Kategorie: Utcubamba

Die Hauptstadt der Provinz Utcubamba ist Bagua Grande. Die Provinz wird von der „Fernando-Belaunde-Terry-Straße“ durchschnitten, die von Pedro Ruiz, Chachapoyas und Tarapoto über Olmos an die peruanische Küste führt.

Traurige Berühmtheit erlangte die Provinz am 5. Juni 2009, als bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und Zivilisten, darunter vorwiegend Indígena der Region, mehr als 30 Menschen ihr Leben verloren.

  • Utcubamba / Amazonas: Erdrutsch bei Jamalca zerstört Häuser und Straßen

    Bei durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen ausgelösten Erdrutschen wurden im Distrikt Jamalca (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) 25 Häuser zerstört, sowie schwere Schäden an mehreren Straßen angerichtet. Wie der Zivilschutz Amazonas berichtet, kam es zuvor zu Überschwemmungen, nachdem der Olom-Bach über die Ufer getreten war und die Straße nach Guayacán unpassierbar gemacht hatte. Wie Radio Horizonte aus Chachapoyas berichtet, wurde dabei offenbar auch ein Lastwagen von der Straße gedrückt, Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Auch die Straße zur Ortschaft Pirurco ist wegen kleinerer Erdrutsche derzeit unbefahrbar.

    Der Distrikt Jamalca schreibt inzwischen eine lange, traurige Geschichte tragischer Erdrutsche. So war vor wenigen Jahren das Dorf „Aserradero“ an der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (IIRSA Norte) nach einem Erdrutsch fast vollständig in den Fluten des Utcubamba-Flusses verschwunden. Die Bewohner von „Aserradero“ wurden in Folge mehrmals umgesiedelt – und wurden wieder Opfer von Erdrutschen. Auch das IIRSA Norte-Konsortium, das die Fernstraße betreibt, die die nordostperuanischen Urwaldregionen mit der Küste verbindet, musste nun schon drei Mal den Straßenabschnitt auf Höhe des verlassenen „Aserradero“ neu bauen. Immer war die Straße wieder abgerutscht. Auch in diesem Jahr kam es nicht nur dort, sondern auch an der ebenfalls gefährdeten Stelle „El Salao“ zu neuen Erdrutschen, weswegen die Straße derzeit nur eingeschränkt befahrbar ist.

    Neben IIRSA Norte entsandte nun auch die Regionalregierung Amazonas schweres Gerät nach Jamalca, um die Aufräumarbeiten voranzutreiben. Gegenüber Radio „La Voz“ aus Bagua Grande beschwerten sich allerdings Anwohner, die Hilfe laufe viel zu langsam an.

    Probleme auch in Rodriguez de Mendoza

    Auch in der Provinz Rodriguez de Mendoza kam es wegen der starken Regenfälle zu Problemen. So war die Straße San Nicolas – Huambo vorrübergehend unpassierbar, im Distrikt Limabamba wurde eine Fußgängerbrücke schwer beschädigt. Im Distrikt Longar wurden mehrere Wohnhäuser Opfer der Fluten.

  • Amazonas / Peru: Landwirte steigern Produktion

    Steueraufkommen in der Region Amazonas 2004-2010. Bild: INFOAMAZONAS.Die Landwirte der nordperuanischen Region Amazonas haben die Produktion von Lebensmitteln in den vergangenen Monaten stark gesteigert. Das geht aus dem jüngsten Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region hervor, der gestern vom peruanischen Nationalinstitut für Statistik und Informatik (INEI) herausgegeben wurde. So lag beispielsweise die  Maisproduktion im Februar 2012 30% über dem Wert im Vorjahreszeitraum. Auch die Reisernte lief offenbar gut, mit 14.947 Tonnen im Februar 2012 lagen die Reisbauern 12,3% über dem Vorjahreswert. Dazu, so das INEI, trug, neben einem für den Reisanbau günstigen Klima, vor allem die voranschreitende Technifizierung der regionalen Landwirtschaft bei.

