• La Convención / Cusco: Kriminelle entführen Mitarbeiter des Camisea-Erdgasprojektes

    Eine Gruppe von Kriminellen hat offenbar mehr als 30 Mitarbeiter von Unternehmen entführt, die für das Camisea-Erdgasprojekt in Perus Süden arbeiten. Vor wenigen Stunden hatte die Polizei gemeldet, 23 Personen seien inzwischen wieder freigelassen worden, die Bürgermeisterin der Provinz La Convencion, Fedia Castro, widersprach allerdings inzwischen dieser Darstellung. Zunächst hatte die Polizei von 10 Entführten gesprochen. Wie die Bürgermeisterin gegenüber dem Nachrichtensender RPP berichtete, stürmte gestern eine Gruppe von Anhängern der Terrorgruppe Sendero Luminoso das Dorf Kepashiato (Distrikt Echarate), in dessen Umfeld eines der größten Gasförderprojekte Perus durchgeführt wird. Die Entführer fordern nach unbestätigten Medienberichten ein Lösegeld in Höhe von 10 Millionen US-$, sowie die Freilassung von Komplizen. Die Polizei nahm offenbar mit Hilfe von einer Krankenschwester und einer Ärztin Kontakt zu den Entführern auf. Die Täter werden in den für die Zusammenarbeit zwischen der Drogenmafia und Überbleibseln der Terrororganisation Sendero Luminoso bekannten Tälern der Flüsse Apurímac und Éne, kurz VRAE, vermutet.

  • Erdbeben lässt Perus Südwesten erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 4,2 auf der Richterskala hat heute um 5:47 Uhr (Ortszeit) die südperuanischen Regionen Ica und Arequipa erzittern lassen. Insbesondere in der Umgebung von Chala und Nazca war das Beben zu spüren. Das Epizentrum lag rund 83 Kilometer südöstlich von Nazca in einer Tiefe von 35 Kilometern. Berichte über Schäden liegen bislangt nicht vor.

  • Grubenunglück in Ica (Peru): Rettungsarbeiten gehen voran / Durchbruch möglicherweise schon heute

    httpv://www.youtube.com/watch?v=WJyjRG5qaUE
    Nach offiziellen Angaben gehen die Arbeiten zur Rettung der neun seit vergangenem Donnerstag verschütteten Bergleute in der südperuanischen Provinz Ica (Region Ica) voran. Bergbauexperten aus verschiedenen Teilen Perus gruben sich in vierstündigen Schichten mehrere Meter durch die Erdmassen, deren Sicherung sich als sehr kompliziert herausstellte, da immer mehr Sand und Geröll nachrutscht. Wie die peruanische Frauenministerin Ána Jara, die vor Ort die Rettungsarbeiten koordinert, gegenüber dem Radiosender RPP berichtete, fehlen nur noch wenige Meter, um zu den Bergleuten vorzudringen. Noch heute werde es möglicherweise zum Durchbruch kommen, so Jara. Über einen Schlauch halten die Rettungskräft Kontakt zu den verschütteten Kumpel und versorgen diese mit Wasser, Nahrung und Medikamenten. Es soll ihnen den Umständen entsprechend gut gehen. Seit gestern 21 Uhr (Ortszeit) können die Helfer über Klopfzeichen mit den Verschütteten kommunizieren.

    Das „Cabeza de Negro“-Kupferbergwerk im Distrikt Yauca del Rosario wurde in den 80er Jahren legal ausgebeutet, dann aber geschlossen. Mehrere Familien öffneten den Stollen anschließend erneut, um weitgehend ohne Sicherheitsmaßnahmen und ohne Genehmigung weiter Kupfer zu fördern. Der Distrikt Yauca del Rosario hat 1.117 Einwohner und liegt rund 282 Kilometer südlich der peruanischen Hauptstadt Lima.

