Kategorie: Peru

Artikel, die das Andenland im allgemeinen betreffen.

  • Cocabamba / Amazonas: Rechnungshof rügt Unregelmäßigkeiten bei Straßen-Trasse

    Plaza de Armas, Cocabamba. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Plaza de Armas, Cocabamba. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Der peruanische Rechnungshof hat die Distriktverwaltung Cocabamba wegen Unregelmäßigkeiten bei der Erweiterung und dem Ausbau der Straße von María nach Cocabamba (beide Provinz Luya / Region Amazonas) gerügt. Durch die unbegründete Verlegung der Trasse sei dem Distrikt in den Jahren 2009 und 2010 ein finanzieller Schaden von über 488.000 Nuevos Soles entstanden, so der Rechnungshof. Mehrere geologische Gutachten sollen dabei ignoriert worden sein, weswegen ein Teil der Straße durch das Absacken der Erde heute unbefahrbar ist. Im Bericht des Rechnungshofes heißt es, sowohl der Distriktbürgermeister, als auch die Bauleitung hätten fahrlässig gehandelt. Wegen des offensichtlichen Verstoßes gegen peruanisches Straßenbau- und Kommunalrecht plant der Rechnungshof nun, zivilrechtlich gegen die Verantwortlichen vorzugehen.

    Die Rüge ist nicht die erste ihrer Art für den Distrikt Cocabamba. Bereits 2009 hatte der Rechnungshof moniert, dass entgegen entsprechender Vorschriften keine Rechenschaft über die Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2008 abgelegt wurde. Dennoch gelang Bürgermeister Elmer Perez Meléndez 2010 die Wiederwahl.

  • Aramango / Amazonas: Riesen-Seilbahn über den Marañón eingeweiht

    Bis zu einer Tonne: Seilbahn bei Tsuntsuna. Foto: Region Amazonas.
    Bis zu einer Tonne: Seilbahn bei Tsuntsuna. Foto: Region Amazonas.

    Mit einem Festakt in der Ortschaft Tsuntsunza (Auch: Tsuntsunsa; Distrikt Aramango / Provinz Bagua / Region Amazonas) hat Regionalpräsident José Arista am vergangenen Freitag eine Seilbahn mit einer Länge von fast 150 Metern über den Marañón offiziell für die Nutzung freigegeben. Es handle sich dabei um ein Bauwerk, das den Alltag von Tsuntsunsa, sowie der umliegenden Orte Zapotal, San Juan de Dios Roble, Arenal und Shaime verbessern werde, so Arista in seiner Ansprache. Der Bau der Seilbahn, die an zwei Seilen hängt und durch Steigung und ein Zugseil von der Schwerkraft und der Hand bewegt wird, kostete rund 310.000 Nuevos Soles und verkürzt den Zugang zur Straße, die nach Aramango, Santa María de Nieva (Provinz Condorcanqui, sowie Bagua Grande (Provinz Utcubamba) führt, erheblich. Pro Fahrt können bis zu zehn Personen, beziehungsweise ein Gewicht von bis zu einer Tonne transportiert werden.

    Bei Tsuntsunsa: Neue Seilbahn über den Marañón. Foto: Region Amazonas.
    Bei Tsuntsunsa: Neue Seilbahn über den Marañón. Foto: Region Amazonas.
  • Nach Tollwut-Todesfall: Impfkampagne in der Region Amazonas

    In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA.
    In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA.

