Kategorie: Chachapoyas

Die Provinz Chachapoyas liegt in Nordperu, im Süden der Region Amazonas. Sie ist von den Anden geprägt, die sie von Nord nach Süd durchqueren, obwohl Chachapoyas selbst auch von vielen Peruanern fälschlicherweise als „Urwaldstadt“ bezeichnet wird. Ihren Namen tragen sowohl die Provinz, als auch die Chachapoyas, dem präinkaischen Volk der „Chachapoya“ zu Ehren, das unter Anderem die Kuelap-Festung errichtet hat. Chachapoyas ist die Hauptstadt der Region Amazonas und so wichtiges administratives Zentrum der ganzen Umgebung. Mit einer Pädagogischen Hochschule, einer Kunsthochschule, sowie einer Universität ist Chachapoyas zudem Bildungszentrum mit hohem Einzugsbereich.

Für Touristen ist Chachapoyas zudem wegen seiner Altstadt und den Museen, wie auch als Ausgangspunkt zu spannenden Reisezielen wie Gocta (dritthöchster Wasserfall der Welt), die Kuelap-Ruinen, das Leymebamba-Museum (mit hunderten Mumien) und den Kondorsee. Zudem ist Chachapoyas, gegründet am 5. 9. 1538, eine der ältesten Kolonialstädte Südamerikas.
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  • Stadtmuseum Chachapoyas kommt voran

    Die Bauarbeiten und Koordinationen für das Museum für Ethnographie und christliche Kunst in Chachapoyas kommen voran. Nach seiner Fertigstellung soll es neben historischen Objekten der Kirchengeschichte der Diözese auch Ausstellungsstücke aus der Zeit vor der Kolonialisierung beherbergen. Derzeit wird das Museum von Cáritas Chachapoyas gemeinsam mit verschiedenen Basisorganisationen der Stadt gebaut. Viele Stücke werden aus den Diözesanarchiven kommen, aber auch Privatleute und andere Institutionen werden gezielt angesprochen, um historisch wertvolle Stücke zur Ausstellung bereitzustellen. Demnächst soll eine Medienkampagne zur Sensibilisierung über dieses Thema gestartet werden. Der Verantwortlich für das Projekt betonte, dass die Ausstellungsstücke Eigentum des bereitstellenden bleiben werden und von Experten restauriert würden. Beherbergen soll das Museum das Gebäude der ehemaligen Kapelle „Santa Ána“, das im Jahr 2005 als damals älteste Kirche der Stadt bei einem Erdbeben zerstört worden war. Ursprünglich war ein neues Gebäude entworfen worden, aufgrund der Regeln des Nationalen Kulturinstitutes, das auch für Denkmalschutz zuständig ist, musste das vormalige Gebäude wieder aufgebaut werden, um das Stadtbild zu erhalten.

    === TELEFONKABEL IM STADTZENTRUM WERDEN VERGRABEN

    Wie der Chef der Telefónica in Chachapoyas gegenüber Radio Horizonte bekannt gab, wird im Rahmen der Sanierung des historischen Stadtzentrums von Chachapoyas demnächst mit dem Vergraben von Telefonkabeln begonnen.

    Quelle: Radio Horizonte

  • Gilberto Herrera ist Tot

    Der Komponist und Musiker Gilberto Herrera, der mit seiner Musikgruppe „Hermanos Herrera“ bekannt wurde, ist kürzlich verstorben. Berühmt wurde er unter anderem durch seine berühmte Version des Walzers „Amazonas“ und verschiedener Heimatlieder im Takt der Polka, die bis heute ihren festen Platz im Kulturgeschehen der Region Amazonas, insbesondere aber ihrer Hauptstadt Chachapoyas, haben.

  • ONE LAPTOP PER CHILD in Amazonas

    Der frisch gebackene Kultusdirektor der Region Amazonas (DREA), Prof. Grimaldo Vasquez Tan, präsentierte gestern in Chachapoyas den ONE LAPTOP PER CHILD (OLPC)-Laptop. Dieser mobile Computer soll besonders Kindern und Jugendlichen aus ärmeren Gegenden helfen, einfacher auf moderne Informationstechnologie zurückzugreifen. Der in erster Linie für Lehr- und Lernprogramme gestaltete Computer ist aber nicht nur sehr robust und größtenteils wasserunempfindlich, sondern verfügt auch über Spielmöglichkeiten und Netzwerkzugang über ein drahtloses Netzwerk.

