Schlagwort: Verkehr

  • Marañón-Express: Regionalregierung Loreto sucht Investoren

    Die Planungen zum Bau einer Zugstrecke von Yurimaguas nach Iquitos in der Region Loreto nehmen langsam Formen an. Noch immer fehlen allerdings Studien zur Umweltverträglichkeit der 576km Zugstrecke.  An den schwierigsten Stellen müsste der Zug zuerst eine 800 Meter lange Brücke über den Marañón und anschliessend über den Nanay (500m) überqueren. Auf dieser Strecke, die zuerst dem Huallaga und schliesslich dem Marañón folgen würde,  würde er zudem mehrere Schutzgebiete durchqueren, den Nationalpark Pacaya-Samiria und as Schutzgebiet Tamshiyacu Tahuayo, sowie den Nationalpark Allpahuayo Mishana, in denen vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Tapire, Jaguare, Gürteltiere und Ameisenbären leben. Im Gegensatz zum Bau einer Strasse wäre zwar die Gefahr neuer Ansiedlungen im Urwald unwahrscheinlicher, im Verlauf der Bauarbeiten wäre eine Beeinträchtigung kaum zu vermeiden. Zudem würden Wanderwege diverser Tierarten unterbrochen, wie der Biologe José Álvarez Alonso vom Institut zum Studium des peruanischen Amazonasgebietes IIAP zu bedenken gibt. Aber auch er sieht die Möglichkeit, einige Teile der Bahnstrecke auf hohen Stützen zu bauen.

    Bis 2009 sollen die Studien abgeschlossen werden. Nach Angaben des Regionalpr{sidenten von Loreto, Yván Vásquez, wird das Projekt mindestens 850 Millionen US-Dollar kosten, das zum grössten Teil von Investoren aufgebracht werden soll. Das Projekt, das den Spitznamen „Marañón-Express“ (Expreso del Marañón) trägt, soll in naher Zukunft rund 60 Passagiere pro Tag pro Richtung transportieren, hauptsächlich allerdings Güterverkehr. Neben einer verbesserten Anbindung auch des brasilianischen Amazonasgebietes soll so auch eine bezahlbare Alternative zum teuren Flugzeug und den 3-4 Tage dauernden Flussverbindungen geschaffen werden.

    Im Moment verfügt Peru über ein Schienennetz von 2.021km.

  • Verkehrsministerium beginnt Untersuchung über Einsturz des "Túnel"

    eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas.
    eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas.

    Das zumindest lässt der Vorsitzende des Kommunikations- und Verkehrsausschusses im peruanischen Parlament, Alfonso Maslucan, verlautbaren. Eine fehlerhafte Sprengladung hatte im August zum unkontrollierten Einsturz eines natürlichen Tunnels an der Straße zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas geführt. Der Sprengmeister und eine weitere Person, die beide für die Firma ICCGSA, die an der Asphaltierung der Straße arbeitet, waren dabei ums Leben gekommen. Für mehrere Wochen waren die Provinzen Luya, Chachapoyas und Rodriguez de Mendoza praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten gewesen.

  • Kongressabgeordnete stirbt bei Autounfall

    Die Kongressabgeordnete Fabiola Salazar kam heute in den frühen Morgenstunden in der Region Lambayeque bei einem Autounfall ums Leben. Nach ersten Angaben stiess aus noch ungeklärten Gründen ihr Geländewagen mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Fabiola Salazar war auf dem Weg von ihrem Wahlkreis und Heimatort Bagua nach Lima. Sie war Kongressabgeordnete der Regierungspartei APRA fûr die Region Amazonas.
    Präsident García sprach der Familie sein Beileid aus und kündigte an, früher von seinem Staatsbesuch in Brasilien zurück zu kehren.
    Die Region Amazonas liess derweil 2 Trauertage ausrufen und ordnete Beflaggung auf Halbmast an.

  • Felssturz nach Sprengung: 1 Bauarbeiter tot

    eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas.
    eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas.

    Am vergangenen Samstag kam ein Arbeiter des Strassenbauunternehmens ICCGSA bei Sprengarbeiten an einem natürlichen Tunnel an der Strasse zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas ums Leben. Laut der Regionalregierung Amazonas waren die Sprengarbeiten fehlerhaft durchgeführt worden. Seit Samstag ist die Strasse nun gesperrt, der Zugang zu Chachapoyas ist nur über die Strecke Cajamarca-Leymebamba-Achamaqui oder über den Fussweg Tingobamba-Huancas möglich. ICCGSA führt derzeit Asphaltierunsmassnahmen an der Strasse nach Chachapoyas durch.

  • Puente Corral Quemado weiterhin besetzt

    Noch immer ist die Brûcke bei Corral Quemado, die San Martìn, Amazonas und Loreto mit der peruanischen Küste verbindet, von angehôrigen verschiedener indigener Ethnien besetzt. Sie fordern von Prâsident Alan Garcìa Verhandlungen mit den 7 Vorsitzenden der Dachorganisationen indigener Vôlker ûber zwei Dekrete, mit welchen der Verkauf kommunitârer Lândereien vereinfacht wurde. Im Laufe der Brûckenbesetzung wurden bereits mehrere Personen verletzt, darunter 8 Polizisten.

    Die meisten Indìgenas gehören den Ethnien Awajun und Huambisa an, die Aktion ist Teil eines Landesweiten Streiks indigener Vôlker, der seit dem 9. August andauert.

    Die zwei Dekrete, an denen sich der Streit entzûndet hatte, setzten die Vorraussetzunen fûr den Verkauf von Lândereien indigener und bäuerlicher Gmeinschaften herab.

