Schlagwort: Gesundheit

  • Peru offiziell BSE-frei

    Ganado lechero de distrito de Ácora. Foto: Andina/ Atilio Alejo
    Kuh in Peru. Bild: Andina/ Atilio Alejo

    Peru wurde von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OEI) offiziell zum Rinderwahn-freien Land erklärt. Das gab heute der peruanische vetärenärmedizinische Dienst Senasa bekannt. Dadurch haben peruanische Rindfleischproduzenten nun das Recht, ihre Produkte auf die ganze Welt zu exportieren, so SENASA-Chef Oscar Domínguez.

    Vergangenen Dezember hatte SENASA den Schritt beantragt. Für den Antrag wurden zwischen 2004 und 2008 insgesamt 1.095 Proben genommen, die allesamt negativ ausgefallen waren.

    BSE (oder auf Spanisch: EEB) ist eine Tierseuche, die tödliche Erkrankung des Gehirns vor allem bei Hausrindern verursacht.

  • Ab heute impft Peru gegen Schweinegrippe

    Heute startet nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums (MINSA) die Impfung gegen die sog. neue Grippe AH1N1. Als erste sollen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, schwangere Frauen, sowie Kinder unter acht Jahren geimpft werden. Zudem sollen, so Gesundheitsminister Ugarte, Personen, in deren Heimat man im bald kommenden Winter sehr niedrige Temperaturen erwartet, bevorzugt werden. Insgesamt 3 Millionen Peruaner plant das Ministerium in diesem Jahr zu impfen, 595.000 Impfdosen trafen bisher in Peru ein. Für die Impfungen wird die peruanische Regierung nach eigenen Angaben bisher 86.298.719 Nuevos Soles ausgeben – umgerechnet über 20 Millionen Euro.

  • AH1N1-Impfstoff kommt auch in Peru an

    Viele Monate nach den ersten Verbreitungswellen der AH1N1-Grippe in Peru sind nun die ersten Impfdosen im Land eingetroffen. Das berichtet das peruanische Gesundheitsministerium. Bei der Lieferung, die vergangene Woche eingegangen war und ab dem 26. Februar angewendet werden soll, handelt es sich um insgesamt 595 Dosen. Damit soll in erster Linie Gesundheitspersonal geimpft werden, das häufigen Umgang mit AH1N1-Patienten hat. Auf dem zweiten Platz der Prioritätenliste stehen chronisch Kranke, deren Krankheiten sich durch eine Infektion verkomplizieren könnten. Wie fast immer in Peru, haben auch diesmal Krankenhausmitarbeiter in der Hauptstadt Lima, sowie in Callao den Vorrang.

    Nach Angaben von Gesundheitsminister Oscar Ugarte hat Peru bisher 86.298.719 Nuevos Soles in Impfstoffe gegen die AH1N1-Grippe investiert. Bisher wurden bisher seit dem ersten Ausbruch landesweit 9.487 AH1N1-Infektionen gemeldet. Spitzenreiter unter den AH1N1-Regionen sind Lima und Callao mit zusammen 38,51% aller Fälle, Amazonas, Ica, Ucayali und Pasco liegen mit den wenigsten Fällen auf den untersten Plätzen.

  • VRAE/Ayacucho: Gesundheitsministerium meldet 2 Lepra-Fälle

    2 Personen aus den Tälern der Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) wurden im Distrikt Sivia positiv auf Lepra getestet. Das meldet ANDINA unter Berufung auf das peruanische Gesundheitsministerium. Familien und Freunde der beiden Personen wurden nicht infiziert.

    Vor wenigen Monaten war das Gesundheitszentrum der Region mit Geräten zur Diagnose und Medikamenten zur Behandlung der Krankheit ausgestattet worden. Die Krankheit tritt nach Angaben des Ministeriums vereinzelt bis heute im peruanischen Amazonasgebiet auf.

  • Loreto: Tollwut-Alarm nach Fledermausplage

    Mehr als 200 Personen mit Fledermausbissen hat die Regionaldirektion für Gesundheit der Nordostperuanischen Region Loreto in den vergangenen Tagen registriert. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Sicherheitshalber wurden alle dieser Personen mit entsprechenden Medikamenten behandelt, wie José Bustamante, Veterinärmediziner des peruanischen Gesundheitsministers (Minsa) erklärte. Alle behandelten Personen seien gesund.