    In einer Testphase bekommen nun 2.921 Schülerinnen und Schüler der Region einen solchen Computer zur Verfügung gestellt. Parallel dazu wird es eine Reihe von Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer geben, damit ein Einsatz dieser neuen Technologie auch sinnvoll in den Unterricht eingebaut werden. Außerdem werden technische Grundlagen vermittelt, um kleinere Macken selbst lösen zu können. Betreut wird das Projekt von Mitarbeitern des Bildungsministeriums, die extra für die OLPC-Kampagne ausgebildet wurden.

    Quelle: DREA

  • Raymillacta – la gran fiesta del pueblo

    Tausende Besucher säumten auch in diesem Jahr die Straßen, als zum 13. Mal der Umzug folklorischer Tanzgruppen und bäuerlicher Gemeinschaften durch das Stadtzentrum von Chachapoyas zog. Jede Gruppe war mit einer eigenen Musikkapelle angereist. Zum Abschluss zogen alle Gruppen in das Kuélap-Stadion ein, um dort gemeinsam ein „Fest der Freundschaft“ zu feiern. Neben Teilnehmern aus verschiedenen Regionen Perus waren auch Gruppen aus dem Nachbarland Ekuador zugegen. Stargast war die Sängerin Fabiola de la Cuba, die am 15. August ein Konzert in der Kuelap-Festung geben möchte.

    Quelle: Provinzverwaltung Chachapoyas

  • S./25.424,20 für Kathedrale

    Kathedrale ChachapoyasAm heutigen Donnerstag gab Bischof Emiliano Cisneros Martínez im Rahmen einer Pressekonferenz das Endergebnis der Benefizveranstaltung am vergangenen Samstag bekannt. Demnach konnte mit den nachträglich eingegangenen Spenden das Ziel von 25.000 Soles übertroffen werden. Zudem gingen weitere Materialspenden im Wert von rund S./ 1.192,50 ein. Cisneros konnte auch verkünden, dass eine Privatuniversität mit Nebensitz in Chachapoyas weitere 1.700 Soles beitragen wird. Er dankte im Namen der Diözese allen teilnehmenden Radio- und Fernsehstationen, sowie der Bevölkerung, die trotz des schlechten Wetters zahlreich in die städtische Sporthalle „Florentino Ordinola“ gekommen war. Auch den Moderatoren und Künstlern, die fast 12 Stunden am Stück Programm gestaltet hatten, dankte er.

    Im Rahmen der Pressekonferenz wurde eine weitere Aktvität für den 5. Juli angekündigt.

    Mario Torrejón von der Stadtverwaltung erklärte, um den 15. Juni sollte mit dem Neubau des Daches der Kathedrale begonnen und bis zum 30. Juli fertig gestellt werden.

    Mit der Gestaltung des Innenraums beschäftigt sich derzeit eine Architektengruppe aus der Region Ancasch.

  • 19 000 Soles für Kathedrale

    Kathedrale Chachapoyas

    Am gestrigen Samstag fand in der städtischen Sporthalle „Florentino Ordinola“ der Radioteletón, eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des Weiterbaus der Kathedrale statt. Durch den Verkauf und die Versteigerung von Mahlzeiten und diversen „Kleinigkeiten“, sowie durch zahlreiche Spenden kamen dabei trotz des parallel stattfindenden Länderspiels zwischen Peru und Spanien und einem Stromausfall, der den Start der Veranstaltung um einige Stunden verzögerte, rund 19000 Soles zusammen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden in der Sporthalle unter anderem Tänze, musikalische Darbietungen, Gedichtinterpretationen und Sketche aufgeführt. Um möglichst viele Menschen zum Spenden zu bewegen, wurde die Veranstaltung gleichzeitig über alle Radio- und Fernsehkanäle der Stadt übertragen (>10). Mögliche Spenden, die per Überweisung eingehen, können frühestens Morgen bekannt gegeben werden, da die Banken am Wochenende nicht geöffnet haben. Wegen des Stromausfalls am Vormittag wurde die Veranstaltung kurzerhand verlängert. So war es schon 22 Uhr, als Bischof Emiliano bekannt gab, dass Teletón und das Gastronomie-Festival vor einigen Wochen zusammen Geld und Baumaterialien im Wert von über 23000 Soles erbracht haben.
    Der Stromausfall war übrigens von einem Auto ausgelöst worden, das mit einem Strommasten kollidiert war.
    Quelle: Blog von Manuel Cabañas López / Dany Gallardo Meléndez

