Schlagwort: Pucallpa

  • Peru: 7 Tote bei Hubschrauber-Absturz in Ucayali

    Beim Absturz eines Helikopters in der ostperuanischen Regenwalregion Ucayali sind gestern sieben Personen ums Leben gekommen. Wie der diensthabende Staatsanwalt Marco Ochoa gegenüber dem Nachrichtensender RPP erklärte, befand sich der Hubschrauber des Unternehmens Columbia Helicopters mit zwei Peruanern und fünf US-Amerikanern an Bord auf dem Weg von Pucallpa (Region Ucayali) nach Tarapoto (Region San Martín), als er aus noch ungeklärter Ursache kurz nach dem Flugbeginn im Distrikt Yarinacocha abstürzte.

    Wie Zeugen dem Nachrichtensender berichteten, verlor der Helikopter kurz vor dem Absturz an Höhe, offenbar versuchte die Besatzung durch den Abwurf von Ladung den Absturz noch zu verhindern – ohne Erfolg. Die Bergung der Leichnahme gestaltet sich dabei schwierig, wegen der schweren Zugänglichkeit der Absturzstelle konnten bislang erst drei Absturzopfer geborgen werden.

  • Wegen Dengue-Epidemie: Perus Regierung verhängt Notstand über Ucayali

    Wegen der anhaltend hohen Zahl an Dengue-Erkrankungen hat die peruanische Regierung gestern für die ostperuanische Regenwaldregion Ucayali den Notstand dekretiert. Damit wolle man die Soforthilfe für erkrankte und den Schutz der Bevölkerung ermöglichen, so Premierminister Juan Jiménez gestern. Zuvor war der Fall eines vierjährigen Mädchens bekannt geworden, das gestern Vormittag an den Folgen einer Dengue-Erkrankung gestorben war. Es war damit bereits das zehnte Todesopfer. Bereits vor zwei Wochen hatte der Regionalrat von Ucayali den Notstand für Pucallpa ausgerufen.

    Der Notstand gilt zunächst für 60 Tage und erstreckt sich über die Provinzen Coronel Portillo, Padre Abad und Ucayali, wie aus dem Dekret hervorgeht, das gestern im Gesetzblatt „El Peruano“ veröffentlicht wurde. Durch die Ausrufung des Notstandes können betroffene Provinzen und Regionen im Haushalt verplante Mittel kurzfristig für den Kampf gegen die Krankheit umgewidmet werden, langwierige Ausschreibungen können entfallen. Daneben können Ausgangssperren verhängt werden, beispielsweise, um Straßen zu reinigen und Gebäude mit Insektengiften zu besprühen. Das tut die Regionalregierung bereits seit Tagen, so die Gesundheitsdirektion Ucayali.

    Nach Angaben der Gesundheitsdirektion Ucayali wurden in den vergangenen Wochen fast 2.300 Dengue-Infektionen festgestellt.

  • Peru: Dengue-Notstand in Regenwaldmetropole Pucallpa

    Mehr als 800 Personen mussten in den vergangenen Wochen in der Hauptstadt der peruanischen Region Ucayali wegen einer Dengue-Erkrankung behandelt werden, sechs starben an der Erkrankung – nun hat der Regionalrat den Notstand ausgerufen. Die Zahlen seien besorgniserregend, zumal man von einer hohen Dunkelziffer ausgehe, dass es eine hohe Dunkelziffer gebe, so Cayo Leveau Bartra, Epidemologie-Verantwortlicher bei der regionalen Gesundheitsbehörde.

    Derzeit denken Gesundheitsexperten darüber nach, den kommenden 15. November zum arbeitsfreien Tag zu erklären, um Straßen und öffentliche Einrichtungen gründlich reinigen zu können. Auch wird über den vermehrten Einsatz von Insektengiften nachgedacht. Für entsprechende Maßnahmen habe der Regionalrat bereits eine Million Nuevos Soles bereitgestelt, so Leveau Bartran.

    Bereits vergangene Woche mussten die Krankenhäuser von Pucallpa weitere Betten besorgen, um dem großen Ansturm begegnen zu können. Dabei besteht für das medizinische Personal ebenfalls großes Risiko: Eine während der Arbeit mit dem Dengue-Virus infizierte Krankenschwester musste inzwischen in die Hauptstadt Lima verlegt werden.

