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  • Peru: Regierung will interne Territorialkonflikte künftig von Sondertribunal lösen lassen

    Peru: Regierung will interne Territorialkonflikte künftig von Sondertribunal lösen lassen

    Nicht nur Peru Außengrenzen bieten weiter Stoff für Diskussionen. Auch im Landesinneren sind die Grenzverläufe zwischen vielen Regionen, Provinzen und Distrikten bis heute nicht genau festgelegt. Das führt häufig zu Konflikten, die in der Vergangenheit mancherorts bereits gewaltätig ausgetragen wurden. Wie Premierminister Juan Jiménez gestern ankündigte, sollen sich diesem Thema künftig besondere Tribunale widmen.

    Dort, wo die südperuanischen Regionen Tacna, Puno und Moquegua aufeinandertreffen, kommt es immer wieder zu Konflikten. Jede der drei Regionen beansprucht die Wasserläufe, die sich nicht um künstliche Grenzverläufe scheren, für sich. Und, vielleicht noch wichtiger: Der Bergbaubetrieb im Grenzgebiet sorgt für Begehrlichkeiten. So wird beispielsweise das Bergwerk von Toquepala historisch zu Tacna gezählt, in der jüngeren Kartographie aber eher Moquegua zugestanden. Den entsprechenden Regionen sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Ortschaft Toquepala vermutlich egal. Weniger egal sind ihnen aber die Abgaben in Millionenhöhe, die an die zuständigen Provinzen und Regionalregierungen fließen würden – und die den Konflikt Jahr für Jahr neu anheizen. Eigentlich obliegt die Aufgabe, die Grenzen genau festzulegen, allein dem peruanischen Kongress. Der hat aber in den vergangenen 10 Jahren nach Regierungsangaben lediglich 11 Grenzverläufe genau definiert, die Frage wird ständig hinter andere – häufig ebenfalls wichtigen – Entscheidungen gestellt.

    Regierung setzt auf Tribunale

    La morada - Provinz Chachapoyas. Montage: D. Raiser. Kartenmaterial: INEI, IGN
    La morada – Provinz Chachapoyas? Montage: D. Raiser. Kartenmaterial: INEI, IGN

    Andere Lösungsversuche, wie dem in den Regionen San Martín und Amazonas im Streit um die Ortschaft La Morada verfolgten Ansatz, bei kontroversen Grenzverläufen einfach ein übergreifendes Schutzgebiet zu schaffen, scheiterten. Deshalb verabschiedete der Kongress bereits 2010 ein Gesetz*, das Mechanismen zur Lösung von Grenzkonflikten enthielt – bislang aber nicht reglementiert war und deshalb nicht umgesetzt werden konnte. Dieses Reglement, so Premierminister Juan Jiménez, werde die Regierung nun vorlegen. Damit könnte der Grenzverlauf bereits vor Beginn des formellen Gesetzgebungsprozesses geklärt werden. Dem Kongress würden dann konkrete und im besten Fall von beiden Seiten akzeptierte Vorschläge vorgelegt.

    Anrufung der Tribunale bleibt freiwillig

    Spezialisierte Tribunale, besetzt aus jeweils einer Vertreterin oder einem Vertreter der Konfliktparteien, sowie einer oder einem Entsandten der Nationalregierung, würden sich dem Reglement entsprechend den 100 Provinzen widmen, die derzeit mit Nachbarprovinzen über den Verlauf ihrer Außengrenzen streiten.

    Ob sich damit alle Konfliktparteien zufrieden geben, steht allerdings noch in den Sternen: Beide Seiten müssen mit der Anrufung eines solchen Tribunals einverstanden sein. Ob es dazu wirklich kommt, ist insbesondere dort, wo Konflikte bereits schwelen, noch nicht abzusehen.