    Während bei der Mango-, Avokado- und Kartoffelproduzenten Einbußen verkraften werden mussten, konnte die Kakaoproduktion um rund 20% gesteigert werden. Die produzierte Yuca (Maniok)-Menge lag im Februar mit rund 10.500 Tonnen ungefähr auf Höhe des Vorjahres.

    Milchproduktion steigt um 12,8%

    Auch bei den tierischen Produkten ließ sich ein Anstieg feststellen. So stieg die Milchproduktion auf 6.436 Tonnen an, ein Anstieg von 12,8% im Vergleich zum Februar 2011. Die Produktion von Schweinefleisch stieg dagegen um 22,8%, die von Schafsfleisch um 16,6% und die von Ziegenfleisch um 9,7%. Lediglich die Zucht von Hühnern und anderem Geflügel ging um mehr als 20% zurück.

    Höhere Steuereinnahmen dank florierender Landwirtschaft

    Die insgesamt gute Lage der bis heute vor allem durch viele Kleinst- und wenige mittelgroße Unternehmen geprägte Landwirtschaft der Region schlug sich auch im Steueraufkommen nieder: Nach Angaben der peruanischen Steuerbehörde SUNAT lagen die Steuereinnahmen in der Region Amazonas bei 1.399.000 Nuevos Soles – 3,1% höher als noch im Februar des Vorjahres.

    Das bestätigt einen langfristigen Trend: Seit 2004 ist ein steter Anstieg des Steueraufkommens in der Region Amazonas zu verzeichnen. Konnte die SUNAT im gesamten Jahr 2004 noch 7,8 Millionen Nuevos Soles an Steuern einnehmen, waren es 2010 bereits 23,8 Millionen. Und das, obwohl bis heute in der Region keine Mehrwertsteuer erhoben wird.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Wegen Regenfällen: Region Amazonas weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten

    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará
    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará. Foto: COER Amazonas

    Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in der Region Amazonas große Schäden angerichtet und weite Teile der Region von der Außenwelt abgeschnitten. Aus allen Teilen der Region werden eingestürzte Häuser gemeldet, zahlreiche Erdrutsche unterbrachen wichtige Zufahrtsstraßen. Wie der Zivilschutz heute Nacht bekannt gab, ist die Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz (Provinz Bongará), die den Süden der Region mit der peruanischen Küste verbindet, bei Churuja zerstört worden und bis auf weiteres unpassierbar. Ähnlich ist die Situation bei Shipamarca, einem Straßendorf zwischen dem Achamaqui-Kreuz (Kreuzung Chachapoyas-Pedro Ruiz-Balsas) und Tingo und auf der Straße von Tingo nach Kuélap. Auch der Abschnitt Huincucho – Colcamar, der Colcamar an das Straßennetz anbindet, ist derzeit nicht befahrbar. Bereits seit einigen Tagen kann auch die Straße von Pipus nach Cheto nicht befahren werden und die Straße von Chachapoyas nach Rodríguez de Mendoza ist ebenfalls nur unter Lebensgefahr passierbar. Auch die Straße, die westlich von Chachapoyas Luya mit dem Dorf Trita verbindet, ist unterbrochen. Die Straße von Pedro Ruiz nach Bagua Grande ist noch immer nur eingeschränkt befahrbar, nachdem ihr Untergrund teilweise vom Utcubamba-Fluss so weit erodiert worden war.

    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.
    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.

    Allein in Chachapoyas stürzten bislang 10 Häuser ein, in einem Schulzentrum mehrere Toiletten. Auch in La Jalca (Provinz Chachapoyas) stürzten mehrere Häuser ein, über 50 Meerschweinchen und ein dutzend Schweine verendeten in den Wassermassen. Im nahegelegenen Yerba Buena (ebenfalls La Jalca / Provinz Chachapoyas) trat der Utcubamba über die Ufer und überflutete mehrere Wohnhäuser. Auch in Cajaruro (Provinz Utcubamba) stürzten bislang vier Häuser ein. In Churuja (Provinz Bongará) wurden mehrere Häuser überschwemmt, die örtlichen Hochwasserschutzmauern wurden teilweise zerstört. Zudem hat sich nach Angaben des Zivilschutzes im Flussbett eine große Menge Kies angesammelt, was die Gefahr weiterer Überschwemmungen erhöht. Ähnliche Meldungen kommen aus allen Teilen der Region.

