Schlagwort: SERPOST

  • Seit dieser Woche müssen peruanische Postunternehmen mit Postleitzahlen arbeiten

    Die Probephase von 120 Tagen ist vorrüber, ab jetzt müssen eigentlich alle Briefe und Pakete staatlicher Organisationen in Peru mit den Postleitzahlen des Empfängers und des Senders gekennzeichnet werden. Private Postnutzerinnen und Nutzer sollen, so sieht es das im Februar veröffentlichte Dekret des Transport- und Kommunikationsministeriums über die Einführung der Postleitzahlen vor, durch Werbekampagnen der Postunternehmen an deren Nutzung gewöhnt werden. In wieweit sich die staatlichen Stellen an das Dekret halten, ist unbekannt, ebenso, ob – wie vorgeschrieben –  alle Filialen aller Postunternehmen ein Postleitzahlenbuch in digitaler oder gedruckter Form für ihre Kunden ausliegen haben. Die Internetseite der Staatlichen „Serpost“ widmet sich intensiv dem Thema, der private Post- und Paketdienst „Olva“ hält sich bislang eher bedeckt.

    Egal, ob das Postleitzahlenbuch nun ausliegt oder nicht: Die großen Versandhäuser in der peruanischen Hauptstadt Lima, die sich bislang in den meisten Fällen weigern, in ländliche Regionen zu verschicken, haben nun eine Ausrede weniger, da selbst viele Kleinstdörfer eindeutig einer Postleitzahl zugeordnet werden können. Zudem können sich die Nutzer von Internetdiensten, die bislang eine falsche spanische Postleitzahl zur Anmeldung nutzen mussten, ihre wirkliche Postleitzahl angeben. Bislang war das häufig nicht möglich, da außer einigen großen Städten in Peru keine Postleitzahlen vergeben waren. Weiß man mal eine Postleitzahl doch nicht, geht übrigens noch nicht die Welt unter. Die Postunternehmen sind verpflichtet, die Sendungen dennoch anzunehmen und zuzustellen.

    Ein paar wichtige Postleitzahlen:

    -In Amazonas

    Chachapoyas-Stadt: 01001

    Chachapoyas-Rest und Huancas: 01000

    Colcamar: 01420

    Leymebamba: 01465

    Magdalena: 01410

    Pisuquia: 01485

    Pisuquia-Yomblón: 01486

    Providencia: 01540

    Santo Tomas: 01445

    Tingo: 01415

    Bagua Grande-Stadt: 01621

    Bagua Grande-Rest: 01620

    Santa María de Nieva-Stadt: 01831

    Santa María de Nieva-Rest: 01830

    – In Cajamarca

    Cajamarca (Stadt)  besteht aus mehreren Postbezirken, die nicht mit Distriktgrenzen übereinstimmen.

    Cajamarca-Nord: 06001

    Cajamarca-Mitte: 06002

    Cajamarca-Süd: 06003

    Cajamarca-Rest und Großteil von Banhos del Inca: 06000

    Jaén-Stadt: 06801

    Jaén-Rest: 06800

  • Ganz Peru bekommt Postleitzahlen

    Endlich: Ab kommendem Jahr werden für ganz Peru Postleitzahlen eingeführt. Entsprechende Pläne, sowie ein ausgearbeiteter Vorschlag über die Verteilung der Nummern können auf der Internetseite des peruanischen Verkehrs- und Kommunikationsministeriums (MTC) abgerufen werden. Damit wird in Zukunft nicht nur die Post schneller zugestellt werden können, auch viele Hürden im Zusammenhang mit Internetdienstleistungen fallen weg. So ist beispielsweise zur Registrierung bei sozialen Netzwerken oder E-Mail-Anbietern die Angabe einer Postleitzahl nötig. Außerhalb des Großraums um die Hauptstadt Lima war dies deshalb bislang nicht – oder nur unter Angabe falscher Daten – möglich.

