Schlagwort: VRAE

  • Huanta / Ayacucho: Überschwemmungen im VRAE setzen ganzen Stadtteil unter Wasser

    [wp_geo_map]Durch den hohen Wasserstand des Sivia-Flusses ist im peruanischen Distrikt Sivia (Provinz Huanta / Region Ayacucho) ein ganzer Stadtteil in den Wasserfluten verschwunden. Das berichtet der peruanische Zivilschutz. Nach ersten Berichten wurden 50 Häuser zerstört, 70 weitere schwer beschädigt. Die Strom- und Wasserversorgung brach zusammen, mehrere hundert Meter Straße sind bis auf weiteres unpassierbar. Da auch die Straße, die Ayacucho mit Sivia verbindet, unpassierbar wurde, ist derzeit kein Verkehr von Ayacucho in das Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) möglich.

    Die Regionalregierung Ayaucho, sowie eine im VRAE stationierte Militäreinheit haben bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen.

  • Wikileaks: US-Botschaft berichtet über Drogenschmuggel und Korruption in peruanischer Armee

    Sollten sich die Berichte des US-Botschafters in Peru an seine Regierung bestätigen, die über die Enthüllungsplattform Wikileaks von der spanischen Tageszeitung El País veröffentlicht wurden, steht dem peruanischen Militär ein gigantischer Skandal um Drogenschmuggel und Korruption ins Haus. Botschafter Michael McKinley, der sich auf Mitglieder der Armee selbst, sowie auf mehrere Experten aus dem Bereich Drogenschmuggel bezieht, berichtet in einer Nachricht vom 12. März 2009, einige militärische Führungskräfte aus der Montesinos-Zeit würden bis heute am Drogenhandel mit verdienen, eine Schmugglerroute würde gar von ihnen selbst organisiert. Vladimiro Montesinos, für die Bekämpfung bestimmter, zugunsten der Förderung anderer Drogenschmuggler bekannt, war Berater des peruanischen Ex-Diktators Alberto Fujimori.

    Ausdrücklich genannt wird der ehemalige Armee-Chef Edwin Donayre, der offiziell wegen chilefeindlicher Äusserungen zurücktreten musste. So wird von einem Militärangehörigen berichtet, der dem Botschafter von einem Zusammentreffen Donayres mit dem damaligen Vorsitzenden der Fischervereinigung Piura, Roland Velasco, erzählte, in dem es offiziell um Themen der Fischerei ging, obwohl bereits zuvor alle entsprechenden Treffen und Verträge abgeschlossen und unterzeichnet gewesen sein sollen. Nach Angaben des Informanten ging es vielmehr darum, den Schmuggel von unter Fischen versteckten Drogenladungen zu koordinieren. Velasco wurde 2007 festgenommen, als er versuchte, unter einer Ladung gefrorenen Fisches 840 Kilogramm Kokain zu schmuggeln. Auch an anderer Stelle kommt Donayre schlecht weg: So wird in McKinleys Schreiben gemutmaßt, er sei in die Veruntreuung großer Mengen Treibstoff verwickelt, ebenso wie sein Vorgänger César Reynoso, der aus diesem Grund zurücktreten musste.

    Noch mehr Sprengstoff bietet wohl die Einschätzung, die peruanische Militärführung habe den Erfolg militärischer Operationen in den zentralen Drogenproduktionsgebieten – insbesondere im Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) – aufgebauscht. Einzelne Mitglieder hätten sogar kein Interesse an großen Fortschritten im Kampf gegen den Drogenhandel da sie dort, im VRAE, im großen Stil daran mitverdienen würden. Eher würden einzelne Operationen gegen Terrorzellen des „leuchtenden Pfades“ als Großoffensiven gegen Terroristen und Drogenproduzenten dargestellt, um dem politischen Druck etwas zu entgehen.