    Raumordnung auch in anderen Bereichen Konfliktthema

    Neben den Grenzverläufen ist das Thema Raumordnungsplanung in Peru insgesamt weiter ein sehr konfliktbehaftetes. So verfügen bis heute nur wenige Regionen über entsprechende Pläne, die bestimmte Gebiete für bestimmte Tätigkeiten ausweisen. Das verschärft auch die zahlreichen Bergbaukonflikte: So gibt es beispielsweise eine Debatte darüber, ob Bergbau in Quellregionen zulässig ist oder ob Regionen über die Raumordnungsplanung Gebiete für „Bergbaufrei“ erklären dürfen.

    *Ley 29533

  • Mega-Stromausfall legt große Teile Südperus lahm

    Mehrere Blitzeinschläge in der Hochspannungsleitung Mantaro-Socabaya haben gestern Abend gegen 19:20 Uhr Ortszeit in großen Teilen Südperus Stromausfälle verursacht. Wie César Butrón, Vorsitzender des Kommitees peruanischer Stromnetzbetreiber (COES SINAC), gegenüber dem Nachrichtensender RPP erklärte, waren insbesondere die Regionen Cusco, Tacna, Puno, Abancay und Arequipa betroffen. „Die Leitung versorgt den Süden Perus mit großen Mengen Energie, manchmal mit bis zu 50% der Gesamtnachfrage“, so Butrón.

    Nach 10 Minuten fuhren dann einzelne Stromproduzenten wieder ihre Kraftwerke hoch, weswegen in einigen Teilen der betroffenen Regionen wieder Strom floss. Nach Angaben des COES war die Stromversorgung gegen 22 Uhr wieder vollständig hergestellt.

    In Cusco, Tacna und Puno kam es wegen des Stromausfalls offenbar zu mehreren Verkehrsunfällen und Staus, nachdem plötzlich Ampeln, sowie die Straßenbeleuchtung ausgefallen waren.

  • Peru: Institut für Geophysik plant Vulkan-Forschungszentrum in Arequipa

    Der Misti, Hausberg der Millionenstadt Arequipa in den südperuanischen Anden, ist ein bis heute aktiver Vulkan. Da war die Entscheidung des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) nur logisch, an seinem Fuße das neue Vulkanismus-Forschungszentrum zu errichten. Im kommenden Jahr soll es soweit sein, wie José Macharé, IGP-Technik-Direktor, heute gegenüber der Nachrichtenagentur ANDINA verkündete. Insgesamt 15 aktive Vulkane soll das Zentrum überwachen, für das sich das IGP Hilfe vom staatlichen Geologie- und Bergbauinstitut Ingemmet holt.

    Vullkan Misti in Arequipa (Peru). Foto: IGP.
    Vullkan Misti in Arequipa (Peru). Foto: IGP.

    Bislang sind in Peru unterschiedliche Institutionen für Teilbereiche der Vulkanismus-Forschung zuständig – eine Tatsache, die in Krisensituationen Entscheidungswege verlängern und damit zu Problemen führen kann. Auch mit dem neuen Vulkanismus-Forschungszentrum bleiben die zuständigen Institutionen  getrennt. Dafür aber laufen künftig alle wichtigen Informationen an einem Ort zusammen. Im Krisenfall können dann schneller Empfehlungen an Entscheidungsträger und den Zivilschutz herausgebenwerden.

    „Vulkane müssen überwacht werden“

    Für IGP-Technik-Direktor Macharé ein wichtiger Schritt: „Vulkane müssen überwacht werden. Bevor sie ausbrechen, gibt es Symptome, wie bei einer Person, die krank wird. Das ist es, was man beobachten wird, beispielsweise, ob die Temperatur ansteigt, Thermalquellen ihre Position ändern oder sich der Boden deformiert“, so José Macharé. Bricht einer der überwachten Vulkane aus, zählt jede Sekunde, um möglichst viele Menschen zu warnen. Auch deshalb, weil beispielsweise die Stadt Arequipa immer weiter den Vulkan hinaufwächst – und damit in den besonders gefährdeten Bereich.

