Schlagwort: Verkehr

  • Limas Kleinbusse bald ohne Cumbia und Routenschreier?

    Combi Kleinbus in Lima. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Vorstellbar ohne Cumbia? Kleinbus in Lima. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Im Nahverkehrswesen der peruanischen Hauptstadt Lima bahnt sich nach dem Betriebsbeginn der Metro Lima und dem Schnellbussystem „Metropolitano“ eine weitere Revolution an. Ein Beschluss des Metropolitanrates sieht vor, dass ab Juli in den als „Combi“ und „Micro“ bekannten Kleinbussen künftig weder laute Musik, noch der Fernseher laufen dürfen – weil das den Fahrer ablenken könnte. Zudem wird den Kassierern, die neben dem Kassieren vor allem für das laute Schreien der Fahrtroute zuständig sind, eben jenes Schreien für die Zukunft untersagt. Auch das Zusteigen von Händlern, die in den Bussen Geschäfte treiben wollen, wird untersagt. Busfahrer dürfen zudem höchstens fünf Stunden am Stück fahren, bei maximal zwei Schichten pro Tag. Weiters muss jedes Fahrzeug mit einem GPS-Ortungsgerät ausgestattet werden.

    Sollte eine dieser Regeln nicht beachtet werden, drohen hohe Geldstrafen, die – und auch das ist neu – bei Nichtbegleichung auf das Fuhrunternehmen übergehen. Damit wird ein weiteres Problem angegangen: Oftmals ist ein Buspassagier bislang gleichzeitig Kunde verschiedenster verschachtelter Subunternehmen. So gehört meist einem Unternehmen die Route, einem anderen das Fahrzeug, ein Unternehmen mietet Route und Fahrzeug und vermietet beides wiederum einem Busfahrer, der dann noch den Kassierer und Routenschreier beschäftigt. Dadurch blieb das Risiko größtenteils beim Busfahrer, während die anderen Unternehmen ihre Fahrzeuge häufig schlecht warteten.

    Kleinbusse und Autos in der peruanischen Hauptstadt. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Kleinbusse und Auto in der peruanischen Hauptstadt. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Während von den Fahrgastorganisationen viel Beifall kommt, sind beispielsweise die Kassierer nicht glücklich mit der Reform. Sie fürchten, sie könnten dadurch weitgehend überflüssig werden. Joaquín Vásquez, der die Stadt Lima in Verkehrsfragen berät, erwartet aber eher das Gegenteil. So übernehme der Kassierer in Zukunft zwar eine passivere, aber noch wichtigere Aufgabe: Die Fahrgäste bei Fragen zu Routen, Haltestellen und Preisen zu beraten. Auch die meisten Nahverkehrsunternehmen unterstützen die Reform, einige ihrer Dachverbände haben an deren Ausgestaltung mitgearbeitet.

    Die Busrouten selbst sollen in Zukunft für jeweils 10 Jahre vergeben werden. Ein erster Vergabeprozess ist für Ende 2012 geplant.

  • Peru: Heute fast doppelt so viele Fahrzeugdiebstähle wie 2003 / vor allem Mototaxis gefährdet

    Die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge pro Jahr hat sich im Zeitraum 2003-2011 beinahe verdoppelt. Das geht aus dem jüngsten Kriminalitätsreport des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik hervor. Gleichzeitig stieg die Zahl der zugelassenen Neufahrzeuge um 32%. Insgesamt wurden Peru-weit 2011 15.215 Fahrzeuge gestohlen, 2003 waren es noch 8.722 gewesen. Die meisten Fahrzeuge wurden dabei vom Straßenrand weg geklaut, 9.460 Stück 2011. Lediglich 5.755 wurden durch einen Überfall entwendet. Damit ist die Zahl der im Rahmen eines Überfalls gestohlenen Fahrzeuge seit 2003 kaum angestiegen.

    Überhaupt stieg die Anzahl gestohlener Autos und Lastwagen nur leicht, die hohe Zahl geht vor allem auf Motorräder und die so genannten „Mototaxis“ zurück, die wegen ihres geringen Gewichts und ihrer großen Verbreitung leicht gestohlen werden können. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2010 nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft 19.503 Autos als gestohlen gemeldet. Im – zugegebenermaßen vom Fahrzeugpark und der Bevölkerungszahl etwas kleineren – Peru waren es im selben Zeitraum dagegen nur 15.179. Davon wurden 10.036 schon nach kurzer Zeit wieder gefunden.

    Und zum Abschluss noch eine gute Nachricht: Trotz des starken Anwachsens des peruanischen Fahrzeugparks lag die Zahl der Verkehrstoten 2010 unter dem Wert von 2003. Das ist sicherlich auch auf die Verschärfungen der peruanischen Straßenverkehrsordnung zurückzuführen, die 2009 und 2010 eingeführt wurden.

