Schlagwort: Tumbes

  • Peru: Wahlbehörde und -tribunal warnen vor Gewalt im Zusammenhang mit Regionalwahlen Anfang Oktober.

    Werbung der Wahlbehörde ONPE. Foto: ONPE.
    Werbung der Wahlbehörde ONPE. Foto: ONPE.

    Das gab es so noch nie. „Das Risiko, das organisierte Verbrechen – Drogenschmuggel, Mordanschläge, Erpressung – könnte den genannten politischen Prozess durchdringen, macht uns Sorgen“, schreiben die peruanische Wahlbehörde ONPE und das Wahltribunal JNE in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

    Vielerorts sei es in den letzten Jahren zu politischen Gewalttaten, Drohungen und Hetze gekommen, die nicht nur das Leben, die Gesundheit, die körperliche Integrität von Amtsträgern, politischen Aktivisten und Meinungsführern beeinträchtigt hätten, sondern auch deren Freiheit und Grundrechte, heißt es in dem Schreiben weiter.

    Nicht nur, dass es sich in mehreren Regionen Personen mit äußerst zweifelhaftem Ruf um politische Ämter bewerben. Insbesondere aus den Regionen Ancash und Túmbes wird in den vergangenen Wochen intensiv über brutale Methoden der Amtsinhaber berichtet. Sowohl in Ancash, als auch in der Region Amazonas gab es im Vorfeld der Wahlen am kommenden 5. Oktober eine Reihe von politisch motivierten Morden.

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  • Tumbes / Peru: Zoll findet 22 Granaten in Reisebus

    Seine Nervosität machte die Zollmitarbeiter auf den Fahrer aufmerksam

    In der Kabine eines Reisebusfahrers haben Mitarbeiter des peruanischen Zolls am Mittwoch (16.1.) insgesamt 22 Granaten beschlagnahmt, die offenbar nach Kolumbien geschmuggelt werden sollten. Den Zollbeamten fiel die Nervosität des Fahrers auf, als sie nahe der Grenze zum Nachbarland Ecuador das Handgepäck der Passagiere des Civa-Fernbusses kontrollierten, der aus der Hauptstadt Lima kam. Als sie dessen Kabine genauer inspizierten, fanden sie die Kriegswaffen in einem Pappkarton. Spezialisten der Waffen- und Sprengstoffkontrollbehörde Dicscamec beschlagnahmt die Granaten.

    Der Fahrer wurde festgenommen.

  • Starker Regen führt zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Stromausfällen in Tumbes, Cusco und San Martín

    Starke Regenfälle haben am Wochenende in den peruanischen Regionen Tumbes, Cusco und San Martín für Stromausfälle gesorgt, mehrere Straßen unpassierbar gemacht und Häuser, sowie Ackerflächen unter Wasser gesetzt. Wie aus einem vorläufigen Lagebericht des Zivilschutzes hervorgeht, trat im Distrikt Pachiza (Region San Martín / Provinz Mariscal Cáceres) der Huayabamba-Fluss über die Ufer und überschwemmte rund 60 Häuser. Das Ausmaß der zerstörten Ackerflächen ist derzeit noch nicht abzusehen. Im Distrikt Huayopata (Provinz La Convención / Region Cusco) kam es bereits am Samstag wegen der starken Regenfälle zu mehreren Erdrutschen. Einer dieser Erdrutsche riss einen Teil der Straße Quillabamba-Alfamayo mit sich und beschädigte die Alfamayo-Brücke. Hier sind die Reparaturarbeiten bereits im vollen Gange.

    Im Distrikt Zarumilla (Provinz Zarumilla / Region Tumbes) kollabierte das Abwassersystem wegen der starken Regenfälle, zudem kam es zu mehreren Kurzschlüssen in der Elektrizitätsversorgung, weswegen der Stadtteil San José, sowie Fonavi noch immer ohne Strom sind.