    Erste Bauphase soll 8 Millionen Soles kosten

    Bislang verfügt das IGP aber nur über ein Grundstück, das die Distriktverwaltung des 17.537-Einwohnerdistrikts Sachaca (Provinz und Region Arequipa) bereit gestellt hat. In der IGP-Zentrale in der Hauptstadt Lima wird aber schon eifrig an den Bauplänen gearbeitet, die schon im kommenden Jahr in die Tat umgesetzt werden sollen. Für den ersten Bauabschnitt muss das IGP allerdings noch 8 Millionen Nuevos Soles auftreiben. Bereits jetzt verfügen die Geophysiker über ein Büro im Distrikt Cayma, in dem die Daten der  10 per Funk verbundenen Messgeräte gesammelt werden, mit denen die Aktivität von Misti und Urbina permanent überwacht wird. Dessen Technik ist aber veraltet.

    Letzter Ausbruch zur Zeit von Inka Pachacútec

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Peru liegt am pazifischen Feuergürtel, vor der Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Kontinentalplatte – und drücken das Anden-Gebirge immer weiter in die Höhe. Erdbeben sind deshalb häufig – zudem gibt es eine Reihe aktiver Vulkane, darunter Arequipas Hausberg Misti, der Coropuna, der Sabancaya, der Yucamani und der Tutupaca in Candarave (Region Tacna) oder aber der Ubinas in der Region Moquegua. Insgesamt haben Experten in Peru über 400 Vulkane ausfindig gemacht, die meisten sind allerdings schon seit längerer Zeit inaktiv. Alle derzeit aktiven Vulkane liegen in den südperuanischen Regionen Ayacucho, Tacna, Moquegua und Arequipa. Der letzte Ausbruch des Misti liegt übrigens für Geologen gerade mal einen Wimpernschlag zurück: Er ereignete sich vor rund 550 Jahren zur Regierungszeit des Inka-Herrschers Pachacutec (ca. 1438 bis 1471). Dabei handelte es sich um einen eher kleinen Ausbruch, der letzte wirklich große, der im gesamten Umland für Zerstörung sorgte, geschah vor etwa 2.000 Jahren.

    Das Problem: Ob der Ausbruch groß oder klein ist, weiß man erst nachher. Um so größer ist die Verantwortung der Erdbeben- und Vulkanismusexperten, möglichst früh genaue Warnungen herausgeben zu können.

  • Challapalca / Tacna: Geiselnahme in Perus höchstgelegenem Gefängnis

    Im peruanischen Hochsicherheitsgefängnis Challapalca ist es heute Nacht offenbar zu einer Geiselnahme gekommen. Wie der Nachrichtensender Canal N berichtet, hat eine Gruppe von Insaßen noch immer zwischen 15 und 17 Mitarbeiter der Gefängnisbehörde INPE in ihrer Gewalt, darunter eine Sozialarbeiterin, andere Quellen sprechen von 14 Geiseln. Nach Medienberichten fordern die Häftlinge die Schließung des auf 4.600 Metern Höhe leigenden Gefängnisses. Inzwischen sollen sich Spezialeinheiten der peruanischen Nationalpolizei vor Ort befinden. Ob zum Zeitpunkt der Geiselnahme Mitarbeiter des Challapalca-Gefägnisses im Streik waren, ist bislang unbekannt, seit gestern streiken vielerorts INPE-Mitarbeiter für eine bessere Bezahlung

    Erst kürzlich waren 43 verurteilte Straftäter von Socabaya (Region Arequipa) nach Challapalca verlegt worden, nachdem sie einen Gefängnisaufstand angezettelt hatten. Eigentlich bietet das Gefängnis von Challapalca nach Daten des INPE Platz für 214 Insaßen, wie Pachamama Radio aus Puno berichtet, sind derzeit allerdings nicht alle Wärterstellen besetzt, weswegen das Gefängnis zuletzt unterbelegt war.