    Die Regionalregierung Amazonas verfügte nun, dass alle ihrer Mitarbeiter auch am Valentinstag, der in diesem Jahr peruweit eigentlich ein freier Feiertag ist, bereit stehen müssen.

  • Chachapoyas / Amazonas: Erdrutsch verschüttert Straße nach Balsas

    Ein Erdrutsch hat die Straße Cruce Achamaqui-Balsas, die Chachapoyas mit der Region Cajamarca verbindet, bei Streckenkilometer 363 + 500 verschüttet. Auslöser waren die schweren Regenfälle der vergangenen Tage. Nach Angaben des Zivilschutzes von Chachapoyas sind bereits mehrere Räumfahrzeuge vor Ort und versuchen, die Befahrbarkeit der Straße wiederherzustellen. Auch bei Yerba Buena (Distrikt La Jalca / Provinz Chachapoyas), einige Kilometer weiter südlich, kam es zu Problemen, als der Utcubamba-Fluss über die Ufer trat und mehrere Bauten zum Hochwasserschutz mitriss, sowie zwei Häuser überflutete, wobei 10 Schweine und rund 50 Meerschweinchen getötet wurden.

    Erst vor wenigen Tagen war ein Teil der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße bei El Salao (Distrikt Jamalca / Provinz Utcubamba / Region Amazonas) abgebrochen. Mitarbeiter des Straßenkonzessionärs IIRSA Norte arbeiten noch an einem alternativen Straßenverlauf.

  • Utcubamba / Amazonas: Erdrutsch reißt 200 Meter Straße mit / Chachapoyas zeitweise abgeschnitten

    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.
    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.

    Die Wassermassen des Utcubamba-Flusses haben bei El Salao (Distrikt Jamalca / Provinz Utcubamba / Region Amazonas) den Berghang unterhalb der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (Interoceanica Norte) unterspült und damit einen Erdrutsch ausgelöst, der rund 200 Meter der Straße weitgehend zerstört hat. Damit sind große Teile des peruanischen Nordostens weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten, betroffen ist vor allem die Umgebung der Regionalhauptstadt Chachapoyas. Gleichzeitig stauen die Erdmassen noch immer Teile des Utcubambas auf – den Orten, die flußabwärts von El Salao liegen, droht eine Flutwelle.

    El Salao liegt nördlich der Stadt Bagua Grande, mit dem Auto rund 25 Minuten Fahrtzeit. Wie Radio La Voz berichtet, warten mehr als 500 Autos auf beiden Seiten der unterbrochenen Straße auf Durchlass. Der Straßenkonzessionär IIRSA Norte versucht derweil, eine provisorische Alternativroute zu bauen, um zumindest kleineren Fahrzeugen das Durchkommen zu ermöglichen. Dies ist allerdings nicht so einfach, da nicht zuletzt wegen der anhaltenden Regenfälle der Berghang immer wieder nachrutscht.

    Eine ähnliche Situation hatte es in den vergangenen Jahren wiederholt im Umfeld des Dorfes „Aserradero“ gegeben, wo nach mehreren Erdrutschen ein ganzes Dorf umgesiedelt, sowie eine alternative Route für die Straße gefunden werden musste.

    Probleme auch in Puerto Motupe

    Auch in Puerto Motupe, rund 15 Fahrminuten von Bagua Grande entfernt, kam es zu Problemen wegen der anhaltenden Regenfälle. Auch hier konnte die Straße für mehrere Stunden nicht befahren werden, erst eine Baumaschine von IIRSA Norte konnte den gestrandeten Fahrzeugen die Weiterfahrt ermöglichen.

