Kategorie: Chachapoyas

Die Provinz Chachapoyas liegt in Nordperu, im Süden der Region Amazonas. Sie ist von den Anden geprägt, die sie von Nord nach Süd durchqueren, obwohl Chachapoyas selbst auch von vielen Peruanern fälschlicherweise als „Urwaldstadt“ bezeichnet wird. Ihren Namen tragen sowohl die Provinz, als auch die Chachapoyas, dem präinkaischen Volk der „Chachapoya“ zu Ehren, das unter Anderem die Kuelap-Festung errichtet hat. Chachapoyas ist die Hauptstadt der Region Amazonas und so wichtiges administratives Zentrum der ganzen Umgebung. Mit einer Pädagogischen Hochschule, einer Kunsthochschule, sowie einer Universität ist Chachapoyas zudem Bildungszentrum mit hohem Einzugsbereich.

Für Touristen ist Chachapoyas zudem wegen seiner Altstadt und den Museen, wie auch als Ausgangspunkt zu spannenden Reisezielen wie Gocta (dritthöchster Wasserfall der Welt), die Kuelap-Ruinen, das Leymebamba-Museum (mit hunderten Mumien) und den Kondorsee. Zudem ist Chachapoyas, gegründet am 5. 9. 1538, eine der ältesten Kolonialstädte Südamerikas.
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  • Chachapoyas bekommt erste Biogasanlage

    Nach Angaben des Dozenten Miguel Barena arbeiten Studenten und Lehrbeauftragte der Universität Toribio Rodriguez de Mendoza (UNAT Amazonas) mit Sitz in Chachapoyas derzeit an einem System zur  Vergasung von Gülle und Schweineexkrementen für den Hausgebrauch. Ziel des Versuchsaufbaues, der sich im Labor bereits bewährt hat und nun seine Praxistauglichkeit unter beweis stellen soll, ist es, auch kleinen Haushalten mit ab 2 Kühen die Herstellung von Biogas zu ermöglichen. Diese Haushalte, besonders in ländlichen Gebieten, könnten damit zum Kochen das Brennholz durch Biogas ersetzen, womit, so Barena, auch der Entwaldung großer Landstriche entgegen gewirkt werden könnte.

    Zu Beginn soll die Pilotbiogasanlage von den Metzgern des Hauptmarktes von Chachapoyas bei der Schlachtung von Vieh verwendet werden. Diese können so nicht nur ihre Abfälle umweltfreundlich entsorgen, sondern auch das Gas zum Kochen und reinigen verwenden. Die Reste, die nach der Gasproduktion anfallen, könnten dabei als Düngemittel weiterverwendet werden.

    Im vergangenen Jahr war eine Delegation der Universität Toribio Rodriguez de Mendoza nach Lima und Kolumbien gereist, um verschiedene Biogassysteme anzuschauen.

    Quelle: Oficina de Imágen Institucional UNAT-A, Radio Horizonte

  • Tilacancha soll Schutzgebiet werden

    Das Einzugsgebiet der Trinkwasserquelle von Chachapoyas oberhalb von Levanto, genannt Tilacancha, soll ein Schutzgebiet werden. Das berichtet die Provinzverwaltung Chachapoyas auf ihrer Internetseite. Neben der Provinzverwaltung sind derzeit auch einige Nichtregierungsorganisationen dabei, die Bevölkerung der umliegenden Ortschaften wie Mayno und Levanto über Sinn, Zweck und Vorteile des Schutzgebietes aufzuklären.

  • Strömt der Strom bald störungsfrei?

