Mehrere durch Regenfälle ausgelöste Erdrutsche und Gerölllawinen haben Teile der Straßen verschüttet, die Chiclayo (Lambayeque) mit den Provinzen Chota und Santa Cruz (beide Region Cajamarca) verbinden. Dutzende Fahrzeuge stecken auf den Straßen fest, einzelne Passagiere versuchen, die betroffenen Stellen zu Fuß zu umgehen.
Besonders betroffen ist offenbar die Provinz Chota, wo in der Ortschaft Lajas die Anaximandro Vega-Sekundarschule vom Río Chotano fast vollständig überflutet wurde.
Die Vereinigung peruanischer Mango-Exporteure APEM rechnet nicht mit einer Verringerung der Mangoexporte in der kommenden Mango-Saison November 2012 – März 2013. Wie APEM-Vorstand Juan Rivera gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA erklärte, erwarten die Mango-Produzenten, mindestens 80.000 Tonnen Mango exportieren zu können, rund 90% davon nach Europa und in die USA. Genauere Zahlen kündigte er für August an, zum Ende der Mango-Blüte. In der vergangenen Saison waren nach APEM-Angaben 70.000 Tonnen Mango exportiert worden, fast die Hälfte des Vorjahreswerts. Diesen Rückgang erklärt Rivera vor allem mit schlechten klimatischen Bedingungen für das Mango-Wachstum. Einen Rückgang der Nachfrage aus Europa erwartet die Vereinigung übrigens nicht. „Bei Finanzkrisen verringern Familien für gewöhnlich nicht die Ausgaben für Lebensmittel, sondern eher die für Reisen oder den Kauf von Luxusartikeln“, so APEM-Vorstand Rivera.
In Peru lässt sich das Zentrum der Mango-Produktion klar verordnen. Demnach stammen drei Viertel der Mangos für den Export aus der nordwestperuanischen Küstenregion Piura, 15% aus Lambayeque, sowie rund 10% aus Áncash.
Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao (Amazonas). Foto: Diario Ahora.
Starke Regenfälle sind für Ostperu um diese Jahreszeit nichts ungewöhnliches, ist der Sommer doch schließlich gleichzeitig „Regenzeit“. In diesem Jahr fällt diese allerdings besonders heftig aus. Aus allen Teilen Perus werden nun Überschwemmungen, Erdrutsche und kollabierende Häuser gemeldet.
In Cajamarca führten die starken Regenfälle der vergangenen Tage – teilweise 12 Stunden ohne Unterlass – zu Überschwemmungen und Erdrutschen, besonders betroffen waren die Provinzen San Ignacio, Cutervo, Chota, Hualgayoc, Celendín, Cajabamba, San Marcos, San Miguel und Cajamarca. Die Außenstelle des peruanischen Wetter- und Hydrologiedienstes SENAMHI in Cajamarca maß allein am Dienstag durchschnittlich 28 Liter pro Quadratmeter. Mit den 51 Litern pro Quadratmeter, die sich in den ersten Tagen des Februars 2012 ansammelten, liegt die Regenmenge nur wenig unter dem Durchschnittswert der Regenmenge in den Februaren der vergangenen Jahre. Da regnete es durchschnittlich 75 Liter pro Quadratmeter. Bereits im Januar 2012 kündigte sich ein Jahr der Extreme an: Dort regnete es 154 Liter pro Quadratmeter, der Durchschnittswert der vergangenen Jahre liegt bei 60 Litern.
Auch in La Libertad kam es zu Problemen, hier sind insbesondere die Provinzen Sánchez Carrión, Santiago de Chuco, Otuzco und Julcán betroffen. Neben mehreren Erdrutschen und unpassierbaren Straßen macht der Regen bereits der Landwirtschaft zu schaffen: Große Kartoffel- und Maisanbauflächen sind zu feucht und drohen zu verfaulen.
In Lambayeque regnete es ebenfalls überdurchschnittlich. In Chiclayo führte ein sechstündiger Dauerregen zu Verkehrsproblemen.
