Schlagwort: Gefängnis

  • Razzia im Picsi-Hochsicherheitstrakt: 12 Handys beschlagnahmt

    12 Mobiltelefone, zahlreiche weitere Handykarten und mehrere Hefte mit Telefonnummern von vermutlich erpressten Geschäftsleuten wurden heute im Hochsicherheitsgefängnis Picsi im nordperuanischen Ferreñafe beschlagnahmt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. In der unter dem Decknamen „Cordillera X-2009“ geplanten Razzia durchsuchten 5 Stunden lang 15 Staatsanwälte gemeinsam mit Polizisten und Gefängniswärtern des Gefängnisinstitutes INPE die verschiedenen Zellen und Aufenthaltsräume.

    Die Mobiltelefone wurden für weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei Divincri übergeben.

    Neben den Telefonen und den Handychips fand die Polizei auch mehrere Päckchen, die vermutlich Kokain enthielten.

  • Chorrillos/Lima: 38 Ausländische Straftäter werden begnadigt und abgeschoben

    Gefangene im Santa Mónica-Gefängnis Chorrillos. Foto:ANDINA / Juan Carlos Guzmán Negrini.38 Insassinen des Frauengefängnisses Santa Mónica in Chorrillos (Lima) wurde heute Morgen vom peruanischen Justizminister persönlich die Bestätigung über ihre Begnadigung überreicht. Darunter befindet sich mindestens eine Deutsche (Susanne B.), eine Holländerin, sowie eine Schweizerin. Im Falle von Susanne B.* wurde die Strafe damit von 6 Jahren und 8 Monaten auf 2 Jahre und 8 Monate verkürzt, die am 8. Dezember diesen Jahres ablaufen. Die – nach Angaben der staatlichen Agentur ANDINA – Schweizer Staatsbürgerin Helga P.* muss ebenfalls nur 2 Jahre und 9 Monate ihrer 6jährigen und 8monatigen Haftstrafe absitzen.

    Die begnadigten Ausländer haben nach ihrer Freilassung einen Monat, um das Land zu verlassen. Bleiben sie länger oder kehren sie zurück, droht ihnen erneute Haft.

    Zudem wurden auch 106 peruanische Häftlinge in verschiedenen Gefängnissen wegen guter Führung begnadigt.

    *Vollständige Namen bekannt

  • Massenausbruch in Bagua Grande: 44 Gefangene flüchten

    Einen wahrhaft Filmreifen Gefängnisausbruch lieferten 44 Gefangene, darunter zahlreiche verurteilte Mörder, Wegelagerer und Räuber, am vergangenen Samstag im „San Humberto“-Gefängnis von Bagua Grande (Prov. Utcubamba). Nach Angaben eines Lokalsenders befanden sich zur Zeit des Ausbruchs nur 4 Polizisten im Gefängnis um weit über 100 Gefangene zu bewachen. Demnach konnten die Gefangenen drei Wärter überwältigen. In deren Uniformen überwältigten sie den vierten Wärter, dem sie zudem sein AKM abnahmen. Auf dem Weg durch die Stadt bedrohten sie Passanten mit der Waffe. Inzwischen konnten mindestens 18 flüchtige eingefangen werden. In Bagua Grande herrscht derweil Angst vor Verbrechen, die von den Ausbrechern verübt werden könnten.

  • Callao: 10 Verletzte nach Streit im Gefängnis

    10 Verletzte hinterließ der Streit zwischen mehreren Insaßen in einem Gefängnis der peruanischen Hafenstadt Callao. Das berichtet die ANDINA. Demnach mussten mehrere der Gefangenen wegen Knochenbrüchen behandelt werden, einer – der eine Haftstrafe wegen schweren Raubes verbüßt – verlor sein Auge.

    Die Gründe für den Streit sind noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Callao nahm die Ermittlungen auf.

  • Gefängniswärter mit neuem Chef

    Die peruanische Gefängniswärtereinheit INPE hat einen neuen Chef. Jorge León Ballén löst den bisherigen Chef ab, der vergangene Woche nach der Freilassung mehrerer in Drogendelikte verwickelter Häftlinge mit gefälschten richterlichen Anordnungen durch Mitarbeiter seiner Behörde in Bedrängnis geraten war. Außerdem war bekannt geworden, dass in einem südperuanischen Gefängnis Gefängniswärter mehrere Insaßinnen vergewaltigt hatten. León Ballén versprach lückenlose Aufklärung der Vorfälle und engere Zusammenarbeit mit der Justiz, um solche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern. Außerdem sollen die Gefangenen besser auf die verschiedenen Gefängnisse aufgeteilt werden. Derzeit gäbe es halb leere Gefängnisse, denen doppelt oder dreifach überfüllte Gefängnisse gegenüberständen. Zudem stünden derzeit 43.000 Gefangenen nur 23.000 Haftplätze zur Verfügung, wie León Ballén gegenüber der amtlichen Agentur ANDINA erklärte.

  • 320 Kilo Kokain, oder: Warum man Geschenke aus Peru vor dem Abflug öffnet

    Zahlreiche Menschen aus ebenso vielen verschiedenen Ländern bleiben Jahr für Jahr an der peruanischen Grenze hängen. Meist trifft es sie am Flughafen Jorge Chávez, dem größten und wichtigsten Luftfahrtdrehkreuz Perus in Lima, aber auch an den Grenzen zu Chile, Brasilien, Bolivien oder Ecuador. Ihre zweite große Gemeinsamkeit ist aber, dass sie viele Jahre keine Möglichkeit mehr haben werden, sich frei zu bewegen – oder gar zu reisen. Es sind die gewollten oder ungewollten Drogenschmuggler, die versuchen, Kokain, Heroin oder andere Drogen beziehungsweise Drogengrundstoffe aus Peru und seinen Nachbarländern nach Asien, Europa, Australien oder in die vereinigten Staaten von Amerika zu transportieren.