    Nach einem inzwischen bestätigten Fall von durch Fledermäuse verbreiteter Tollwut haben die Gesundheitsbehörden der nordperuanischen Regenwaldprovinz Condorcanqui (Region Amazonas) eine Impfkampagne gestartet. Insgesamt 60.000 Dosen eines Tollwut-Impfstoffs seien auf dem Weg in die Region Amazonas, so Francisco Ramos, Regionaldirektor für Gesundheit. Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Befürchtungen der Ärzte in Santa María de Nieva (Provinz Condorcanqui) und Bagua bestätigt, dass ein Mann, der mit hohem Fieber in ein Krankenhaus eingeliefert wurde und dort nach wenigen Tagen verstarb, durch einen Fledermausbiss mit Tollwut angesteckt worden war. Zunächst war er mit Verdacht auf Typhus behandelt worden, hatte offenbar auf die Behandlung angesprochen und wurde auf Bitten der Familie aus dem Krankenhaus entlassen, um ihn von einem traditionellen Heiler weiterbehandeln zu lassen. Wenige Tage später brachten ihn Angehörige in das Krankenhaus zurück. Er verstarb während der Überführung in das Krankenhaus Bagua. Zwei Familienangehörige befinden sich ebenfalls im dortigen Krankenhaus, auch sie zeigten Symptome einer Tollwuterkrankung.

    Im Heimatort des Verstorbenen, der Indígena-Siedlung Punkushap, kam es bereits in den vergangenen Jahren zu Tollwut-Fällen wegen Fledermausbissen. Die Gesundheitsbehörden hoffen deshalb, in diesem Jahr alle Einwohner des Ortes impfen zu können. Anschließend soll die Impfkampagne auf Orte im Umkreis von bis zu 15 Kilometern ausgeweitet werden. Bereits in den vergangenen Wochen waren einzelne Impfungen vorgenommen worden, insgesamt allerdings erst 158.

  • Peru: Ausnahmezustand in Cajamarca läuft aus

    Vermittler Gastón Garatea und Miguel Cabrejos, Regionalpräsident Santos. Foto: Eduard Lozano / ANDINA.
    Schwierige Aufgabe: Vermittler Garatea und Cabrejos, Regionalpräsident Santos. Foto: Eduard Lozano / ANDINA.

    Die peruanische Regierung hat den wegen den anhaltenden Protesten gegen das Bergbauprojekt „Conga“ verhängten Ausnahmezustand nicht verlängert, die Frist dazu ist gestern verstrichen. Mehrere Monate hatte in den Provinzen Cajamarca, Celendín und Bambamarca der Ausnahmezustand gegolten, nach Ansicht der Regierung, um das „normale Alltagsleben zu gewährleisten“. Erst am 3. August war er noch einmal um 30 Tage verlängert worden.

    Wegen Ausnahmezustand: Bergbau-Gegner blieben Verhandlungen fern

    Die Gegner des Bergbauprojekts hatten die Aufhebung des Ausnahmezustandes als Bedingung für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über „Conga“ gemacht – die Regierung hatte dies aber wiederholt abgelehnt. Während des Ausnahmezustandes sind zahlreiche Grundrechte außer Kraft gesetzt, darunter das Versammlungs- und Demonstrationsrecht, für die Durchsetzung wird dabei neben der Polizei häufig auch das Militär eingesetzt. Immer wieder kommt es deshalb anschließend zu Klagen wegen Auswüchsen, in diesem Zusammenhang beispielsweise mit der gewalttätigen Verhaftung des Umweltaktivisten und Politikers Marco Arana, der aber nach einer Welle der Empörung kurze Zeit später wieder freigelassen wurde.

    Proteste trotz Ausnahmezustand

    Trotz des Ausnahmezustandes kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu kleineren Protestaktionen gegen das Bergbauprojekt „Conga“, für das mehrere Bergseen weichen müssten und Anrainer und Umweltschützer einen gravierenden Eingriff in den Wasserhaushalt fürchten. Nach mehreren Vermittlungsversuchen durch Miguel Cabrejos, Erzbischof von Trujillo, wurden die Arbeiten am Bergbauprojekt selbst vorrübergehend eingestellt, nicht allerdings die Arbeiten an Bauwerken wie den Wasserresservoirs, die mehrere der Bergseen ersetzen sollen.