  • Heute Baubeginn des 2. Abschnitts der Metro Lima

    Metro im Depot. Foto: AATE
    Metro im Depot. Foto: AATE

    Gegen acht Uhr Morgens (Ortszeit) wird heute in der peruanischen Hauptstadt Lima mit dem Bau des zweiten Abschnitts der Metro Lima begonnen, der im besten Falle bis Ende 2013 Lima, El Agustino und San Juan de Lurigancho miteinander verbinden soll. Nach Angaben der Metro-Betreibergesellschaft wird die Hochbahntrasse eine Strecke von 12,4 Kilometern umfassen. Höhepunkte der Strecke werden wohl die Brücken über den Rímac, sowie die Vía de Evitamiento. Begonnen wird mit den Arbeiten zwischen Bayóvar und Grau, womit gleichzeitig der Anschluss an die bereits laufende Metro-Strecke bis Villa El Salvador geschaffen wird. Nach Angaben der Betreibergesellschaft werden rund 5.000 Personen rund um die Uhr an den Baustellen beschäftigt sein. Am Ende ist dann eine Fahrtzeit von 45 Minuten für die Strecke von San Juan de Lurigancho bis Villa El Salvador geplant. Die gesamte Linie 1 wird dann auf einer Länge von 34 Kilometern die Distrikte Villa El Salvador, Villa María del Triunfo, San Juan de Miraflores, Santiago de Surco, Surquillo, San Borja, San Luis, La Victoria, Cercado de Lima, El Agustino und San Juan de Lurigancho miteinander verbinden. Insgesamt 10 Haltestellen sind dafür vorgesehen: El Ángel, Martinete, Caja de Agua, Pirámides del Sol, Los Jardínes, Los Postes, San Carlos, San Martín, Santa Rosa y Bayóvar.

  • Peru: Parlament beschließt mehr Rechte für „feste freie“ Mitarbeiter des Staates

    Personen, die als abhängige Subunternehmer für staatliche Stellen Leistungen erbringen, die denen eines Angestellten entsprechen, erhalten in Peru ab dem kommenden Jahr mehr Rechte und müssen beispielsweise den Personen, die die selbe Arbeit verrichten, künftig auch finanziell nach spätestens drei Jahren gleich gestellt werden. Damit wird das in Peru als CAS (Contratación Administrativa de Servicios) bekannte System, das 2008 von der damaligen Regierung unter Präsident Alan García am Parlament vorbei beschlossen wurde, zurückgenommen, das es staatlichen Stellen ermöglichte, Aufgaben auszulagern und den entsprechenden Kleinstunternehmern Arbeitsrechte weitgehend zu verwehren. Obwohl Personen mit CAS-Vertrag häufig mehr verdienten, kritisieren Gewerkschaften die Regelung seit ihrer Einführung, denn ihnen blieben viele arbeitsrechtliche Vorteile von staatlichen Angestellten und Beamten vorenthalten. Obwohl im Text des Legislativdekretes 1057 von 2008 ausdrücklich ausgeschlossen, war das CAS-System häufig dazu genutzt worden, normale staatliche Angestellte in das CAS-System zu drängen. So wurden mancherorts sogar Lehrerstellen für den Regelunterricht zugunsten von CAS-Personal gestrichen, dessen Vertrag nach wenigen Monaten oder einem Jahr immer wieder neu ausgehandelt werden kann. Die jetzige Entscheidung spricht Personen mit CAS-Verträgen auch das Recht auf Weihnachtsgeld, die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft, sowie 30 Tage Urlaub zu.

    Der frühere Wirtschafts- und Finanzminister Ismael Benavides kritisierte den Beschluss des peruanischen Parlaments. Dieser werde die Staatsausgaben erheblich erhöhen, so Benavides.

    Für die Umsetzung der Änderungen isteine generelle Reform der Bezahlung staatlicher Angestellter und Beamter notwendig, an deren Beschluss die Opposition im peruanischen Kongress derzeit noch zweifelt.

    Nach Schätzungen des Wirtschafts- und Finanzministeriums haben derzeit rund 180.000 Menschen einen CAS-Vertrag.

    Eine Zusammenfassung der wichtigsten (bisherigen) CAS-Regelungen finden Sie auf den Se iten des Premierministers unter http://www.pcm.gob.pe/InformacionGral/sgp/preguntas-cas.htm (in einem neuen Fenster).