  • Razzia im Mercado Modello

    Wie Radio Horizonte berichtet, durchsuchten die Steueraufsicht SUNAT, Polizei und Zollbehörden heute Morgen den zentralen Markt von Chachapoyas. Gesucht wurde dabei nach gefälschten oder gestohlenen Produkten und nach Händlern, die keine Quittungen für gekaufte Artikel ausstellen. Nach Angaben eines Augenzeugen transportierten die Einsatzkräfte mehrere Säcke mit CDs, DVDs und Mobiltelefonen zum Polizeipräsidium. Gleichzeitig wurden ähnliche Aktionen an anderen Orten der Region durchgeführt.

    Nachtrag: Es wurden bei der Razzia Waren im Wert von ca. 80.000 Soles beschlagnahmt.

  • Grenzkonflikt um "La Morada"

    Das Örtchen „La Morada“ liegt im Grenzgebiet der Provinzen Chachapoyas (Amazonas) und Huallaga (Region San Martín). Exakt festgelegt wurde die Provinzgrenze bisher noch nicht. Seit die Provinzverwaltung Anfang des Jahres dem Örtchen den Status eines „centro poblado“ (dt. bewohnter Ort) verlieh und begann, die Wahl von Dorfautoritäten zu organisieren, herrscht nun streit zwischen den beiden Provinzen, die beide „La Morada“ für sich beanspruchen. Während das Dorf bereits seit Jahren von der Schul- und gesundheitsverwaltung der Region Amazonas betreut wurde, ist es nach Angaben von Fernando Grandez, Provinzbürgermeister von Huallaga, bereits seit Jahren als Ort seiner Provinz anerkannt. Gegenüber dem Internetportal Peru.com warf Grandez der Provinzverwaltung von Chachapoyas vor, sich durch den Ratsbeschluss 038-2008, in dem die Gründung des „centro poblado“ geregelt wird, 200 Hektar Land von Huallaga aneignen zu wollen. Einige Einwohner von La Morada erklärten gegenüber dem Radiosender Reina de la Selva (Chachapoyas), dass das Dorf selbst sich als Teil der Region Amazonas sehe und die wenigen und schlecht ausgebauten Zugangswege nach Leymebamba (Chachapoyas) führten.

    Pikant ist der Streit vor allem deshalb, weil sich in der Umgebung von La Morada zahlreiche archäologische Fundstätten befinden, von deren Restaurierung sich beide Provinzen einen Schub im Tourismusbereich versprechen. Zudem sind die Regionen Amazonas und San Martín im Moment dabei, eine „Modell-Makroregion“ zu bilden, sich in mancher hinsicht also miteinander zu vereinen.

    Nach Angaben der Archäologin Inge Schjellerup liegt das Problem darin, dass bis 1998 als einzige Möglichkeit zur geografischen Bestimmung des Standorts von La Morada nur ein Satelitenbild mit einem Maßstab von1:250 000 vorhanden war.

    Dass das Problem kein Phantomproblem ist, zeigt übrigens auch eine Recherche beim Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI: Auf den Karten des INEI ist sowohl auf der Seite von Chachapoyas als auch auf der Seite von Chachapoyas ein Ort mit dem Namen „La Morada“ eingetragen.

    Huallaga will das nicht hinnehmen und plant einen Streik von 48 Stunden.

