Kategorie: komisches

Mehr oder weniger komische Geschehnisse in Peru.

  • Perus Regierung möchte 7. Oktober zum „Tag der Marinera“ machen

    Marinera-Pärchen.
    Marinera-Pärchen.

    Obwohl noch vor wenigen Monaten versprochen worden war, während dieser Legislaturperiode auf die Ausrufung weiterer Gedenktage zu verzichten, hat die peruanische Regierung nun eine Gesetzesvorlage erarbeitet, nach der jeder 7. Oktober zum „Tag der Marinera“ erklärt werden soll. An gesetzlich verankerten Gedenktagen mangelt es Peru auch bisher wahrlich nicht, sei es der Tag der andinen Musik (15. Juni), der Tag der criolischen Musik (31. Oktober), der Tag des Briefträgers (29. August) oder der Tag des Grillhähnchens (3. Juli-Sonntag). Dass erst jetzt auch die Marinera, einer der bekanntesten Musik- und Tanzstile Perus mit verschiedenen Variationen, einen Gedenktag bekommt, ist da eher verwunderlich. Es ist wahrscheinlich, dass der peruanische Kongress die aus zwei Artikeln bestehende und von Präsident Ollanta Humala, sowie Premier Juan Jiménez unterzeichnete Vorlage so beschließen wird.

    Seltsame Vorschläge keine Ausnahme

    Allerdings wurden auch in der Vergangenheit nicht alle Gedenktags-Vorschläge einfach nur abgenickt. So lehnte der Kongress beispielsweise mehrere Anträge der 1995 in den Kongress gewählten Susy Díaz ab, die heute durch Talk- und Rateshows tourt, um ihre Geldstrafe wegen Korruption zu begleichen und vor ihrer Zeit als Abgeordnete vor allem als Seite-1-Girl von sich reden machte. Sie schlug beispielsweise vor, einen Gedenktag für Schwiegermütter, egal ob gute oder böse, einzuführen.

    Übrigens: Die Vereinigung peruanischer Clowns und Zirkusartisten zog im vergangenen Mai mit großem Aufgebot vor den peruanischen Kongress. Der Grund: Sie fordern, künftig an jedem 25. Mai den „Tag des peruanischen Clowns“ zu feiern. Als Witz war das allerdings nicht gemeint, vielmehr ist dieses Datum der Jahrestag des Todes eines als „Tony Perejil“ bekannt gewordenen Clowns, von dem erzählt wird, er habe in den 80er Jahren durch zahlreiche Besuche in Armenvierteln am Rande von Lima Freude verbreitet.

    NACHTRAG (5.10.2012): 7. Oktober jetzt offiziell „Marinera-Gedenktag“

    Wie erwartet ist der peruanische Kongress dem Vorschlag der Regierung gefolgt und hat den 7. Oktober offiziel zum Marinera-Gedenktag gemacht. Alle anwesenden Kongressabgeordneten, 92 an der Zahl, stimmten dafür. Der 7. Oktober ist der Geburtstag des peruanischen Komponisten Augusto Áscuez Villanueva, sowie der Vorabend des Tags der peruanischen Kriegsmarine.

  • Ab jetzt auf jedem Regierungs-Briefbogen: „Peru, Fortschritt für alle“

    PROGRESO PARA TODOS - Fortschritt für alle. Bild: PCM.
    PROGRESO PARA TODOS – Fortschritt für alle. Bild: PCM.

    Perus Ex-Präsident Alejandro Toledo hatte „Los Peruanos Sí Podemos*“ (dt. Wir Peruaner können es schaffen), sein Nachfolger Alan García setzte auf „El Perú Avanza“ (dt. Peru kommt voran), der heutige Präsident Ollanta Humala setzt nun auf „Perú, progreso para todos” (dt. Peru, Fortschritt für alle). Diesen Spruch müssen künftig alle staatlichen Einheiten, die der Nationalregierung in Lima zugeordnet werden – das bezieht sich beispielsweise auf Ministerien, die meisten Sozialprogramme, die zum Gesundheitsministerium gehörenden Krankenhäuser und das für Schulbücher zuständige Bildungsministerium – in großen grauen Lettern auf ihre Publikationen und Briefe drucken.