    Seit Jahren stehen wegen der Mangelhaften Stromversorgung von Chachapoyas und ganz Südamazonas neben dem jeweiligen Regionalpräsidenten auch jedes Mal die beiden staatlichen Energieversorgungs-unternehmen Electro Norte Selva und Electrooriente in der Kritik. Alle Beteiligten schieben bei jedem Stromausfall die Schuld auf die jeweils anderen, unzählige „Notfallzusammenkünfte“ der Verantwortlichen führten zu dem selben Ergebnis, nämlich zu keinem. Vor wenigen Tagen kam es in Lima zu einer neuen Zusammenkunft, diesmal mit dem Minister für Bergbau und Energie. Besonders einer der Beschlüsse, die Regionalpräsident Altamirano Quispe vor wenigen Tagen in einer Pressekonferenz bekannt gab, könnte zu einer Verbesserung beitragen: Electro Norte Selva (ENSA), bisher nur für die Stromdistribution zuständig, wird nun auch den Betrieb des Wasserkraftwerkes Caclic übernehmen, das große Teile der Region Amazonas mit Strom versorgt. Bisher wird das Wasserkraftwerk von Electro Oriente betrieben. Obwohl Electro Norte und Electro Oriente zum selben Konsortium gehören, machten sie sich in der Vergangenheit immer gegenseitig für Ausfälle verantwortlich. Zumindest dies wird, sollte der Beschluss umgesetzt werden, in Zukunft so nicht mehr möglich sein.

    Neben der Übertragung der Verantwortung über das Wasserkraftwerk Caclic an Electro Norte an Electro Oriente kündigte Altamirano Quispe an, im Umfeld von Caclic würden mehrere Dieselmotoren zur Stromproduktion installiert, um Stromausfälle in Zukunft abzufedern.

    Vor einigen Wochen hatte Gilmer Trigoso Tafur, Regionaldirektor für Bergbau und Energie, gegenüber einem Lokalsender erklärt, wegen der fehlenden Industrie und der geringen Gewinnerwartung würde kein privater Energieversorger in Verbesserungen der Energieproduktions- und Distributionseinrichtungen der Gegend um Chachapoyas investieren.

    Quelle: Radio Horizonte, Dirección Regional de Energía y Minas Amazonas (DREM)

  • Ungereimtheiten bei EMUSAP

    Wie Jindley Vargas, Gemeinderat von Chachapoyas, gegenüber Radio Horizonte bekannt gab, wurde der bisherige Chef des städtischen Wasser- und Abwasserunternehmens EMUSAP vorrübergehend suspendiert, weil es im Rahmen der Erweiterung des Wassernetzes zu zahlreichen Ungereimtheiten gekommen war. So wurden z.B. 5 Zoll-Rohre eingebaut, obwohl 7,5-Zoll-Rohre geplant und abgerechnet worden waren. Der Gemeinderat würde in den kommenden Tagen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einleiten, um die Verantwortlichen festzustellen, so Vargas.

    Quelle: Radio Horizonte

  • Straße nach Chachapoyas: Jetzt kommt der Tunnel

    Wie ein Lokalsender berichtet, wird das mit dem Bau der Teerstraße von Pedro Ruiz nach Chachapoyas beauftragte Unternehmen ICCGSA in den nächsten Tagen mit dem schwierigsten Teil der Bauarbeiten beginnen, der unter dem Namen „el Túnel“ (dt. der Tunnel) bekannt ist. In diesem Straßenabschnitt finden sich zahlreiche überhängende Felsen, an einer Stelle gab es sogar einen echten, unbefestigten Straßentunnel. Zudem kam es in der Vergangenheit hin und wieder zu kleinen Erdrutschen. Vermutlich wird der Fahrzeugverkehr auf der Hauptstrecke nach Chachapoyas dadurch noch stärker eingeschränkt, derzeit ist die Strecke nur Nachts für wenige Stunden befahrbar.

    Gleichzeitig kündigte eine große Busfirma in Chachapoyas an, innerhalb der nächsten 2 Wochen Direktfahrten nach Cajamarca anzubieten.

