Schlagwort: Huancayo

  • Chinchao / Huánuco: Hochwasser am río Jaupar / Häuser und Straßen beschädigt

    Bei Jaupar im peruanischen Distrikt Chinchao (Provinz und Region Huánuco) ist gestern in den frühen Morgenstunden der Jaupar-Fluss über die Ufer getreten und hat dabei fünf Häuser, eine provisorische Brücke, sowie 240 Meter der Straße Monterrey-Jaupar stark beschädigt. Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, hatten starke Regenfälle den Jaupar-Fluss über die Ufer treten lassen.

    Jaupar liegt rund 9 Kilometer südöstlich von Cayumba, das sich wiederum nahe der Carretera Central in Richtung Tingo María befindet.

    Probleme auch in Huancayo (Junín)
    Auch in den Distrikten El Tambo und Chilca (Huancayo) führten sarke Regenfälle gestern zu Problemen. Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes sammelten sich in manchen Straßenzügen große Wassermassen, das Abwassersystem brach teilweise zusammen. In den Außenvierteln von Huancayo wurden mehrere Häuser beschädigt.

  • Perus zweite Metro-Linie startet 2013 in Huancayo

    Die peruweit zweite lokale Schnellbahnverbindung soll im März 2013 in der zentralperuanischen Andenstadt Huancayo ihren Betrieb aufnehmen. Sie wird dann Chilca mit Huancayo, sowie Tambo verbinden, eine Strecke von rund sieben Kilometern, die bei einer Geschwindigkeit von rund 45km/h in ungefähr 15 Minuten zurückgelegt werden soll. Inzwischen kamen die Triebwagen in der Hauptstadt Lima an, wo sie gestern von einem von stolz erfüllten Dimas Aliaga, Bürgermeister von Huancayo, der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Betrieben wird die Strecke von der Eisenbahngesellschaft Ferrocarril Central Andino (FCCA), der Streckenverlauf soll einen Teil der bereits vorhandenen Bahnstrecke, sowie einige neu zu bauende Trassen umfassen.

    Insgesamt sechs Triebwagen, die bereits Ende Oktober per Schiff den Hafen von Callao erreichten, sollen zu Beginn rund 10.000 Fahrgäste pro Tag über die sieben bislang geplanten Haltestellen hinweg transportieren – um schließlich auf die angepeilten bis zu 30.000 Fahrgäste pro Tag zu kommen. Der allgemeine Fahrpreis soll bei einem Nuevo Sol liegen. Betreiberunternehmen und Rathaus erhoffen sich von der „Metro Wanka“, wie die Metro von Huancayo auch genannt wird, eine Entlastung der Straßen.

    Nach Angaben der Provinzverwaltung von Huancayo handelt es sich bei den Triebwagen um als Y-Tog bekannte Schienenbusse deutscher Fabrikation (DÜWAG), die mit Motoren von Mercedes Benz ausgestattet sein sollen. Beide Projektträger investieren zusammen insgesamt rund 10 Millionen Nuevos Soles in das Projekt.

    Eisenbahngesellschaft plant weitere Routen

    Bislang war die FCCA vor allem im Transport von Waren und Mineralien aktiv, auch wenn bereits bisher vereinzelte Touristen- und Fahrgastrouten angeboten werden. Das soll sich nun offenbar ändern: FCCA plant derzeit an Regionalzügen, die Tambo mit Concepción und Jauja verbinden sollen. Auch international werden Ambitionen gezeigt: Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen an einem Konsortium beteiligt, das den brasilianischen Hafen von Santos mit dem peruanischen Hafen von Paita per Eisenbahn verbinden möchte.

    Erste Metro in Lima

    Erst vor wenigen Monaten hat die erste peruanische Metro-Strecke ihren Betrieb aufgenommen: Die Linie 1 der Metro Lima. Derzeit wird am zweiten Streckenabschnitt gebaut.

