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  • Universität Chachapoyas bekommt asphaltierte Zufahrtsstraße

    Bagger an der Baustelle zur Straße Chachapoyas-Higos Urco. Foto: Regionalregierung Amazonas.
    Bagger an der Baustelle zur Straße Chachapoyas-Higos Urco. Foto: Regionalregierung Amazonas.

    Nur wenige Monate nach Übergabe der endgültigen Betriebserlaubnis an die Toribio Rodriguez de Mendoza-Universität Chachapoyas wird für Studenten und Lehrpersonal schon bald ein weiterer Traum wahr: Die Straße zum Universitätscampus wird asphaltiert. Das berichtet Radio Horizonte. Demnach wurde bereits mit den Vorarbeiten an Teilen der Strecke begonnen, über die dann das neben der Universität gelegene Denkmal der Higos Urco-Schlacht, sowie die umliegenden Stadtviertel Tushpuna und Higos Urco noch schneller erreicht werden können.

    In der Vergangenheit hatten sich Bus- und Taxiunternehmer wiederholt geweigert, die Universität zum normalen Fahrpreis anzufahren. Als Grund gaben sie den hohen Verschleiß an ihren Fahrzeugen wegen des schlechten Straßenzustands an. In der Folge mussten wiederholt hunderte Studierende zu Fuß zum etwas außerhalb der Stadt liegenden Universitätscampus laufen.

    Die Asphaltierungsarbeiten werden von der Regionalregierung Amazonas finanziert, die dafür 9.361.000 Nuevos Soles aufgebringt. Bis Anfang komenden Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

  • UNAT-A: Universität Chachapoyas bekommt endgültige Genehmigung

    UNAT Amazonas - Universität Chachapoyas. Foto: D. Raiser
    UNAT Amazonas – Universität Chachapoyas. Foto: D. Raiser

    In einem für die gesamte Region Amazonas historischen Akt wird Morgen die Universidad Nacional Toribio Rodriguez de Mendoza de Amazonas (Unat-A) in Chachapoyas endgültig ihre Betriebserlaubnis bekommen. Bereits Anfang des Jahrzehnts war die Universität gegründet worden, konnte bisher aber nicht eigenständig agieren, da alle Entscheidungen vom peruanischen Rat für den Universitätsbetrieb CONAFU abgesegnet werden mussten.

    Vergangene Woche waren in der Universität erstmals ein Rektor, die Dekane, die Fakultätsräte und die Studierendenvertreter der verschiedenen Ebenen gewählt worden. Damit war der letzte Schritt für die Institutionalisierung getan.

    Der Weg zur endgültigen Anerkennung als Universität war aber kein leichter. Wiederholt kam es zu Korruptionsskandalen und bis heute ungeklärten Diebstählen aus Räumen, zu denen -nach Angaben der jeweiligen vorrübergehenden Universitätsleitung- nur Mitarbeiter Zugang hatten. Mehrfach mussten Angehörige und Vorsitzende der vorrübergehenden Universitätsleitung zurücktreten oder wurden versetzt, zuletzt im Juni diesen Jahres, nachdem tausende Studierende der Universität ihren Rücktritt herbeiprotestiert hatten.

    Insgesamt sieben Stufen muss eine Universität in Peru für gewöhnlich nehmen, um eine endgültige Betriebserlaubnis zu bekommen. Dazu gehört neben der Besetzung der wichtigsten Ämter auch der Bau oder Kauf der Räumlichkeiten beispielsweise für die Verwaltung, Labors, Hörsääle und Seminarräume und die Bibliothek. Besonders letzteres war für die UNAT bis zum Schluss ein großes Problem: Die Bauarbeiten für die Bibliothek wurde erst verspätet abgeschlossen.

    In der Region Amazonas sind mit der Universitätsgründung große Hoffnungen verbunden. Derzeit wird an der UNAT-Amazonas in den Fächern Tourismusmanagement, Agrarindustrieingenieurswesen, Krankenpflege und Grundschullehramt gelehrt und geforscht. In Zukunft sollen weitere Fachbereiche hinzukommen.

  • Universität Chachapoyas eröffnet Institut zur Nachhaltigen Entwicklung des Bergurwaldes

    Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva (INDES-CES) Foto: UNAT-AMAZONAS
    Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva (INDES-CES) Foto: UNAT-AMAZONAS

    Die Toribio Rodríguez de Mendoza-Nationaluniversität Chachapoyas hat das neue Gebäude des Forschungsinstitutes  für die nachhaltige Entwicklung des Hochregenwaldes offiziell eröffnet (INDES-CES; Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva). Héctor Garay Montañez, Übergangsdirektor der Universität erklärte in seiner Eröffnungsansprache, das Institut solle in seinen eigenen Räumen nicht nur die Ausbildung in seinem Forschungsbereich an der Universität unterstützen, sondern auch ganz praktisch für die nachhaltige Entwicklung der Region Amazonas wirken. Ein erstes großes Projekt des INDES-CES wird die Einrichtung von 3 Versuchs- und Experimentierstationen. Dadurch sollen Forschungen in den Bereichen Umweltmanagement, biologische Vielfalt, Entwicklung nachhaltiger Landwirtschafts- und Wassernutzungstechniken, sowie sozialwissenschaftliche Studien mit interkulturellem Fokus über die Lebensumstände in den Hochregenwaldregionen der Region Amazonas ermöglicht werden.

    Der Hochregenwald (Ceja de Selva), wörtlich übersetzt „Augenbraue des Regenwaldes“ liegt auf der dem Amazonasbecken zugewandten Seite der Anden und schließt somit große Teile der Region Amazonas mit ein.

    Weitere Daten

  • Chachapoyas bekommt erste Biogasanlage

    Nach Angaben des Dozenten Miguel Barena arbeiten Studenten und Lehrbeauftragte der Universität Toribio Rodriguez de Mendoza (UNAT Amazonas) mit Sitz in Chachapoyas derzeit an einem System zur  Vergasung von Gülle und Schweineexkrementen für den Hausgebrauch. Ziel des Versuchsaufbaues, der sich im Labor bereits bewährt hat und nun seine Praxistauglichkeit unter beweis stellen soll, ist es, auch kleinen Haushalten mit ab 2 Kühen die Herstellung von Biogas zu ermöglichen. Diese Haushalte, besonders in ländlichen Gebieten, könnten damit zum Kochen das Brennholz durch Biogas ersetzen, womit, so Barena, auch der Entwaldung großer Landstriche entgegen gewirkt werden könnte.

    Zu Beginn soll die Pilotbiogasanlage von den Metzgern des Hauptmarktes von Chachapoyas bei der Schlachtung von Vieh verwendet werden. Diese können so nicht nur ihre Abfälle umweltfreundlich entsorgen, sondern auch das Gas zum Kochen und reinigen verwenden. Die Reste, die nach der Gasproduktion anfallen, könnten dabei als Düngemittel weiterverwendet werden.

    Im vergangenen Jahr war eine Delegation der Universität Toribio Rodriguez de Mendoza nach Lima und Kolumbien gereist, um verschiedene Biogassysteme anzuschauen.

    Quelle: Oficina de Imágen Institucional UNAT-A, Radio Horizonte