentralbank stampft 1-Cent-Münzen ein

    1 Centimo mit Chan-Chan-Ornamenten (Trujillo). Bild: Peruanische Zentralbank BCR.
    1 Centimo mit Chan-Chan-Ornamenten (Trujillo). Bild: Peruanische Zentralbank BCR.

    Am 1. Mai wird die peruanische Zentralbank mit der Rücknahme der erst vor wenigen Jahren eingeführten 1-Centimo-Münzen beginnen. Die Münze sei „in den vergangenen Jahren immer weniger genutzt worden“, so die Bank in einer Pressemeldung. Rechnungen müssen dann bei Bargeldzahlungen zu Gunsten des Kunden abgerundet werden. Die sich im Umlauf befindlichen Münzen können ab 1. Mai bei Finanzinstituten, unbefristet auch bei der Zentralbank in Münzen mit höherem Wert umgetauscht werden.

    Bei Kartenzahlung oder Überweisungen gilt die Neuregelung nicht.

  • 01001: Ab Februar hat Chachapoyas eine Postleitzahl

    Nach Angaben des peruanischen Transport- und Kommunikationsministeriums tritt im Februar in Peru die Verteilung von Postleitzahlen außerhalb der Hauptstadt Lima in Kraft. Chachapoyas wird dann unter der PLZ 01001 erreichbar sein.

    Die ersten beiden Ziffern der Postleitzahl werden die Region bezeichnen, die dritte Ziffer den regionalen Postbezirk – die „0“ ist dabei der Regionalhauptstadt vorbehalten, die 9 Postfächern, staatlichen Institutionen und Großkunden – und die letzten beiden Ziffern geben den genauen Distrikt oder Ort an.

    Da bislang außerhalb der Hauptstadt Lima keine entsprechenden Zahlen vergeben waren, kam es oftmals zu Problemen, beispielsweise bei der Anmeldung zu Internet-Dienstleistungen oder Bestellungen aus dem Ausland.

    Die genauen Postleitzahlen können über http://200.48.202.13:8080/lineagis/ in Erfahrung gebracht werden.

  • Alto Amazonas / Loreto: Gericht spricht Journalisten frei

    Radio Oriente Yurimaguas. Bild: roriente.org
    Radio Oriente Yurimaguas. Bild: roriente.org

    Ein Gericht in der peruanischen Provinz Alto Amazonas (Region Loreto) hat die Unschuld der Journalisten Geovanni Acate und Pater Mario Bertolini festgestellt, denen Anstachelung zu Straßenblockaden vorgeworfen wurde. Gleichzeitig verurteilte das Gericht allerdings mehrere führende Köpfe lokaler sozialer Bewegungen zu jeweils vier Jahren Freiheitsstrafe. Allen war vorgeworfen worden, im Juni 2009 – im Umfeld der als „Baguazo“ bekannten Zusammenstöße zwischen Ureinwohnern, lokaler Bevölkerung und der Polizei – zu Straßenblockaden und anderen Protestaktionen aufgerufen zu haben. Die Verteidigung hatte stets auf die Meinungsfreiheit verwiesen.

    Pater Mario Bertolini, Pfarrer der Gemeinde Barranquita in San Martín, stand wegen des Prozesses bereits kurz vor der Abschiebung. Geovanni Acate Coronel ist Direktor des Diözesandsenders „Radio Oriente“ aus Yurimaguas. Die Verteidigung der verurteilten Adilia Tapullima, Gorki Vásquez, Elias Sánchez, Javier Alava und Bladimiro Tapayuri kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

    Radioantennen. Foto: D. Raiser
    Radioantennen. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Seit dem 5. Juni 2009, dem Tag des „Baguazo“, kam es wiederholt zu Maßnahmen gegen kirchliche oder der katholischen Kirche nahestehende Radiosender im Norden Perus. So wurde den Sendern „Radio La Voz“ (Bagua) und „Radio Horizonte“ (Chachapoyas) vorrübergehend Lizenzen entzogen. Erst nach großem Protest durften die Radios wieder senden.

  • La Convención / Cusco: Hochwasser zerstören Häuser und Straßen

    Schwere Regenfälle haben am vergangenen Samstag im peruanische Distrikt Vilcabamba (Provinz La Convención / Region Cusco) bei Villa Virgen den Sinkiveni-Fluss über die Ufer treten lassen, wodurch 15 Häuser, mehrere Kilometer Straße, sowie mehrere Felder zerstört wurden. Das berichtet der peruanische Zivilschutz. Vorrübergehend viel auch die Trinkwasser- und Stromversorgung aus. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.

    Der Sinkiveni-Fluss ist ein Zufluss des Río Apurímac.

  • Puerto Maldonado / Madre de Dios: Marine beschlagnahmt Goldwäscher-Flöße

    Beschlagnahmtes Floß in Madre de Dios. Foto: ANDINA/Marina de Guerra del Perú.
    Beschlagnahmtes Floß in Madre de Dios. Foto: ANDINA/Marina de Guerra del Perú.

    Auf dem Fluss Madre de Dios hat die peruanische Marine mehrere Flöße beschlagnahmt, die zum illegalen Goldwaschen verwendet wurden. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Anfang des Jahres hatte die peruanische Regierung per Dekret die Verwendung von Schwimmbagger und Flößen zum illegalen Goldwaschen verboten. Bei dieser Art der Goldgewinnung werden durch das permanente Umgraben des Flussbodens, sowie durch den Einsatz giftiger Chemikalien Teile des Amazonas-Ökosystems zerstört.

    informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009
    informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009

    Bereits seit Jahren hatten Umweltschützer auf die Probleme dieser Art des Bergbaus hingewiesen, weitgehend ohne Erfolg. Erst ein drastisches Foto auf der Titelseite der Tageszeitung „El Comercio“ brachte die peruanische Regierung dazu, den Kampf gegen die Goldwäscher aufzunehmen. So wurden in diesem Jahr bereits mehrere dutzend illegale Baggerschiffe aus dem Verkehr gezogen. Versuche, die Goldwäscher zu formalisieren, liefen allerdings bislang ins Leere. Entsprechende Ansätze scheitern nicht zuletzt am Widerstand der Goldwäscher selbst, die sich der Formalisierung unter anderem durch Streiks und Demonstrationen widersetzen. Bei der letzten großen Streikwelle im vergangenen April gingen nach Angaben des Dachverbandes des informellen Bergbaus, FENAMARPE, rund 300.000 Menschen in mehr als 10 Regionen gegen gesetzliche Regelungen zur Formalisierung der Goldwäscher auf die Straße.