    Das Challapalca-Gefängnis liegt in der südperuanischen Region Tacna, nahe der Grenze zur Nachbarregion Puno. Wegen seiner extremen Lage wurde das Gefängnis von Amnesty International, sowie die Inter-Amerikanische Kommission für Menschenrechte bereits mehrfach gerügt. Der Grund: Challapaca liegt auf über 4600 Metern. Neben der extremen Klimabedingungen klagten Insaßen gegenüber Amnesty International auch über Misshandlungen. Daneben wurde das Gefängnis auch wegen der Abgelegenheit kritisiert, da es den Insaßen fast unmöglich ist, Kontakt mit der Familie oder einem Rechtsanwalt aufzunehmen. In Reaktion darauf richtete die Gefängnisbehörde INPE einen kostenlosen Fahrdienst ein.

    Errichtet wurde das Gefängnis 1997, geschlossen werden sollte es eigentlich 11 Jahre später, entsprechende Pläne wurden allerdings wieder zurückgenommen.

    In peruanischen Gefängnissen kommt es immer wieder zu Aufständen und Geiselnahmen, zuletzt Anfang des Monats im Gefängnis von Puno (Ex-Yanamayo). Meist sind Überbelegung und Haftbedingungen die Ursache.

    NACHTRAG (15.11.2012 11:19): Acht Geiseln frei

    Wie Pachamama Radio aus Puno unter Berufung auf INPE berichtet, wurden offenbar gestern Abend acht Geiseln freigelassen, darunter die Sozialarbeiterin. Sechs weitere sollen sich noch immer in der Gewalt der Geiselnehmer befinden.

    NACHTRAG (15.11.2012 17:17): Offenbar alle Geiseln frei

    Wie INPE-Chef José Pérez Guadalupe vor wenigen Minuten gegenüber der peruanischen Hauptstadtpresse vermeldete, haben die Geiselnehmer nach langwierigen Verhandlungen offenbar die verbliebenen Geiseln gehen lassen. Dabei sei keine Gewalt angewendet worden, so Pérez Guadalupe.

  • Perus Polizei stellt um auf Digitalfunk

    Verkehrspolizistin beim Regeln des Verkehrs. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Verkehrspolizistin in Lima. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Wollen peruanische Polizisten einen Notruf absetzen, müssen sie auch heute noch häufig auf ihre privaten Mobiltelefone zurückgreifen. Denn: Nicht nur viele Fußpatrouillen haben kein Funkgerät, sondern auch zahlreiche Polizeiautos. Ob sich das schnell ändern wird, ist fraglich, dafür bekommen einige Polizeiautos und Rettungsleitstellen aber neue, offiziell abhörsichere und digitale Geräte. Denn das digitale Funksystem, das bereits seit einiger Zeit in La Punta im äußersten Osten der Provinz Callao getestet wird, soll ab März 2013 Stück für Stück in ganz Peru flächendeckend zum Einsatz kommen.

    Vizeinnenminister Roberto Reynoso, der stolz verbreitet, die peruanische Polizei werde dadurch das „beste Kommunikationssystem der Region“ haben, sprach nun von zunächst 6.000 Endgeräten, von denen 4.000 für Fußpatrouillen, 1.700 für Polizeiautos und 300 für Polizeidienststellen gedacht seien. Jedes davon versende seine Daten zu „100% verschlüsselt“, so Reynoso. Das ist wohl auch besser so, denn die neuen Funkgeräte haben einen GPS-Chip eingebaut, durch den der Standort seines Trägers permanent übermittelt wird – Datenmaterial, an dem bestimmt auch so mancher Krimineller interessiert wäre.