Besonders hart traf es auch die Region Ica, die erst vor wenigen Tagen von einem Erdbeben heimgesucht worden war. Der río Pisco trat über die Ufer und zerstörte bei Cuchilla Vieja, San Ignacio und Montesierpe (Distrikt Humay), Dos Palmas (Distrikt Independencia), Caucato (Distrikt San Clemente) und Pueblo Figueroa (Distrikt Pisco, alle Provinz Pisco) zahlreiche Baumwollanbauflächen. Die Regionalregierung Ica rief deshalb bereits den Notstand aus. Dadurch ist es möglich, besonders schweren Schäden am „üblichen bürokratischen Genehmigungsprozess vorbei“ zu begegnen.
In San Martín trat im Distrikt Yuracyacu (Provinz Rioja) der Río Yuracyacu über die Ufer und überflutete bislang 18 Häuser, sowie 40 Hektar gesäte Ackerfläche.
Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará
In Arequipa kam es durch Schnee- und Regenfälle ebenfalls zu Problemen, in den Distrikten Tuti, Sibayo, Madrigal, Callalli, Huambo und Tisco (Provinz Caylloma) wurden mehrere Häuser und Ackerflächen zerstört. Mehrere Straßen sind unpassierbar. Im Distrikt Tuti rutschte ein Teil des cerro Ipacota ab. Im Distrikt Cocachacra (Provinz Islay) brach ein Deich, ebenso in den Distrikten Dean Valdivia und Punta de Bombón (Prov. Islay). Über 160 Häuser wurden beschädigt.
In Amazonas sind mehrere Straßen unpassierbar, zahlreiche Häuser stürzten ein. Der Süden der Region ist weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr!
In Lima Provincias stürzten zahlreiche Gebäude ein, zahlreiche Straßen sind derzeit unpassierbar. In der Provinz Yauyos stürzten mehrere Häuser ein, ebenso erging es einer Schule, mehreren Brücken und Straßen und einem Rathaus. Die Straße Cañete – Yauyos – Huancayo ist unterbrochen, nachdem der río Cañete über die Ufer trat. In der Provinz Cañete kam es ebenfalls zu Überschwemmungen, hier trat der río Mala über die Ufer. In der Provinz Cajatambo ist die Straße Pativilca-Cahua-Cajatambo nach einer Gerölllawine unterbrochen. Die Gorgor-Brücke im Distrikt Cajatambo wurde beschädigt.
Auch in allen verbleibenden Regionen kam es zu Überschwemmungen.
Im Beisein des peruanischen Präsidenten Ollanta Humala haben die Arbeiter des Olmos-Tinajones-Bewässerungsprojektes kurz vor Weihnachten das letzte fehlende Stück Andengebirge durchbrochen und so den Weg für das Wasser frei gemacht, das schon bald große Wüstenflächen der nordwestperuanischen Region Lambayeque urbar machen soll. Wenn der Tunnel von fast 20 Kilometern Länge ausgebaut ist, soll er einen Teil des Wassers des Huancabamba-Flusses von der dem Amazonasbecken zugewandten Anden-Ostseite unter dem Gebirge hindurchleiten und damit Landwirtschaft im großen Stil ermöglichen, vor allem für Agrarexporte. Auf beiden Seiten des Tunnels warteten gespannt Mitarbeiter des Olmos-Tinajones-Projekts gemeinsam mit zahlreichen Regionalpolitikern. Dem Regionalpräsidenten von Lambayeque, Humberto Acuña, wurde symbolisch ein Gefäß mit Wasser aus dem Huancabamba-Fluss überreicht.
Die Planungen für das Projekt begannen bereits vor rund 80 Jahren, inzwischen wurde mit „Alto Piura“ bereits ein zweites, ähnliches Tunnelprojekt begonnen. Neben dem Tunnel wurde ein gigantischer Staudamm errichtet, der für einen gleichmäßigen Wasserzufluss sorgen soll. Die Bewässerungsanlagen in der Küstenregion sind derweil noch im Aufbau. Nach Ansicht der Regionalregierung bedeutet das Projekt für die Region Lambayeque einen „großen Sprung nach vorn“. Es wird die Entstehung einer großen Zahl von Arbeitsplätzen erwartet.