    Als weiteren Beleg für die Kooperation zwischen einzelnen Drogenbaronen und peruanischen Militärs gibt die Depesche eine „geheime“ Start- und Landebahn für Drogenflieger im VRAE an, die sich nach Berichten der Tageszeitung „La República“ in Sichtweite einer Militärbasis befindet. Als 2007 ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Flugzeug bei einem Startversuch verunglückte, soll es von Militärangehörigen zerlegt und in einem Fluss versenkt worden sein. Als die Polizei wenig später einige Teile barg, erklärte die Armeeführung es sei das erste Flugzeug gewesen, das man bemerkt habe. Eine Quelle der US-Botschaft in Lima dagegen ging davon aus, dass das Militär selbst Erbauer der Startbahn war.

  • VRAE: Soldaten sterben in mutmaßlich von Terroristen vermintem Gebiet

    Im peruanischen Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) sind gestern zwei Soldaten durch eine versteckte Sprengladung getötet worden. Fünf weitere wurden verletzt. Wie aus einem Bericht des peruanischen Militärs, der INFOAMAZONAS vorliegt, hervorgeht, soll die Sprengfalle von Terroristen des „Leuchtenden Pfades“ (Sendero Luminoso) positioniert worden sein. Die betroffene Militäreinheit hatte an einer Offensive gegen Sendero Luminoso im Distrikt San Martín de Pangoa (Provinz Satipo / Region Junín) teilgenommen.

    Das VRAE ist nicht nur bekannter Drogenproduktions- und Umschlagplatz, sondern nach Ansicht von Experten auch Rückzugsgebiet von Überresten der Terrororganisation „leuchtender Pfad“, der in den 80er und 90er Jahren Peru in Angst und Schrecken versetzte.

  • Huanta / Ayacucho: Leuchtender Pfad attackiert Militärbasis

    Eine Einheit der Terrororganisation Leuchtender Pfad (Sendero Luminoso) hat gestern Mittag eine Militärbasis in der peruanischen Provinz Huanta (Region Ayacucho) angegriffen und dabei vier Soldaten verletzt. Das berichtet die Tageszeitung „La República“. Nach ersten Erkenntnissen hatten mindestens 30 schwer bewaffnete Terroristen unter der Führung des Senderisten „Camarada José“ das Feuer auf die Militärbasis Tutumbaro im Distrikt Sivia eröffnet, der in den als „VRAE“ bekannten Tälern der Flüsse Apurímac und Ene liegt. Wegen der schweren Regenfälle hatten sich die Terroristen weitgehend unbemerkt der Militärbasis nähern können. In der Umgebung wurden im Laufe des Tages mehrere Wimpel der ehemals maoistischen Terrororganisation Leuchtender Pfad gefunden.

    Immer wieder gibt es aus der Region Berichte über Tote und Verletzte Sicherheitskräfte. Das VRAE ist als Rückzugsort von Sendero-Terroristen und der Drogenmafia bekannt, von denen Experten vermuten, dass sie oftmals gemeinsame Sache machen.

    Polizist stirbt bei Sendero-Angriff

    Nicht nur die Militärbasis Tutumbaro wurde Opfer eines Angriffs des Sendero Luminoso. Wie La Republica berichtet, wurde auf der Straße von Ayacucho nach Andahuaylas der Geländewagen von Polizisten einer Antiterrorismuseinheit der peruanischen Nationalpolizei angegriffen. Einer der Polizisten wurde dabei getötet. Vier weitere Personen wurden verletzt.

  • La Mar / Ayacucho: Überlandbus stürzt mit 35 Passagieren in die Tiefe

    Ein Überlandbus des Unternehmens „Cholito Bus“ mit 35 Passagieren an Bord kam gestern in den frühen Morgenstunden bei Machente (Provinz La Mar / Region Ayacucho) von der Straße ab und stürzte über 100 Meter in die Tiefe. Das berichtet die Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf die örtliche Polizei. Wie viele Überlebende es gab, ist noch unklar, da der Absturz an einer schwer zugänglichen Stelle im Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) passierte. Ein lokaler Infodienst spricht von 26 Personen, die in eine lokale Krankenstation eingeliefert sein sollen. Zudem seien sieben Menschen ums Leben gekommen, von denen bisher nur einer Identifiziert werden konnte. Die Unfallursache ist noch unklar, zum Unfallzeitpunkt waren schwere Regenfälle niedergegangen.