    Allerdings, so geht aus der Ministerialresolution N° 232-PCM, hervor, sollen Publikationen mit „El Perú Avanza“ nicht eingestampft, sondern vor dem Neudruck verteilt werden. Ob sich die entsprechenden Stellen daran halten ist fraglich, die Erfahrungen – mit dem einstampfen – der letzten Regierungswechsel  waren häufig eher gegenteilig. Wer sich den neuen Satz ausgedacht hat, ist unbekannt, politisch verantwortlich ist jedenfalls Premierminister Juan Jiménez Mayor, der die Resolution unterzeichnet hat.

    *Auf die Wortspiele, die sich ergeben, soll in diesem Beitrag nicht eingegangen werden.

  • Peru erklärt den Grieben-Tag

    Nach dem Grillhähnchen und dem Briefträger hat nun auch das gut durchgegarte Schweinefleisch seinen eigenen Gedenktag. Per Regierungsresolution verfügte Landwirtschaftsminister Jorge Villasante, dass ab jetzt Jahr für Jahr der dritte Junisamstag zum „Día Nacional del Chicharrón“ zu erklären sei. Hinter der Resolution des Ministers stehen dabei knallharte Interessen. Derzeit werden in Peru, so Villasante gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA, pro Person und Jahr vier Kilo Schweinefleisch gegessen. Das soll mittelfristig auf 6 Kilo steigen. Damit bleibe man aber noch immer weit hinter dem Durchschnittschilenen zurück, der auf 25 Kilo pro Jahr komme, so der Minister.

  • Alan García „schenkt“ Lima gigantische Christus-Statue

    Auf dem Morro Solar, einem Hügel am Rande der peruanischen Hauptstadt Lima wird derzeit eine gigantische Christus-Statue errichtet, die nicht zufällig an den Cristo Redentor in Rio de Janeiro (Brasilien) erinnert. Mit der Statue, die bereits am 29. Juni geweiht werden soll, möchte der peruanische noch-Präsident Alan García den Hauptstädtlern ein Andenken hinterlassen, in das, so García gegenüber RPP, keine Staatsgelder flossen. Es sei immer sein Traum gewesen, auf den Morro eine Christus-Statue genau wie die vom Corcovado (Rio) zu stellen, so García. Weiter gab er bekannt, er habe die Statue Christus vom Pazifik (oder Pazifik-Christus) genannt. Stimmen die Angaben des Staatschefs, stellte allein er 100.000 Nuvos Soles, weitere Spenden kamen von peruanischen und brasilianischen Unternehmern. Bei dieser Vorgeschichte ist dann auch nicht weiter verwunderlich, dass auch große Teile der Statue selbst in Brasilien angefertigt und per Schiff angeliefert wurden.

    Zu sehen sein soll der Cristo del Pacífico nicht nur vom Morro Solar sondern auch fast der gesamten limenischen Küste und großen Teilen der Stadt, insbesondere den Hochhäusern.

    In Lima gehen die Meinungen über den Bau, der am peruanischen Vatertag (Peter und Paul), sowie dem 60. Jahrestag der Priesterweihe Joseph Ratzingers eingeweiht wird, auseinander. Während die Errichtung von Kardinal Cipriani erwartungsgemäßg begrüßt wurde („ich freue mich sehr und beglückwünsche den Präsidenten“), kritisierte die Bürgermeisterin von Lima Susana Villaran, der Bau sei nicht mit ihr abgesprochen worden. Zudem verfüge Peru mit dem Señor de los Milagros und dem Señor Cautivo de Ayabaca, über eigene mögliche Vorbilder für eine solche Statue, so Villaran. So sehe sie keinen Grund, den „gleichen Christus wie auf dem Corcovado“ zu bauen. Der Architekt Augusto Ortiz de Zevallos nannte das Bauwerk in einem Gasbeitrag für den Blog „Espacio Compartido“ eine „verspätete Parodie auf den Cristo del Corcovado“ und stellte dessen fehlende städtebauliche Integration in Frage.

