Kategorie: neustes Gerücht

Nicht übermäßig relevant oder noch unbestätigt: Die Kategorie „Neustes Gerücht“.

  • Radio Chachapoyas nimmt Arbeit auf

    Radioantennen.

    Pünktlich nahm Radio Chachapoyas heute Morgen um 9:30 peruanischer Zeit mit nur 30 Minuten Verspätung seine Arbeit auf. Grußworte sprachen im dazugehörigen Festakt unter anderem Bürgermeister Peter Lerche, die Gemeinderätin Elisabet Terán und der Personalchef des Rathauses, Will Sanchez Muñóz. Neben Propaganda der Stadtverwaltung soll das Radio besonders kulturelle Aktivitäten und Programme diverser staatlicher Institutionen und Vereine verbreiten. An den Vorgängersender „Norperuana“ wird Radio Chachapoyas mit an Sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit wegen einer kleineren Reichweite und fehlenden Monopolstellung nicht herankommen, aber vielleicht wird 99,1 ja wirklich einmal ein Punkt, auf den man in Chachapoyas sein Radio einstellen kann, ohne vor Schreck gleich wieder umstellen zu müssen.

    Quelle: Internetübertragung des ersten Programmes. Begrüßungsansprache hören.

  • Kältewelle: 600 tote Alpacas in der Region Arequipa

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur Andina berichtet, starben in der südperuanischen Provinz Caylloma, die zur Region Arequipa gehört, ca. 600 Alpacas, darunter viele neu geborene und Muttertiere. Außerdem verloren rund 1200 Bauern ihre Ernte. Schuld daran sind die unerwartet stark ausfallenden Regenfälle, niedrigen Temperaturen und heftige Schneefälle, wie Jorge Cueva Tejada, Bürgermeister von Caylloma, berichtet.

    Inzwischen wurde die Regionalregierung und das technische Hilfswerk um dicke Kleidung, Medikamente und „Abdeckplanen für die Tiere“ gebeten. Die ungewöhnliche Kältewelle begann bereits im März.

    Caylloma ist vier Autostunden von Arequipa entfernt.

    Alpacas sind übrigens wie Lamas und dem peruanischen Wappentier, der Vicuña, mit den Kamelen verwandt.

    Quelle: ANDINA

  • ZOB, Umgehungsstraße: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

    Terminal Terestre - der zentrale Omnibusbahnhof. Foto: Municipalidad Provincial de Chachapoyas

    …aber „enfermo que come no muere“ würde man vermutlich in Chachapoyas sagen (dt. ugf solang der Kranke frisst, stirbt er nicht). Nach vielen Jahren politischen und leider auch physikalischen leerstandes wird nun der zentrale Omnibusbahnhof von Chachapoyas, el terminal terrestre, endlich zu Ende gebaut. Dadurch wird das Auffinden von Regionalbusverbindungen nicht nur einfacher, sondern hoffentlich auch sicherer. Ist dann erst einmal die Umgehungsstraße fertig gebaut, was mit entsprechendem politischen Willen bereits vor vielen Jahren hätte abgeschlossen werden können, müssen der dicke und schwere lokale und regionale Güter- und Personenverkehr endlich nicht mehr durch die Innenstadt fahren. Die Straßen der Innenstadt, die seit jeher unter den großen Fahrzeugen zu leiden haben, werden sich freuen. Auch die Anwohner der Hauptstraßen, die dann hoffentlich nicht mehr Morgens um 4 von vieltonnigen Lastwägen aufgeweckt werden.

    Bauarbeiten an der Umgehungsstraße. Foto: Stadtverwaltung ChachapoyasWie der zuständige PR-Mensch der Stadtverwaltung von Chachapoyas verlautbaren lässt, sei auch das „Müll-Problem“ bald gelöst. nicht nur eine verträglichere Müllkippe, sondern auch ein Ansatz von Recycling soll versucht werden. Bisher wird der Müll, der nicht gleich auf der Straße, in der Landschaft oder im Fluss landet, an einer sehr steil abfallenden Stelle der Straße nach Rodriguez de Mendoza einfach den Hang hinuntergekippt. Der Müll, der nicht unterwegs verbrennt oder von den Geiern gefressen wird, landet so schließlich im Flüsschen Sonche, der nach wenigen Kilometern in den Utcubamba-Fluss mündet, dessen Wasser übrigens nicht nur zur Bewässerung von Reisfeldern benutzt wird.