  • Luya / Amazonas: Jucusbamba-Bach über die Ufer getreten – Häuser und Äcker unter Wasser

    httpv://www.youtube.com/watch?v=nSVk72BPDGw
    Im peruanischen Distrikt Luya (Provinz Luya) ist wegen der starken Regenfälle der vergangenen Tage der Jucusbamba-Bach über die Ufer getreten und hat mehrere Häuser unbewohnbar gemacht. Weitere wurden beschädigt, zahlreiche Ackerflächen stehen noch immer unter Wasser. Nach Angaben des Zivilschutzes Amazonas wurden allein im Örtchen Luya insgesamt 24 Häuser so stark beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnt werden können, 16 weitere wurden leicht beschädigt. In Chocta wurde ebenfalls ein Haus weitgehend weggeschwemmt, in Shipata zwei. In Lamud wurden 5 Häuser beschädigt, in Shipata 22. Auch die Ramón Castilla-Schule muss renoviert werden. Nach ersten Schätzungen wurden Feldfrüchte auf einer Fläche von rund 20 Hektar zerstört. Auch eine Straße war vorrübergehend unpassierbar.

    Inzwischen sind schwere Geräte aus der Nachbarprovinz Chachapoyas eingetroffen, darunter ein Bagger, der das Bett des Jucusbamba erweitern soll.

    Aserradero / Utcubamba: Seilbahn reißt – Familie vermisst

    Bei dem inzwischen aufgegebenen Ort Aserradero in der Region Amazonas kam es gestern zu einem tragischen Unfall. Aus noch ungeklärter Ursache riss das Stahlkabel, an dem eine Seilbahn über den Utcubamba-Fluss aufgehängt war. Eine fünfköpfige Familie stürzte ins Wasser, bislang konnte lediglich die 28jährige Tochter verletzt geborgen werden. Von allen weiteren Personen fehlt weiterhin jede Spur.

    Jaén / Cajamarca: La Virginia durch Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten

    Starke Regenfälle haben in der Nähe des Ortes La Virginia (Distrikt Jaén / Provinz Jaén / Region Cajamarca) zu mehreren Erdrutschen geführt. Die Straße, die Jaén mit La Virginia verbindet, ist derzeit auf einer Länge von rund 300 Metern unpassierbar. Nach Angaben der Provinzverwaltung sind bereits Räumfahrzeuge vor Ort.

  • Bagua Grande: Polizei beschlagnahmt 123 Kilo Kokain

    Die Kolonne aus zwei PKW und einem Minivan kamen ihnen verdächtig vor: Bei einer Verkehrskontrolle sind der Straßenpolizei Bagua Grande gestern Drogenschmuggler mit insgesamt 123 Kilogramm Kokain im Gepäck ins Netz gegangen. Wie die Lokalzeitung „Ahora“ berichtet, fuhr, wie es bei Drogentransporten üblich ist, einer der PKW voraus, um vor Polizeikontrollen zu warnen. Offensichtlich schafften sie es nicht mehr rechtzeitig, die Warnung abzusetzen. Beide PKW entkamen, der mit den Drogen beladene Minivan, sowie sein Inhalt wurden aber beschlagnahmt. Die zwei Insaßen wurden festgenommen, gaben allerdings zu Protokoll, lediglich die „Fahrer“ und „Beifahrer“ gewesen zu sein und die Namen der Hintermänner nicht zu kennen. Ziel der Drogenschmuggler soll Chiclayo gewesen sein.

    Die Polizeikontrolle ereignete sich bei Streckenkilometer 236 der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße, nur wenige Kilometer von Bagua Grande entfernt. Die Polizei überprüft nun mit Hilfe der Videoaufnahmen der Überwachungskamera einer nahegelegenen Mautstation, ob der Minivan bereits in der Vergangenheit auf der Route unterwegs war. Die Drogen waren in backsteinförmigen Bündeln verpackt und mit gelber Folie eingewickelt worden.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Bagua Grande: Leiche aus dem Sarg gestohlen

    Hier lag sie, die Leiche. Foto: Radio La Voz.
    Hier lag sie, die Leiche. Foto: Radio La Voz.

    Unbekannte haben am vergangenen Wochenende in Bagua Grande (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) eine Grabwand gewaltsam geöffnet und eine Frauenleiche gestohlen. Das berichtet die Regionalausgabe der Tageszeitung „Ahora“. Die Grabschänder öffneten das Grab mit Hammer und Meißel und nahmen die sterblichen Überreste von Clara Rosa Barboza Guevara mit, die im Juli 1996 verstorben war. Wohin die Leiche verschwand und warum sie gestohlen wurde, stellt die Polizei bislang vor ein Rätsel. Um einen Scherz zu Halloween handelte es sich offenbar nicht.