    Quelle: Reina de la Selva

  • Caclic-Strom strömt weiterhin gestört

    Wegen der häufigen unangekündigten Stromausfälle in den letzten Wochen, die große Teile der Region Amazonas betraf, statteten gestern diverse Regionalautoritäten dem Wasserkraftwerk Caclic , das die meisten der Orte mit Stromanschluss in Südamazonas versorgt bzw. versorgen sollte, einen Überraschungsbesuch ab. Wie die Inspizienten anschließend gegenüber der Lokalpresse verkündeten, laufen die vier Turbinen derzeit Reibungslos. Ein Vertreter des für die Stromproduktion zuständigen Unternehmens Electrooriente machte zudem das für die Stromverteilung zuständige Unternehmen Electronorte für die Stromausfälle verantwortlich. Beide Unternehmen sind Tochterfirmen von Adinelsa, bei jedem unangekündigten Stromausfall schieben sie aber die Schuld auf den jeweils anderen. Lieblingsausrede beider Unternehmen ist derzeit der selbstverständlich unterstützenswerte Ausbau des Stromnetzes zur Verbindung mit dem Stromnetz von Rodriguez de Mendoza.

    Derzeit wird auch am Ausbau des Stromnetzes in Richtung Bagua gearbeitet, von wo aus es einen Anschluss an das nationale Stromnetz geben soll. Für Chachapoyas empfahl ein Vertreter von Electrooriente, eine zweite Stromleitung nach Chachapoyas zu errichten, um nicht von möglichen Ausfällen wegen dem Netzausbau betroffen zu sein.

  • La Morada: Regionalregierung macht Nägel mit Köpfen

    Wie der Pressesprecher von Regionalpräsident Altamirano gestern in Chachapoyas bekannt gab, hat die Regionalregierung 39.000 Soles für Vorabstudien für den Bau einer Straße zu den Örtchen La Morada, Canaan, Atuén y Añazco Pueblo genehmigt. Obwohl der Bau der Straße für die lokale Bevölkerung natürlich sehr löblich ist, ist auch eine politische Komponente nicht zu leugnen. Um das Örtchen La Morada tobt ein Streit zwischen den Regionen Amazonas un San Martín, die beide den Ort für sich reklamieren. Von der Lage her gehört er eher zu San Martín, wird aber schon immer von Amazonas aus mit Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen versorgt. Eskaliert war der Streit, als die Provinz Chachapoyas, die zur Region Amazonas gehört, in La Morada ein Melderegister eröffnete.

  • Chachapoyas Radio präsentiert neue Homepage

    Radioantennen.Seit gestern ist die Internetseite von Radio Chachapoyas, dem Radio der Stadtverwaltung Chachapoyas, für die Öffentlichkeit zugänglich. Zugänglich ist sie über radio.chachapoyas.net.pe. Besonders sehens- bzw. hörenswert ist der Bereich „Joyas de la música Chachapoyana“ (dt. Schmuckstücke chachapoyanischer Musik), wo man traditionelle Kompositionen und Musikstücke anhören und sich über ihre Geschichte informieren kann.

    Die restlichen Texte sind sehr PR-lastig, viele Artikel sind noch nicht oder nur halb zugänglich, was nach Worten des Verantwortlichen Will Sanchez bald anders werden soll. Mit einer regelmäßigen Aktualisierung ist dagegen nicht zu rechnen.

    Quelle:radio.chachapoyas.net.pe

  • "La Morada" wählt ersten Bürgermeister

    Das Dörfchen „La Morada“, ca. 2 Tage zu Fuß oder per Pferd von Leymebamba entfernt, hat gewählt. Selbstverständlich ist das nicht, ist doch der Streit zwischen den Regionen Amazonas und San Martín über die Hoheit des Dörfchens noch immer nicht endgültig geklärt. Sieger der Wahl ist Porfirio Marín, der sich schon seit rund 14 Jahren für die Gründung der Dorfverwaltung einsetzt und am 14. Juni vereidigt wurde. Peter Lerche, Provinzbürgermeister von Chachapoyas, erklärte gegenüber Radio Horizonte, La Morada gehöre nicht nur kulturell, sondern auch traditionell schon immer zu Amazonas. Er sehe sogar Verbindungen aus der Zeit der „Chachapoya“, so Lerche, dem Volk das die Gegend beherrschte, bevor es zuerst von den Inka, anschließend von den Spaniern besiegt worden war. Zudem erwähnte er die Schwierigkeit, die Produkte aus La Morada zu kommerzialisieren. Yucca (Maniok) und ähnliche Gemüse seien schwer 2-3 Tage bis zum nächsten Absatzmarkt zu transportieren. Vieh sei gut zu halten, für eine Steigerung seien aber weitere Rodungen nötig – was die Provinzverwaltung auf jeden Fall vermeiden wolle. Eine Möglichkeit sei der Anbau ökologischen Kaffees, was aber finanziell nur mit Unterstützung möglich wäre, von NGOs in der Region aber bereits durchgeführt würde. Wohin im Endeffekt La Morada gehören wird, hängt nicht zuletzt von Porfirio Marín ab. Möglicherweise wird das frisch eingerichtete Personenregister von La Morada helfen, zumindest Ansätze einer „moradensischen“ Identität herausbilden.