    NACHTRAG (14.11): ZAHL DER INFIZIERTEN STEIGT AUF 1081 / weiteres Todesopfer

    Wie die Gesundheitsbehörde der Region heute mitteilte, hat die Infektionswelle ein weiteres Todesopfer gefordert. Zudem stieg die Zahl der Dengue-Erkrankten weiter an, nach Angaben der Regionalregierung Ucayali wurden inzwischen 1.081 Personen mit Dengue in einem der regionalen Krankenhäuser behandelt.

    Dengue wird von Mücken übertragen. Es löst starkes Fieber, Hautausschlag und Gliederschmerzen aus. Das Auswärtige Amt schreibt dazu in seinen Reisehinweisen zu Peru:

    Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.

    In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

    . Abers (vgl. 2000: 161) unterscheidet deshalb zwischen vertikalen und horizontalen Nachbarschaftsorganisationen: Erstere waren eher Deckmäntel für Patronage, wurden oft über Jahre oder gar Jahrzehnte von einer einzigen, häufig wohlhabenden und einflussreichen Person geführt, die versprach, sich für bestimmte Investitionsprojekte einzusetzen – dies dann aber oft gar nicht oder gezielt langsam verwirklichte, um die von Abhängigkeit geprägte Machtposition nicht zu gefährden. Genannt wird beispielsweise ein bekannter Arzt, sowie ein Großgrundbesitzer. Im Gegenzug für das Versprechen des Patrons mussten die Klienten zusagen, ihn[1] bei nachfolgenden Wahlen zu unterstützen. Ein Verfahren, das häufig erfolgreich eingesetzt wurde – selbst in den Anfangsjahren des Bürgerhaushalts (vgl. ebd.: 163). Wirkliche Beteiligung innerhalb der vertikalen Nachbarschaftsorganisationen fand kaum statt. Die horizontalen Nachbarschaftsorganisationen dagegen verlassen sich nicht einzig auf den vermeintlichen Einfluss eines Patrons, sondern möchten die Definition ihrer Prioritäten, sowie die Auswahl der Umsetzungsmöglichkeiten bei ihren Mitgliederinnen und Mitgliedern halten. Wie Abers beschreibt, ist es möglich, dass sich unter bestimmten Umständen horizontale Nachbarschaftsorganisationen in vertikale verwandeln – und umgekehrt.



    [1] Es gab und gibt bestimmt auch Patroninnen, in den von Abers dort genannten Beispielen ist allerdings ausdrücklich von Patronen die Rede.

  • Ucayali: Flugzeug stürzt in Yarinacocha-See / Passagiere leicht verletzt

    Beim Absturz eines Kleinflugzeuges in den Yarinacocha-See (Provinz Coronel Portillo / Region Ucayali) wurden gestern sieben Personen leicht verletzt, darunter auch ein Baby im Alter von sieben Monaten. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung mitteilt, war das Flugzeug auf dem Weg zum Flughafen aus noch ungeklärter Ursache in Schieflage geraten und in dem See notgelandet. Dank der Hilfe lokaler Hafenarbeiter aus Nueva Luz de Fátima, Nationalpolizei und Marine konnten alle Passagiere gerettet und in mit leichten Stirnverletzungen in eine nahegelegene Gesundheitsstation eingeliefert werden.

    Der drei Kilometer lange Yarinococha-See ist einer der Haupttouristenmagnet der Region Ucayali und liegt ca. 7 Kilometer von Pucallpa entfernt.

  • Peru: Erdbeben erschüttert Pucallpa

    Ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Richterskala hat am vergangenen Freitag die peruanische Region Ucayali erzittern lassen. Nach Angaben des peruanischen geophysischen Institutes war vor allem Pucallpa betroffen. Das Epizentrum lag 43 Kilometer Nordöstlich von Pucallpa in einer Tiefe von 146 Kilometern. Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • Peru: Erdbeben der Stärke 4,6 erschüttert Pucallpa

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Ein Erdbeben der Stärke 4,6 auf der Richterskala hat die Umgebung der peruanische Regenwaldstadt Pucallpa (Region Ucayali) erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut (IGP). Das Epizentrum lag rund 82 Kilometer Nordwestlich von Curimana (Ucayali) in der Region Loreto in einer Tiefe von 60 Kilometern.

    Das Beben war in Curimana, Contamana und Pucallpa mit der Stärke II bzw. III auf der modifizierten Merkalliskala zu spüren. Die United States Geological Survey (USGS) gab die Stärke des Bebens mit 5,1 auf der Richterskala an.

    Über Schäden liegen bislang keine Berichte vor.

