• Journalisten-Mordprozess wird wieder aufgenommen

    Der Prozess gegen Luis Valdez Villacorta, ex-Bürgermeister des Distriktes Coronel Portillo in der Urwaldregion Ucayali, wird wieder aufgenommen. Wegen zahlreicher Unregelmäßigkeiten während der Verhandlung in Pucallpa (Ucayali) selbst, wird der Prozess nun im Castro Castro-Gefängnis in der peruanischen Hauptstadt Lima weitergeführt. Dazu wurden auch die Zeugen des ersten Prozesses erneut vorgeladen, darunter auch diejenigen, die wegen der Tat zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden waren. Auch einige Beweißstücke werden noch einmal untersucht.

    Valdez Villacorta wird vorgeworfen, 2004 den Mord an dem Journalisten Alberto Rivera angeordnet und gemeinsam mit Solio Ramírez durchgeführt zu haben. Der Staatsanwalt, der den Mord untersucht hatte, wurde inzwischen außer Dienst gestellt. Er hatte unter anderem vergessen, rechtzeitig in Berufung zu gehen.

  • DEVIDA: Drogeneinstiegsalter in Peru liegt unter 13 Jahren

    Bereits mit 12,6 Jahren kommen im Durchschnitt in Peru spätere Abhängige mit Drogen in Kontakt. Das gab Rómulo Pizarro, Präsident des staatlichen peruanischen Antidrogeninstitutes DEVIDA bekannt. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Drogenabhängigen erhöht. So sei Peru inzwischen nicht mehr nur ein Drogenexportland, so Pizarro.

    Während der Kokainmissbrauch in den vergangenen Jahren stark anstieg, nahm der Marihuanakonsum stetig ab.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Weihnachten oder erster April: Straßen von Chachapoyas nach Mendoza und Leymebamba sollen geteert werden

    Würde man die Worte von Perus First Lady Pilar Nores de García und Verkehrsminister Enrique Cornejo für bare Münze nehmen, könnten die Straßen, die Chachapoyas mit der Nachbarprovinz Rodriguez de Mendoza bzw. die Achamaqui-Kreuzung mit Leymebamba verbinden, bald ausgebaut und geteert werden. Leider beginnen sich nach den schönen Ankündigungen von Präsidenten und/oder Verkehrsministern die Machbarkeits- und Umweltverträglichkeitsprüfungen aneinanderzureihen. Das ist grundsätzlich positiv. Wäre denn abzusehen, wann diese fertig gestellt werden. Sollten diese Studien jemals fertig gestellt werden, dann hat vermutlich bereits eine neue Regierung das Ruder in der Hand, die bis zum Putzpersonal alle Mitarbeiter durch „Vertrauenspersonen“ austauscht. Bis sich diese, falls sie etwas von der Materie verstehen, in die vielfältigen Projekte eingearbeitet haben, vergehen dann im besten Fall weitere Jahre, im schlechtesten weitere Jahrzehnte.

    Schon hier zeigt sich ein Problem der erfolgten Ankündigungen. Das Jahrhundert, in dem die genannten Straßen gebaut werden sollen, wurde in den Ansprachen des Ministers und der First Lady nicht näher genannt. Dabei hat vermutlich die Straße von der Achamaqui-Kreuzung, die rund 25 Minuten Fahrzeit unterhalb von Chachapoyas liegt, in die Mumien- und Museumsstadt Leymebamba bessere Chancen. Sie würde den Abtransport von Früchten der Chirimoya-Plantage „Fundo Achamaqui“ erleichtern – die im Besitz eines Kongressabgeordneten der Regierungspartei APRA ist.

    Die Region Amazonas würde von beiden Straßen sehr profitieren. Rodriguez de Mendoza exportiert ökologischen Kaffee höchster Qualität in diverse Industrieländer, auch andere Produkte wie Rohrzucker und zahlreiche Früchte werden dort angebaut und könnten über eine bessere Straße schneller und günstiger einen Markt finden. Die Strecke zwischen Achamaqui und Leymebamba ist die touristische Hauptroute der Region. Sie verbindet mit Gocta den dritthöchsten Wasserfall der Welt mit den weltweit einmaligen Ruinen der Chachapoya-Stadt „Kuelap“ und dem Museum von Leymebamba, das mehrere dutzend Mumien der Chachapoya-Kultur beherbergt.

    Auch das Thema der Flüge von und nach Chachapoyas wurde angesprochen. Derzeit wird der moderne Flughafen nur sporadisch von Militärflugzeugen angeflogen. Nach Angaben des Ministers Cornejo gibt es durchaus interessierte Fluglinien. Allein gäbe es unter Touristen noch keine entsprechende Nachfrage, um die Linie wirtschaftlich zu betreiben.