    Nicht einmal 2 Monate ist das Jahr 2009 alt und doch kann die Flughafenpolizei des Flughafens „Jorge Chávez“ schon einen neuen Rekord vermelden: 63 auf spanisch „Burriers“ oder „mulo“ (Maultier) genannte Drogenkuriere wurden in diesen nicht einmal 2 Monaten dort festgenommen – und somit der Schmuggel von immerhin 320 Kg Kokain verhindert. Nach Angaben von Leonardo Morales von der Drogenschmuggelbekämpfungseinheit der peruanischen Nationalpolizei PNP waren unter den gefassten Schmugglern 40 Männer und 23 Frauen.

    Wie dreist die Drogenmafia dabei vorgeht zeigen einige Fälle der vergangenen Wochen. So war ein Spanier den Ermittlern ins Netz gegangen, weil er kurz vor dem Abflug plötzlich Panik bekam und die Rückgabe seines Gepäcks verlangte. Die Polizei überprüfte sein Gepäck – und fand darin mehrere mit Drogen gefüllte Tüten. In einem anderen Fall hatte der Neffe einer jungen Peruanerin dieser ein Päckchen auf ihrer Reise nach Spanien mitgegeben. Angeblich wusste sie nichts von der delikaten Fracht. Der Neffe wurde inzwischen ebenfalls festgenommen. Ein ähnliches Schicksal erlitt eine 19jährige Schweizerin, die seit einigen Tagen im „Santa Monica“-Gefängnis in Chorillos (Lima) einsitzt. Sie war mit 3,5 Kilo Kokain festgenommen worden.  Ihr drohen wohl mindestens 5 Jahre Haft.

  • Razzia im Gefängnis von Bagua Grande: 12 Messer…und 20 Liter Chicha

    Bei einer Razzia im „San Humberto“-Gefängnis von Bagua Grande wurden heute Morgen mehrere Stichwaffen gefunden. Zudem konnten mehrere Mobiltelefone und Ladegeräte beschlagnahmt werden. Auch zwei Päckchen Marihuana wurden gefunden. Der Fund, der aber wohl am schwierigsten erklärt werden kann, ist der Eimer, der mit 20 Litern Chicha (Maisbier) gefüllt war. Die Polizei hat ihn jedenfalls auch mitgenommen, wie José Antonio Aguilar, Pressesprecher der Polizei in Amazonas erklärt. Was danach damit geschehen ist, ist nicht bekannt.

  • Bandenkrieg im Knast von Bagua Grande

    Bei einer Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Banden im Gefängnis von Bagua Grande (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) kamen gestern 3 Personen ums Leben. 3 weitere wurden teils schwer verletzt. Einer der Toten war Domingo Colunche Barbosa, ein brutaler Straßenräuber, der unter dem Sitznamen „Rambo“ wiederholt Autos überfallen hatte. Wie andere Gefangene des „San Humberto“-Gefängnisses gegenüber dem Lokalsender „La Voz“ erklärten, hatte Domingo Colunche bereits seit längerem andere Häftlinge terrorisiert, weswegen diese entschieden, ihn aus dem Weg zu räumen.

    Wie der Radiosenderverbund „CNR“ berichtet, ist das Gefängnis von Bagua Grande für 90 Insaßen ausgerüstet, beherbergt derzeit aber rund 300. Zudem kritisiert der Kongressabgeordnete Maslucan, in dem Gefängnis seinen, obwohl es sich um ein Gefängnis ausschließlich für Untersuchungshäftlinge handle, mehr als 100 verurteilte Straftäter eingesperrt. Besondere Brisanz hat der Fall auch deshalb, weil laut Informationen von Radio La Voz bei der Auseinandersetzung nicht nur Stich-, sondern auch Schusswaffen verwendet worden waren.

  • Polizei vereitelt Massenausbruch im Gefängnis von Bagua Grande

    Bei einer genauen Untersuchung des Gefängnisses San Humberto in Bagua Grande (Utcubamba) hat die Nationalpolizei am gestrigen Dienstag an mehreren Stellen beinahe durchstoßene Wände gefunden. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Nach ersten Untersuchungen hatten einige Insaßen mit noch unbekannten Werkzeugen versucht, mehrere Löcher in die Außenwand des Gefängnisses zu graben. Um die Löcher zu tarnen, waren sie provisorisch mit rotem Lehm vom Boden des Gefängnishofes ausgefüllt worden. 4 Verdächtige wurden inzwischen in das Hochsicherheitsgefängnis Huancas bei Chachapoyas verlegt.
    Derzeit sitzen rund 160 Häftlinge im Gefängnis von Bagua Grande ein.

  • Peru ändert Behandlung ausländischer Straftäter

    Unter bestimmten Bedingungen können Ausländer, die in Peru straffällig geworden sind, Haftstrafen nun auch in ihrem Heimatland absitzen. Das hat der peruanische Kongress heute beschlossen. Dadurch sollen überfüllte peruanische Gefängnisse entlastet werden. Demnach können ausländische Häftlinge auf Antrag der Justiz ihres Heimatlandes übergeben werden. Hat ein Häftling neben einer anderen Staatsbürgerschaft auch die peruanische, muss die Strafe in Peru gebüßt werden.