    Gimmicks

    Wie der peruanische Präsident Alan García nicht ganz ohne Stolz verkündete, stehen für die Beleuchtung der Statue 26 verschiedene Farben zur Verfügung.

  • Wahlvorbereitungen: Alkoholverkauf bis Montag verboten

    Seit heute 0 Uhr wirkt er wieder, der als „Trockengesetz“ (ley seca) bekannte Artikel 390* des peruanischen Wahlgesetzes, der den Verkauf von Alkohol rund um den Wahltag verbietet. Wer während der Zeit 48 Stunden vor der Wahl, bis zum Folgetag um 12 Uhr, beim Verkauf von Alkohol erwischt wird, dem droht eine Strafe von 1.800 Nuevos Soles und die Schließung des Ladens bis kommenden Montag. Deshalb kam es auch gestern – wie es die Tradition will – zu Polizeieinsätzen rund um Bars und Diskotheken im ganzen Land. Nach Angaben des nationalen Wahltribunals (JNE) sind 8.000 Kontrolleure im Einsatz, um die Einhaltung des Artikels zu überprüfen. Der Konsum von Alkohol ist während dieser Zeit übrigens – entgegen dem in Peru landläufigen gegenteiligen Gerücht – nicht verboten. Das könnte auch erklären, warum das Wahltribunal in seiner Pressemitteilung die Nummer des Wahlgesetzes falsch angegeben hat. Die ist nämlich nicht 26856, sondern 26859.

    Sonstige Verbote
    Neben dem Verkauf von Alkoholika ist auch jede Art öffentlicher, politischer Demonstrationen und Treffen verboten. Selbst Verhaftungen dürfen nur vorgenommen werden, wenn ein Straftäter auf frischer Tat ertappt wurde. Ab Samstag dürfen auch keine Waffen mehr getragen werden und während der Öffnungszeiten der Wahllokale muss auf große Feste und Kino- und Theatervorstellungen verzichtet werden. Für Gottesdienste gelten Einschränkungen.

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    * Artículo 390.- Son reprimidos con pena privativa de la libertad no mayor de seis meses y pena de multa no menor del diez por ciento del ingreso mínimo vital multiplicado por treinta días de multa más pena accesoria de inhabilitación por igual tiempo que el de la condena, de conformidad con los incisos 1), 2), 3), 4) y 8 ) del Artículo 36 del Código Penal:
    a) Aquellos que hagan funcionar establecimientos destinados exclusivamente a expendio de bebidas alcohólicas, o quienes organizan espectáculos o reuniones prohibidos durante los períodos señalados en el Artículo 190 de la presente ley. […]

    Artículo 351.- Desde cuarenta y ocho horas antes de las 00 horas del día de la votación, hasta las 12.00 horas del día siguiente a las elecciones, no es permitido el expendio de bebidas alcohólicas de ninguna clase y se cierran los establecimientos dedicados a dicho expendio.

  • Skurriles von Perus Volksmusikindustrie: Youtube-Wendys Israel-Hymne mit der Tigerin und dem Delfin

    httpv://www.youtube.com/watch?v=oN5tZ_X0dSo

    Skurrile Auftritte sind eine Art Markenzeichen der peruanischen Volksmusikindustrie. Nun aber haben sich drei zusammengetan, um das Wort „skurril“ neu zu definieren: Die Youtube-Stars Wendy Sulca, Tigresa del Oriente und Delfín hasta el fín. Ihre Videos wurden auf der Videoplattform millionenfach angeklickt, große Plattenfirmen nahmen sie dafür unter Vertrag. Ihre gemeinsame Produktion „En tus tierras bailare“ besingt die Schönheit Israels – ein Land, das bislang keiner der drei bislang persönlich kennt – ist ein Kassenschlager, gerade erst ging eine mehrwöchige Konzerttour durch Argentinien, Chile und Uruguay zu Ende. Und in Peru, einem Land, das wegen seiner ausgeprägten Musikpiraterie von der Plattenindustrie gefürchtet wird, weiß man nicht so recht, was man von diesem Erfolg halten soll.

    Denn Erfolg haben die drei, das zeigen nicht zuletzt Parodien im peruanischen, spanischen und mexikanischen Fernsehen. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen?

    Wendy Sulca: Bier und Milch vom Wundermädchen
    Die 14jährige Wendy Sulca, von ihrer Managerin und Mutter als „Wunderkind der Folklore“ dargestellt, verdankt ihren Erfolg einem Youtube-Video, in dem sie -mit sieben Jahren- davon singt, wie sie in einer Spelunke mit viel Bier Liebeskummer und Sorgen ertränken will. Als gern gesehener Gast in diversen peruanischen Talk- und Unterhaltungsshows in Rundfunk und Fernsehen hat sie sich eine große Fangemeinde aufgebaut und singt jetzt nicht mehr in den kleinen, dunklen Clubs, in der ihr verstorbener Vater die ersten Auftritte organisiert hatte, sondern auf den ganz großen Bühnen. Die argentinische Ausgabe des RollingStone-Magazins, das ein ganzes Interview mit Wendy Sulca veröffentlichte, bezeichnete sie als die „kitschigste Datenverkehrsproduktionsmaschine“ überhaupt – nicht ganz zu unrecht, wie ein Blick auf ihre ganz in rosa und weiß gehaltene Internetseite zeigt.

    La Tigresa del Oriente: den Scharfschützen abgeschossen

    Auch sie, gelernte Kosmetikerin und Haarstylistin mit dem bürgerlichem Namen Judith Bustos, ist ein Youtube-Star, ihr Video „Nuevo Amanecer“ wurde über 2 Millionen Mal angesehen. Zur Legende wurde ihr Auftritt 2007 im Programm des populären Fernsehtalkers Jaime Bayly alias „el francotirador“ („der Scharfschütze“) der sie nicht für voll nahm, als die „Tigresa“ ihm eröffnete, Warner Music habe sie unter Vertrag genommen. Wenig später wurde er eines besseren belehrt. Angeblich wollte Bustos bereits in ihrer Jugend Sängerin werden. Diesen Traum hat sie sich nun, mit 56 Jahren, erfüllt. Insbesondere wegen ihrer Art zu singen und zu tanzen – die Meinungen darüber gehen von „talentlos“ bis „exotisch“ – polarisiert die Künstlerin, die für gewöhnlich in Tiger- oder Schlangenkostümen mit Löwenmähne auftritt.

    Delfin „hasta el fín“ Quishpe: Andine Techno-Folklore aus Ecuador

    Der dritte im Bunde ist Ecuatorianer und mit seinem Lied „torres gemelas“ über die Terroranschläge auf das WTC am 11. September 2001 weltberühmt geworden, dessen Video bei Youtube mehr als 6 Millionen Zugriffe verzeichnete. Es erzählt die wahre Geschichte eines Freundes Quishpes, dessen Verlobte bei den Anschlägen ihr Leben verlor. Der Sänger selbst bekam von seinem Internet-Ruhm zunächst gar nichts mit, seine eigene Plattenfirma wohl auch nicht, ein Internetnutzer hatte ohne ihr zutun das Video eingestellt. Inzwischen ist auch Delfín – nach anfänglichen Anfeindungen wegen seiner Kombination aus traurigen Bildern und Tanzmusik – in ganz Lateinamerika bekannt und unterwegs.

  • Wahlpflicht-Blüten: Wenn die ungültigen Stimmen gewinnen


    In Peru herrscht Wahlpflicht, wer dieser Pflicht nicht nachkommt, der muss eine Geldstrafe entrichten. Dennoch bleiben den Wählerinnen und Wählern Möglichkeiten, ihre Unzufriedenheit mit dem Wahlprozess oder den Kandidatinnen und Kandidaten auszudrücken. Am vergangenen 3. Oktober, als in Peru neue (und manchmal auch alte) Köpfe für die unteren Verwaltungsebenen gewählt wurden, war – dafür, dass Wahlpflicht herrscht – die Wahlbeteiligung mit rund 83,5% relativ gering.