    Fahrzeugdiebstähle 2003-2011 in Peru. Bild: INEI.
    Fahrzeugdiebstähle 2003-2011 in Peru. Bild: INEI.

    (Daten: http://www.inei.gob.pe/web/BoletinFlotante.asp?file=14086.pdf)

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Härtere Strafen, stärkere Kontrolle: Weniger Tote durch Verkehrsunfälle in Peru

    Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Foto: ANDINA/Carlos Lezama.
    Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Foto: ANDINA/Carlos Lezama.

    Die Einführung drastischer Strafen und die strenge Kontrolle des peruanischen Fernbusverkehrs scheint zu wirken: Nach Angaben der Verkehrs- und Transportkontrollbehörde SUTRAN lag die Anzahl der Personen, die durch einen Verkehrsunfall ihr Leben verloren 2011 23% unter dem Wert von 2010. Seit Ende 2010 müssen Überlandbusse ein GPS-Gerät an Bord haben, mit dessen Hilfe kontrolliert werden kann, dass die Geschwindigkeit von 90km/h nicht überschritten wird. Wer sich nicht daran hält, wird mit einer Strafe in Höhe von 432 Nuevos Soles belegt – offensichtlich eine wirksame Abschreckung. Auch die Zahl der im Straßenverkehr verletzten sank um 10%. Sorgen macht SUTRAN-Chefin Elvira Moscoso allerdings die Zunahme kleinerer Fahrzeuge wie den Mototaxis, die eigentlich nicht für Fernstraßen geeignet und zugelassen sind, diese aber dennoch nutzen.

    Allein zwischen Januar und Oktober 2011 starben auf Perus Straßen 439 Menschen – im Vorjahreszeitraum waren es 546 gewesen. Interessanterweise nahm die Zahl der Unfälle – nicht zuletzt auf Grund der Zunahme der Fahzeugflotte – 2011 im Vergleich zum Vorjahr leicht zu.

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  • Zeichen und Wunder: Metro Lima nimmt Probebetrieb auf

    Dutzende Male angekündigt, immer wieder verschoben: Die erste S-Bahn-Linie der peruanischen Hauptstadt Lima hat gestern ihren Probebetrieb aufgenommen. In den kommenden Wochen können nun Interessierte kostenlos mit dem bis zu 30km/h schnellen Zug die Strecke vom limenischen Textilparadies Gamarra nach Villa El Salvador zurücklegen. Läuft alles glatt, werden dafür rund 30 Minuten benötigt – kein Vergleich zu den bislang rund zwei Busstunden. Bislang sind allerdings erst 9 von 16 Haltestellen eröffnet. An denjenigen, die bereits zugänglich sind, weist speziell geschultes Personal die Fahrgäste in die Benutzung der Züge ein und gibt Sicherheitshinweise („bitte hinter die gelbe Linie“).

    Nach der Probezeit soll die Einzelfahrkarte 1,50 Nuevos Soles kosten, ermäßigt 0,75. Für den Planbetrieb, der bereits in einigen Wochen starten soll, fehlen noch mehrere Genehmigungen, die vor allem mit der Beschilderung und Sicherheitseinrichtungen für den Katastrophenfall zu tun haben.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=3tWsPs5GJOQ#!

  • Das Innenleben des limenischen Combi-Chaos

    Das Verkehrschaos in der peruanischen Hauptstadt Lima geht zurück auf schlecht geplante Verkehrspolitik, eine überstürzte Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrs in den 90er Jahren und Unternehmer, die Lücken in den bestehenden Gesetzen bis ins Extrem ausnutzen und an dem Chaos sehr gut verdienen. So ließe sich eine Artikelserie zusammenfassen, die INFOS, eine Internetplattform für investigativen Journalismus von der NGO IPYS, in den vergangenen Tagen veröffentlicht hat. Die Autoren Marco Sifuentes, Nicola Torriti Zolezzi, Rafael Vereau Gutierrez und Dánae Rivadeneyra haben sich dabei nicht nur die „Drei-Stufen-Problematik“ der als „Combi“ bekannten Kleinbusse in der peruanischen Hauptstadt angesehen, sondern auch Probleme mit den Taxis und dem neuen, einheitlichen Schnellbussystem „Metropolitano“. Aufhänger ist der Tod von Ivo Dutra, eines jungen Pressefotografen. Er wurde von einer Combi angefahren und starb kurze Zeit später in einer Klinik. Der Combi-Fahrer beging Fahrerflucht und wurde bis heute nicht gefunden.