Während das Olmos-Tinajones-Projekt in Lambayeque grundsätzlich positiv gesehen wird, regt sich Kritik an der Vergabe der Flächen, die durch das Wasser urbar gemacht werden sollen. Insbesondere bisherige Anwohner, sowie kleinere Agrarunternehmer beklagten sich über die extrem hohen Mindestgebote bei der Versteigerung der Flächen und die Aufteilung in sehr große Einheiten. Nur wenige Großunternehmen haben im Endeffekt den Zuschlag erhalten. So erhielten in der ersten Versteigerungsrunde Mitte Dezember 10 Unternehmen für den Preis von 102 Millionen US-$ den Zuschlag zur Nutzung von 19.900.000 Hektar. Die zweite Versteigerungsrunde wird in den kommenden Tagen beginnen. Federführend bei der Durchführung des Olmos-Projektes ist der in Peru sehr einflussreiche brasilianische (u.a.) Baukonzern Odebrecht.
Die ersten 100 Tage der Regierung von Präsident Ollanta Humala sind vorbei, nun kündigt sich ein heißer Sommer an. Nicht im Sinne des Wetterberichts, vielmehr haben diverse Gremien in verschiedenen Teilen Perus für die kommenden Tage und Wochen Streiks angekündigt. Denn einige ehemalige Humala-Verbündete sind enttäuscht von der bisherigen Regierungsarbeit. Das breite Bündnis aus Umweltschützern, Menschenrechtlern, Personen aus der Schattenwirtschaft – inklusive den Goldwäschern -, linken und rechten Nationalisten, Gewerkschaftern und Teilen der Polizei und des Militärs zeigt Risse, die sich auch innerhalb der Regierung abzuzeichnen beginnen. Sichtbar wurde dies beispielsweise an der Kontroverse über eine von Arbeitsminister Rudecindo Vega geforderte „Generalamnestie“ für Militärs und Terroristen, die während des internen Konfliktes in Peru während der 80er und 90er Jahre Menschenrechte verletzten. Nach Protesten mehrerer Kabinettskollegen war das Thema bald vom Tisch.
Noch deutlicher zeigt sich die Unzufriedenheit allerdings an den zahlreichen Streiks und Protesten, die dieser Tage in vielen Teilen Perus aufflammen. So protestieren in Cajamarca Anwohner gegen das geplante Bergbauprojekt „Conga“ und wollen die Region im Protest lahmlegen. Studierende der Universität Cajamarca besetzten ihren Uni-Campus. In Áncas kam es zu Straßenblockaden im Protest gegen mutmaßlich nicht eingehaltene Zusagen zur Finanzierung sozialer Projekte durch ein Bergbauunternehmen. (Nicht nur) In Madre de Dios ist für den 24. November ein Streik der Goldwäscher geplant, die nicht nur einen Stopp der Militär- und Polizeiaktionen gegen ihre technischen Einrichtungen wie Baggerschiffen fordern, sondern auch ein offizielles Goldwäscher-Register. In Apurímac wird bereits seit einigen Tagen gegen die Vergabe weiterer Bergbaukonzessionen demonstriert und die Baumwollproduzenten aus Ica, Lambayeque und Piura kündigen Proteste an, sollten kürzlich aufgehobene Importbeschränkungen für indische Baumwolle nicht wieder eingeführt werden.
Umweltminister Ricardo Giesecke hatte nach seiner Ernennung betont, es dürfe „keine weiteren Toten wegen (sozialen und Umwelt-) Konflikten mehr geben, und Projekte dürften nicht „um jeden Preis“ durchgezogen werden. Die Regierung von Präsident Ollanta Humala selbst hat sich „Dialog“ und „Konsultation“ auf die Fahnen geschrieben und in einigen Fällen bereits Verhandlungen angestrengt. Wie ernst es ihr und den protestierenden Organisationen damit ist, werden die kommenden Tage zeigen.
Starke Regenfälle haben in der Nacht auf Mittwoch in den nordwestperuanischen Küstenregionen Lambayeque und Tumbes mehrere Bäche und Flüsse über die Ufer treten lassen, wobei zahlreiche Häuser und Ackerflächen zerstört wurden. Nach Informationen des peruanischen Zivilschutzes stürzten in den Orten Cañaveral und Huaquillas (Distrikt Casitas / Provinz Contralmirante Villar / Region Tumbes) 24 Gebäude vollständig ein, 50 weitere wurden beschädigt, darunter zwei Schulen. Auch Stromversorgung und Telefonnetz fielen vorrübergehend aus. Rund 6 Hektar Ackerfläche wurde weggespült.
