Kategorie: Zahlen und Statistiken

Studienergebnisse, Volkszählungen und andere Quellen, die manches über Peru aussagen (und anderes nicht). Ausführliche Informationen finden sie in unserem INFOAMAZONAS-Spezial „Peru in Zahlen und Statistiken„.

  • INEI: Peruanische Wirtschaft seit 92 Monaten im Aufschwung

    Nach Angaben des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik, INEI, wächst die peruanische Wirtschaft seit 92 Monaten ununterbrochen. Im Februar diesen Jahres erreichte es mit 0,19% allerdings einen sehr niedrigen Wert. In den vorhergehenden 12 Monaten lag das Wachstum bei durchschnittlich 1,66% pro Monat (8,16% gesamt). Triebfedern des Wirtschaftswachstums waren weiter der Landwirtschafts- und Bausektor. Der Bereich Landwirtschaft wuchs im Februar um 3,96%, besonders die Viehwirtschaft konnte zulegen (6,57%), was nach Angaben des INEI vor allem mit dem für die Bauern vorteilhaften Klima zu tun hat.

    Größter Verlierer war die Fischwirtschaft, die im Februar um 17,62% schrumpfte.

    Auch der Bereich Bergbau verlor 2,01%.

    Der Bausektor zeigte sich mit einem Wachstum von 4,73% stabil.

  • Mehr Peruaner kehren zurück, weniger wandern aus

    Ein- und Auswanderer in Peru 2007-2009. Bild: INEI
    Ein- und Auswanderer in Peru 2007-2009. Bild: INEI

    Im vergangen Januar lag die Zahl der Peruaner, die zurück in ihr Land einwanderten  3,5% über der Zahl des Vorjahres. Das berichtet das peruanische Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI. Demnach kommen vor allem Menschen zurück, die zuvor nach Chile oder in die USA ausgewandert waren. Gleichzeitig nahm die Zahl der Auwanderer um 0,2% ab und fiel damit auf 206.623 Auswanderer.

    Peruanische Medien vermuten als Gründe für die zunehmende Zahl der Rückkehrer die Wirtschaftskrise, sowie bessere Möglichkeiten in Peru.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Weniger Festnetz, mehr Internet, viel mehr Handy

    Entwicklung von Handy, Telefon, Internet und Kabelfernsehen in Peru. Quelle: INEI
    Entwicklung von Handy, Telefon, Internet und Kabelfernsehen in Peru. Quelle: INEI

    Die Verbreitung von Mobiltelefonen in Peru nimmt immer mehr zu. Nach den neusten Zahlen des Nationalinstituts für Statistik und Informatik INEI verfügten Ende vergangenen Jahres bereits über 60% der Peruaner über ein Mobiltelefon. Das entspricht mindestens 16 Millionen Mobiltelefonen. Der Anteil von Einwohnern mit Festnetzanschluss im Vergleich zur Gesamtbevölkerung wurde dagegen geringer. Ein leichtes Wachstum gab es auch bei den Anschlüssen von Kabelfernsehen und den Internetanschlüssen.

  • INEI: 1.786 gezählte indigene Gemeinschaften

    In 11 peruanischen Regionen, hauptsächlich östlich der Anden , leben heute 1.786 verschiedene indigene Gemeinschaften aus 13 Sprachfamilien. Das ist eines der Ergebnisse der Zählung indigener Gemeinschaften durch das peruanische Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI. Demnach wäre Peru das Land mit den meisten verschiedenen Sprachfamilien in ganz Amerika, wobei viele der Gemeinschaften allerdings nicht auf Peru begrenzt sind, weil ihr Siedlungsgebiet über die politischen Grenzen des Landes hinausreicht.  Die 13 Sprachfamilien teilen sich wiederum in insgesamt über 60 verschiedene Ethnien auf, darunter amuesha, asháninka, ashéninka, caquinte, chamicuro, culina, matsiguenga, nomatsiguenga, piro, resígaro, chayahuita, jebero, amarakaeri, arazaeri, huachipaeri, kisamberi, pukirieri, bora, huitoto-meneca, huitoto-murui, actual, aguaruna, candoshi-murato, huambisa, jíbaro, amahuaca, capanahua, cashibo-cacataibo, mayoruna, parquenahua, pisabo, shipibo-conibo, yagua, lamas, quichua, kichwaruna, aguano, ticuna, muniche, omagua, arabela, iquito, taushiro und andere. Der INEI weißt allerdings darauf hin, dass es auch mindestens 21 indigene Gemeinschaften gibt, die von verschiedenen Ethnien gebildet werden. Zudem wurden zwei Ethnien gefunden, von denen nur noch wenige Personen mit einem Alter von über 50 Jahren gefunden wurde, die inzwischen aber unter Mestizen in der Stadt wohnen und ihre Sprache größtenteils aufgegeben und gegen spanisch getauscht haben.