  • Jauja / Junín: Carretera Central wegen Protesten gegen Flughafen-Bau weiter blockiert

    Seit mehreren Tagen blockieren Demonstranten in der zentralperuanischen Provinz Jauja (Region Junín) eine zur Carretera Central gehörende Brücke über den Mantaro-Fluss, um gegen den Bau eines Flughafens im Distrikt Orcotuna (Provinz Concepción) zu protestieren – gestern hatten sie sogar zeitweise einen Polizisten als Geisel in ihrer Gewalt. Die Regionalregierung von Junín plant den Bau eines internationalen Flughafens nahe der Hauptstadt Huancayo – die Demonstranten befürchten, der Flughafen Francisco Carlé von Jauja könnte dadurch seine derzeitige Stellung verlieren. Huancayo und Jauja sind traditionelle Rivalen innerhalb der Region – deshalb besetzten die Gegner des Neubaus bei Jauja die Stuart-Brücke.

    Erzbischof von Huancayo erwirkt Geisel-Freilassung

    Gestern kam es oberhalb der Brücke offenbar zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, in deren Folge ein Polizist als Geisel genommen wurde, zwei Personen fielen unter noch nicht geklärten Umständen in den Mantaro-Fluss, nach Medienberichten ertrank eine der beiden. Weitere Personen sollen Verletzungen davongetragen haben. Nach Verhandlungen durch den örtlichen Stadtpfarrer und Mons. Pedro Barreto, Erzbischof von Huancayo, wurde der Polizist offenbar nach wenigen Stunden wieder freigelassen.

    Pläne für Flughafen-Neubau seit 50 Jahren in der Schublade.

    Im vergangenen Jahr hatte das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium (MTC) noch den Ausbau und die Internationalisierung des Flughafens Francisco Carlé von Jauja zur Priorität erklärt, Regionalpräsident Vladimir Cerrón setzt dagegen auf den Neubau eines Flughafens, des „Aeropuerto Internacional de Huancayo, der näher an der Regionalhauptstadt Huancayo liegen soll – eine Entscheidung, die rund 820 Millionen Nuevos Soles kosten soll und in Jauja zu heftigen Protesten führt. Für 70% der Kosten müsste die Region Junín dabei selbst aufkommen. Die Pläne für den neuen Flughafen sind übrigens nicht neu: Sie lagen bereits 50 Jahre in der Schublade.

    NACHTRAG (1.09.2012): Weitere Planungen auf Eis gelegt – Proteste ausgesetzt
    Wie der peruanische Verkehrs- und Kommunikationsminister Carlos Paredes gestern ankündigte, wurden die weiteren Planungen und Machbarkeitsstudien für den Flughafenbau nach Verhandlungen unter Vermittlung von Erzbischof Barreto ausgesetzt. Wie peruanische Medien berichten, lösten die Demonstranten nach der Ankündigung ihre Straßenblockade auf.

  • Peru modernisiert sein Erdbebenmesssystem

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Das peruanische Institut für Geophysik (IGP) hat angekündigt, noch in diesem Jahr mit ersten Testläufen für ein neues, satellitengestütztes Erdbebenwarn- und Messystem zu beginnen. IGP-Direktor Ronald Woodman erklärte, bis Dezember würden sieben solarbetriebene und mit Satelitentechnik ausgestattete Seismografen über das ganze Land verteilt installiert. Sieben weitere solcher Geräte werden im pazifischen Ozean vor der peruanischen Küste verankert, um mögliche Tsunamis rechtzeitig vorhersagen zu können.

    Durch die neue Technik können Erdbewegungen dann nicht nur exakter vorhergesagt werden, es wird auch die Abhängigkeit von traditionellen Kommunikationsnetzen verringert. So war bei dem schweren Erdbeben in Pisco am 15. August 2007 das Telefonnnetz zusammengebrochen, wodurch die Daten über das Beben erst mit Verspätung bei der IGP-Zentrale in Lima eintrafen. Neben einer modernisierten Messzentrale ist zudem der Aufbau eines zweiten Standortes in Huancayo geplant, falls die Zentrale in der Hauptstadt Lima ausfallen sollte. Jeder der Standorte, so die derzeitigen Planungen, soll über ein Notstromaggregat verfügen, um im Katastrophenfall weiterarbeiten zu können.

