Schlagwort: VRAE

  • Perus Premier Valdés garantiert „Befriedung des VRAE“ bis 2016

    Perus Premierminister Oscar Valdez. Foto: Jessica Vicente / ANDINA.
    Perus Premierminister Oscar Valdez. Foto: Jessica Vicente / ANDINA.

    Bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Ollanta Humala werden, so „garantierte“ gestern der peruanische Premierminister Oscar Valdés, die Täler der Flüsse Apurímac und Éne, kurz „VRAE“, „befriedet“ sein. Dafür werde die Politik, „den Staat mit Hilfe der Sicherheitskräfte ins VRAE bringen“, so Valdés. Den gestern erfolgten Angriff auf eine Patroullie des Militärs in der Provinz Huanta (Region Ayacucho) bezeichnete der Premier als eine verzweifelte „Reaktion subversiver Überreste“, von der man sich aber nicht einschüchtern lasse.

    Valdés bestätigt Conga-Gutachter

    Auch zu den ausländischen Gutachtern, die dieser Tage beginnen, die Umweltverträglichkeitsstudie des umstrittenen „Conga“-Bergbauprojektes in der Region Cajamarca unter die Lupe zu nehmen, äußerte sich der Premierminister. Es handle sich dabei, wie peruanische Medien bereits seit einigen Tagen spekuliert hatten, um zwei spanische und einen portugiesischen Experten. Entgegen ursprünglicher Ankündigungen haben die Gutachter allerdings nicht die Aufgabe, die Umweltverträglichkeitsstudie darauf hin zu prüfen, ob das „Conga“-Projekt durchgeführt werden kann oder nicht. Vielmehr sollen, so Oscar Valdés, in erster Linie „Zweifel zerstreut“ und Vorschläge für Verbesserungen gemacht werden.

  • Huanta / Ayacucho: Terroristen greifen VRAE-Militärstützpunkt an

    Bei einem Angriff auf eine Patroullie der Militärbasis Unión Mantaro in der peruanischen Provinz Huanta (Region Ayacucho) haben Unbekannte heute gegen 6 Uhr Morgens (Ortszeit) nach Berichten peruanischer Medien einen Offizier getötet und einen weiteren schwer verletzt. Der verletzte Soldat wurde in das Krankenhaus von Pichari eingeliefert, die Streitkräfte begannen eine großangelegte Suchaktion, um die Täter aufzuspüren.

    Die Militärbasis liegt im Distrikt LLochegua und damit in einem Gebiet, das in Peru als VRAE (Valle de los Ríos Apurímac y Éne, dt. Tal der Flüsse Apurímac und Éne) bekannt ist und als Rückzugsgebiet für die Drogenmafia, sowie Überreste der Terrororganisation Leuchtender Pfad gilt.

  • VRAE / Peru: Überfall auf Gesundheitsposten

    Rund 30 Unbekannte, die vermutlich im Zusammenhang mit der peruanischen Terrororganisation Sendero Luminoso (dt. leuchtender Pfad) stehen, haben im Distrikt Vilcabamba (Provinz La Convención / Region Cusco) einen Gesundheitsposten überfallen und große Mengen Medizin gestohlen. Wie RPP Noticias berichtet, wurde die Gruppe mutmaßlich von „Camarada Gabriel“ angeführt, der zur von Víctor „Camarada José“ Quispe Palomino geführten VRAE-Kolumne gezählt wird. VRAE ist die in Peru gebräuchliche Abkürzung für die Täler der Flüsse Apurímac und Éne im Süden Perus, gleichzeitig eine der zentralen Drogenproduktionsregionen und Rückzugsort der Terroristen. Erst vergangene Woche hatten Unbekannte versucht, die nahegelegene Polizeistation von Pucyura einzunehmen und dabei zwei Polizisten verletzt. Die Ermittler vermuten, dass es sich um die selben Täter handelt. Möglicherweise soll die gestohlene Medizin zur Versorgung von bei der Schießerei in Pucyura Verletzten eingesetzt werden.

  • La Convención / Cusco: Zwei Verletzte bei Anschlag auf Polizeistation

    Bei einem Anschlag auf eine Polizeistation am zur Region Cusco gehörenden Teil der Täler der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) sind heute Morgen zwei Polizisten schwer verletzt worden. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, wurde das Kommissariat Pucyura (Distrikt Vilcabamba / Provinz La Convención) vermutlich von einer der Drogenmafia nahestehenden 20-30köpfigen Gruppe mit Molotovcoctails und Schusswaffen angegriffen. Nach ersten Ermittlungen versuchten die Angreifer wohl, die Polizeistation zu besetzen, scheiterten aber an der Gegenwehr der 16 diensthabenden Polizeikräfte.

