Zwei Beben der Stärke 4,2 und 4,0 auf der Richterskala haben gestern den Nordwesten Perus erzittern lassen. Das erste, etwas leichtere Beben ereignete sich am Nachmittag um 16: 25 Uhr Ortszeit in der Nähe der Hafenstadt Paita. Ein zweites Beben erschütterte dann um 21:21 Uhr Ortszeit die Umgebung von Chiclayo. Das Epizentrum lag hier nach Angaben des peruanischen geophysischen Institutes IGP 32 Kilometer nördlich von Chepén in einer Tiefe von 85 Kilometern.
Über Schäden ist bislang nichts bekannt. In Chiclayo war das Beben mit einer Stärke von II auf der modifizierten Mercalliskala zu spüren.
Bei einer Explosion in einer Werkstatt für Feuerwerkskörper in der nordperuanischen Stadt Chiclayo sind heute Morgen nach Angaben der peruanischen Polizei sechs Menschen ums Leben gekommen, darunter auch der 50jährige Besitzer der Fabrik. Sechs weitere Menschen wurden schwer verletzt, darunter ein Baby im Alter von 8 Monaten. Acht Häuser in der Nachbarschaft wurden teilweise zerstört.
Warum die Feuerwerkskörper zu brennen begannen, ist bislang noch ungeklärt. Carlos Balarezo, Vorsitzender des Zivilschutzes Lambayeque, wies darauf hin, dass die Werkstatt über keinerlei Lizenz zur Produktion von Feuerwerkskörpern besaß. Kein einziger der zahlreichen Produzenten von Feuerwerkskörpern in Chiclayo habe eine Lizenz, ebenso sei es in Ferreñafe und Lambayeque, so Balarezo.
Die Explosion ereignete sich in Nuevo Cerropón, einem noch jungen Stadtviertel am Rande von Chiclayo.
Beim Zusammenstoß zweier Kleinbusse kamen heute Morgen in der nordperuanischen Region Cajamarca 14 Menschen ums Leben. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Die Unfallursache ist noch nicht geklärt.
Nach Angaben von RPP war einer der Busse von Trujillo nach Cajamarca unterwegs, der zweite von Cajamarca nach Chiclayo.
15 Verletzte wurden in das Krankenhaus von Chepén (La Libertad) eingeliefert.
Hinweis: Zunächst war in diesem Beitrag von 12 Tote verzeichnet gewesen. Die Zahl der Toten erhöhte sich aber im Verlauf des Tages.
Ein schweres Erdbeben hat gestern um 22:22:52 große Teile Nordperus erschüttert. Nach Angaben des peruanischen geophysischen Institutes IGP lag das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 5,0 auf der Richterskala rund 44 Kilometer nördlich von Olmos (Region Lambayeque) in einer Tiefe von 85 Kilometern. Obwohl der peruanische Zivilschutz bislang noch keine entsprechenden Schadensmeldungen bereit gestellt hat, ist von großen Schäden auszugehen, da das Beben in Olmos mit der Stärke V, in Huancabamba, Chulucanas und Sechura mit der Stärke IV und in Piura und Chiclayo mit der Stärke III auf der modifizierten Mercalli-Skala zu spüren war.
Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Nur zwei Monate nach der publikumswirksamen Neueröffnung des Flughafens Chachapoyas hat die Fluglinie LC Busre ihre Linienflüge dorthin bereits wieder eingestellt. Auch alle anderen peruanischen Nordostrouten wie Chiclayo-Tarapoto und Tarapoto-Trujillo werden bis auf weiteres nicht mehr geflogen, so Karla Ruiz Pomar vom Passagierservice des Unternehmens gegenüber INFOAMAZONAS.
Die Einrichtung von Linienflügen auf der Strecke Chiclayo-Chachapoyas-Chiclayo hatte insbesondere in der Tourismusindustrie der Region Amazonas große Hoffnungen geweckt. Auch wegen der hohen Preise war die Linie allerdings nur teilweise ausgelastet.
Wie durch ein Wunder überlebten alle Besatzungsmitglieder die Bruchlandung eines Flugzeugs der peruanischen Luftwaffe (FAP) bei Chiclayo (Nordwestperu). Acht Personen wurden verletzt. Das berichtet die peruanische Tageszeitung „La República“ in ihrer Online-Ausgabe. Nach Angaben der Tageszeitung befand sich die Maschine auf einem Übungsflug. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINAFlughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge sind zwar mit bis zu 90US$ ziemlich teuer, dennoch rückt die nordperuanische Andenstadt Chachapoyas (Region Amazonas) dieser Tage hunderte Kilometer in Richtung Perus Zentrum. Grund dafür ist die Einweihung des umgebauten Flughafens Chachapoyas (SPPY), sowie die Ankündigung regelmäßiger Linienflüge in die peruanische Küstenstadt Chiclayo.