    Daten nach dem Ratsbeschluss vom 14. Februar:

    La Morada / Distrikt Chuquibamba / Provinz Chachapoyas / Region Amazonas

    Orte und Nebenorte: La Morada, Canaán, Añazco Pueblo, Las Villas, La Majada, Rangras, Villa Aguacate, Villa Pampa Hermosa und Jardín.

    Grenzen: Im Norden: Rrío Lejía und río Blanco. Im Süden: Río Bombonaje, Rangrapata, Santa María, San Martín und Yonán. Im Osten: Río Bombonaje. Im Westen: Yerbabuena, Kämme Pasabreve und Buenaparte.

    Quellen: Provinzverwaltung Chachapoyas, Peru.com, INEI, Radio Reina de la Selva

  • Verbot von Mototaxis in Chachapoyas beschlossen

    Seit dem 16. Mai ist im gesamten Distrikt Chachapoyas das Fahren mit dreirädrigen Motorrikschas, in Peru Mototaxi genannt, verboten. Grund dafür ist nach dem Provinzratsbeschluss, dass Chachapoyas wegen ihrem Selbstverständniß als Reiseziel und auch wegen ihrer äußerst bergigen Lage nicht für Mototaxis geeignet ist. So machten laut Ratsbeschluss die kolonialen und monumentalen Fassaden der Häuser das Bild der Stadt aus, das durch den Lärm und die Optik der Dreiräder gestört würde. Zudem könne in den meist offenen Fahrzeugen besonders in Kurven die Sicherheit der Fahrgäste nicht garantiert werden.

    Bei Verstößen soll das Fahrzeug konfisziert werden. Ausgenommen davon ist das Fahrzeug von SERPOST, dem Briefzusteller, aber nur während der Zeit der Zustellung selbst.

    Quelle: Stadtverwaltung Chachapoyas, ORDENANZA Nº 049 -2008-MPCH

  • Mehr Selige aus Chachapoyas

    Emilio Lisson Chavez, Bischof von Chachapozas 1909 bis 1918. Foto: Obispado Chachapoyas

    Auf dem Weg zur „Seligkeit“ hat Monseñor Emilio Lissón Chávez, C. M., 1909-1918 Bischof von Chachapoyas, den ersten Schritt gemacht. Am 31. Mai wird in Valencia (Spanien), wo Lissón Chávez verstarb, der Diözesane Prüfungsprozess abgeschlossen. Danach geht der Prozess weiter in Rom, wo noch zahlreiche Prüfungen anstehen. Seit September 2003 hatte die Diözesanleitung von Valencia allerlei Prüfungen rund um Emilio Lissón angestellt.
    Emilio Lessón wurde am 24. Mai 1872 im südperuanischen Arequipa geboren. 1894 trat er in den Orden der Vinzentiner des heiligen Paul ein und wurde 1895 in Paris zum Priester geweiht. Anschließend arbeitete in der Priesterausbildung in Arequipa und Trujillo. Mit nur 37 Jahren wurde Lissón Bischof von Chachapoyas, schon 1918 aber als Erzbischof nach Lima berufen.
    Während seiner Zeit als Bischof von Chachapoyas lag sein Hauptaugenmerk auf der Priesterausbildung, der Kinder- und Jugendkatechese, die Bildung und die Arbeit mit und für die Armen. Unter anderem wurde während seiner Zeit als Bischof der erste Kindergarten von Chachapoyas gegründet. 1931 wurde er aus Lima abberufen und lebte anschließend in Rom und in Spanien. In Spanien betätigt er sich als Hilfsbischof oder Diözesanadministrator, besonders in den Bistümern Sevilla und Valencia. In Sevilla erwarb er sich bald den Titel „Bischof der Armen“. Schon zu Lebzeiten wurde er von vielen Gläubigen als heiliger verehrt.

    So begann auch die Erzdiözese von Valencia den Seligsprechungsprozess. Seit 1991 ruhen seine sterblichen Überreste auf Wunsch der peruanischen Bischöfe in der Kathedrale von Lima.
    Quelle: Radio Horizonte / Bischof Emiliano Cisneros Martínez