  • Peruanisches Außenministerium startet Befragung peruanischer Migranten

    Das peruanische Außenministerium beginnt dieser Tage, peruanische Migranten in 60 Ländern zu ihrer Lage und möglichen Problemen zu Befragen. Zunächst soll ein Profil „des peruanischen Migranten“ erstellt und Informationen über den Aufenthaltsstatus, den Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem, die benötigten konsularen Dienstleistungen, sowie die getätigten Rücküberweisungen gesammelt werden. Ausgearbeitet wurde der Fragebogen, für den insgesamt 10.200 Interviews geführt werden sollen, vom peruanischen Nationalinstitut für Statistik und Informatik (INEI), die ersten Ergebnisse werden für September erwartet. Befragt werden Personen, die in den kommenden Monaten in einem von 100 ausgewählten Konsulaten einen Antrag stellen.

    Derzeit leben rund 3 Millionen Peruanerinnen und Peruaner im Ausland.

  • Ica: Bergwerksstollen bricht ein / 9 Bergleute verschüttet

    INFOAMAZONASIm peruanischen Distrikt Yauca del Rosario (Provinz und Region Ica) ist vorgestern der Stollen eines improvisierten Kupferbergwerkes eingestürzt, mindestens neun Bergleute wurden dabei verschüttet – sind aber nach Informationen des regionalen Zivilschutzes noch am Leben. Der freiwilligen Feuerwehr gelang es gestern, einen Schlauch zu legen, über den die Verschütteten mit Wasser und Sauerstoff versorgt werden. Um die Erdmassen abzutragen sind nach Angaben der Feuerwehr allerdings mehrere Bagger und Frontlader notwendig, die bislang offensichtlich noch nicht aufgetrieben werden konnten. Die Regionalregierung bot inzwischen an, entsprechendes Gerät bereit zu stellen, ungeklärt ist aber bislang, wie dieses zur Unglücksstelle transportiert werden kann. Denn auch die Zufahrt zum Bergwerk ist kaum passierbar, die Feuerwehr selbst konnte nur mit Geländewagen mit 4-Rad-Antrieb zur Unglücksstelle gelangen.

    NACHTRAG (Montag): Präsident Humala auf dem Weg zum Unglücksstollen

    Neben Frauenministerin Ána Jara und Premier Óscar Valdés hat sich heute (Montag) auch Präsident Ollanta Humala auf den Weg zum Stollen gemacht. Zudem wurden mehrere Bergbauspezialisten eingeflogen, die bei der Bergung helfen sollen, darunter ein Ingenieur, der bei der Rettung der Bergleute in der chilenischen Atakama-Wüste mitgeholfen hatte. Die Experten begannen bereits, den Eingang des Stollens mit Holzstempeln zu sichern. Wie die Helfer berichten, versuchen auch die verschütteten Bergleute selbst, sich langsam voran zu graben. Dabei rutscht allerdings immer wieder Sand und Geröll nach. Nach ersten Berichten ist die Stimmung unter den Bergleuten schlecht, einige sprechen von Übelkeit und Atemwegsproblemen.

    Premierminister Valdés erklärte, der Kampf gegen den informellen Bergbau helfe auch, Unglücke dieser Art künftig zu verhindern.

  • Frohe Osterfeiertage…

    …wünscht INFOAMAZONAS allen Leserinnen und Lesern.

    Osterfeuer in Magdalena, Provinz Chachapoyas, Region Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Osterfeuer in Magdalena, Provinz Chachapoyas, Region Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
  • Rioja / San Martín: 50 Häuser überschwemmt

    In der nordostperuanischen Provinz Rioja (Region San Martín) ist der Fluss Yuracc Yacu über die Ufer getreten, rund 50 Häuser stehen unter Wasser. Das geht aus dem jüngsten Report des peruanischen Zivilschutzes hervor. Zudem verschlimmerte sich die Situation in Distrikt Rioja, wo bereits Ende März der Uquihua-Fluss über die Ufer getreten war. Die Zahl beschädigter oder zerstörter Häuser stieg hier auf über 100. 450 Personen mussten ihre Häuser vorrübergehend verlassen.

  • SENAMHI: Rekordwasserstände am Amazonas

    Stadtzentrum von Iquitos. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Der peruanische Wetterdienst SENAMHI hat gestern Morgen in der nordostperuanischen Region Loreto einen neuen Rekordwasserstand am Amazonas gemessen. Der Pegel lag demnach bei 118,62 Metern über dem Meeresspiegel und bewegt sich auf 119 Meter zu, da für die kommenden Tage weitere Regenfälle erwartet werden. Der bisher gemessene Rekord lag bei 118,58 Metern über dem Meeresspiegel.

    Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.