  • Außerirdische überall

    Es war kurz vor dem Sonnenaufgang, gegen 4:30 Uhr. Jorge, Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Chachapoyas, wurde von seinem kleinen Töchterchen zum Aufstehen getrieben. Er verließ sein Zimmer und traute seinen Augen kaum: Am Himmel flogen 2 Ufos. 2 weiß – leicht bläulich – leuchtende Objekte flogen über die Stadt hinweg, manchmal parallel, manchmal unterschiedlich schnell, manchmal in verschiedene Richtungen. Sie flogen tief, aber Geräusche waren nicht zu hören. Ein Hubschrauber war es auch nicht – und welches Flugzeug würde sich trauen, mitten in der Nacht den Flughafen von Chachapoyas anzufliegen? Dabei war Jorge nicht einmal der erste, der solch seltsame Flugobjekte sehen konnte. Bereits seit längerer Zeit berichten Einwohner von Leymebamba und dem Valle de los Chilchos, dem vielleicht abgelegensten und letzten Dorf der Region Amazonas, von Ufosichtungen. Ein Bauer aus dem Valle de los Chilchos erzählte dem Angehörigen einer religiösen Vereinigung auf die Frage, ob er schon einmal ein Ufo gesehen habe „jaja, die sehen wir ständig, manchmal fliegen sie her, manchmal in die andere Richtung.“

    Auch der Journalist Manuel Cabañas López und der Fotograf Nicolás Ruiz hatten kürzlich – während eines großen Volksfestes in Chachapoyas – mehrere Ufos nicht nur gesehen, sondern auch fotografiert. „Raymillacta“ (dt. „Volksfest„) wird sogar von Außerirdischen gesehen“ titelte Cabañas in seinem Blog. Und sie berichten noch von weiteren Fällen, die alle von einem handeln: Von Ufos. Wie es sich für echte Ufo-Bilder gehört, sind sie natürlich sehr unscharf und die Flugobjekte selbst sind nur als kleine schwarze oder weiße Punkte am strahlend blauen Himmel zu sehen.

    Ein Gerücht, das um Chachapoyas kursiert, könnte zumindest einige der „Ufos“ im „Valle de los Chilchos“ erklären. Man sagt, in manchem besonders abgelegenem Ort würde die „Amapola“ wachsen, der Klatschmohn, aus dem Mittelchen hergestellt werden, die in Deutschland gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen. Um diese Mittelchen herauszuschmuggeln, würde man Helikopter benutzen. Im Gegenzug würden aber auch Militärs verschiedener Nationalität Hubschrauber benutzen, um gegen die Drogenproduktion vorzugehen. Was dagegen die „chachapoyanischen Ufos“ genau sind, wird vermutlich ebenso verborgen bleiben, wie die Gründe für den Bau der riesigen Festungen durch geheimnisse Bergvölker in der Region.

    Hinweis: Von einigen Phantasten wird der Bau vieler archäologischer Fundstätten der Chachapoya-Kultur Außerirdischen zugeschrieben.

    Hinweis: Ufo heißt auf spanisch OVNI (Objetos Voladores No Identificados)

    QUELLE: Eigene Recherche, Blog Manuel Cabañas López