    Regionalpräsident Santos dämpft Hoffnungen auf schnelle Lösung

    Vermittler Cabrejos begrüßte das Ende des Ausnahmezustands. Damit, so Cabrejos, seien Umstände gegeben, die eine Wiederaufnahme des Dialogs ermöglichten. Ob der Konflikt damit einer schnellen Lösung zu geht, ist allerdings weiter fraglich. So erklärte Cajamarcas Regionalpräsident Gregorio Santos, man werde weiter Protestieren, bis sich Conga-Betreiber „Yanacocha“ zurückziehe. Auch Idelso Hernández, einer der Köpfe der Proteste gegen Conga sieht kaum Chancen auf eine schnelle Lösung. Man werde den friedlichen Widerstand weiterführen. Das Auslaufen des Ausnahmezustandes sei, so Hernández, lediglich die Korrektur eines politischen Fehlers.

  • Jauja / Junín: Carretera Central wegen Protesten gegen Flughafen-Bau weiter blockiert

    Seit mehreren Tagen blockieren Demonstranten in der zentralperuanischen Provinz Jauja (Region Junín) eine zur Carretera Central gehörende Brücke über den Mantaro-Fluss, um gegen den Bau eines Flughafens im Distrikt Orcotuna (Provinz Concepción) zu protestieren – gestern hatten sie sogar zeitweise einen Polizisten als Geisel in ihrer Gewalt. Die Regionalregierung von Junín plant den Bau eines internationalen Flughafens nahe der Hauptstadt Huancayo – die Demonstranten befürchten, der Flughafen Francisco Carlé von Jauja könnte dadurch seine derzeitige Stellung verlieren. Huancayo und Jauja sind traditionelle Rivalen innerhalb der Region – deshalb besetzten die Gegner des Neubaus bei Jauja die Stuart-Brücke.

    Erzbischof von Huancayo erwirkt Geisel-Freilassung

    Gestern kam es oberhalb der Brücke offenbar zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, in deren Folge ein Polizist als Geisel genommen wurde, zwei Personen fielen unter noch nicht geklärten Umständen in den Mantaro-Fluss, nach Medienberichten ertrank eine der beiden. Weitere Personen sollen Verletzungen davongetragen haben. Nach Verhandlungen durch den örtlichen Stadtpfarrer und Mons. Pedro Barreto, Erzbischof von Huancayo, wurde der Polizist offenbar nach wenigen Stunden wieder freigelassen.

    Pläne für Flughafen-Neubau seit 50 Jahren in der Schublade.

    Im vergangenen Jahr hatte das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium (MTC) noch den Ausbau und die Internationalisierung des Flughafens Francisco Carlé von Jauja zur Priorität erklärt, Regionalpräsident Vladimir Cerrón setzt dagegen auf den Neubau eines Flughafens, des „Aeropuerto Internacional de Huancayo, der näher an der Regionalhauptstadt Huancayo liegen soll – eine Entscheidung, die rund 820 Millionen Nuevos Soles kosten soll und in Jauja zu heftigen Protesten führt. Für 70% der Kosten müsste die Region Junín dabei selbst aufkommen. Die Pläne für den neuen Flughafen sind übrigens nicht neu: Sie lagen bereits 50 Jahre in der Schublade.

    NACHTRAG (1.09.2012): Weitere Planungen auf Eis gelegt – Proteste ausgesetzt
    Wie der peruanische Verkehrs- und Kommunikationsminister Carlos Paredes gestern ankündigte, wurden die weiteren Planungen und Machbarkeitsstudien für den Flughafenbau nach Verhandlungen unter Vermittlung von Erzbischof Barreto ausgesetzt. Wie peruanische Medien berichten, lösten die Demonstranten nach der Ankündigung ihre Straßenblockade auf.

  • Ayacucho: Anti-Drogen-Polizisten schmuggeln 100 Kilo Kokain

    Eigentlich hat ihre Einheit die Aufgabe, den Transport und Handel mit Drogen zu unterbinden, doch dabei wurden sie offenbar schwach: In der zentralperuanischen Region Ayacucho wurden gestern zwei Polizisten einer Anti-Drogen-Spezialeinheit festgenommen, als sie versuchten, 100 Kilogramm Kokain, das offenbar in der Provinz Huanta hergestellt worden war, nach Huamanga zu transportieren. Kollegen von der Anti-Drogen-Polizei Huamanga waren den beiden offenbar auf die Spur gekommen und nahmen die Ermittlungen auf. Ein regionaler Radiosender berichtet, möglicherweise seien noch weitere Polizisten in den Fall verwickelt.