    Der Kauf des neuen Equipments kostete nach Angaben des IGP 3 Millionen Nuevos Soles.

  • „Tren Macho“ fährt wieder

    Die Strecke des Tren Macho - Huancayo - Huancavelica. Karte: MTC
    Die Strecke des Tren Macho – Huancayo – Huancavelica. Karte: MTC

    Nach mehrmonatigen Aufräumarbeiten ist seit gestern die als „Tren Macho“ bekannte Zugstrecke zwischen Huancayo und Huancavelíca wieder befahrbar. Die Schienen waren im vergangenen Januar, insbesondere im Abschnitt der Provinz Yauli, von mehreren Erdrutschen verschüttet worden. Nachdem nun die Sanierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen wurden, soll nach Angaben von Carlos Noriega García, Staatssekretär für Eisenbahnwesen im peruanischen Transport- und Kommunikationsministerium (MTC), schon in den kommenden Tagen der normale Betrieb wieder aufgenommen werden.

    Der „Tren Macho“, bis heute im Besitz des peruanischen Staates, wird dann wieder jeden Morgen -außer Mittwochs- gegen 6:30 mit seinen drei Passagier- und einem Gepäckwagen vom Bahnhof Chilca (Huancayo) nach Huancavelica fahren. Er überquert auf einer Fahrstrecke von 128 Kilometern 15 Brücken und durchfährt 38 Tunnel.

  • Huancayo feiert Tag des Bauern mit Meerschweinchen-Umzug

    Meerschweinchen-Umzug in Huancayo. Bild: INFOREGION / Youtube.
    Meerschweinchen-Umzug in Huancayo. Bild: INFOREGION / Youtube.

    Auf ganz besondere Art und Weise wurde der Tag des Bauern (Día del Campesino) im peruanischen Huancayo begangen. Zahlreiche Züchterinnen und Züchter gestalteten einen Umzug der besonderen Art: Einen Meerschweinchen-Umzug (siehe Video).
    Der Tag des Bauern wird immer am 24. Juni begangen und geht auf eine alte Inka-Tradition zurück. Der 24. Juni war der „Pacha Mama“, der Mutter Erde gewidmet. Zur Kolonialzeit wurde der Tag zunächst in „día del Indio“ (Indio-Tag) umbenannt; da im peruanischen Sprachgebrauch der Begriff „Indio“ allerdings häufig negativ konnotiert verwendet wird, benannte man ihn in „día del campesino“ um.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=oi5ZgIOu3No

  • Tambo feiert den Muttertag…mit Boxkämpfen

    httpv://www.youtube.com/watch?v=Mn3d-VVHRB4
    Ausgefallenes zum Muttertag: Die Distriktverwaltung von El Tambo in der peruanischen Provinz Huancayo (Region Junín) hat sich für den kommenden Sonntag ein ganz besonderes Event einfallen lassen. In der Teilgemeinde Cullpa Alta wird zum Muttertag ein Boxturnier abgehalten. Die Frauen selbst hätten sich dazu entschieden, so Esperanza García, eine der Boxkämpferinnen gegenüber EnlaceNacional. Teilnehmen dürfen aber nicht nur Mütter, auch kinderlose Frauen und Großmütter egal welchen Alters sind eingeladen, so García und fügt an „ich würde fürs Boxen sterben“.

    Esperanza Garcia, Boxkämpferin und Landwirtin. Bild: EnlaceNacional.

    Das große Vorbild der Boxerinnen ist die peruanische Boxweltmeisterin Kina Malpartida. Der Gewinn wird allerdings kein Gürtel sein: Der Distrikt hat für die Siegerin zwei Säcke Reis, zwei Säcke Zucker, sowie verschiedene Elektrogeräte gestiftet.

    Das Turnier soll dabei aber nicht die einzige Attraktion des Tages sein: Neben den Boxkämpfen soll auch die gößte Humita der Welt hergestellt werden, ein gefüllter Maisknödel.

    Cullpa hat 1.152 Einwohner und liegt westlich der Stadt Huancayo.

