• Durchbruch am Olmos-Tunnel

    Im Beisein des peruanischen Präsidenten Ollanta Humala haben die Arbeiter des Olmos-Tinajones-Bewässerungsprojektes kurz vor Weihnachten das letzte fehlende Stück Andengebirge durchbrochen und so den Weg für das Wasser frei gemacht, das schon bald große Wüstenflächen der nordwestperuanischen Region Lambayeque urbar machen soll. Wenn der Tunnel von fast 20 Kilometern Länge ausgebaut ist, soll er einen Teil des Wassers des Huancabamba-Flusses von der dem Amazonasbecken zugewandten Anden-Ostseite unter dem Gebirge hindurchleiten und damit Landwirtschaft im großen Stil ermöglichen, vor allem für Agrarexporte. Auf beiden Seiten des Tunnels warteten gespannt Mitarbeiter des Olmos-Tinajones-Projekts gemeinsam mit zahlreichen Regionalpolitikern. Dem Regionalpräsidenten von Lambayeque, Humberto Acuña, wurde symbolisch ein Gefäß mit Wasser aus dem Huancabamba-Fluss überreicht.

    Die Planungen für das Projekt begannen bereits vor rund 80 Jahren, inzwischen wurde mit „Alto Piura“ bereits ein zweites, ähnliches Tunnelprojekt begonnen. Neben dem Tunnel wurde ein gigantischer Staudamm errichtet, der für einen gleichmäßigen Wasserzufluss sorgen soll. Die Bewässerungsanlagen in der Küstenregion sind derweil noch im Aufbau. Nach Ansicht der Regionalregierung bedeutet das Projekt für die Region Lambayeque einen „großen Sprung nach vorn“. Es wird die Entstehung einer großen Zahl von Arbeitsplätzen erwartet.

    Während das Olmos-Tinajones-Projekt in Lambayeque grundsätzlich positiv gesehen wird, regt sich Kritik an der Vergabe der Flächen, die durch das Wasser urbar gemacht werden sollen. Insbesondere bisherige Anwohner, sowie kleinere Agrarunternehmer beklagten sich über die extrem hohen Mindestgebote bei der Versteigerung der Flächen und die Aufteilung in sehr große Einheiten. Nur wenige Großunternehmen haben im Endeffekt den Zuschlag erhalten. So erhielten in der ersten Versteigerungsrunde Mitte Dezember 10 Unternehmen für den Preis von 102 Millionen US-$ den Zuschlag zur Nutzung von 19.900.000 Hektar. Die zweite Versteigerungsrunde wird in den kommenden Tagen beginnen. Federführend bei der Durchführung des Olmos-Projektes ist der in Peru sehr einflussreiche brasilianische (u.a.) Baukonzern Odebrecht.

  • Erste Europa-Reise von Präsident Humala Ende Januar

    Die erste Europa-Reise des peruanischen Präsidenten Ollanta Humala wird diesen nach Informationen des peruanischen Außenministeriums Ende Januar nach Spanien, Belgien und in die Schweiz führen. Zunächst soll er in Spanien -einem Land mit zahlreichen peruanischen Migranten, sowie vielfältigen historischen Bindungen zu Peru- mit Ministerpräsident Rajoy zusammentreffen. Auch sind Treffen mit spanischen Unternehmern, sowie dem König Juan Carlos geplant, bevor die Reise über Belgien in die Schweiz führt.

  • Luya / Amazonas: Jucusbamba-Bach über die Ufer getreten – Häuser und Äcker unter Wasser

    httpv://www.youtube.com/watch?v=nSVk72BPDGw
    Im peruanischen Distrikt Luya (Provinz Luya) ist wegen der starken Regenfälle der vergangenen Tage der Jucusbamba-Bach über die Ufer getreten und hat mehrere Häuser unbewohnbar gemacht. Weitere wurden beschädigt, zahlreiche Ackerflächen stehen noch immer unter Wasser. Nach Angaben des Zivilschutzes Amazonas wurden allein im Örtchen Luya insgesamt 24 Häuser so stark beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnt werden können, 16 weitere wurden leicht beschädigt. In Chocta wurde ebenfalls ein Haus weitgehend weggeschwemmt, in Shipata zwei. In Lamud wurden 5 Häuser beschädigt, in Shipata 22. Auch die Ramón Castilla-Schule muss renoviert werden. Nach ersten Schätzungen wurden Feldfrüchte auf einer Fläche von rund 20 Hektar zerstört. Auch eine Straße war vorrübergehend unpassierbar.

    Inzwischen sind schwere Geräte aus der Nachbarprovinz Chachapoyas eingetroffen, darunter ein Bagger, der das Bett des Jucusbamba erweitern soll.

    Aserradero / Utcubamba: Seilbahn reißt – Familie vermisst

    Bei dem inzwischen aufgegebenen Ort Aserradero in der Region Amazonas kam es gestern zu einem tragischen Unfall. Aus noch ungeklärter Ursache riss das Stahlkabel, an dem eine Seilbahn über den Utcubamba-Fluss aufgehängt war. Eine fünfköpfige Familie stürzte ins Wasser, bislang konnte lediglich die 28jährige Tochter verletzt geborgen werden. Von allen weiteren Personen fehlt weiterhin jede Spur.

    Jaén / Cajamarca: La Virginia durch Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten

    Starke Regenfälle haben in der Nähe des Ortes La Virginia (Distrikt Jaén / Provinz Jaén / Region Cajamarca) zu mehreren Erdrutschen geführt. Die Straße, die Jaén mit La Virginia verbindet, ist derzeit auf einer Länge von rund 300 Metern unpassierbar. Nach Angaben der Provinzverwaltung sind bereits Räumfahrzeuge vor Ort.

  • Erdbeben lässt peruanische Südküste erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala hat heute gegen 4:22 Uhr Ortszeit die peruanische Region Ica erzittern lassen. Wie aus dem jüngsten Erdbebenreport des peruanischen Instituts für Geophysik (IGP) hervorgeht, lag das Epizentrum 83 Kilometer südwestlich von Ica in einer Tiefe von 54 Kilometern. Am stärksten zu spüren war das Erdbeben in Palpa und Nazca.

  • Erdbeben lässt Lima erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 4,6 auf der Richterskala hat heute Morgen um 8:45 Uhr Ortszeit die peruanische Hauptstadt Lima erbeben lassen. Wie aus dem jüngsten Erdbebenreport des peruanischen Institutes für Geophysik hervorgeht, lag das Epizentrum 39 Kilometer südlich von Lima in einer Tiefe von 55 Kilometern unter dem Meer. Das Erdbeben war nicht stark, dennoch in weiten Teilen Limas zu spüren.

  • Chachapoyas: Müllauto stürzt in die Tiefe / Fahrer tot

    Er war gerade dabei, den Müll aus Chachapoyas die Müllkippe hinunterzukippen, als sein Lastwagen den Hang hinabstürzte: Der 43jährige städtische Angestellte Heliodoro Chávez Huamán kam gestern bei einem tragischen Unfall an der Straße von Chachapoyas nach Rodríguez de Mendoza ums Leben. Sein Beifahrer war kurz zuvor ausgestiegen. Er benachrichtigte anschließend die Feuerwehr, die aber nur die sterblichen Überreste des Müllwagenfahrers bergen konnte. Sie lagen in der Nähe des zerschellten Lastwagens am Rande eines Baches.

    Chávez Huamán hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

    Obwohl bereits seit Jahren an einer Alternative geplant wird, wird das Gros der Mülls aus Chachapoyas bis heute außerhalb der Stadt einfach einen Hang hinuntergeschüttet.

  • FROHE WEIHNACHTEN

    wünscht INFOAMAZONAS allen Leserinnen und Lesern

  • Kampf gegen Schmuggel und Produktpiraterie: Polizei durchsucht Polvos Azules

    Die peruanische Polizei hat heute (Montag) in der peruanischen Haupstadt Lima das Einkaufszentrum Polvos Azules nach Schmuggelwaren, sowie Erzeugnissen der Marken-, Musik und Videopiraterie durchsucht, dabei kam es zu Zusammenstößen. In einem Sektor des Einkaufszentrums brach ein Feuer aus, das aber schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Polvos Azules ist ein Markt, der für günstige – meist gefälschte – Markenartikel bekannt ist. Insbesondere raubkopierte Ton-, Bild- und Datenträger, aber auch geschmuggelte oder gestohlene Elektrogeräte, sowie Kleidung und Schuhe mit meist gefälschter Markenaufschrift gehen über die Theken der mehr als 100 kleinen Läden, die über mehrere Stockwerke verteilt sind.

    Wie ein Polizeisprecher gegenüber dem Nachrichtensender RPP betonte, war das Feuer ausgebrochen, als die Polizei mit Hilfe von Schneidbrennern versuchte, sich gegen den Willen der Ladenbesitzer Zugang zu verschaffen.

    Maribel Gutiérrez, Vorsitzende der Polvos-Azules-Händlervereinigung, erhob ebenfalls gegenüber RPP schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen der Polizei. Sie sei zu keinem Zeitpunkt über die Durchführung der Polizeiaktion informiert worden, so Gutiérrez. Zudem beschwerte sie sich über unverhältnismäßigen Tränengaseinsatz und bezichtigte die Polizisten, neben den beschlagnahmten Produkten auch Geld mitgenommen zu haben.

    A propos Tränengas: In einem der Läden fand die Polizei mehrere Tränengasgranaten, die wohl aus dem Fundus der Polizei selbst stammten.

  • Puno: Fernbus abgestürzt / vermutlich 3 Tote

    Beim Absturz eines Fernreisebusses in der südperuanischen Region Puno wurde mindestens ein Passagier getötet. Zwei weitere werden noch immer vermisst. Sechs Personen wurden schwer verletzt und konnten das Krankenhaus noch nicht verlassen.

    Der Bus des Unternehmens „Café Dorado“ war aus noch ungeklärter Ursache von der Route Sandía-San Juan de Loro abgekommen und rund 50 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

    24 Verletzte bei Bus-Unfall in San Martín
    Auch in der Provinz Moyobamba (Region San Martín) kam gestern ein Fernbus von der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße ab und stürzte einige Meter in die Tiefe. Dabei wurden 24 Personen verletzt, darunter auch der 43jährige Fahrer des Busses. Der Bus war mit 40 Passagieren an Bord auf dem Weg nach Jaén.

  • Peru: Erdbeben lässt Hauptstadt Lima erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 4,6 auf der Richterskala hat heute um 00:37 Uhr Ortszeit die peruanische Hauptstadt Lima erzittern lassen. Obwohl nicht besonders stark, war das Beben wegen der geringen Tiefe des Epizentrums (30km tief, ca 17 km nordwestlich von Callao unter dem Meeresboden) in vielen Teilen Limas und Callaos mit beträchtlicher Stärke zu spüren, das peruanische Institut für Geophysik (IGP) gibt die Auswirkungen mit den Werten III-IV auf der modifizierten Mercalliskala an. Einen Tsunami schloss das Institut für Geophysik ausdrücklich aus.

    Über Schäden ist bislang nichts bekannt.