In Lambayeque wurden nach Angaben des regionalen Zivilschutzes ebenfalls rund 30 Häuser zerstört und zahlreiche weitere beschädigt. 375 Personen mussten ihre Häuser vorrübergehend verlassen. Besonders betroffen waren hier die Provinzen Lambayeque und Chiclayo.
Die Regenfälle begannen am vergangenen Mittwoch Morgen gegen 2 Uhr (Ortszeit) und hielten rund sechs Stunden an.
Als die peruanische Nationalpolizei Anfang 2009 das Pomac-Schutzgebiet in der nordperuanischen Region Lambayeque räumte und die Siedler, die dort geschützte Wüstenwälter gerodet und Hütten gebaut hatten, vertrieb, wurden zwei Polizisten getötet. Die Siedler hatten sich bewaffnet und unter anderem Sprengfallen aufgestellt. Kürzlich versuchten wieder Siedler, sich in dem Schutzgebiet niederzulassen, sie wurden ebenfalls vertrieben.
Nun begannen Jugendgruppen aus der Provinz Ferreñafe gemeinsam mit Freiwilligen aus den USA, die gerodeten Teile des Waldes wieder aufzuforsten. Insgesamt 1.700 Hektar sollen wieder bewaldet werden, in der jüngsten Projektetappe wurden 300 Hektar aufgeforstet, 100.000 US-$ standen dafür zur Verfügung. Gepflanzt wurden vor allem für die Region charakteristische Baumarten wie Algarrobo, Vichayo und Zapote. Doch mit dem Pflanzen ist es nicht getan, die jungen Bäume müssen auch regelmäßig gegossen werden.
Um weitere Einnahmen zu generieren und damit den Fortlauf des Projektes, sowie des Schutzgebietes zu garantieren, wurde gerade der Aussichtspunkt „Huaca de La Crúz“ eröffnet, der den Blick auf präinkaische Pyramiden erlaubt und Platz für Informationsmöglichkeiten über die Kultur Sicán, sowie den Verkauf von Kunsthandwerk bietet.
Eigenes Museum für Schutzgebiet und Sicán-Pyramiden
Doch nicht nur im Bereich der Wiederaufforstung bewegt sich das Schutzgebiet „Bosque de Pómac“. So kündigte Carlos Elera, Direktor des Sicán-Nationalmuseums, auch den Bau eines Freiluftmuseums an, in dem die jüngsten Ausgrabungsfunde – Objekte und Bauwerke der Sicán-Kultur – gezeigt und erklärt werden. Der Fokus soll dabei auf den Begräbnistraditionen, dem Kult zu Ehren des Wassers, sowie dem traditionellen Schamanen- und Heilertum liegen. Entsprechende Fundstellen gibt es an verschiedenen Orten des Schutzgebietes.
Das Pómac-Schutzgebiet liegt in der peruanischen Provinz Ferreñafe (Region Lambayeque) unweit der Stadt Chiclayo und umfasst insgesamt fast 6.000 Hektar.
Unglaublich: Unbekannte haben das bei peruanischen Wallfahrern beliebte und verehrte Kreuz von Motupe („Cruz de Motupe“) gestohlen. Nach Angaben von Anwohnern wurde ein Wachmann bewusstlos geschlagen und gefesselt. Möglicherweise haben es die Räuber auf die Verzierungen aus Gold, Silber und Edelsteinen abgesehen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.
Das vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts angefertigte Kreuz von Motupe steht normalerweise in der Nähe der nordwestperuanischen Stadt Chiclayo auf dem Cerro Chalpón und wird Jahr für Jahr von tausenden Gläubigen besucht, insbesondere während der Hauptfeierlichkeiten um den 5. August.
Wie Canal N berichtet, beteiligen sich an der Suche neben 150 Polizisten auch hunderte Freiwillige aus der Umgebung.