  • Tingo María / Huánuco: Polizei findet 40 tote Affen im Bus-Gepäckfach

    Ein grausiges Bild bot sich den Beamten der Straßenpolizei, die südlich der Regenwaldstadt Tingo María am vergangenen Montag routinemäßig einen Überlandbuss überprüften. Wie Enlace Nacional berichtet, stießen sie im Gepäckfach des Busses nicht nur auf einen Käfig, in dem rund 100 Papageien zusammengepfercht waren, sie fanden auch zwei Holzkisten mit 40 toten Totenkopfaffen. Eine Tigerkatze konnte lebend aus einem Plastiksack befreit werden.

    Nach Angaben der Polizei sollten die Tiere von Pucallpa zum illegalen Verkauf nach Lima gebracht werden. Die Fahrer des Busses wurden festgenommen.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=iQvxb_kBmFI

  • Perus Bildungssektor im Streik

    Die peruanische Lehrergewerkschaft SUTEP hat alle peruanischen Lehrer für heute zu einem 24stündigen Warnstreik aufgerufen. Die Gewerkschaft wirft der derzeitigen Regierung vor, eine aggresive Politik zur Privatisierung der Bildung zu betreiben, sowie von Korruption durchsetzt zu sein. Auch eine Lohnerhöhung, sowie eine Nachzahlung für die Unterrichtsvorbereitungszeit werden gefordert.

    Das peruanische Bildungsministerium nannte den angekündigten Streik „illegal“ und kündigte an, Lehrern durch den Streik verursachte Fehlzeiten von deren Lohn abzuziehen.

    Dabei sind die Lehrer nicht die einzigen, auch in der Universität Nacional Federico Villareal (Lima) fallen derzeit zahlreiche Kurse aus, nachdem Studierende im Protest gegen das Universitätsdirektorium einen Hörsaal besetzt haben. Zuvor hatte das Direktorium angekündigte Wahlen zur Neubesetzung der Universitätsführung abgesagt.

    Studenten und Dozenten der Universität Intercultural de la Amazonía in Pucallpa besetzten mehrere Gebäude ihrer Institution, um den Rücktritt des Direktors ihrer Universität zu erzwingen.

  • Land unter in Pucallpa nach 6 Stunden Dauerregen

    Erdrutsch in der Provinz Padre Abad. Bild: INDECI/TerraMetrics/Google
    Erdrutsch in der Provinz Padre Abad. Bild: INDECI/TerraMetrics/Google

    Ein sechsstündiger Dauerregen hat gestern im ostperuanischen Pucallpa (Region Ucayali) mehrere Straßenzüge komplett unter Wasser gesetzt. Das berichtet der peruanische Zivilschutz INDECI. Obwohl das Wasser inzwischen etwas zurück ging, sind nach Angaben des Leiters des Zivilschutzes Ucayali, Augusto Manco Pisconti, noch immer Teile der Straßen Jirón Unión, Jirón Augusto B. Leguía und der Avenida Sáenz Peña unpassierbar.

    Die Regenfälle hatten gestern gegen 11 Uhr Ortszeit begonnen und halten bis zur Stunde an, haben aber stark nachgelassen. Neben dem Zivilschutz ist auch die Feuerwehr im Einsatz, um das Wasser aus Häusern abzupumpen.

    Bereits am Montag hatten starke Regenfälle den Yuracc Yacu-Fluss in der Provinz Padre Abad (Region Ucayali)über die Ufer treten lassen. Zudem kam es zu Erdrutschen, wodurch an fünf Stellen die Federico Basadre-Straße für mehrere Tage unpassierbar wurde. Seit dem Einsturz einer Fußgängerbrücke ist zudem die Ortschaften Chancadora Baja y Alta, sowie große Teile der Provinz Padre Abad von der Außenwelt weitgehend abgeschnitten.

  • Pucallpa: Panik nach Erdbeben

    Ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richterskala hat vorgestern Nacht die peruanische Urwaldstadt Pucallpa (Region Ucayali) in Angst und Schrecken versetzt. Selbst in der Hauptstadt Lima, dem 240 Kilometer entfernt liegenden Huanuco und in der nordperuanischen Stadt Chachapoyas war es zu spüren. Das Erdbeben ereignete sich am Montag Nachmittag kurz vor 18 Uhr, das Epizentrum lag nach Angaben der Direktion für Seismologie des peruanischen geographischen Institutes IGP etwa 25 Kilometer südwestlich von Pucallpa in einer Tiefe von 154 Metern. Über Schäden ist bisher nichts bekannt.