  • Das (nicht nur) peruanische Coca-Problem

    Die Blätter des Coca-Strauches wurden von zahlreichen und werden von einigen andinen Kulturen als etwas sakrales verwendet, in religiösen wie auch in weniger religiösen Zeremonien. Viele Familien schwören auf Coca-Tee oder Mate de Coca als Hausmittel gegen fast jede nur vorstellbare Krankheit. Wanderer, Pferde- und Touristenführer schwören auf Coca-Blätter, um nicht höhenkrank zu werden. Bei Gemeinschaftsarbeiten auf dem Land  geht eine Tüte mit den getrockneten Blättern im Kreis durch die Gruppe. Und wie man sich anderswo auf ein Bierchen in der Kneipe trifft, kann es auch ein „bola“ genanntes Coca-Bällchen in der Backe tun, dessen Wirkung durch etwas Kalk verstärkt wird.

    Das Problem: Ein großer -möglicherweise der größte – Teil des angebauten Cocas geht nicht in die Teeproduktion, wird nicht gegen Höhenangst, für religiöse Zeremonien oder als Bierersatz verwendet. Er wird in improvisierten Labors zu „Pasta Básica“ verarbeitet, was einen ersten Schritt zur Kokainproduktion darstellt. Darunter leiden dann nicht nur die Gesellschaften der Länder, in die das fertige Kokain dann „exportiert“ wird.

    Klein- und Großbauern an den östlichen Hängen der Anden produzieren Coca. Ein Teil davon wird von dem staatlichen peruanischen Cocamonopolisten ENACO aufgekauft – Coca, das dann z.B. zu Tee weiterverarbeitet wird. Ein weiterer Teil geht in den „privaten“ Gebrauch, wird vom Produzenten selbst oder – wie Organisationen wie der Verband der Cocabauern Perus richtigerweise erklären – auf „traditionelle Weise“ z.B. in Zeremonien religiösen Charakters konsumiert. Wo ENACO aber nicht aktiv und eine andere Einnahmequelle nicht vorhanden ist, kommen diese Bauern leider viel zu oft bewusst oder unbewusst in die Fänge der Drogenmafia. Diese ist technisch sehr modern aufgestellt und verfügt über eigene Kampfeinheiten, was in den vergangenen Monaten bei zahlreichen Angriffen auf Posten der peruanischen Polizei oder des Militärs in den Tälern der Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) schmerzlich offensichtlich wurde. Erst gestern kam bei einem solchen Angriff auf eine Kaserne ein Soldat ums Leben. Vor wenigen Wochen hatten Kampfeinheiten der Drogenmafia einen Hubschrauber der peruanischen Armee abgeschossen, als dessen Besatzung verletzte Soldaten bergen wollte.

    Mehrere Radio- und Fernsehsender, die im VRAE angesiedelt sind haben deshalb nun eine Kampagne gestartet, die eine neue Debatte anfachen soll. „La hoja de Coca ahora es sagrada?“ Ist das Coca-Blatt noch heilig?

    In einem kurzen Video wird dargestellt, dass Coca auch schon von den Kolonialherren missbraucht wurde. So wurden Minen- oder Plantagenarbeiter angehalten, in großen Mengen Coca zu konsumieren – um anschließend noch härter arbeiten zu können, ohne sich dessen bewusst zu sein.

    Der kurze Film im CHACHABLOG soll der Beginn sein zu einer unregelmäßigen Serie von Beiträgen zur Coca- und Kokainproblematik in Peru, ein Problem, das in Peru schon mehrere Jahrzehnte debattiert und noch einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, auf der Tagesordnung bleiben wird.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=b–6pcs6-RQ

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  • "Museum der Erinnerung" soll Mitte 2011 stehen

    Bis Mitte 2011 soll das Museum der Erinnerung für die Opfer des peruanischen Bürgerkrieges fertig gestellt sein. Das gab der Vizepräsident des Museumsplanungskomitees Salomón Lerner Febres bekannt. Kürzlich war entschieden worden, das neue Museum in Miraflores (Lima)  zu errichten.

    Die Deutsche Regierung hatte im vergangenen Jahr Unterstützung in Höhe von 2 Millionen Euro für den Bau und Unterhalt zugesagt. Das hatte in Peru zu einer hitzigen Debatte über die Aufarbeitung der 80er und 90er Jahre geführt. Besonders Angehörige des Militärs fürchteten, ihre Version des Konfliktes würde nur einseitig dargestellt.

    Ab Mitte der 80er Jahre versetzten Terror- und Guerillaorganisationen wie der leuchtende Pfad (Sendero Luminoso) und MRTA durch Anschläge und Exekutionen ganz Peru in Angst und Schrecken. Auch nach den Gegenattacken der peruanischen Armee kamen nach Angaben der Wahrheits- und Versöhnungskommission mehrere tausend Unschuldige ums Leben.

