Wegen Problemen in der Quellfassung ist die nordperuanische Andenstadt Chachapoyas derzeit von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Das gab heute das städtische Wasserunternehmen EMUSAP SRL bekannt. Inzwischen sind auch die örtlichen Wasserreservoirs leer, weswegen alle Anwohnerinnen und Anwohner auf Flaschenwasser oder Bachwasser angewiesen sind. Bereits gestern machte sich ein Bautrupp des Unternehmens auf den Weg zur Quellfassung, um den Grund für die Probleme zu bestimmen und zu beheben.
Einbrecher haben die Stadtkasse der nordperuanischen Andenstadt Chachapoyas (Region Amazonas) ausgeraubt und nach ersten Erkenntnissen mehr als 24.000 Nuevos Soles (über 6000 Euro) an Bargeld gestohlen. Die Einbrecher waren in der vergangenen Nacht in das Rathaus eingedrungen und hatten den einzigen Wachmann überwältigt. Dann brachen sie die Kammer der Stadtkasse auf und raubten das Geld, das für die Bezahlung von Mitarbeitern bestimmt war.
Nach Angaben eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung war das Geld über das Wochenende in der Stadtkasse verblieben, da es die verantwortliche Mitarbeiterin wegen Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit nicht zur Bank gebracht hatte.
Das harte Vorgehen des peruanischen Verkehrs- und Kommunikationsministeriums MTC gegen oppositionelle Radiosender wird Thema des zuständigen Kongressausschusses. Das kündigte der Ausschussvorsitzende Juvenal Silva an. Er habe Kenntniss von 80 Fällen, in denen unter dem Vorwand administrativer Probleme politisch unbequeme FM-Radiosender geschlossen und Sendeanlagen beschlagnahmt wurden, so Silva. Für die kommenden Tage wurde deshalb Verkehrsminister Enrique Cornejo vorgeladen, um die Unregelmäßigkeiten zu erklären.
Der prominenteste Fall war die Schließung von Radio La Voz aus Bagua, ein Lokalsender, dem man Aufrufe zur Gewalt unterstellt hatte – Besitzer und Redaktion des Senders konnten aber das Gegenteil Beweisen. Als offiziellen Grund hatte das MTC vorgeschoben, die Antenne sei nicht am vom Ministerium festgelegten Ort aufgestellt worden. Das stimmte zwar, aber die örtliche Stadtverwaltung hatte die Aufstellung von Antennen am festgelegten Ort verboten, weil dieser die Bedingungen für die Aufstellung von Antennen nicht erfüllte und über keinen Stromanschluss verfügte. Inzwischen wurde die Frequenz von Radio La Voz zur Neuvergabe freigegeben – ein unerhörter Vorgang, sind doch anhängende Verfahren darüber bis heute nicht abgeschlossen
Nur wenige Wochen später war mit unverhältnismäßigem Polizeiaufgebot der diözesane Lokalsender Radio Horizonte aus Chachapoyas geschlossen und ein für den normalen Sendebetrieb notwendiger Richtfunkapparat beschlagnahmt worden. Als Grund war das Fehlen einer Lizenz für den Richtfunkbetrieb angegeben worden – was nicht der Wirklichkeit entsprach, wie inzwischen auch das Ministerium einräumen musste. Dennoch wurde der Richtfunkapparat bis heute nicht zurückgegeben.
Vor wenigen Monaten schließlich entzog das Verkehrs- und Kommunikationsministerium dem diözesanen Fernsehsender „TV Oriente“ in Yurimaguas die Sendeerlaubnis. Das Ministerium berief sich auf eine technische Überprüfung aus dem Jahr 2005 – obwohl eine zweite Überprüfung 2007 ergeben hatte, dass bei dem zu Radio Oriente gehörige TV-Sender alle Mängel behoben worden waren.
Am vergangenen Donnerstag wurden in Sechura (Piura) die Sendeanlage und der Studiocomputer von Radio „La Buenísima“ -nach Angaben des Geschäftsführers Leoncio Rumiche Fiestas ohne Gerichtsbeschluss – von einer Polizeieinheit beschlagnahmt. Begründet wurde die Beschlagnahmung mit dem Einsatz ungenehmigter Sendeanlagen. Wie Radio Cutivalú berichtet, verfügt „La Buenísima“ über eine bis 2012 gültige Sendelizenz und hat sich bisher an Fristen und Zahlungen gehalten.
Mit einem Schrecken kamen die 35 Fahrgäste eines Überlandbusses des Unternehmens „Transportes Zelada“ am vergangenen Sonntag davon, als dieser in einer Kurve umkippte. Wie Radio Activa berichtet, war der Bus auf dem Weg nach Lima, als er aus noch ungeklärter Ursache nach rechts kippte, wo glücklicherweise die Leitplanke einen Absturz in die Tiefe verhinderte. Die 35 verletzten Passagiere wurden in das örtliche Krankenhaus eingeliefert. Der Unfall ereignete sich ca. 8km außerhalb von Chachapoyas auf der Straße in Richtung Pedro Ruiz.
Seit heute ist die Straße zwischen Chachapoyas und Pedro Ruiz Gallo wieder uneingeschränkt befahrbar. Das bestätigte Lindon Vela, Funktionär der Regionalregierung Amazonas, gegenüber Red Informativa Regional von Radio Activa. Seit Beginn des vergangenen Jahres war die Hauptzufahrtsrute zur Hauptstadt Chachapoyas wegen der gefährlicher Bauarbeiten nur wenige Stunden am Tag befahrbar gewesen. Da an manchen Teilen der Strecke noch gearbeitet wird, ist die Geschwindigkeit aber auf 35 km/h begrenzt.