    Bei der anschließenden mehrstündigen Schießerei wurden zwei Polizisten verletzt und in einen nahegelegenen Gesundheitsposten eingeliefert. Erst nach einiger Zeit gelang es, Verstärkung anzufordern – Pucyura verfügt über kein Telefon und keinen Handyempfang. Inzwischen befinden sich mehrere Polizeieinheiten vor Ort, um nach den Tätern zu fahnden.

  • VRAE / Ayacucho: Soldat stirbt bei Narcoterror-Attacke

    Narcoterroristen haben gestern in der peruanischen Region Ayacucho bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi einen Soldaten getötet und fünf weitere getötet. Das gab das Oberkommando der peruanischen Streitkräfte in der Hauptstadt Lima bekannt. Demnach waren die insgesamt 22 Soldaten auf dem Weg vom Distrikt Santa Rosa (Provinz La Mar)  in den Tälern der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) zu ihrem Stützpunkt, als Narcoterroristen bei Machente oberhalb der Straße das Feuer eröffneten. Der Fahrer eines der Fahrzeuge, Leoncio Mendoza, überlebte den Angriff nicht, während fünf Mitfahrer noch immer mit Schusswunden in einem provisorischen Krankenhaus behandelt werden. Die Soldaten selbst waren zuvor am Aufbau der Zelte des provisorischen Krankenhauses in Santa Rosa beteiligt gewesen.

    Auch Hubschrauber angegriffen

    Nur wenige Kilometer entfernt wurde gestern auch ein Hubschrauber der peruanischen Luftwaffe angegriffen, der Soldaten nach Machente bringen wollte. Insgesamt sechs Soldaten wurden dabei verletzt.

  • Peru: Regierung verhängt Ausnahmezustand über VRAE

    Die peruanische Regierung hat über weite Teile der Täler der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE), zu dem Distrikte und Provinzen der Regionen Ayacucho, Huancavelica, Cusco und Junín gehören, für 60 Tage den Ausnahmezustand verhängt und damit Kritik hervorgerufen. Währen der kommenden zwei Monate soll das peruanische Militär vorrübergehend die Verantwortung für die innere Sicherheit übernehmen. Der Grund für diese Maßnahme geht aus dem Notfalldekret nicht hervor, das nun im peruanischen Gesetzesblatt „El Peruano“ veröffentlicht wurde. Sie hängt aber wohl mit dem Kampf gegen Drogenproduktion und -schmuggel zusammen, Tätigkeiten, mit denen das VRAE traurige Berühmtheit erlangte. Das VRAE gilt als eine der zentralen peruanischen Produktionsregionen für Kokain und Kokain-Grundstoffe.

    In Ayacucho stieß die Verhängung des Ausnahmezustandes auf Kritik. So waren sich Regionalpräsident Wilfredo Oscorima Núñez und Carlos Rúa Carbajal, Bürgermeister von Huanta, darin einig, dass das Notfalldekret mit „besten Absichten“ verfasst worden sei, aber vor allem arme Familien treffe, die sowieso bereits durch die verstärkte Kontrolle von Treibstoffen unter Preissteigerungen zu leiden hätten. Bestimmte Treibstoffe – beispielsweise Kerosin – werden bei der Verarbeitung von Cocablättern zu Kokain benötigt. Ihr Handel und Transport ist im VRAE deshalb nur unter strengen Auflagen möglich.

    Mit der Verhängung des Ausnahmezustandes werden in den betroffenen Gebieten diverse Grundrechte nicht mehr garantiert und dem Militär große Handlungsspielräume eingeräumt, die unter normalen Bedingungen nicht einmal der Polizei zur Verfügung stehen. Das von Präsident Humala, Verteidigungsminister Mora und Innenminister Valdes unterzeichnete Dekret mit der Nummer 513-2011-DE sieht vor, dass das Militär in den Provinzen Huanta und La Mar (Region Ayacucho), sowie der Provinz Tayacaja (Region Huancavelica) vorrübergehend die Kontrolle übernimmt. In der Region Cusco sind die Distrikte Kimbiri, Pichari und Vilcabamba (Provinz La Convención) betroffen.

  • Peru: Regierung prüft finanzielle Unterstützung von Kokabauern, die umschulen

    Coca-Strauch. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Coca-Strauch. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Die peruanische Regierung prüft derzeit, ob Kokabauern in Zukunft direkt Geld bekommen, wenn sie auf andere Agrarprodukte umsteigen. Derzeit seien Experten der Antidrogenbehörde DEVIDA dabei, durchzurechnen, was es kosten würde, Kokabauern über drei oder vier Jahre finanzell zu unterstützen, wenn sie beispielsweise auf Kakao oder Kaffee umsteigen, so Premierminister Salomón Lerner. Diese Zeit ist nötig, um den Zeitraum zu überbrücken, bis die Kakao- und Kaffeepflanzen erstmals Früchte tragen. Dafür, so Lerner weiter, könne man die gewaltsame Vernichtung illegaler Coca-Pflanzungen zurückfahren. Zunächst soll diese Anti-Drogen-Strategie auf einer Fläche zwischen 1.000 und 1.500 Hektar in den Tälern der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) ausprobiert werden, einem der peruanischen Haupt-Coca-Anbaugebiete, in dem rund 350.000 Menschen leben.