  • Chupaca / Junín: Marienbild im Astloch pünktlich zur Karwoche

    "Virgen de la Guinda" in Chupaca (Huancayo). Bild: ITV/Enlace Nacional.
    "Virgen de la Guinda" in Chupaca (Huancayo). Bild: ITV/Enlace Nacional.

    Eine angebliche Erscheinung der Jungfrau Maria zieht im peruanischen Chupaca nur wenige Tage vor Beginn der Karwoche tausende Besucher an. Das berichtet Enlace Nacional. In einem privaten Garten war unter einem abgebrochenen Ast ein Bruchrelief zum Vorschein gekommen, das aus einigem Abstand stark an traditionelle Marienbilder erinnert. Seitdem pilgern zahlreiche Menschen zu dem Baum, auch der Erzbischof von Huancayo Pedro Barreto nahm den Ort in Augenschein. Er sei erstaunt darüber, wie das Naturphänomen die Jungfrau Maria hervorgebracht habe, so Barreto gegenüber RPP. Dass es sich hier um ein Wunder handle, könne er aber nicht sagen, so Barreto weiter.

    Der Baum wurde inzwischen abgesperrt und mit einem Schutzgitter versehen. Noch immer bringen Gläubige aus der Umgebung Blumen und zünden Kerzen an. Wie Enlace Nacional berichtet sind bereits erste Geschäftsleute aufmerksam geworden. So gab es schon wenige Stunden nach dem Bekanntwerden des inzwischen als „Virgen de la Guinda“ bekannten „Wunders“ gerahmte Fotos des Astloches zu kaufen. Luis Bastidas, Bürgermeister von Chupaca, kündigte an, den Baum als Kulturgut unter Denkmalschutz zu stellen.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=wnNvUjFd0fI

  • Ticlio / Junín: Starke Schneefälle bringen Verkehr nach Huancayo zum erliegen

    Starke Schneefälle auf dem Ticlio-Pass der peruanischen Carretera Central von Lima nach Huancayo haben den Verkehr in Richtung La Oroya weitgehend zum erliegen gebracht. Das berichtet die Nachrichtenagentur ANDINA. Reisende müssen auf beiden Seiten des Passes mit langen Staus und größeren Behinderungen rechnen. In der vergangenen Nacht wurde der Fahrzeugverkehr aus Sicherheitsgründen vorrübergehend ganz eingestellt.

    Der Ticlio-Pass liegt auf über 4.800 Metern über dem Meeresspiegel.

  • "Nur" 60 Jahre nach Eröffnung: Zoo von Huancayo bekommt seine Lizenz

    Schild am Zooeingang.
    Schild am Zooeingang.

    Seit nun 60 Jahren verfügt Huancayo (Region Junín) über einen Zoo. Dieser ist relativ klein und liegt im Naherholungsgebiet „Cerrito de la Libertad“, rund 1km von der Stadt selbst entfernt. Im April diesen Jahres hatte der Zoo groß Schlagzeilen gemacht: Pepelucho, der Löwe des Zoos wurde nach langer Krankheit eingeschläfert (INFOAMAZONAS berichtete). Jetzt macht er erneut Schlagzeilen, diesmal positivere: Der Zoo verfügt nun über die Erlaubnis, einen Zoo betreiben zu dürfen.

    In den vergangenen Tagen war bei Freddy Arana Velarde, dem Bürgermeister von Huancayo, dessen Stadtverwaltung den Zoo betreibt, dafür das letzte, zentrale Schreiben eingegangen. Die Direktion für wilde Flora und Fauna des peruanischen Landwirtschaftsministeriums hatte den Plan für den Zoobetrieb genehmigt. Damit kann der Zoo, der derzeit von rund 245 Tieren bevölkert wird, Kooperationsverträge mit anderen Zoos unterzeichnen, Tiere kaufen, verkaufen oder tauschen, wodurch die zusätzlichen 1,4ha Zoofläche dann relativ Artgerecht gefüllt werden können, die derzeit im Bau sind.

    Mit der Genehmigung sind aber auch Verpflichtungen verbunden. So muss jetzt einmal pro Woche Bericht erstattet werden über alle wichtigen Vorkommnisse im Zoo. Nicht mehr alle 60 Jahre.