  • Peru: Geiselnahme im Gefängnis von Socabaya (Arequipa)

    Im peruanischen Gefängnis von Socobaya (Distrikt und Provinz Arequipa) ist es heute offenbar zu einer Gefängnisrevolte mit Geiselnahme gekommen. Nach berichten lokaler Medien haben mehrere Gefangene mindestens zwei Mitarbeiter der Gefängnisbehörde INPE in ihrer Gewalt und drohen damit, sie vom Dach zu stürzen, sollten sie nicht freigelassen werden. Wie ein Reporter des Nachrichtensenders RPP berichtete, halten die Geiselnehmer Transparente in die Höhe, auf denen ihre Forderungen stehen, darunter neben der Freilassung auch bessere Haftbedingungen. Fernsehbilder des Nachrichtensenders Canal N zeigen Flammen, die aus dem Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses aufsteigen.

    Vor Ort befinden sich inzwischen Vertreter der staatlichen Ombudsstelle Defensoría del Pueblo, um Verhandlungen zu ermöglichen. Polizei und INPE haben das Gebäude derweil weiträumig umstellt. Auch mehrere Spezialeinheiten der Polizei sollen sich vor Ort befinden. Der Geiselnahme vorausgegangen war offenbar eine Durchsuchung zweier Zellentrakte durch INPE-Mitarbeiter, in deren Rahmen unter anderem Drogen, mehrere DVD-Player und Fernseher, sowie eine Reihe von CD-Playern beschlagnahmt wurden.

    Das in den Jahren 1985-1987 gebaute Männergefängnis Arequipa steht am Ufer des Chucca-Flusses und wurde ursprünglich für 667 Insaßen gebaut, im März 2012 saßen allerdings 1.101 Personen dort ein. Das dazugehörige Frauengefängnis verfügt über 67 Plätze, die sich derzeit rund 90 Frauen teilen müssen. Mit dieser Überbelegung liegt das Gefängnis allerdings unter dem peruanischen Durchschnitt. So kamen Peru-weit im März 2012 auf 28.659 Plätze 55.307 Insaßen.

    NACHTRAG (19:43): Offenbar zwei Geiseln freigelassen
    Nach Verhandlungen der Defensoría del Pueblo haben die Geiselnehmer offenbar mehrere Geiseln freigelassen, eine davon wies offenbar eine Kopfwunde auf unter den freigelassenen Geiseln sollen sich auch der Direktor des Gefängnisses, sowie sein Stellvertreter befinden. Mehrere Mitarbeiter des INPE befinden sich noch immer in der Hand der Aufständischen.

    NACHTRAG (29.08.2012): Alle Geiseln freigelassen?
    Das Gefängnis kam offenbar auch in der Nacht nicht zur Ruhe, auch wenn nach Berichten peruanischer Medien nach mehrstündigen Verhandlungen gestern Abend die letzten Geiseln freigelassen wurden.

  • Wie erfahre ich den Amazonas-Wasserpegel/Wasserstand?

    Schön da: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.
    Im Regen: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.

    Eine Frage, die INFOAMAZONAS immer wieder erreicht ist die nach dem Amazonas-Wasserpegel oder dem Pegelstand peruanischer Flüsse allgemein. Deshalb nun ein paar Hinweise, wie Sie an die entsprechenden Daten kommen.

    Erhoben werden die Pegelstände vom peruanischen Meteorologie- und Hydrologie-Nationaldienst (Servicio Nacional de Meteorología e Hidrología del Perú, kurz: SENAMHI), der dem peruanischen Umweltministerium nachgeordnet ist. Veröffentlicht werden die Pegelstände der wichtigsten Flüsse normalerweise täglich auf dem Internetportal des SENAMHI (http://www.senamhi.gob.pe), die Information versteckt sich unter „Agua“ / „Vigilancia Hidrológica“. Da einfach auf „Situación hidrológica nacional (diaria)“ klicken.