    Um ein möglichst Plurales Museum zu schaffen, war ein Komitee zur Planung des Museums der Erinnerung unter der Führung des Schriftstellers und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Mario Vargas Llosa eingerichtet worden.

    Das Grundstück, auf dem das Museum nun entstehen wird, liegt bezeichnenderweise in der „Avenida El Ejercito“ (Straße des Militärs) und beherbergte zuvor ein Mülltrennungsunternehmen, wie CNR berichtet.

  • Nach Morden in Huancabamba: Militär plant Errichtung von Militärbasis

    Nach dem gewaltsamen Tod von 2-3 Mitarbeitern des Bergbauprojektes „Río Blanco“ in der nordwestperuanischen Region Piura plant die peruanische Regierung die Errichtung einer Militärbasis am Ort des Geschehens. Es gebe dort „verstreute Terroristen und Drogenschmuggler“, so der peruanische Premierminister Javier Velásquez Quesquén. Für den Kampf gegen diese Elemente sei die örtliche Polizei nicht ausgestattet, erklärte Velásquez Quesquén gegenüber der Agentur ANDINA.

    Schon kurz nach der Veröffentlichung wurde der Plan scharf kritisiert. Der Präsident der  des Terrorismus und Drogenhandels unverdächtigen ökumenischen Organisation für Entwicklung und Frieden FEDEPAZ, Javier Jahncke, warnte davor, eine Militärbasis in der Nähe des „Río Blanco“-Projektes (ehemals Majaz) könne den Konflikt um das Projekt erneut anheizen.

  • Frisches Gas im Urwald

    Länger konnte es der peruanische Präsident Alan García nicht mehr auf sich sitzen lassen. Verschiedene Oppositionsparteien hatten bereits häufiger gewarnt, das wenige Gas, das Peru fördere, ginge direkt  ins Ausland, die peruanischen Kunden blieben außen vor. Da zahlreiche Städte – allen voran die Hauptstadt Lima – eine aggressive Kampagne zur Umrüstung von Benzin auf Gas im Autoverkehr gestartet hatten, war das ein brisanter Vorwurf. Hätte man Gas teuer importieren müssen, wäre es nicht nur unter Taxifahrern zu Protesten gekommen.

    Da kam García gerade recht, dass  Petrobras im peruanischen Regenwald auf ein neues Gasvorkommen gestoßen war. Seit gestern nun sind zahlreiche Ziffern im Umlauf. In einer ersten Reaktion erklärte Präsident García, das gefundene Gas könne die gesamte Binnenenergienachfrage bis „über 2050 hinaus“ stillen.

    Etwas vorsichtiger war kurz darauf das Energie- und Bergbauministerium MEM. „20 Jahre“, so das Ministerium, könne mit dem gefundenen Gas der Binnengasmarkt wohl abgedeckt werden.

    Wegen seiner – wie es sich für einen peruanischen Präsidenten in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit gehört – extrem niedrigen Umfragewerte können Bilder neben einer Gasförderanlage aber nicht schaden. So flog Alan García dann sofort von Mexiko, wo Peru sich um die Ausrichtung der Panamerikanischen Spiele beworben hat, nach Urubamba (Region Cusco), um die als „Lote 58“ bekannte Erdgasfundstelle in Augenschein zu nehmen. Für heute Abend hat er dann noch einen Termin: Mit einem großen Fest auf der Plaza de Armas von Lima soll der Gasfund groß gefeiert werden. Mit  den Hermanos Yaipen und Grupo 5.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=S-Tw0QwGCgg

    Nachtrag:

    Mehrere Experten haben den peruanischen Präsidenten García inzwischen Öffentlich für seine Äußerungen und für die exzesiven Feierlichkeiten wegen des Gasfundes kritisiert. So erklärte Carlos Herrera Descalzi, Vorsitzender der peruanischen Ingenieurskammer, das Gasförderunternehmen habe selbst noch keine genauen Angaben zur Gasmenge gemacht. Zudem würde die Gasmenge in keinem Fall bis 2040 ausreichen, maximal tausend Tage würden die Reserven ausreichen – mit dem derzeitigen durchschnittlichen täglichen Gasverbrauch gerechnet. Der Geologe und Energieexperte Aurelio Ochoa  warnte (zu Recht!) davor, das öffentliche Fest vor dem Präsidentenpalast könne das Bild Perus im Ausland beschädigen. Alan García habe die Nachricht voreilig verbreitet, so Ochoa.

    Zudem wurde das Geheimnis über die Feier des Gasfundes ein wenig gelüftet. Die Musiker waren wohl eingeladen worden, um die Vergabe der panamerikanischen Spiele an Lima zu feiern – die im Endeffekt aber nicht nach Lima gingen.