    Plaza de Armas, Cocabamba. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Bisher ohne Digitalfunk: Polizeiposten Cocabamba. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Während in den kommenden Jahren – bis 2016 – das ganze Land mit dem neuen Polizeidigitalfunk ausgestattet werden soll, ist nun zunächst die Hauptstadt Lima dran. Erster Schritt, so der Vizeinnenminister, ist lückenloser Empfang von „Pucusana bis Ancón, von Chosica bis Callao“. Nächste Schritte sind dann Arequipa, Tacna und Piura. Das verwendete System selbst kann offenbar mit bis zu 18.000 Endgeräten arbeiten, darunter auch mit speziellen Empfängern für Feuerwehr, Krankenwagen und Überwachungskameras. Für die Testphase werden wohl zunächst die Überwachungskameras des „Metropolitano“-Schnellbussystems in Lima angeschlossen. Neben dem Sprechfunk soll das neue System eines Tages auch den Zugang zu den Datenbanken der Melderegisterbehörde RENIEC ermöglichen, die auch Fingerabdrücke speichert.

    Auch die peruanische Notrufzentrale (Nummer: 105) soll weiter ausgebaut werden, so dass pro Tag bis zu 40.000 Anrufe entgegen genommen werden können. Bleibt zu hoffen, dass es gar nicht nötig sein wird, so viele Notrufe entgegen zu nehmen. Und, dass schon bald weitere Endgeräte erworben werden – ansonsten müssten peruanische Polizisten auch weiterhin auf ihre Privathandys oder öffentliche Satellitentelefone zurückgreifen.

  • Nach Protesten mit Toten und Verletzten: Goldwäscher zurück am Verhandlungstisch

    Seit vergangener Woche ist illegaler Bergbau in Peru ein Strafbestand, der mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft werden kann. Wer heute ohne Lizenz beispielsweise nach Gold schürft, hat aber noch ein Jahr, um seine Tätigkeit zu formalisieren. Zahlreiche Goldwäschergremien fühlten sich dadurch zu unrecht kriminalisiert, streikten und protestierten in den vergangenen Monaten wiederholt, zuletzt in den vergangenen Wochen. Bei Ausschreitungen in der Region Madre de Dios, einem Zentrum des illegalen Bergbaus, kamen in der vergangenen Woche drei Personen ums Leben. Nun haben sich Vertreter der Goldwäscher mit Abgesandten der peruanischen Regierung wieder zu Gesprächen getroffen und das offensichtlich zumindest teilweise erfolgreich. So hoben die Goldwäscher in Madre de Dios ihre Protestmaßnahmen auf, nachdem man sich auf Mechanismen zur Registrierung der Goldwäscher, ihrer Maschinen, sowie möglicher Fördergebiete geeinigt hatte, lediglich mehrere Abgesandte von in Nationalparks und anderen Schutzgebieten tätigen lehnten die Vorschläge ab. In Tacna, Arequipa, La Libertad und Puno wird derweil weiter gestreikt, die dortigen Goldschürfer fordern eine Verlängerung der Formalisierungsfrist auf bis zu vier Jahre.

    Die peruanische Regierung möchte durch die Registrierung der Goldwäscher eine bessere Steuerung des Goldbergbaus, sowie bessere Lebensbedingungen für Goldschürfer und Anwohner erreichen. Deshalb ist die Ausweisung von Gebieten geplant, in denen legal geschürft werden darf. Dadurch sollen auch die Umweltfolgen unter Kontrolle gebracht werden. Zudem soll die Steuerhinterziehunsquote in diesem Bereich gesenkt werden.

  • Leitungsstörung führt zu Blackout in Südperu

    Stromausfälle sind in vielen Teilen Perus noch immer keine Seltenheit, selten war allerdings der Umfang eines Stromausfalls, der große Teile Südperus betraf. Wie die Sociedad Eléctrica del Sur Oeste (SEAL) aus Arequipa in einer Pressemitteilung erklärte, waren gestern Nachmittag nach einer Störung der Hochspannungsleitung Mantaro-Socabaya große Teile der Regionen Tacna, Moquegua, Puno, Cusco und Arequipa für mehr als eine Stunde ohne Strom. Gegen 16:20 Uhr (Ortszeit) soll das Problem dann behoben gewesen sein.