11 Distrikte der Provinz Chachapoyas werden in den kommenden Jahren durch einen „Chachapoya-Abenteuerwanderweg“ verbunden. Er soll von Huancas über Chachapoyas, Levanto, San Isidro del Maino, Magdalena, Jalca Grande, Montevideo, Mariscal Castilla, Leymebamba, Chuquibamba nach Balsas am Marañón führen. Damit wird er viele archäologische und natürliche Sehenswürdigkeiten wie Ruinen aus verschiedenen Zeitaltern, beobachtungspunkte seltener Vögel und über Jahrhunderte unberührten Bergregenwald miteinander verbinden.
443.000 Soles stehen bereit
Neben der Aufstellung von Schildern auf der gesamten Länge des Weges umfasst das nun angestoßene Projekt auch die Förderung von Unterkünften, Rastmöglichkeiten und sanitären Einrichtungen in den Orten, die an der „Gran Camino Chachapoya†genannten Route liegen. Zudem werden die gepflasterten historischen Inkawege – soweit notwendig – wieder hergerichtet und mit wichtigen Wegen der bis heute genutzten Mauleselspfade verknüpft. Die Provinz Chachapoyas, sowie die beteiligten Distrikte, stellen dafür nach Angaben von Provinzbürgermeister Peter Lerche insgesamt 443.000 Nuevos Soles zur Verfügung (Wechselkurse auf chachapoyas.eu). Ein Teil des Geldes soll auch für die Ausbildung von Fremdenführern aus der Umgebung aufgewendet werden. Weitere Mittel wollen die beteiligten Bürgermeister auf einer für Anfang März vorgesehenen Reise nach Lima organisieren.
Wandern auf den Spuren der Chachapoya als Touristenattraktion
Die 120-Kilometer-Route war von dem als „Chasqui Peruano“ genannten Abenteurer und Tourismusberater Felipe Valera konzipiert worden und soll Teil des „Circuito Turistico Nor Oriental“ (CNT), also der nordostperuanischen Reiseroute werden. Wie sehr Abenteuerwanderwege dieser Art gefragt sind, zeigt der seit Jahren anhaltende Erfolg des „Camino Inca“ zum Inkaheiligtum „Machu Picchu“ bei Cusco. Dort muss inzwischen, wegen des großen Andrangs, manchmal der Weg gesperrt werden. Gute Aussichten also für die Route, die innerhalb von ca. 8 Tagen in normalem Wandertempo abgelaufen werden kann.
Vom den Wetterkapriolen in Chachapoyas hat er erstmal genug – deswegen wird der peruanische Premierminister Yehude Simon diesmal nicht nach Chachapoyas fliegen, sondern nach Jaén (Cajamarca) und von dort nach Bagua fahren, wo im Beisein Simons und diverser Minister Bürgermeister und Regionalautoritäten ihre Probleme vorstellen sollen.
Laut einem vorab veröffentlichten Schreiben, das der Provinzrat von Chachapoyas verabschiedet hatte, soll es dabei besonders auch um das Thema „Bergbau“ in der Region gehen. So beklagen sich Gemeinden über die Nichteinhaltung von Zusagen von Bergbauunternehmen, andere beklagen, sie seien in Planungen auf ihrem Gebiet erst gar nicht eingebunden worden. Zudem wird befürchtet, im Umkreis des großen Touristenzieles Kuelap würden demnächst Bergbauaktivitäten beginnen, die nicht nur die Landschaft im Umkreis, sondern auch die Ruinenstadt selbst in Mitleidenschaft ziehen könnte.
Im beisein des Regionalpräsidenten Oscar Altamirano haben vor wenigen Tagen die Bauarbeiten für die alternative Zufahrtsroute zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas begonnen, die auf der Westseite des Utcubamba-Flusses durch die Provinz Luya führen wird. Der erste Teil, dessen Bau nun begonnen wird, hat eine Länge von ca. 10 Kilometern. Bis wann die Straße fertig gestellt sein wird, ist noch unbekannt.
Im August diesen Jahres war die Straße zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas nach einem Felssturz mehrere Wochen nicht befahrbar gewesen. Dadurch waren die Provinzen Luya, Chachapoyas und Rodriguez de Mendoza praktisch vom Wahrenhandel abgeschlossen. Auch das soll durch die neue Straße ausgeschlossen werden.
Das Fest der Stadtpatronin von Chachapoyas verspricht, sich wieder einmal selbst zu übertreffen. So soll es in diesem Jahr nicht nur eines, sondern gleich zwei große Feuerwerke geben (vermutlich 14. und 15. August). Weitere Höhepunkte sind selbstverständlich die Konzerte von Agua Marina und Lokalmatador Illarek. Natürlich darf auch die religiöse Komponente nicht fehlen und so haben die Verantwortlichen ihre Zusage wiederholt, die Messe zu Ehren der Stadtpatronin könnte am 14. August bereits in der derzeit im Umbau befindlichen Kathedrale stattfinden. Ein ganz besonderes Schmankerl gibt es übrigens am Sonntag, den 3. August: Die Jugendlandesmeisterschaften im Gewichtheben!