Auch innerhalb der Region Amazonas soll es in Zukunft mehr Linienflüge geben, mit Rodriguez de Mendoza im Westen, sowie Puerto Galilea und Ciro Alegría (Provinz Condorcanqui) im Norden sollen die Einwohner der Region dank stark subventionierter Kurzstreckenflüge näher zusammenrücken. Die Tickets zu den drei letztgenannten Zielen sollen dabei schon ab 50 Nuevos Soles (etwas über 10 Euro) zu haben sein. Die entsprechende Fluggesellschaft soll nun über eine Ausschreibung bestimmt werden.
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge zwischen Chachapoyas und Chiclayo werden von der Fluggesellschaft LC Busre angeboten und richten sich nach Angaben des Unternehmens zumindest zu Beginn vorwiegend an Touristengruppen. Der peruanische Verkehrsminister Enrique Cornejo erklärte gestern bei der Einweihung des modernisierten Flughafenterminals in Chachapoyas, sollte es ein entsprechendes Verkehrsaufkommen geben, könnten die Preise für die Route sinken. Zudem, so Cornejo, soll mit der Fluglinie LAN verhandelt werden, um über Chiclayo mit einem einzigen Ticket Flüge nach Lima anbieten zu können.
Seit 2003 gab es nur noch vereinzelt Flüge von und nach Chachapoyas, zuletzt bot die peruanische Luftwaffe subventionierte Flüge in alten Militärtransportmaschinen von Chachapoyas nach Lima an. Grund für die geringe Anzahl an Flügen war der Absturz eines Flugzeugs im Landeanflug auf den Flughafen Chachapoyas, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen Chachapoyas. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Seit vier Jahren wird der Flughafen in Konzession von dem privaten Betreiber Aeropuertos del Perú (AdP) betrieben und modernisiert. Nach Angaben der Regionalregierung Amazonas wurden in die Modernisierung bisher 6,5 Millionen Nuevos Soles investiert.
Neben Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo waren bei der Einweihung auch Außenhandels- und Tourismusminister Dr. Martín Pérez, sowie die „primera dama“ (first lady) Dr. Pilar Nores de García anwesend.
Durch die Flugverbindung verkürzt sich die Reisezeit in Perus Hauptstadt Lima um rund 12 Studen.
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINA
Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Mehrere Erdrutsche haben die Zufahrtswege zu mehr als 20 Ortschaften in der nordwestperuanischen Region Lambayeque praktisch unpassierbar gemacht. Das berichtet der peruanischen Zivilschutz. Betroffen sind hauptsächlich die Dörfer des Anden-Distriktes Cañaris en Lambayeque. Nach Angaben eines lokalen Radiosenders sind Fußmärsche von bis zu 12 Stunden notwendig, um Lebensmittel in die abgelegenen Ortschaften zu transportieren. Gestern hatte es mehr als 12 Stunden ununterbrochen geregnet, wodurch die Straße von Chiclayo an einigen Stellen verschüttet wurde. Mindestens 4.500 Personen sind davon betroffen.
Ein Dauerregen von mehr als 10 Stunden hat in der nordperuanischen Küstenstadt Chiclayo schwere Schäden angerichtet. Das berichtet die Tageszeitung „Peru21“. In zahlreichen Hauptstraßen stand das Wasser noch Stunden, da kaum Abflussmöglichkeiten vorhanden sind. In ärmeren Außenvierteln der Stadt stürzten zahlreiche Häuser ein. Der Reque-Fluss steht zudem kurz davor, über die Ufer zu treten.
Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Regen nicht Mitte Februar, sondern Anfang März niedergegangen wäre:
In der nordwestperuanischen Provinz Chiclayo stürzte am Montag Nachmittag ein Teil der Sekundarschule Pedro A. Labarthe in sich zusammen. Personenschäden gab es nicht. Nach Einschätzung des peruanischen Zivilschutzes waren die Wände aus Lehmziegeln während der schweren Regenfälle der vergangenen Wochen so feucht geworden, dass sie schließlich, wie Anwohner berichten, unter ohrenbetäubendem Krach in sich zusammenstürzten. Ob in dem hinteren Teil des denkmalgeschützten Gebäudes im März Unterricht möglich sein wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Die hinteren Klassenzimmer sind nach Angaben des Zivilschutzes aus Stein gebaut und sind etwas jünger als der 93 Jahre alte Eingangsbereich im Zentrum von Chiclayo. Eine weitere Einrichtung der Schule, die sich an der Straße in Richtung Pimentel befindet, kann nach Angaben der Agentur ANDINA seit 2006 nicht verwendet werden, weil sie über keinen Anschluss an das Wasser- und Abwassernetz verfügt. Auch Strom sei noch nicht installiert, so ANDINA.
Schäden in ganz Lambayeque
Dabei war die Sekundarschule Pedro A. Labarthe nicht das einzige Gebäude, dem der Regen schwer zugesetzt hatte. Insgesamt 23 Wohnhäuser in der Region stürzten ein, 247 wurden teils schwer beschädigt. Von den zerstörten Wohnhäusern standen acht in Pueblo Nuevo de Ferreñafe, acht in Tumán, vier in Mochumí, zwei in Jayanca und eines in Suazo de Chiclayo.