    Langsam, aber immerhin, scheint sich also doch etwas zu bewegen. Mit Hohn wurde bisweilen von manchen der Spruch „fuerza local – cooperacion internacional“ (dt. lokale Stärke – internationale Zusammenarbeit) zitiert – der Spruch, mit dem der derzeitige Bürgermeister und sein Team bei den letzten Bürgermeisterwahlen antraten. Die Fertigstellung der beschriebenen drei Projekte, die bereits unter dem vorletzten Bürgermeister begonnen wurden, wäre in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Ob es in Chachapoyas Eichhörnchen gibt? Wenn ja, würden sie sich bestimmt auch noch über ein paar Bäume mehr freuen. Aber wie gesagt, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

    Quelle: PR Stadtverwaltung, Informanten.

  • Neues Album von ILLAREK

    Volkloregruppe Illarek

    Nach dem großen Erfolg mit ihrem ersten Album mit pop-/rockiger Folkloremusik wird die Gruppe aus dem Jirón Junin in Chachapoyas demnächst ihr neues Album vorstellen.

    Auch das neue Album ist von ruhigen Baladen mit eingängigen Melodien geprägt. Mal schauen, ob wieder ein Hit vom Kaliber des „Chachapoyas Soy“ wie auf dem letzten Album dabei ist. Nach ihrer Tour durch Amazonas war es eine Weile ruhig geworden um die jungen Künstler. Das soll sich nun mit der neuen CD ändern.

    Im Rahmen des Fernsehprogramms „Lo nuestro con Cecilia“ im Staatsfernsehen „TV Peru“ präsentierten sie vorab das Lied „Chachapoyana“, in dem verschiedene Traditionen des Südens von Amazonas besungen werden (einige davon: www.naimad.de/chachapoyas/folklore.html). Nach insiderinformationen heißt ein anderes Lied „Tributo a Kuelap“ und beschreibt Architektur und Geschichte der historischen Festung.

    Mehr noch als im letzten Album wird dabei auf traditionelle Instrumente wie Charrango, Quenas und natürlich Panflöten gesetzt, während das Schlagzeug dezent im Hintergrund bleibt.

    Hörprobe „chachapoyana“

  • Radio Municipal bald wieder sinnvoll?

    Liste aller (legalen...) Radiosender in Chachapoyas

    Wie man auf den Gängen der Provinzverwaltung von Chachapoyasflüstert, wird Mitte Mai 2008 das Radio, das in den letzten Jahren unter dem Namen „Frecuencia99“ vor sich hindümpelte, unter dem Namen „Radio Chachapoyas“ wiederauferstehen. Geplant ist das ganze als „Kulturradio“, bei dem immerhin 3 Leute voll arbeiten sollen. Auf lange Sicht sollen dann auch die Radios von einigen Distriktverwaltungen mit eingebunden werden, um untereinander Nachrichten und produzierte Programme austauschen.

    Nach dem Frequnezregister des Transport- und Kommunikationsministeriums wird es sich gegen „nur“ 16 andere Radiosender behaupten müssen, von denen mindestens 3 behaupten, sie seinen ein Kulturradio…

  • historische Bauwerke in Lima „verschwunden“

    Zugegeben, das historische Zentrum Limas ist oft Schauplatz kleinerer oder größerer Verbrechen. Meist geht es um Taschendiebstahl oder kleine Überfälle. Eine Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur „Andina“ erschreckt aber doch ein wenig…

    Am vergangenen Dienstag wurde vom Nationalen Kulturinstitut Perus (INC) im Zusammenhang mit einigen Bauwerken die Rücknahme des Status „Nationales Kulturerbe“ bekannt gegeben.

    Das erste Bauwerk, ein Haus in kollonialer Bauweise, ist eingestürzt, wodurch es nach der Meldung „alle seine originalen architektonischen Elemente verloren hat, inklusive der Fassade“. Bereits seit einiger Zeit beherbergt das Gelände einen nicht genehmigten Parkplatz. Auch wenn dieser Tag und Nacht von einem Parkwächter überwacht wird, hat er nach Meinung des INC „keinen historischen Wert mehr“.

    Ein weiteres Monument wurde aus der Liste gestrichen, weil sich die Denkmalschützer bei der Aufnahme der Bauwerke in der Adresse geirrt hatten und sie deshalb nur aus versehen aufgenommen worden waren.

    Die große Überraschung hielt sich der INC aber bis zum Schluss auf:

    „Zwei Bauwerke […] werden in Zukunft nicht mehr in der Liste auftauchen, weil sie nicht mehr existieren.“ An Stelle des einen findet man heute ein 5-stöckiges Haus. Das zweite ist wohl spurlos verschwunden.