  • Peru: Erdbeben erschüttert Tacna

    [wp_geo_map]Ein Erdbeben der Stärke 5,0 auf der Richterskala hat gestern in den späten Abendstunden (22:06 Ortszeit) die südperuanische Region Tacna erzittern lassen. Nach Angaben des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) war das Beben auch in der Nachbarregion Moquegua, sowie in Arica (Chile) zu spüren. Nach Berichten lokaler Medien verbrachten die Einwohner großer Teile Tacnas aus Angst vor Nachbeben die Nacht unter freiem Himmel.

    Das Epizentrum lag 5 Kilometer südwestlich von Curibaya (Region Tacna) in einer Tiefe von 165 Kilometern. Das Beben war mit der Stärke III auf der modifizierten Mercalliskala zu spüren.

  • Wegen Führungskrise: Regionalpräsidenten kehren zurück

    Hugo Ordóñez Salazar, Regionalpräsident von Tacna. Foto: CNR.
    Hugo Ordóñez Salazar, Regionalpräsident von Tacna. Foto: CNR.

    Nur zwei Wochen, nachdem dutzende peruanische Regionalpräsidenten unbezahlten Urlaub nahmen, um sich zur Wiederwahl stellen zu dürfen, sind mehrere schon wieder zurück auf ihrem Posten. Neben dem Regionalpräsidenten von Cajamarca, der seinem Stellvertreter nur wenige paar Minuten auf dem Präsidentenstuhl gönnte, entschied nun auch Rómulo Triveño, Regionalpräsident von Ica, den Wahlkampf-Ring zu verlassen und sich wieder dem Präsidentenamt zu widmen. Im Fall der Region Tacna wird ebenfalls davon ausgegangen, dass Regionalpräsident Hugo Ordóñez in den kommenden Tagen sein Amt wieder übernimmt.

    Grund für die „Rücktritte vom vorläufigen Rücktritt“ ist, so Hugo Ordóñez, das Verhalten der Stellvertreter, die an die Stelle der Regionalpräsidenten vorgerückt sind. Ihm seien mehrere Fälle bekannt, in denen die Stellvertreter schon wenige Tage nach dem „Urlaubsbeginn“ des Amtsinhabers zahlreiche Angestellte gegen Freunde und Bekannte ausgewechselt und bereits in der Durchführung befindliche Projekte gestoppt hätten, so Ordóñez.

    Wollen peruanische Regionalpräsidenten zur Wiederwahl antreten, müssen sie mindestens 120 Tage vor der Wahl unbezahlten Urlaub nehmen. Damit soll verhindert werden, dass sie ihr Amt, sowie die durchgeführten Projekte für ihren Wahlkampf missbrauchen.

  • Tacna: Fahrgast vergisst 18.000 Soles / ehrlicher Taxifahrer geehrt

    Einen ganz besonderen Preis darf sich der peruanische Taxifahrer Marco Afaraya Machaca anheften. Als er am vergangenen Samstag nach einem langen Tag sein Taxi reinigte, fand er unter dem Beifahrersitz eine Reisetasche mit wertvollem Inhalt: 18.000 Soles, aus dem Besitz zweier Geschäftsleute, die Afaraya Machaca am Morgen des selben Tages als Fahrgäste hatte begrüßen dürfen. Ohne zu zögern kontaktierte er seine Taxizentrale, die Kontakt zu den Geschäftsleuten aufnehmen konnte.

    Dafür bekam Marco Afaraya Machaca nun von der Provinz Tacna einen Orden verliehen und wurde von Bürgermeister Torres Robledo zum „Vorbild aller Taxifahrer“ gekürt. Dabei bleibt es aber nicht: Die dankbaren Geschäftsläute ließen für Afaraya Machaca einen ganzen Satz neuer Reifen, sowie vier Tankfüllungen springen.