  • Bagua Grande / Amazonas: Staatsanwaltschaft prüft Hinweise auf Indígena-Massengrab

    Nach Berichten von Einwohnern des Dorfes El Valor-Cruce Cayaltí (Distrikt El Milagro) über Massengräber mit weiteren Toten der als „Baguazo“ bekannten Zusammenstöße  zwischen Indígena und der Polizei am 5. Juni 2009 hat die Staatsanwaltschaft der Provinz Utcubamba die Ermittlungen aufgenommen. Bereits seit gestern sind bei „El Torito“ ein Anthropologe und ein Gerichtsmediziner im Einsatz, um die Grabungen an den von der lokalen Bevölkerung erwähnten Orten zu leiten. Die ersten beiden Grabungen verliefen allerdings, wie Staatsanwältin Karina Fuentes Torres gegenüber Radio „La Voz“ aus Bagua Grande erklärte, weitgehend erfolglos. Man habe mehr als zwei Meter tief gegraben, es seien aber keine menschlichen Überreste oder anderen Spuren gefunden worden, so Fuentes Torres weiter. Heute und Morgen sollen die Ausgrabungen fortgesetzt werden.

    Bereits kurz nach dem 5. Juni 2009 hatte es Spekulationen über weitere Todesopfer – 35 tote Indígena und Polizisten sind bislang offiziell registriert – gegeben, konkrete Beweise dafür gab es aber bislang nicht. Die Befragung hunderter kleiner Ortschaften im Norden der Region Amazonas durch die peruanische Volksanwaltschaft brachte ebenfalls keine Hinweise auf weitere Vermisste. Einzig von einem Polizisten fehlt seitdem jede Spur. Die nun eingeleiteten Ermittlungen gehen auf Aussagen mehrerer Kleinbauern des 208-Einwohner-Dorfes Cruce Cayaltí zurück. Was genau die Kleinbauern ausgesagt haben, wollte die Staatsanwaltschaft Utcubamba gegenüber INFOAMAZONAS unter Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht preisgeben.

    In den Wochen vor dem 5. Juni 2009 hatten Indígena und Sympathisanten zwischen Bagua Grande und Corral Quemado („Siempre Viva“) eine Fernstraße blockiert, um gegen eine Reihe von Gesetzesdekreten zu protestieren, durch die sie ihre rechtliche Position gegenüber Holz-, Agrar- und Bergbaukonzernen geschwächt sahen. Die Verhandlungen mit der örtlichen Polizei waren dabei schon weit fortgeschritten, als Spezialeinheiten der Nationalpolizei mit einer improvisierten versuchten, die Fernstraße zu räumen. Dabei, sowie bei einer anschließenden Racheaktion einer anderen Indígena-Gruppe, die ebenfalls im Protest in einer nahegelegenen Ölpumpstation Polizisten als Geiseln genommen hatte, wurden mehr als 30 Menschen getötet.

  • Alan García verspricht Asphaltierung der Route Achamaqui-Leymebamba-Balsas

    Bei seinem Besuch in der historischen Bergfestung Kuélap verkündete der peruanische Präsident Alan García, seine Regierung stelle 180 Millionen Nuevos Soles für die Asphaltierung der Straße Cruce Achamaqui-Leymebamba-Balsas bereit, die die Regionalhauptstadt Chachapoyas mit der Nachbarregion Cajamarca verbindet. Während seinem eineinhalbstündigen Besuch in Kuélap versprach García auch den Neubau des Santiago Apóstol-Krankenhauses in Bagua Grande, die Verbesserung des Wasser- und Abwassersystems in Bagua, sowie weitere Mittel für die Restaurierung von Kuélap. Begleitet wurde der Präsident von allen amtierenden Ministerinnen und Ministern.

    Von der Asphaltierung der Straße würden auch Besucher und Anwohner von Kuélap profitieren, da ein Teil der Strecke nach Kuélap auf  dieser Strecke zurückgelegt wird.