    Eine Delegation der Regionaldirektion für Gesundheit Loreto war für mehrere Tage im Regenwald unterwegs gewesen, nachdem der Tod von mehreren Angehörigen der Huambisa-Ethnie bekannt geworden war. Ob Tollwut dabei die Todesursache war, konnte aber nicht mehr festgestellt werden, da der Tod bereits einige Tage zurück lag.

    Unter den Personen mit Fledermausbiss befinden sich auch 24 Soldaten, die im Krankenhaus von Iquitos behandelt werden.

  • Peruweit bisher 98 AH1N1-Tote

    Bereits 98 Personen kamen bisher in Peru durch die AH1N1-Grippe ums Leben. das berichtet das peruanische Gesundheitsministerium (MINSA).

    Demnach verstarben daran in den vergangenen Tagen 18 weitere Personen, davon 9 in Lima und 5 in Puno. Alle dieser 18 Personen gehörten zu den Risikogruppen und litten neben der Grippe auch an anderen Krankheiten.

    Zudem stieg die Anzahl der Infizierten auf 6.961, von denen sich allerdings nur noch 353 in Behandlung befinden.

  • Peru überlegt, seine traditionellen Heiler zu registrieren

    Nach einer Gesetzesvorlage, die heute den Gesundheitsausschuss des peruanischen Kongresses passiert hat, könnten die traditionellen Heiler und Schamanen schon bald Teil des peruanischen Gesundheitssystems sein. Mit dem Gesetzesprojekt, das die Kongressabgeordnete Hilaria Supa eingebracht hatte, würde das Handeln der tausenden Heiler und Schamanen auf eine neue Grundlage gestellt und als „Komplementär zu den staatlichen Strategien im Gesundheitssektor“ anerkannt.

    Sollte das Projekt Gesetz werden, müssten sich alle Angehörigen der traditionellen peruanischen Medizin registrieren lassen, wobei diejenigen, die sich nicht registrieren, mit einer Strafe rechnen müssten.

    Dem Text der Gesetzesvorlage nach ist „traditionelle peruanische Medizin“ die Gesamtheit des Wissens und Glaubens rund um die Gesundheit, was auch Therapien , die auf der Verwendung bestimmter Pflanzen, Tiere oder Minerale beruhen, einschließt, sowie die Techniken und Rituale von Heilern.

    Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des peruanischen Kongresses Wilson Ugarte erklärte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA, besonders die Geburtshelferinnen würden in ihren Dörfern oftmals hervorragende Arbeit leisten, was der Gesundheitssektor nicht ignorieren dürfe, sondern integrieren müsse.

  • Vampirfledermausplage in Nordamazonas

    NACHTRAG VOM 6. Juli 2006: Inzwischen wurde bekannt, dass in der Nachbarprovinz Condorcanqui ein Rind an Tollwut verendete. Das Gesundheitsministerium hat inzwischen diverse Notfallgüter nach Imaza geschickt, darunter neben 30 Fledermausfallen auch diverses Equipment zur Untersuchung der Fledermäuse, Spritzen, Impfstoffe, sowie Diesel für die Boote, die für viele der kleinen Orte in Nordamazonas das einzig mögliche Verkehrsmittel für die Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums darstellen.

    Ursprünglicher Beitrag:

    In den Gebieten des Distriktes Imaza im Norden der Region Amazonas, in denen die indigenen Ethnien der Aguaruna und Huambisa leben, kam es allein in diesem Jahr bereits zu 235 Fledermausbissen. Wie ein Sprecher des Gesundheitsnetzes Bagua mitteilte, nimmt die Anzahl an blutsaugenden Fledermäusen noch immer stetig zu. Zum Ausbruch von Tollwut sei es nur noch nicht gekommen, da man die betroffene Bevölkerung rechtzeitig geimpft habe, so der Sprecher.

    Im Jahr 2002 war es zu einem Tollwutfall aufgrund eines Fledermausbisses gekommen.

    Laut dem peruanischen Gesundheitsministerium kam es in dem betroffenen Gebiet in den letzten Jahren zu höchstens einem Fledermausbiss pro Jahr.

    Quelle: Red de Salud Bagua / El Comercio