    Die Zählung der indigenen Gemeinschaften war Teil der Volkszählung 2007. Die Ergebnisse wurden aber erst jetzt ausgewertet und veröffentlicht.

  • Peru erhöht Soldatensold um 35%

    Die Soldaten der peruanischen Armee bekommen 35% mehr Sold. Ein entsprechendes Dekret wurde heute vom peruanischen Verteidigungsminister Antero Flores-Araoz unterzeichnet. Danach wird in Zukunft ein normaler Soldat, der bisher zwischen 112 und 118 Nuevos Soles erhielt, zwischen 160 und 176 Nuevos Soles erhalten.  Wer den Rang eines  „sargento primero“ innehat, kann sich von einer Erhöhung von  270 Nuevos Soles erhielt auf 448 Nuevos Soles pro Monat erfreuen.

    Damit soll auch für junge Menschen die Attraktivität der peruanischen Streitkräfte gesteigert werden, sie für den Wehrdienst zu begeistern. Derzeit ist das peruanische Militär an mehreren gefährlichen Einsätzen im In- und Ausland beteiligt, was die Bereitschaft für den Wehrdienst eher gedämpft hatte. So kämpft das peruanische Militär derzeit gegen Drogenschmuggler und Terroristen im VRAE genannten Tal der Flüsse Apurímac und Éne und im Rahmen einer UN-Blauhelmmission auf Haiti.

    Zuletzt war der Sold 2004 angehoben worden.

    Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA soll das entsprechende Dekret in den nächsten Tagen im peruanischen Gesetzblatt „El Peruano“ veröffentlicht werden.

  • 2005-2008: Bierkonsum verdoppelt

    In den vergangenen drei Jahren hat sich der Bierkonsum in Peru fast verdoppelt. Das erklärte Alfredo Paredes,  Vertreter des Getränkeherstellers Ajegroup, gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA. Wurden 2005 noch 781 Millionen Liter Bier konsumiert, waren es 2008  bereits 1,3 Milliarden Liter. Das entspricht ca. 41 Litern Bier pro Person und Jahr. Als einen Grund für den starken Anstieg sieht Paredes neben der weiteren Verbreitung durch eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur hauptsächlich die durch den Wettbewerb im Biersektor stark gefallenen Preise. Für die kommenden Jahre wird ein weiterer Anstieg erwartet. Allein in den derzeitigen Sommermonaten diesen Jahres soll der Bierumsatz um 15 bis 20% über dem Umsatz des Vorjahres liegen. In den Sommermonaten, also Januar bis März, tätigen die peruanischen Bierhersteller rund 30% des Gesamtumsatzes. Zudem wird erwartet, dass der Jahresbierkonsum 2009 pro Person um 4 Liter auf 45 Liter ansteigt.

  • Ministerium legt neue Liste der Unfallanfälligsten Busunternehmen vor

    Das Verkehrs- und Kommunikationsministerium hat heute die neue Liste der 50 Busunternehmen vorgestellt, die im vergangenen Jahr in besonders häufig bzw. besonders schwere Unfälle hatten. Angeführt wird die Liste von dem Reiseunternehmen „TARAPOTO TOURS S.A.C.“, das über eine Flotte von 8 Fahrzeugen verfügt, die im vergangenen Jahr in insgesamt 3 schwere Unfälle verwickelt waren, in deren Folge 49 Personen starben. Den traurigen zweiten Platz belegt „EMPRESA DE TRANSPORTES SAN JUAN DE YAUYOS E.I.R.L.“ (6 Busse), bei der in 2 Unfällen 27 Personen ums Leben kamen.

    Auch viele der Busunternehmen, die nach Chachapoyas fahren, waren im vergangenen Jahr in schwere Unfälle verwickelt. So belegt z.B. „EMPRESA COMERCIAL TRANSPORTES ZELADA S.R.L.“ (7 Busse) den Platz 21, da es im vergangenen Jahr bei einem Unfall bei Mendoza zu 14 Todesopfern kam. Auch „TURISMO CIVA S.A.C.“ (154 Busse) belegt mit 25 Toten bei 8 schweren Unfällen Platz 16. Platz 27 belegt „EMPRESA DE TRANSPORTES PAREDES ESTRELLA S.C.R.L.“, ein Unternehmen, das auch Fahrten von Pedro Ruiz nach Lima bzw. Tarapoto anbietet.