    Premier Salomon Lerner Ghitis. Foto: Carlos Lezama / ANDINA
    Premier Salomon Lerner Ghitis. Foto: Carlos Lezama / ANDINA

    Die Blätter der Coca-Pflanze sind Grundstoff für die Produktion des Rauschgifts Kokain. Für Premierminister Lerner ist die Coca-Vernichtungspolitik während der vergangenen 20 Jahre weitgehend gescheitert. Wie die Tageszeitung „Diario16“ berichtet, setzt DEVIDA-Chef Soberón vor allem auf die Förderung der Umstellung der Kokabauern auf andere Agrarprodukte. Zudem soll die Wirtschaft des VRAE durch den Bau eines Mega-Wasserkraftwerks angekurbelt werden.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Verteidigungsminister Mora unterstellt Antiterroreinheiten im VRAE dem Militär

    In Zukunft wird in den Tälern der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) allein das Militär gegen die verbliebenen Einheiten der Terrororganisation Sendero Luminoso (dt. leuchtender Pfad) und die Drogenproduktion vorgehen. Das bestätigte heute Verteidigungsminister Daniel Mora. „Wir haben nun die Kontrolle über das gesamte Territorium des VRAE“, so Mora gegenüber der Agentur ANDINA. Zudem betonte der Verteidigungsminister, die Entscheidung gehe zurück auf Vorgaben von Präsident Ollanta Humala und sei bereits vor einigen Wochen getroffen worden. Zudem wurden für die Arbeit im VRAE die Nachrichtendienste von Polizei, Innenministerium und Militär zusammengelegt. Ziel der Zusammenlegung ist es, die als „Artemio“ und „Alipio“ bekannten Terrorführer aufzuspüren, die im Huallaga-Tal oder im VRAE vermutet werden.

    Mit der Militär-Orientierung der VRAE-Politik muss nun sogar die Nationalpolizei alle Einsätze vorab mit dem zuständigen Militärkomando absprechen. Das trifft bei einigen Beobachtern auf Kritik. So fordern die Kongressabgeordneten Heriberto Benítez (Solidaridad Nacional) und Yonhy Lescano (Alianza Parlamentaria), die Polizeiarbeit im VRAE dürfe nicht eingeschränkt werden. Auch Luis Thais, Vertreter der Partei „Perú Posible“ kritisierte die einseitige Militärorientierung und forderte einen breiteren Ansatz. Insbesondere der Drogenhandel sei ein Problem, das verschiedene Bereiche betreffe und dessen Behandlung nicht auf Repression reduziert werden dürfe, deshalb sei es wichtig, so Thais, die Antidrogenbehörde DEVIDA mit mehr Mitteln auszustatten.

  • VRAE / Cusco: Soldaten auf Wahlsicherungsmission von Terroristen getötet

    Noch nicht identifizierte Terroristen haben gestern in der Region Cusco eine Einheit des VRAE-Spezialkommandos des peruanischen Militärs überfallen, die den Ablauf der Präsidentschaftswahl in Choquetira (Distrikt Vilcabamba / Provinz Convención) sichern sollte. Nach Angaben der peruanischen Militärleitung wurden dabei drei Soldaten getötet. Weitere Personen wurden verletzt.

    Zwei weitere Soldaten erliegen Verletzungen

    Wie die peruanische Militärleitung informiert, sind zwei weitere Soldaten ihren Verletzungen erlegen. Damit erhöht sich die Anzahl der Opfer auf fünf.

  • Llochegua / VRAE: Brücke bricht noch vor Einweihung

    httpv://www.youtube.com/watch?v=GMT8TC-MUnU Eigentlich sollte die neue Tincuy-Brücke, die wie ihre Vorgängerin aus Holz den 2.600-Einwohner Ort Llochegua mit dem Umland verband, in den kommenden Tagen eingeweiht werden. Das muss aber nun warten, denn am vergangenen Samstag stürzte die neu gebaute Stahlbrücke in sich zusammen. Drei Mitarbeiter der Distriktverwaltung von Llochegua wurden dabei schwer verletzt. Erst drei Tage zuvor war die Oberfläche der Brücke zementiert worden.

    Der Bürgermeister von Llochegua (Huanta / Ayacucho), Omer Sinchitullo, kündigte eine Untersuchung an. Wie Enlace Nacional berichtet, ist der Einsturz mutmaßlich auf fehlerhafte Planung und Ausführung der Bauarbeiten zurückzuführen.