Schlagwort: Magaly Solier Romero

  • „ALTIPLANO“ ab Donnerstag in deutschen Kinos

    Am Donnerstag, den 24. 6. wird auch in Deutschland der Film „Altiplano“ anlaufen. Eine der Hauptdarstellerinnen ist die peruanische Schauspielerin Magaly Solier, die durch den Siegerfilm der Berlinale 2009, „La Teta Asustada“, international berühmt wurde.

    Der Filmverleih schreibt dazu:

    Die gefeierte Kriegsfotografin Grace (Jasmin Tabatabai), gibt nach einem schrecklichen Vorfall in Bagdad ihren Beruf auf. Ihr Mann Max arbeitet als Arzt in den Hochanden. Als er plötzlich unter ungeklärten Umständen in dem abgelegenen Dorf Turubamba stirbt, beschließt Grace in die Anden zu reisen. Eine Quecksilberkontaminierung, ausgelöst durch Minenarbeiten, scheint die Ursache. In Turubamba lebt auch die junge Saturnina (Magaly Solier), die ihren Verlobten durch die Quecksilbervergiftung verliert. Saturnina kämpft mit allen Mitteln gegen die Unterdrückung der Ausbeuter und für die Rechte Ihres Volkes. In den Hochanden gelingt es Grace schließlich ihr Trauma zu bewältigen, die Ursachen eines bis dahin unbekannten Krieges zwischen der Bevölkerung und den Quecksilberminen aufzudecken und ihr Gespür für die Fotografie wieder zu entdecken.

    Das Thema „Quecksilberkontaminierung“ im Zusammenhang mit Minenarbeiten ist dabei ein echtes: Vor etwas mehr als 10 Jahren verunglückte ein Lastwagen mit Quecksilber bei Chorropampa (Region Cajamarca). Das austretende Quecksilber verseuchte nicht nur den Boden, bis heute leiden viele Bewohner von Chorropampa unter den Spätfolgen von Quecksilbervergiftungen.

    Trailer:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=583ZB7hVnLo

    Filminfos:
    Länge: 105 Minuten
    Genre: Lyrisches Drama
    Produktionsland: Peru und Belgien
    Produktionsjahr: 2008
    Darsteller: Jasmin Tabatabai, Magaly Solierlier, Olivier Gourmet, u.a.
    Regie: Brosens & Woodworth
    Drehbuch: Brosens & Woodworth
    Kamera: Francisco Gózon
    Schnitt: Nico Leunen
    Produzent: Heino Deckert (ma.ja.de/Leipzig)

  • Oscar-Nominierung für "La teta asustada"

    Der peruanische Spielfilm „La teta asustada“ (Deutsch: Eine Perle Ewigkeit) wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für einen Oscar in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“ nominiert. Dabei wird er unter anderem gegen den argentinischen film „El secreto de sus ojos“, „Samson & Delilah“ aus Australien und „Das weiße Band“ aus Deutschland antreten. Der Film der peruanisch-spanischen Regisseurin Claudia Llosa mit Magaly Solier in der Hauptrolle hat bereits den goldenen Bären der Berlinale, sowie zahlreiche weitere internationale Filmwettbewerbe gewonnen.

    Die Gewinner des Oscars werden am 7. März in Los Angeles bekannt gegeben.

  • "Die Hunde waren dick, die Menschen abgemagert": Magaly Solier über Erinnerungen an den Bürgerkrieg

    Gemeinsam mit der Schauspielerin Magaly Solier besuchte der peruanische Kolumnist und Blogger Marco Sifuentes eine Ausstellung über die Verbrechen während des peruanischen Bürgerkrieges Ende des vergangenen Jahrhunderts – die Ausstellung, die in den vergangenen Wochen in Peru zu heftigen Diskussionen geführt hatte. Wer ein wenig spanisch versteht, bekommt zu erschütternden Bildern auch noch schreckliche Geschichten erzählt:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=9bOlpMN6BLs

    Teil 2:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=Vq3Tc04AWxg

    http://utero.pe/2009/03/13/con-magaly-solier-en-yuyanapaq/

    Die Ausstellung „Yuyanapaq“ ist derzeit noch im peruanischen Nationalmuseum zu sehen:
    Museo Nacional de la Cultura Peruana
    Avenida Alfonso Ugarte 650, Lima 1.

  • Berlinale: DER GOLGENE BÄR GEHT NACH PERU!

    httpv://www.youtube.com/watch?v=3lBVIiU6xJw

    vrnl: Magaly Solier, Claudia Llosa. Foto: ANDINA
    vrnl: Magaly Solier, Claudia Llosa, María del Pilar. Foto: ANDINA

    Völlig überraschend geht der Goldene Bär, die höchste Auszeichnung der internationalen Filmfestspiele Berlin an Berlinale-Neuling Peru. Ausgezeichnet wurde der Film „La Teta asustada“ (Milk of Sorrow) der peruanischen Regisseurin Claudia Llosa. Folgerichtig widmete die Regisseurin  den Preis ihrem Heimatland. „Das ist für Peru, für unser Land,“ sagte Llosa, was aber beinahe in den stehenden Ovationen unterging.