    In der Liste wird jedem Busunternehmen ein Wert zugewiesen, der sich aus der Anzahl der Unfälle, der Todesopfer und der Verletzten, sowie aus der grösse der Busflotte errechnet. Je mehr sich dieser Wert 100 annähert, desto eher sollte man sich eine Fahrt mit dem entsprechenden Unternehmen gut überlegen. Die komplette Liste kann man sich auf der Internetseite des Ministeriums herunterladen:
    http://www.mtc.gob.pe/portal/IPA_50EMPRESAS_09012009.pdf

  • Zahl der Kuelap-Besucher steigt weiter

    Entwicklung der Besucherzahl in Kuélap. Grafik: D. Raiser/chachapoyas.eu
    Entwicklung der Besucherzahl in Kuélap. Grafik: D. Raiser/chachapoyas.eu

    Wie das Regionalbüro Amazonas des peruanischen Nationalinstitutes für Kultur (INC) gestern bekannt gab, ist wie Zahl der Besucher in dem archäologischen Komplex Kuélap auch 2008 wieder stark angestiegen. So waren es 2008 mit 17679 Besuchern 2842 mehr als noch im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2005 stieg die Besucherzahl sogar um 7224 Personen.

    Von den 17679 Kuelap-Besuchern im vergangenen Jahr waren 12.003 Peruaner, davon allein 3.449 Kinder und 3.409 Studenten.

    Wie zu erwarten war, kamen die meisten Besucher im August, insgesamt kamen in diesem peruanischen Wintermonat 3.553. Die meisten Ausländer kamen dagegen im Juli, insgesamt 248.

  • DATUM-Umfrage: Alan in Amazonas unbeliebt

    Wie die peruanische Tageszeitung „El Comercio“ unter Berufung auf eine DATUM-Umfrage berichtet, ist Präsident Alan García Pérez landauf-landab unbeliebt. Zwar ist er für die Länge seiner Amtszeit – im Gegensatz zu seinen Vorgängern noch recht beliebt, das liegt aber vor allem am hohen Zuspruch in den Millionenstädten Lima und Callao, wo immerhin noch 41% mit seiner Amtsführung einverstanden sind. Besonders in Nordperu ist die Unterstützung für Präsident äußerst niedrig. So sind in Amazonas nur 8% der Einwohner mit der Amtsführung einverstanden. In der Region Cajamarca sind es mit 6% sogar noch weniger. Davon profitieren vor allem Opositionspolitiker, vor allem vom „partido Nacionalista“ PNP, die sich im vergangenen Jahr erfolgreich für die Abschaffung mehrere Dekrete eingesetzt hatten, die die Enscheidungsmöglichkeiten über Ländereien indigener und bäuerlicher Gemeinschaften verändert hatten. So wurden als beliebteste Kongressabgeordnete die Politiker Yonhy Lescano aus Puno an der Grenze zu Bolivien und Washigton Zevallos aus Moquegua mit 44 bzw. 53% genannt. Auf Platz 3 kam der Kongressabgeordnete für Amazonas und Vorsitzende des Verkehrsauschusses, Alfonso Maslucán.
    Bei der Frage, wen man wählen würde, falls am kommenden Sonntag Wahl wäre, nannte die Mehrheit Luis Castañeda Lossio, den derzeitigen Bürgermeister von Lima. Auf dem zweiten Platz liegt Keiko Fujimori, die Tochter des Diktators Alberto Fujimori, gegen derzeit mehrere Prozesse wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen läuft.

  • 60% der Haushalte haben ein Handy

    In immer mehr peruanischen Haushalten stehen moderne Kommunikationsgeräte. Wie das Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI gestern bekannt gab, gibt es in 60% der peruanischen Haushalte ein oder mehrere Handys. 28% haben einen Festnetzanschluss, 19% Kabelfernsehen und fast 10% Internet. Damit stieg die Zahl der Haushalte mit Hand im Gegensatz zum Vorjahr um 15%. Gleichzeitig gibt es 2,5% mehr Kabelfernsehhaushalte und 2,6% mehr Haushalte mit Internetanschluss als noch im Vorjahr.
    Dabei gibt es aber einen sehr großen Unterschied zwischen Stadt und Land. So haben in der Hauptstadt Lima fast 60% einen Festnetzanschluss. Im ländlichen Raum sind es 1,4%. Internet haben in Lima über 23%, im ländlichen Raum 0,1% der Haushalte. Verglichen wurde das letzte Quartal 2008 mit dem letzten Quartal 2007.