Zusammenstöße von Geiern mit Flugzeugen haben in der nordwestperuanischen Stadt Chiclayo (Region Lambayeque) zu einem Streit zwischen der Fluggesellschaft LAN und der Stadtverwaltung geführt. Das Flugunternehmen drohte nun, die Flugfrequenzen nach Chiclayo zu verringern, sollten Stadtverwaltung und Flughafenbetreiber ADP nichts für die Verringerung der Geierzahl im Umkreis des Flughafens tun. Nach Ansicht des peruanischen LAN-Vertreters Jorge Vílchez liegt der Grund für die große Geierpopulation in einem nahegelegenen Wäldchen, das als Brutstätte der Tiere dient. Antonio Durand, bei der Stadtverwaltung Chiclayo zuständig für öffentliche Gesundheit, sieht die Ursache dagegen in der räumlichen Nähe des Flughafens zur städtischen Müllkippe.
Währenddessen schieben sich ADP, Stadtverwaltung, sowie die zuständige regionale Umweltverwaltung (ATFFS) gegenseitig die Schuld zu. So hätte nach ATFFS-Angaben Flughafenkonzessionär ADP eine Geierzählung veranlassen und die Umweltverwaltung über das Ergebnis informieren müssen, auf dessen Grundlage dann eine kontrollierte Geierjagt stattfinden könnte. ADP antwortete darauf, es habe aber in der jüngeren Vergangenheit keine Probleme mehr mit Geiern gegeben. Die Stadtverwaltung vertritt dagegen die Position, die Geierzählung würde zu lang dauern, man solle bereits jetzt mit der Jagd beginnen.
Gibt’s was neues von den Geiern, hält INFOAMAZONAS selbstverständlich auf dem Laufenden.
Einen Tag nach der Stichwahl in 10 peruanischen Regionen stehen die ersten Sieger fest. Auf die Schulter klopfen dürfen sich diese aber noch nicht all zu kräftig: Viele siegten mit weniger als 50% der abgegebenen Stimmen, die Wahlbeteiligung lag mit 77,6% -im Anbetracht von Wahlpflicht- recht niedrig.
Obwohl bislang in keiner Region ein amtliches Endergebnis verkündet wurde, zeichnet sich ab, dass in den Regionen Tumbes, Puno, Lima und Huanuco kein Kandidat mehr als 50% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte, obwohl jeweils nur zwei Kandidaten gegeneinander antraten. Da allerdings nur die gültigen Stimmen zur Kandidatenbestimmung herangezogen werden, ist die absolute Mehrheit dennoch möglich.
Außer in Lambayeque, wo der Kandidat der Partei „Alianza para el Progreso“ 71% der gültigen Stimmen auf sich vereinigen konnte, ist in den meisten Regionen der Vorsprung des jeweiligen Erstplatzierten sehr klein. So beträgt er nach derzeitigem Stand in Ica und Huánuco weniger als 1%, in Puno und Tumbes rund 5%, in Amazonas, Lima und Madre de Dios weniger als 10%, sowie weniger als 20% in Ayacucho.
Ziel der Stichwahl war es eigentlich gewesen, in den Regionen für klare Mehrheiten zu sorgen, die den noch jungen Regionalregierungen zu einer größeren Legitimität verhelfen sollten. Deshalb war, mitten im Wahlkampf, für die Regionalpräsidentschaftswahl die 30%-Hürde eingeführt worden. Lag kein Kandidat darüber, mussten die beiden bestplatzierten Kandidaten zur Stichwahl antreten.
IN AMAZONAS
In der Region Amazonas ist dem Kandidaten von „Juntos por Amazonas“, José Arista, der Sieg kaum noch zu nehmen. Entsprechende Feierlichkeiten begannen bereits gestern, wo Arista und seine Anhänger auf der Plaza de Armas von Chachapoyas ausgelassen ihren Sieg begossen. Es sei darauf hingewiesen, dass bereits nach der ersten Wahlrunde am 3. Oktober der Sieg auf diese Weise gefeiert wurde – und sich einen Tag später herausstellte, dass Arista die nötigen 30% der gültigen Stimmen doch verfehlt hatte. 7% der Stimmen sind bislang noch nicht ausgezählt.
KURIOS
Da wegen eines fehlenden Wahlhelfers im südperuanischen Pisco ein Wahllokal nicht öffnen konnte, begannen Menschen in der Schlange vor dem Lokal, Geld zu sammeln, um einen älteren Herrn damit zu Motivieren, das Amt ersatzweise zu bekleiden. Dieser nahm das Geld dankend an. Im Wahllokal kam er niemals an. Glücklicherweise fand sich wenig später ein „freiwilliger“ Wahlhelfer.