    Dem MTC-Vorschlag folgend wird Chachapoyas die Postleitzahl 01001 bekommen, Cajamarca die 06001 und Jaén die  06879. Die Grenzen der Postleitzahlgebiete verlaufen dann entlang der Distriktgrenzen, wobei Distrikten mit mehr als 60.000 Einwohnern mehrere Postleitzahlen zugewiesen werden können.

    Die ersten beiden Ziffern werden dabei die Region bezeichnen, die dritte Ziffer den regionalen Postbezirk – die „0“ ist dabei der Regionalhauptstadt vorbehalten, die 9 Postfächern, staatlichen Institutionen und Großkunden – und die letzten beiden Ziffern den genauen Distrikt oder Ort.

    Neuigkeiten rund um die Einführung der Postleitzahlen erfahren sie selbstverständlich rechtzeitig auf INFOAMAZONAS.de

  • Kampf gegen Rauschgiftschmuggel: Peruanische Post kauft Röntgengerät

    Zur Verhinderung des Drogenschmuggels setzt das peruanische Postunternehmen SERPOST künftig auf ein Röntgengerät. Das berichtet ANDINA. Mit dem Röntgengerät werden ab kommender Woche Brief- und Paketsendungen aus und nach Peru durchleuchtet, über verdächtige Sendungen wird dann sofort an die Antidrogenpolizei verständigt.

    In den vergangenen Wochen waren mehrere SERPOST-Mitarbeiter entfernt worden, die Aktiv am Drogenschmuggel mitgewirkt hatten. Die Namen werden nach Angaben der Polizei noch geheim gehalten, um weitere Ermittlungen nicht zu erschweren.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Herzlichen Glückwunsch, Briefträger

    In Peru wird heute einer Berufsgruppe gedacht, die in den vergangenen Jahre „dank“ dem Internet ziemlich abgenommen hat. Es ist, genau, der Tag des Briefträgers. Briefträger ist dabei in Peru kein neuer Beruf. Schon bei den Inka transportierten die so genannten Chasqui über tausende Kilometer hinweg im Laufschritt wichtige Nachrichten von Ort zu Ort. Und so wird der Tag des Briefträgers in Peru auch besonders gefeiert. Einige Briefträger laufen alljährlich am 29. August, um dem peruanischen Präsidenten eine Grußbotschaft zu überreichen. Wie viele Chasqui es zu Zeiten der Inka gab, ist nicht bekannt. Die peruanische Staatspost SERPOST hat derzeit rund 600 Briefträger. Einen großen Unterschied zwischen den Chasqui und SERPOST gibt es aber sehr wohl: Der Überlieferung nach durften bei den Inka Frauen nicht als Chasqui arbeiten. SERPOST hat diesen Mangel behoben.

  • Verbot von Mototaxis in Chachapoyas beschlossen

    Seit dem 16. Mai ist im gesamten Distrikt Chachapoyas das Fahren mit dreirädrigen Motorrikschas, in Peru Mototaxi genannt, verboten. Grund dafür ist nach dem Provinzratsbeschluss, dass Chachapoyas wegen ihrem Selbstverständniß als Reiseziel und auch wegen ihrer äußerst bergigen Lage nicht für Mototaxis geeignet ist. So machten laut Ratsbeschluss die kolonialen und monumentalen Fassaden der Häuser das Bild der Stadt aus, das durch den Lärm und die Optik der Dreiräder gestört würde. Zudem könne in den meist offenen Fahrzeugen besonders in Kurven die Sicherheit der Fahrgäste nicht garantiert werden.

    Bei Verstößen soll das Fahrzeug konfisziert werden. Ausgenommen davon ist das Fahrzeug von SERPOST, dem Briefzusteller, aber nur während der Zeit der Zustellung selbst.

    Quelle: Stadtverwaltung Chachapoyas, ORDENANZA Nº 049 -2008-MPCH