    Hauptdarstellerin Magaly Solier dankte zuerst ihrer Mutter auf spanisch, grüßte ihr Heimatland Peru und sang ein Lied auf Quechua. Gegenüber RPP Noticias erklärte sie, der Preis sei auch eine Anerkennung der Leiden tausender Frauen während der Auseinandersetzungen in Peru, unter denen besonders die Region Ayacucho – aus der sowohl Magaly Solier, als auch ihre Filmfigur stammen – gelitten haben.

    Gegenüber dem peruanischen Nachrichtensender „CPN Radio“ erklärte Llosa, sie habe sich nach dem Aufruf der hinteren Plätze schon damit abgefunden, nicht unter den Preisträgern zu sein. Umso größer war dann wohl die Überraschung, neben dem Preis der internationalen Kinopresse auch noch den goldenen Bären zu bekommen.

    Claudia Llosas zweiter Film „La Teta asustada“ ist eine peruanisch-spanische Gemeinschaftsproduktion. Mit 33 Jahren ist sie die jüngste Regisseurin, die jemals für den goldenen Bären angetreten ist.

    Im Mittelpunkt des Films steht eine junge Frau, die von den Gräueltaten, die ihre Mutter zu Zeiten des Terrorismus durch den Leuchtenden Pfad in Peru erleiden musste, traumatisiert wird.

  • Magaly Solier Romero: "Fausta"-Darstellerin im Kurzportrait

    Mit ihrer Gesangseinlage auf Quechua überraschte sie die anwesenden Journalisten auf der Pressekonferenz mit Darstellern, Produzenten und der Regisseurin des peruanisch-spanischen Films „La teta asustada“ (milk of sorrow): die 23jährige Schauspielerin Magaly Solier Romero.

    Geboren am 11. Juni 1986 wuchs Magaly Solier in Palmayocc, einem Dörfchen mit rund 70 Häusern in der Provinz Huanta (Ayacucho) auf. Mit 10 Jahren kam sie zum ersten Mal nach Lima, wo sie als Haushälterin arbeitete. Schon nach wenigen Tagen hielt sie es nicht mehr aus und kehrte zurück nach Palmayocc. Nach einem wiederholten Schuljahr zog sie mit ihrer Mutter nach Huanta. Als sie 2004 auf dem Hauptplatz von Huamanga Essen verkaufte, um die Abschlussfahrt nach Cusco zu bezahlen – wurde sie von der Regisseurin Claudia Llosa von der Straße weg für deren Film „Madeinusa“ gecastet. Eigentlich wollte sie Polizistin werden, da sie schon in der Schule oft über ungerechtigkeiten stolperte – und sich auch nicht scheute, diese anzuprangern. Gleichzeitig verdiente sich Magaly Solier ein Taschengeld als Sängerin. Dass sie das Singen und Komponieren beherrscht, hat sie den Journalisten auf der Pressekonferenz gezeigt. Und wer es noch immer nicht glaubt, der kann inzwischen ihre CD „Warmi“ erwerben.

    Magaly Solier bleibt dabei „Madeinpalmayocc“, nicht „Madeinusa“. Sie besteht darauf, nicht mit ihren Filmfiguren verwechselt zu werden. Bei den Figuren, die sie bisher dargestellt hat, musste immer erst ein Mensch sterben, damit sie Freiheit erlangen konnten. Sie dagegen hat es auch so geschafft. Auch wenn sie – ebenso wie „Madeinusa“ und die von ihr gespielte „Fausta“ in „La Teta Asustada“ – fließend Quechua spricht. Auch war sie, wie sie 2007 der peruanischen Tageszeitung „El Comercio“ anvertraute,  in der eigenen Familie nicht mit dem in den Filmen wiederkehrenden Problem „Inzest“ belastet, im Umfeld ihrer Heimat war sie aber doch immer wieder damit konfrontiert.

    Ob es von Claudia Llosa und Magaly Solier einen weiteren gemeinsamen Film gibt, wollten die beiden auf der Pressekonferenz nicht verraten. Spannend wäre es in jedem Fall. Kurz nach der Premiere von „Madeinusa“ erzählte Magaly Soliers Mutter einem Fernsehreporter, sie würde gerne an Wettbewerben teilnehmen. Noch lieber würde sie diese Wettbewerbe allerdings gewinnen. Internationale Filmpreise hatte schon Madeinusa eingebracht. „La teta asustada“ wird dem wohl in nichts nachstehen. Und dass man in nächster Zeit etwas von Magaly Solier hört, wird zumindest in Peru selbst unvermeidlich sein. Dafür wird ihre CD schon sorgen.

    Geburtstag: 11. Juni.

    Eine Reportage von „Cu4rto Poder“ über die Schauspielerin & ihre Familie:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=3yvFBwQZRHk

    Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=Gs1FMh88YjM

    Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=TzTgohVgCJI

    Teil 4: http://www.youtube.com/watch?v=WBmzp2wPHXk

    Einige von ihr gesungene Lieder kann man auf http://www.myspace.com/masolyperu anhören.

    Eine hervorragende Filmkritik über den Film „La Teta Asustada“ schrieb Kerstin Decker vom Tagesspiegel. Man kann sie unter http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/berlinale/Berlinale-Wettbewerb;art16892,2729300 lesen.

    http://www.magalysolier.com