    Für gewöhnlich erreicht der Amazonas seinen Höchststand in der Regenzeit, irgendwo zwischen Dezember und März, seinen Tiefststand dagegen um den August. Während es in der Regenzeit häufig zu Überschwemmungen kommt, macht die Trockenzeit manchmal sogar in Teilen des Amazonasbeckens den Schiffsverkehr unmöglich. Von beiden Phänomenen ist insbesondere die peruanische Stadt Iquitos betroffen, die Hafenstadt und Hauptstadt der Region Loreto mitten im nordostperuanischen Regenwald.

    Und noch etwas finden Sie auf der oben genannten Seite des SENAMHI: Regelmäßig aktualisierte Wetterberichte für zahlreiche peruanische Städte. Insbesondere das Wetter in Lima wird ausführlich dargestellt. Bereits auf der Startseite kann man für mehrere Tage im Voraus auf Englisch und Spanisch das aktuelle Reisewetter abrufen. Auch bietet das SENAMHI Informationen zu Auswirkungen des Klimawandels in Peru, dem El Niño-Effekt, spezielle Agrar-Wetterberichte, sowie historische Wetterdaten von peruanischen Messstationen.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich an INFOAMAZONAS oder direkt an den SENAMHI, der sich im Jr. Cahuide 785 in Jesús María, Lima11, Perú, befindet.

  • INEI: Immer mehr spanische Arbeitsmigranten in Peru

    Gigantisch sind die Zahlen bislang nicht, zeigen aber einen Trend: War bisher Spanien eines der Lieblingsländer peruanischer Arbeitsmigranten scheint sich die Situation durch die Euro-Krise umzukehren. Statistiken des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik (INEI) zeigen einen starken Anstieg von Anträgen auf eine Aufenthaltserlaubnis, die die Aufnahme einer Arbeit ermöglicht. Waren es in den vergangenen Jahren nie mehr als 400 solcher Anträge, sind es 2012 nach Angaben des INEI bereits 802. Nicht eingerechnet sind die Personen, die mit Touristenvisum einreisten und illegal eine Arbeit aufnahmen.

    Doch stieg nicht nur die Zahl von Arbeitsmigranten, gleichzeitig registrierte das INEI einen Rückgang der Rücküberweisungen. Über die Entwicklung von Rücküberweisungen von Peru nach Spanien liegen leider bislang keine Daten vor.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Weitere Hinweise und Informationen finden Sie dort.

  • San Miguel / Lima: Polizei beschlagnahmt über 16.000 getrocknete Seepferdchen

    Bei einem Routineeinsatz im Distrikt San Miguel ist der Abteilung Umwelt-Verbrechen der peruanischen Nationalpolizei gestern ein Schlag gegen Seepferdchen-Schmuggler gelungen. Während einer Kontrolle bemerkten mehrere Beamten, wie zwei Häuserblocks entfernt mehrere Unbekannte hastig Kisten abluden. Als die Besitzer der Kisten die Anwesenheit der Beamten bemerkten flüchteten sie, mussten aber ihre Beute zurücklassen: Mehrere Kisten, beladen mit rund 16.260 getrocknete Seepferdchen, die offenbar nach Korea, Japan oder China geschmuggelt und dort zu Naturmedizin verarbeitet werden sollten. Die Ausfuhr von Seepferdchen ist seit 2004 durch peruanisches Recht verboten, dennoch kommt es immer wieder zu Schmuggelversuchen, die Polizei verzeichnet seit 2004 sogar einen Anstieg. Der Grund: Nach Angaben der Polizei liegt der Schwarzmarktpreis in manchen der Abnehmerländer bei rund 6.000 Us-$ pro Kilo getrockneter und gemahlener Seepferdchen. Im Vergleich zum gesamten Problem war der jetzige Fund mit rund 23 Kilogramm aber eher klein: allein im vergangenen Jahr wurden in Peru rund 20 Tonnen getrockneter Seepferdchen beschlagnahmt.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=ZlJYqjlAwxs