  • Geld zeigt Wirkung: Erste Terrorverdächtige festgenommen

    Die Belohnung von Hinweisen auf Führungskader der Terrororganisation „Leuchtender Pfad“ (Sendero Luminoso) zeigt Wirkung. Das berichtet Erasmo Reyna, der das staatliche Programm hierzu betreut. Demnach gab es bereits zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Fassung eines Kopfes der Organisation beigetragen haben. Dafür wurden auch schon in einem Fall 300.000 Nuevos Soles ausbezahlt, so Reyna. Man sei derzeit hinter weiteren Terroristen her.

    Die Skala der Belohnungen ist je nach Hierarchiestufe des Terroristen höher, für die zwei direkten Anführer sind bis zu 1 Million vorgesehen. Es handelt sich dabei nach Angaben peruanischer Medien um Víctor Quispe Palomino alias ‘José’ und José Flores León alias ‘Artemio’.

    Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung wird dieser von einer Arbeitsgruppe aus Polizei, Militär und Regierung überprüft. Führt er zu Verhaftung, entscheidet die Arbeitsgruppe über die Höhe der Belohnung. Das Geld kommt aus den Etats des Innen- und des Verteidigungsministeriums. Das gesamte Programm ist mit 10 Millionen Nuevos Soles gedeckelt.

  • "Nur" 60 Jahre nach Eröffnung: Zoo von Huancayo bekommt seine Lizenz

    Schild am Zooeingang.
    Schild am Zooeingang.

    Seit nun 60 Jahren verfügt Huancayo (Region Junín) über einen Zoo. Dieser ist relativ klein und liegt im Naherholungsgebiet „Cerrito de la Libertad“, rund 1km von der Stadt selbst entfernt. Im April diesen Jahres hatte der Zoo groß Schlagzeilen gemacht: Pepelucho, der Löwe des Zoos wurde nach langer Krankheit eingeschläfert (INFOAMAZONAS berichtete). Jetzt macht er erneut Schlagzeilen, diesmal positivere: Der Zoo verfügt nun über die Erlaubnis, einen Zoo betreiben zu dürfen.

    In den vergangenen Tagen war bei Freddy Arana Velarde, dem Bürgermeister von Huancayo, dessen Stadtverwaltung den Zoo betreibt, dafür das letzte, zentrale Schreiben eingegangen. Die Direktion für wilde Flora und Fauna des peruanischen Landwirtschaftsministeriums hatte den Plan für den Zoobetrieb genehmigt. Damit kann der Zoo, der derzeit von rund 245 Tieren bevölkert wird, Kooperationsverträge mit anderen Zoos unterzeichnen, Tiere kaufen, verkaufen oder tauschen, wodurch die zusätzlichen 1,4ha Zoofläche dann relativ Artgerecht gefüllt werden können, die derzeit im Bau sind.

    Mit der Genehmigung sind aber auch Verpflichtungen verbunden. So muss jetzt einmal pro Woche Bericht erstattet werden über alle wichtigen Vorkommnisse im Zoo. Nicht mehr alle 60 Jahre.

  • Peruanische Regierung will Wahlpflicht um jeden Preis abschaffen

    Mit einem erneuten Anlauf, die Wahlpflicht abzuschaffen versucht derzeit die peruanische Regierung, Druck auf den peruanischen Kongress auszuüben. Nachdem mehrmals auf parlamentarischen Wege erfolglos versucht worden war, die Verfassung entsprechend zu ändern, favorisiert Justizminister Pastor jetzt einen Volksentscheid.

    Bislang ist jeder peruanische Staatsbürger im In- oder Ausland verpflichtet, an der Parlaments- und Präsidentschaftswahl teilzunehmen. Gibt er keine Stimme ab, muss er bei seinem nächsten Kontakt mit staatlichen Stellen eine Strafe bezahlen. Geprüft wird das über kleine Aufkleber, die hinten auf dem peruanischen Personalausweis (DNI) aufgeklebt werden.

    Neben der Abschaffung der Wahlpflicht möchte die Regierung auch durchsetzen, dass der peruanische Kongress alle zwei Jahre zur Hälfte neu gewählt wird. Begründet wird das mit einer „besseren Repräsentation des Volkswillens“ – genauer wird darauf aber nicht eingegangen.

    Daneben ist die Regierung derzeit dabei, sich noch ein weiteres Hintertürchen zu öffnen. Ein von ihr initiiertes Bürgerbegehren wurde inzwischen nach Angaben des nationalen Wahltribunals JNE von 50.000 Personen unterschrieben, die Unterschriften werden derzeit mit dem Personenstandsregister abgeglichen. Damit würde das Thema – auch gegen den Willen der parlamentarischen Mehrheit – noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt.