Schlagwort: Arequipa

  • Erdbebenserie erschüttert Zentral- und Südperu

    Epizentrum des Erdbebens bei Camaná. Bild: IGP.
    Epizentrum des Erdbebens bei Camaná. Bild: IGP.

    Eine Serie von Erdbeben hat vergangene Nacht Zentral- und Südwestperu erschüttert. Zunächst ließ ein Beben der Stärke 3,9 auf der Richterskala um 21:50:59 Uhr Ortszeit Ricardo Palma südlich der peruanischen Hauptstadt Lima erbeben, das Epizentrum lag in einer Tiefe  von 49 Kilometern. Um 1:32:18 Uhr Ortszeit zitterten dann Camaná und Moquegua, als ein Erdbeben der Stärke 4,7 auf der Richterskala vor der Küste die Städte erschütterte. Hier lag das Epizentrum rund 86 Kilometer Südostöstlich von Mollendo in einer Tiefe von 31 Kilometern. In Camaná war das Beben nach Angaben des peruanischen geophysischen Instituts IGP mit einer Stärke von II auf der modifizierten Mercalli-Skala zu spüren.

    Über Schäden sind bislang noch nichts bekannt.

  • La Unión / Arequipa: Erdrutsch begräbt Schule

    Ein Erdrutsch hat das Schulgebäude (N° 40619) von Seccincaylla (Provinz La Unión / Region Arequipa), sowie mehrere Außenanlagen zerstört. Das berichtet der Zivilschutz Arequipa. Menschen wurden dabei nach offiziellen Angaben nicht verletzt. Auch eine Fußgängerbrücke über den Pampamarca-Fluss wurde mitgerissen, wodurch die Ortschaften Seccincaylla und Santa Rosa getrennt wurden.

    Mehrere Felder wurden überschwemmt, auch mehrere Kühe sollen verendet sein.

  • Arequipa: Studenten nach Misti-Vulkanbesteigung vermisst

    Auf dem südperuanischen Vulkan Misti (Region Arequipa) sind am vergangenen Freitag zwei Jurastudenten der Universität San Agustín de Arequipa (UNSA) verschollen. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Zwei Kommilitonen riefen aus dem Basiscamp „Nido de Águilas“ auf 4.600 Metern über dem Meeresspiegel die Gebirgspolizei, die nach Angaben von RPP bereits die Suche aufgenommen hat.

    Nachtrag 25.5.

    Etwas unterkühlt und leicht deshydriert wurden die beiden Studenten gestern gefunden und in das Basiscamp gebracht. Beide sind wieder wohlauf.

  • Islay / Arequipa: Bergbaugegner räumen Panamericana, Premierminister kommt zum Dialog

    Die Gegner des Bergbauprojektes „Tía María“, die in der südperuanischen Provinz Islay (Region Arequipa) für fast eine Woche einen Abschnitt der Panamericana-Fernstraße besetzt gehalten hatten, haben die Blockade aufgegeben. Nach Angaben der Coordinadora Nacional de Radio (CNR) ist inzwischen eine Delegation der peruanischen Regierung vor Ort eingetroffen, um an einem runden Tisch mit den Bergbaugegnern zu sprechen. Die Delegation besteht unter anderem aus Premierminister Javier Velásquez, Umweltminister Antonio Brack, Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova, sowie Energie- und Bergbauminister Pedro Sánchez. Damit konnte vorerst eine Eskalation des Konfliktes verhindert werden.

    Zahlreiche Organisationen der Zivilgesellschaft, sowie politische Amtsträger wie der Bürgermeister des Distriktes Cocachacra, Juan Alberto Guillén López, fürchten, der Kupferabbau in der Provinz Islay könnte den bislang stärksten Wirtschaftszweig der Provinz, die Landwirtschaft, schädigen. Neben der Wasserverschmutzung durch Schwefelsäure fürchten die Anwohner ein Absinken des Grundwasserspiegels, da bis zum Bau eines eigenen Wasserreservoirs für „Tía María“ Wasser aus dem Boden gepumpt werden müsste.

    Schon kurz bevor sich der runde Tisch konstituiert hatte, begannen die Demonstranten mit der Räumung der Panamericana, die nicht nur durch tausende Menschen, sondern auch mit Baumstämmen, Gestrüpp und Steinblöcken blockiert worden war. Allerdings befinden sich nach Angaben von Radio Yaraví (Arequipa) bis zum Zeitpunkt noch immer viele Demonstranten in der Nähe der Panamericana, ein klares Zeichen, dass man dem runden Tisch für Cocachacra und Umgebung keine schnelle Lösung zutraut.

    Das Zusammentreffen der Bergbaugegner und der Regierungsdelegation war möglich geworden, nachdem die peruanische Volksanwaltschaft, Angehörige der katholischen Kirche, sowie der Regionalpräsident von Arequipa, Juan Manuel Guillén Benavides, ein Aussetzen der Protestmaßnahmen für 24 Stunden aushandeln konnten.

    Bei einer Volksbefragung im Distrikt Cocachacra hatte sich im September 2009 90% gegen die Durchführung des Bergbauprojektes „Tía María“ ausgesprochen.

  • Islay / Arequipa: Eine Woche Generalstreik gegen Bergbauprojekt "Tía María"

    Seit nun einer Woche sind Bewohner mehrerer Distrikte der südperuanischen Provinz Islay (Region Arequipa) im Generalstreik und besetzen einen Abschnitt der Panamericana-Fernstraße. Die Menschen der Provinz, in der 30% der Bevölkerung über 14 Jahren von der Landwirtschaft lebt, fürchten eine mögliche Umweltverschmutzung durch das geplante Kupferabbauprojekt „Tía María“. Die peruanische Regierung hat signalisiert, Verhandlungen aufzunehmen, sobald die Streikenden die Panamericana Räumen. Diese aber trauen der Regierung nicht so recht, ob der Ankündigung nach einer Straßenräumung auch Taten folgen und fordern einen sofortigen runden Tisch vor Ort unter Beteiligung des peruanischen Premierministers Javier Velásquez Quesquén, sowie der Minister für Energie und Bergbau, Landwirtschaft und Umwelt.

    Schon bald könnte der Konflikt eskalieren, der peruanische Nachrichtensender RPP berichtet, es wären bereits 3.000 Polizisten auf der nahegelegenen Luftwaffenbasis La Joya eingetroffen. Inneminister Salazar wirft Angehörigen verschiedener politischer Gruppierungen aus dem extremen rechten und linken Sektor vor, die Menschen aufzuwiegeln und zur Gewalt aufzurufen. Gleichzeitig gab er bekannt, die Einsatzpläne der Polizei für eine Räumung der Straße seien bereits ausgearbeitet.

    Derweil schaltete das peruanische Innenministerium einen Fernsehspot gegen die Straßenblockierer – der schlimme Erinnerungen an die Zusammenstöße bei Bagua im vergangenen Juni wach werden lässt. Damals hatte die Regierung in einem Fernsehspot versucht, Demonstranten als wildgewordene Horde darzustellen, die dem ganzen Land ihren Willen aufzwingen wollen. Im neuen Fernsehspot wird die derzeitige Straßenblockade als „politische Offensive“ der Opposition dargestellt.

    Eigentlich hatte heute eine öffentliche Aussprache über die Umweltverträglichkeitsprüfung des Bergbauprojektes „Tía María“ des Unternehmens Southern Peru stattfinden sollen – sie wurde wegen des Streiks vorerst vertagt.

    Auf beiden Seiten der Straßenblockade haben sich inzwischen lange Fahrzeugschlangen gebildet, auf Vermittlung der peruanischen Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) wurde heute, wie der Radiosenderverbund CNR berichtet, für zwei Stunden die Sperrung aufgehoben, wodurch zumindest einige Fahrzeuge nach Tagen ihre Reise fortsetzen konnten. Volksanwältin Beatriz Merino erklärte den Anführern der Straßenblockade zudem, dass Straßenblockaden illegal sind. Dennoch beschlossen diese, die Blockade weiterzuführen.

  • Volksanwaltschaft: In 60% der sozialen Konflikte Perus kommt der Dialog erst nach der Gewalt

    In 60% der derzeitig 255 aktiven sozialen Konflikte in Peru kam es erst nach einem Ausbrechen von Gewalt zu einem Dialog mit der Regierung. Das prangerte Miguel Lévano Muñoz von der Konfliktprävention- und Governance-Einheit der peruanischen Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) an. Als Beispiel nannte Muñoz die Konflikte bei den Protesten illegaler Schürfer, Bergbauunternehmer und Bergarbeiter, in deren Verlauf in den vergangenen Wochen bei einer Straßenblockade in Chala (Arequipa) mehrere Personen ums Leben kamen. Die Volksanwaltschaft wirft der peruanischen Regierung vor, nicht genug für die Vorbeugung solcher Konflikte zu tun. „Wir sehen noch eine nachsorgende, keine vorsorgende Haltung des Staates. Erst, wenn er die Gewalt zu Kenntnis nimmt, kümmert er sich darum [um die Konflikte]“, so Muñoz gegenüber CNR. Deshalb forderte alle staatlichen Ebenen auf, mehr für die Konfliktprävention zu tun, falls notwendig auch mit runden Tischen.

    Allein im März war die Anzahl registrierter Konflikte um 10 gestiegen, in sechs davon geht es um Umweltfragen.

  • La Joya / Arequipa: Polizei beschlagnahmt 205 Kilogramm Drogen

    Ein großer Fang gelang gestern der peruanischen Nationalpolizei PNP im Distrikt La Joya (Prov. / Reg. Arequipa). Sechs Monate hatte nach Angaben der Agentur ANDINA die Antidrogenpolizei Divandro Arequipa einen Kleintransporter beobachtet, gestern in den frühen Morgenstunden fanden sie im inneren des Fahrzeuges 104 Kilogramm des Kokain-Grundstoffes PBC (pasta básica de cocaina). Das PBC war in Form von Backsteinen verpackt. Der 22jährige Fahrer des Kleintransporters wurde festgenommen. Im Haus des festgenommenen konnten die Beamten anschließend weitere 101 Kilogramm PBC sicherstellen. Obwohl die Pakete in über einem Meter Tiefe eingegraben waren, entgingen sie dem Drogenspürhund „Black“ nicht, wie die Polizei berichtet.

    Ersten Ermittlungen zufolge stammt die „Lieferung“ aus Ayacucho. Von Arequipa sollte sie, so die Polizei, über Tacna nach Chile geschmuggelt werden.

    Der Distrikt La Joya liegt ca. eine Autostunde von Arequipa entfernt und zählt rund 24.192 Einwohner.

    Polizei beschlagnahmt 143 Kilogramm PBC in Andahuaylas

    Auch in Andahuaylas (Region Apurímac) wurde die Polizei fündig. So konnten 143 Kilogramm PBC, mehrere Schusswaffen, sowie zwei Fahrzeuge beschlagnahmt werden. Vier mutmaßliche Drogenschmuggler wurden festgenommen, von denen einer bereits mehrfach wegen Drogenschmuggels vorbestraft war. Bei der Festnahme von drei der Schmuggler kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei, wobei eine Person verletzt wurde.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Camaná/Arequipa: 15 Saisonarbeiter sterben bei Verkehrsunfall

    Bei einem schweren Verkehrsunfall am Streckenkilometer 819,5 der Panamericana in der Provinz Camaná (Region Arequipa) kamen gestern nach Angaben der Agentur ANDINA 15 Saisonarbeiter eines Landwirtschaftsbetriebes ums Leben. Sieben weitere wurden teils schwer verletzt.

    Ein Kleinlaster, der die Arbeiter zu ihrer Arbeitsstelle bringen sollte, war mit einem Sattelschlepper bolivianischen Kennzeichens zusammengestoßen. Bisher konnte nur der Fahrer des Kleinlastwagens identifiziert werden, da die Arbeiter selbst keine Dokumente bei sich trugen. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei um Personen aus Ilave (Region Puno) handelt, die als Saisonarbeiter nach Camaná gekommen waren, um dort bei der Reisaussaat zu helfen.

  • Mind. 26 Tote bei 3 Busunfällen in 48 Stunden

    Allein 16 Todesopfer und 48 teils schwer Verletzte hinterließen zwei Busunfälle heute in Arequipa und Cajamarca. 10 Personen waren gestern beim Absturz eines Busses in der Region Ayacucho ums Leben gekommen. Auf der Straße, die Juliaca mit Arequipa verbindet, stießen zwei Überlandbusse mit einem Lastwagen zusammen. Wie RPP unter Berufung auf die Verkehrspolizei berichtet, kamen dabei 14 Personen um. Die amtliche Agentur ANDINA spricht dagegen von 20 Toten.

    In Shoclla (Cajamarca) stürzte heute Morgen ein Fahrzeug, das von der Straße nach Bambamarca abgekommen war, in einen Fluss, wo 2 der Insaßen ertranken, darunter ein Kleinkind.

    Bei allen drei Unfällen wird als mögliche Unfallursache der schlechte Zustand der Straßen wegen der seit Wochen anhaltenden Regenfälle genannt. Auch schlechte Sichtverhältnisse könnten beigetragen haben, so die Polizei.