  • Anfahrt jetzt schneller

    Die Bauarbeiten der Strasse von Pedro Ruiz nach Chachapoyas kommen voran: Die Reisezeit mit Reisebussen konnte durch die Asphaltierung bereits um 30 Minuten gesenkt werden. Planmässig soll die Strasse bis Dezember fertig sein. Vorraussichtlich wird das Projekt aber noch verlängert.

  • Straßenbau nach Pisuquía kommt voran

    Straße von Minas nach El Rejo. Foto: Regionalregierung Amazonas
    Straße von Minas nach El Rejo. Foto: Regionalregierung Amazonas

    Wie die Regionalregierung von Amazonas gestern verlautbaren ließ, wurden bereits über 4 Kilometer der künftigen Straße von Minas/Yumal (Distrikt Colcamar) nach „El Rejo“ fertiggestellt, was ca. 30% der Gesamtstrecke entspricht. Derzeit arbeiten die Bauarbeiter an einem Ort mit dem gefährlich klingenden Namen „El Derrumbe“ (Erdrutsch). Wie Franklin Ludeña Meléndez, Distriktbürgermeister von Pisuquía erklärte, verläuft der Bau bisher nach Plan. Insgesamt soll die Straße von Minas aus um 12,5 Kilometer verlängert werden. Bisher war Minas/Yumal der Endpunkt der Straße.

    Quelle: PR Regionalregierung Amazonas

  • Fünf Tote und 17 verletzte bei Busunfall

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, kam heute Morgen gegen 4:30 ein Bus der Busgesellschaft Móvil Tours in der Region San Martín von der Straße ab und überschlug sich. Dabei kam ein Passagier ums Leben, 17 weitere wurden verletzt, wie die Polizei berichtet. Möglicherweise steige die Zahl der Todesopfer noch, da die Verletzungen teilweise sehr schwer sind. Laut Peru.com stürzte der Bus wegen dichten Nebels ca. 20m in die Tiefe.

    Der Unfall ereignete sich am Streckenkilometer 268 der Fernstraße Fernando Belaunde Terry. Der Bus war von Trujillo nach Tarapoto unterwegs.

    Inzwischen wurden die Verletzten in das Krankenhaus von Moyobamba eingeliefert.

    Auf der Fernando Belaunde Terry-Straße kommt es häufig zu schweren Verkehrsunfällen.

    Quelle: ANDINA

  • Pisuquia baut Straße

    Wie der Bürgermeister des Distriktes Pisuquía gegenüber Radio Horizonte erklärte, gehen die Bauarbeiten an der Straße Yumal (Minas) – Pisuquía wie geplant voran. Mehrere Bagger und Planierraupen seien im Einsatz, so der Bürgermeister. Bisher war der Distrikt Pisuquía nur zu Fuß oder per Maultier zu erreichen. Angeblich sollen auch weitere Orte bald elektrifiziert werden.

  • CGTP streikt

    Der peruanische Gewerkschaftsbund CGTP hat für den heutigen Tag zum Streik aufgerufen. Besonders Staatsangestellte wollen gegen hohe Lebensmittelpreise, für höhere Löhne sowie gegen die Einrichtung von US-Militärbasen in Peru demonstrieren. Nach Regierungsangaben arbeiteten trotz des Streiks über 90% der Staatsangestellten normal. Nach Angaben der CGTP nahmen an dem Streik neben einer sehr hohen Zahl an Staatsdienern auch viele Menschen anderer Berufe teil, um die Streikenden zu unterstützen. Wegen der Streiks haben einige Busunternehmen ihre Fernverbindungen vorübergehend eingestellt, da Strassenblockaden befürchtet werden, was bisher aber ausgeblieben ist. Wegen des Streiks fuhren zudem einige Eisenbahngesellschaften, die normalerweise nur für den Tourismusbetrieb eingerichtet sind, für den Personennahverkehr. So verkehrte z.B. der „Ferrocaríl Centrál Andino“, der normalerweise alle paar Wochen für Touristen zwischen Lima und Huancayo pendelt, als Nahverkehrszug zwischen Lima und Chiclayo, um Pendlern trotz streikender Busfahrer die Anfahrt zur Arbeit zu ermöglichen. Auch die S-Bahn von Lima (trén electrico), deren Betrieb sich derzeit noch in der Ausschreibungsphase befindet, fuhr kostenlos zwischen den bisherigen 2 existierenden Haltestellen.

    Die peruanische Bischofskonferenz erklärte derweil, Demonstrationen seien ein legitimes Mittel der Partizipation, sollten aber so friedlich wie möglich verlaufen.

    Wegen des Streiks blieben einige Schulen geschlossen, in anderen wurde nur eingeschränkt Unterricht erteilt.

    Wie der Radiosender RPP mitteilte, kam es am Rande eines Demonstrationszuges in Lima zu verbalen und leichten physischen Angriffen auf eine Reporterin des Nachrichtenkanals „N“. Der Gewerkschaftsbund entschuldigte sich umgehend bei der Reporterin und kündigte an, gegen die Angreifer vorzugehen.

    Nach Informationen der Tageszeitung „El Comercio“ wird derzeit auch in einigen Urwaldregionen gegen die derzeitige Waldschutz- und Holzproduktionsgesetzgebung demonstriert. Im Verlauf der Proteste ging der Sitz der Regionalregierung von Madre de Dios in Flammen auf, wie die Polizei gegenüber El Comercio mitteilte.

    Quelle: ANDINA, Radio Horizonte, RPP, El Comercio