    Noch interessanter ist allerdings das Endergebnis in der peruanischen Provinz Pacasmayo (Region la Libertad), wo die ungültigen Stimmen und leeren Stimmzettel zusammengenommen mit mehr als 30% der abgegebenen Stimmen die Wahl „gewannen“. Das sind über 10% mehr als der erstplatzierte Kandidat Hugo Buchelli Torres von der APRA-Partei, der 11.237 der 56.974 abgegebenen Stimmen (39.830 davon waren gültig) auf sich vereinigen konnte. Er werde nun versuchen „Brücken zu bauen“, da er dem Ergebnis nach keine große Unterstützung bekommen habe, so Buchelli Torres gegenüber der Nachrichtenagentur ANDINA.

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  • Quehue / Cusco: Proteste nach Bürgermeister-Auslosung

    Im peruanischen Distrikt Quehue (Provinz Canas / Region Cusco) kam es heute Morgen zu Bürgerprotesten, nachdem Paulo Oroche per Losverfahren zum Bürgermeister gekürt worden war. Da bei der Wahl am vergangenen 3. Oktober sowohl Paulo Oroche Taipe, als auch sein Wiedersacher Beltran Huillca Jananpa jeweils 381 Stimmen erhalten hatten, hatte das zuständige Sonderwahltribunal Canchis beschlossen, das Los entscheiden zu lassen. Das Glück war dann auf Seiten Oroche Taipes.

    Die Ahnänger Huillca Jananpas kündigten an, das Ergebnis anzufechten und eine zweite Wahlrunde zu fordern. Beide Kandidaten erhielten exakt 28,458% der gültigen Stimmen. Insgesamt acht Personen hatten sich um den Posten des Distriktbürgermeisters in Quehue beworben.

    Der Distrikt Quehue liegt an der westlichen Grenze der Provinz Canas zur Provinz Chumbivilcas und hat 3.260 Einwohnerinnen und Einwohner.

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  • Oyón / Lima: Busterminal besetzt, Band und Bier gefordert

    Einwohner von Oyón (Region Lima) haben das örtliche Busterminal besetzt und fordern von den Busgesellschaften, 100 Kisten Bier, sowie eine Musikkapelle für das 10tägige Stadtfest zu stiften. Das berichten übereinstimmend der Nachrichtensender RPP und die Tageszeitung El Comercio. Nach Angaben der Polizei haben sie rund 20 Busse in ihre Gewalt gebracht und drohen, sie anzuzünden, sollte den Forderungen für das Fest rund um Mariä Himmelfahrt nicht nachgekommen werden.

  • 18. Juli: Dem Grillhahn sein Tag

    Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA
    Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA

    Das peruanische Grillhähnchen (pollo a la brasa) bekommt seinen eigenen Gedenktag, den dritten Sonntag im Juli. Das entschied die peruanische Regierung. Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova erklärte, das Cebiche und der Pisco hätten ihren Gedenktag. „Wie kann es sein, dass man das nicht auch dem Grillhähnchen zugesteht?“, so de Córdova.

    Mit der Einrichtung des Gedenktages soll dem Gericht aber nicht nur gedacht werden, das Gedenken soll auch dafür genutzt werden, den Konsum peruanischer Grillhähnchen in Peru und auf der ganzen Welt zu fördern. Unterstützen soll dies die peruanische Vogelzüchtervereinigung (APA).

    Ob dieser Sektor wirklich Unterstützung braucht ist aber fraglich, denn wie das Landwirtschaftsministerium berichtet, gehen monatlich 44 Millionen Portionen Grillhähnchen über den Tresen. Jeder Peruaner isst also durchschnittlich 1,6 Grillhähnchen. Damit hat das Hähnchen, das man natürlich auch auf andere Weise zubereiten kann, gar das Rind- und Schweinefleisch auf peruanischen Tellern „überflügelt“.

    Voraussichtlich am kommenden Sonntag tritt seine Einrichtung per Veröffentlichung im Geseztblatt „El Peruano“ in Kraft.