    Kurz gefasst besteht, so die Autoren, besteht die „Drei-Stufen-Problematik“ darin, dass meist hinter der Route, die ein Bus fährt, drei Unternehmen stehen:

    1. Der „Besitzer“ der Route. Er hat auf legale oder weniger legale Weise die Konzession für eine Fahrroute bekommen, auf der er mit Kleinbussen fahren darf. Tut er aber meist nicht.
    2. Der Besitzer des Kleinbusses. Er kauft den Kleinbus und mietet sich bei dem Besitzer der Route ein. Damit darf er dessen Route befahren. Tut er aber meist nicht.
    3. Der Busfahrer und sein Kassierer. Sie mieten den Kleinbus und die Route. Daneben müssen sie über die Fahrkarten auch noch ihren eigenen Lohn und die Spritkosten verdienen. Gibt es einen Motorschaden oder ähnliches, muss die Miete für Bus und Route dennoch bezahlt werden.

    Hinzu kommt ein völlig veralteter Fahrzeugpark – ein Zustand, der unter Anderem auf die Liberalisierung der Einfuhr von Gebrauchtwagen während der 90er-(Fujimori)Jahre und der Öffnung der Möglichkeit, mit jedem verfügbaren Fahrzeug Personennahverkehr betreiben zu dürfen, geschaffen wurde. Ein weiteres Problem ist die extreme Überlappung verschiedener Routen, teilweise fahren mehr als 100 Busrouten über den selben Streckenabschnitt. Dies sei, so die INFOS-Autoren, zum einen der Korruption in Limas Nahverkehrsbehörde geschuldet, zum anderen aber der Möglichkeit anderer Städte im Umland, Genehmigungen für Strecken in und durch die Hauptstadt ausstellen zu dürfen. So hat einer der größten Nahverkehrsanbieter Limas (Orion) seinen Sitz in Callao.

    Wer über grundlegende Spanischkenntnisse verfügt, dem sei die Lektüre der folgenden Artikelserie wärmstens ans Herz gelegt:

    http://www.infos.pe/2011/08/transporte-publico-lim/

  • Peru: 2.852 Verkehrstote im Jahr 2010

    Bei 83.753* Verkehrsunfällen im Jahr 2010 kamen 2.852 Menschen ums Leben. Das gab die peruanische Vizegesundheitsministerin Zarela Solis heute bekannt. 49.716 Personen mussten nach Verkehrsunfällen aufgrund ihrer Verletzungen medizinisch behandelt werden. Während die Anzahl offiziell registrierter Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr etwas anstieg, starben dabei 391 Personen weniger als noch 2009. Damit ging die Zahl der Verkehrstoten 2010 bereits zum dritten Mal in Folge zurück. Nach Berechnungen des Gesundheitsministeriums, das dieser Tage eine neue Sensibilisierungskampagne für eine vorsichtigere und sicherere Fahrweise startet, belaufen sich die Behandlungskosten der bei Verkehrsunfällen Verletzten für das Gesundheitssystem auf jährlich mehr als eine Milliarde US-$ – rund 1,5% des peruanischen Bruttoinlandsprodukts.

    *Die dargestellten Zahlen wurden vom peruanischen Gesundheitsministerium bereitgestellt. Die offiziellen Unfalldaten der peruanischen Nationalpolizei (PNP), die INFOAMAZONAS vorliegen, weichen davon ab. So spricht die PNP von 50.258 Unfällen mit 2.856 Todesopfern im Jahr 2010. In der PNP-Statistik wurden allerdings keine Unfälle ohne Verletzte oder Tote aufgeführt.

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  • Chacanto-Brücke zwischen Cajamarca und Amazonas einsturzgefährdet

    Die Chacanto-Brücke, die über den Marañón hinweg bei Balsas die Regionen Amazonas und Cajamarca, sowie die Provinz Bolívar (La Libertad) verbindet, ist beschädigt und einsturzgefährdet. Das berichtet Radio Horizonte aus Chachapoyas. Demnach zeigen mehrere Zementpfeiler bereits Risse, Seile sind am durchrosten. Die Chacanto-Brücke wird zwar normalerweise nur wenig befahren, ist aber immer, wenn während der Regenzeit die anderen Fernstraßen an die peruanische Küste unpassierbar sind, die einzige Verbindung der Region Amazonas, sowie der Provinz Bolívar, zum Rest des Landes. Zudem handelt es sich um die kürzeste Route zwischen Chachapoyas (Amazonas) und Cajamarca.

  • Air France nimmt Direktflüge nach Lima auf

    Das Luftfahrtunternehmen Air France KLM wird ab dem kommenden 21. Juni wieder Direktflüge von Paris (Flughafen Charles de Gaulle) in die peruanische Hauptstadt Lima (Flughafen Jorge Chávez) anbieten. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird die Strecke fünf Mal pro Woche von einer Boeing 777-200 mit 309 Plätzen bedient werden. Als Flugtage sind Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag und Dienstag anvisiert.. Eine Erhöhung der Flugfrequenz auf lange Sicht schließt Air France derweil nicht aus, macht diese allerdings von der Nachfrage ab.

    Bereits früher bot Air France Direktverbindungen zwischen der französischen und der peruanischen Hauptstadt an, stellte diese allerdings vor 16 Jahren ein.

  • In 60 Tagen: Lichtpflicht für Autofahrer auch am Tag

    Verkehrspolizistin beim Regeln des Verkehrs. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Verkehrspolizistin beim Regeln des Verkehrs. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Ab Anfang August müssen peruanische Autofahrerinnen und Autofahrer auch tagsüber mit Abblendlicht fahren, wenn sie auf National-, Departamental- und Regionalstraßen unterwegs sind und nicht sowieso die Nutzung des Fernlichts geboten oder vorgeschrieben ist. Im Stadtgebiet besteht die Lichtpflicht nur Nachts oder bei aus anderen Gründen verringerter Sichtweite. Festgelegt wurde dies per Dekret durch das peruanische Transport- und Kommunikationsministerium MTC (Decreto Supremo N° 025-2011-MTC).

    In den kommenden 60 Tagen bis zum in Kraft treten der Regelung ist eine Informationskampagne für Autofahrer und -besitzer geplant. Wer nach dieser Frist noch immer ohne Licht fährt, dem drohen neben einer empfindlichen Geldstrafe auch 20 Punkte in der peruanischen Verkehrssünderdatei. Bei 100 Punkten verlieren Fahrer ihren Führerschein.

    In der Begründung für die Einführung der Regelung heißt es, ähnliche Bestimmungen hätten in Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Chile zu einem Rückgang von Verkehrsunfällen geführt, da durch das Abblendlicht Entfernungen und Geschwindigkeiten besser eingeschätzt werden könnten. Zudem habe die Verkehrskontrollbehörde SUTRAN informiert, dass es im Verhältnis zur Anzahl der Verkehrsteilnehmer tagsüber häufiger zu Unfällen mit Personenschäden komme als Nachts.

    Aus dem Decreto Supremo N° 025-2011-MTC, veröffentlicht am 4. Juni 2011 im Gesetzblatt „El Peruano“:
    Infracciónes Graves (G.31)
    […]
    En las vias públicas urbanas, circular en la noche o cuando la luz natural sea insuficiente o cuando las condiciones de visibilidad sean escasas, sin tener encendido el sistema de luces reglamentarias; o en la red vial nacional y departamental o regional, circular sin tener las luces bajas encendidas durante las veinticuatro (24) horas.
    […]

  • Peruanische Polizei verteilt Fußgänger-Knöllchen

    Seit wenigen Tagen ist in Peru ein Gesetz in Kraft, nach dem auch Fußgänger für Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr zur Kasse gebeten werden. Über 2.000 solcher Strafzettel seien bereits verteilt worden, berichten peruanische Medien. Dass da viele Fußgänger „leider keine Ausweispapiere dabei haben“, bzw. „ihre Wohnadresse vergessen haben“ versteht sich von selbst.

    Dass es sich bei dem Gesetz um eines für Großstädte handelt, zeigte sich bereits nach wenigen Tagen. So wird aus Sicuani (Region Cusco), Chota (Cajamarca) und Chachapoyas (Amazonas) berichtet, die Polizei würde bislang auf Knöllchen für Fußgänger verzichten. Der Grund: Nur wenige Straßen und praktisch keine der wenigen vorhandenen Ampeln verfügt überhaupt über gekennzeichnete Fußgängerüberwege.

    Ohne entsprechende Beschilderung könne man keine Strafzettel verteilen, so Luis Enrique Farías von der Polizeidivision Canchis gegenüber Radio Sicuani.

    Nach dem Gesetz kostet das Ignorieren einer roten Ampel für Fußgänger 72 Nuevos Soles, das Aus- und Einsteigen aus und in ein fahrendes Fahrzeug immerhin noch 27 Nuevos Soles. Bei besonders schweren Fällen („betrunken oder unter Drogeneinfluss leichtfertig die Straße überquert“) werden 108 Nuevos Soles fällig, wer nicht rechtzeitig bezahlt, muss mit einem entsprechenden Eintrag bei INFOCORP, einer Art peruanischer Schufa, rechnen. Außerdem darf für zwei Jahre kein Führerschein erworben oder erneuert werden.