    Der Bus war von Huamanga (Ayacucho) nach Pichari (La Convención / Cusco) unterwegs.

    Die Unfallstelle liegt im Norden der Region Ayacucho, im 10.196-Einwohner-Distrikt Ayna.

  • Straßenkontrollstationen mit Anti-Drogen-Labors kommen in drei Monaten

    In drei Monaten sollen im Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) die ersten Stationen zur Kontrolle des Transports chemischer Stoffe stehen. Das meldet die Agentur ANDINA unter Berufung auf Rómulo Pizarro, Präsident der peruanischen Antidrogenkommission DEVIDA. Mit den fest installierten und mobilen Labors soll der Transport bestimmter Chemikalien wie beispielsweise Kerosin, die zur Produktion von Drogen benötigt werden, kontrolliert und unterbunden werden.

  • VRAE/Ayacucho: Gesundheitsministerium meldet 2 Lepra-Fälle

    2 Personen aus den Tälern der Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) wurden im Distrikt Sivia positiv auf Lepra getestet. Das meldet ANDINA unter Berufung auf das peruanische Gesundheitsministerium. Familien und Freunde der beiden Personen wurden nicht infiziert.

    Vor wenigen Monaten war das Gesundheitszentrum der Region mit Geräten zur Diagnose und Medikamenten zur Behandlung der Krankheit ausgestattet worden. Die Krankheit tritt nach Angaben des Ministeriums vereinzelt bis heute im peruanischen Amazonasgebiet auf.

  • VRAE: Zahl der getöteten Soldaten steigt auf drei

    Das peruanische Verteidigungsministerium hat die Zahl der Soldaten, die vorgestern beim Abschuss eines Hubschraubers durch Terroristen in den Tälern der Flüsse Apurimac und Ene (VRAE) ihr Leben verloren, nach oben korrigiert. Demnach kam bei dem Anschlag auf den Hubschrauber, der Verletzte einer anderen Militäroperation aus Sinaycocha abholen sollte, auch ein Waffentechniker ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden zudem verletzt.

  • VRAE: Zwei Soldaten fallen bei Angriff auf Hubschrauber

    Zwei Hubschrauberpiloten der peruanischen Luftwaffe (FAP) kamen gestern Nachmittag in den Tälern der  Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) ums Leben. Sie sollten drei Soldaten  evakuieren, die am Morgen zuvor bei Zusammenstößen mit Drogen-Terroristen verletzt worden waren, als ihr Hubschrauber beschossen wurde, wie das peruanische Verteidigungsministerium berichtet. Der Angriff erfolgte in der Nähe von Santo Domingo de Acobamba (Region Junín).

    In den „VRAE“ genannten Tälern kam es in den vergangenen Wochen häufiger zu Angriffen auf die peruanische Armee. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei den Tätern um Überreste des leuchtenden Pfades („Sendero Luminoso“), die  dort mit der Drogenproduktion zusammen gewachsen sind. Vladimiro Huaroc, Regionalpräsident der Region Junin bezweifelte dies in einem Interview, das er gestern dem Radiosenderverbund „CNR“ gab. Huaroc machte eine relativ neue „terroristische Vereinigung, vollständig  aus dem Drogen-Bereich“ dafür verantwortlich.

  • Volksanwaltschaft verurteilt Einsatz von Kinderterroristen

    In einer Pressemitteilung hat die peruanische Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) den Einsatz von Minderjährigen im bewaffneten Konflikt zwischen dem peruanischen Militär und Überresten der Terrororganisation „Leuchtender Pfad“ bestätigt und verurteilt, der am vergangenen Sonntag in einer Fernsehsendung veröffentlicht wurde. Demnach setzen die Terroristen Kinder und Jugendliche als Kanonenfutter gegen die peruanischen Streitkräfte ein.

    Vor wenigen Wochen gab es einen Skandal, nachdem bekannt geworden war, dass unter den peruanischen Soldaten, die im Tal der Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) gegen Terroristen kämpfen, auch minderjährige waren.