  • Tumbes: hunderte tote Seehunde angeschwemmt

    In den vergangenen Tagen wurden an Stränden der nordperuanischen Küstenregion Tumbes rund 100 getötete Seehunde angeschwemmt. Das gab das peruanische Meeresinstitut IMARPE bekannt. Wie IMARPE weiter berichtet, wurden in den vergangenen drei Jahren an einem Küstenstreifen von 300 Kilometern insgesamt 300 solcher Tiere gefunden. Dass die Tiere keines natürlichen Todes gestorben sind, ist bislang gesichert, da manche Schusswunden, andere Vergiftungserscheinungen aufweisen. Allerdings ist noch nicht geklärt, wer dafür verantwortlich ist. Marco Sayán, Abgeordneter im Regionalrat von Tumbes, vermutet fremde Fischer, die, so Sayán, „aus dem Süden“ kämen, hinter der Aktion. Die Seehunde würden sich an deren Fangnetzen zu schaffen machen, dehalb würden sie getötet. Deshalb forderte der Abgeordnete nun Umweltstaatsanwaltschaft und Küstenwache auf, dem Seehund-Sterben auf den Grund zu gehen und häufiger als bisher entlang des betroffenen Küstenabschnitts zu patrullieren.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=i7cT8kF2ZEM

  • Erste Regionalpräsidenten stehen fest, niedrige Wahlbeteiligung bei der Stichwahl

    Einen Tag nach der Stichwahl in 10 peruanischen Regionen stehen die ersten Sieger fest. Auf die Schulter klopfen dürfen sich diese aber noch nicht all zu kräftig: Viele siegten mit weniger als 50% der abgegebenen Stimmen, die Wahlbeteiligung lag mit 77,6% -im Anbetracht von Wahlpflicht- recht niedrig.

    Obwohl bislang in keiner Region ein amtliches Endergebnis verkündet wurde, zeichnet sich ab, dass in den Regionen Tumbes, Puno, Lima und Huanuco kein Kandidat mehr als 50% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte, obwohl jeweils nur zwei Kandidaten gegeneinander antraten. Da allerdings nur die gültigen Stimmen zur Kandidatenbestimmung herangezogen werden, ist die absolute Mehrheit dennoch möglich.

    Außer in Lambayeque, wo der Kandidat der Partei „Alianza para el Progreso“ 71% der gültigen Stimmen auf sich vereinigen konnte, ist in den meisten Regionen der Vorsprung des jeweiligen Erstplatzierten sehr klein. So beträgt er nach derzeitigem Stand in Ica und Huánuco weniger als 1%, in Puno und Tumbes rund 5%, in Amazonas, Lima und Madre de Dios weniger als 10%, sowie weniger als 20% in Ayacucho.

    Ziel der Stichwahl war es eigentlich gewesen, in den Regionen für klare Mehrheiten zu sorgen, die den noch jungen Regionalregierungen zu einer größeren Legitimität verhelfen sollten. Deshalb war, mitten im Wahlkampf, für die Regionalpräsidentschaftswahl die 30%-Hürde eingeführt worden. Lag kein Kandidat darüber, mussten die beiden bestplatzierten Kandidaten zur Stichwahl antreten.

    IN AMAZONAS

    In der Region Amazonas ist dem Kandidaten von „Juntos por Amazonas“, José Arista, der Sieg kaum noch zu nehmen. Entsprechende Feierlichkeiten begannen bereits gestern, wo Arista und seine Anhänger auf der Plaza de Armas von Chachapoyas ausgelassen ihren Sieg begossen. Es sei darauf hingewiesen, dass bereits nach der ersten Wahlrunde am 3. Oktober der Sieg auf diese Weise gefeiert wurde – und sich einen Tag später herausstellte, dass Arista die nötigen 30% der gültigen Stimmen doch verfehlt hatte. 7% der Stimmen sind bislang noch nicht ausgezählt.

    KURIOS

    Da wegen eines fehlenden Wahlhelfers im südperuanischen Pisco ein Wahllokal nicht öffnen konnte, begannen Menschen in der Schlange vor dem Lokal, Geld zu sammeln, um einen älteren Herrn damit zu Motivieren, das Amt ersatzweise zu bekleiden. Dieser nahm das Geld dankend an. Im Wahllokal kam er niemals an. Glücklicherweise fand sich wenig später ein „freiwilliger“ Wahlhelfer.

    MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial!

  • Erdbeben der Stärke 4,4 an Perus Grenze zu Ecuador

    Ein Erdbeben der Stärke 4,4 auf der Richterskala hat gestern Morgen die peruanische Region Tumbes an der Grenze zum Nachbarland Ecuador erschüttert. Das gab das peruanische geophysische Institut bekannt. Das Epizentrum lag rund 9 Kilometer südlich von Tumbes in einer Tiefe von 64 Kilometern. Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • Zarumilla / Tumbes: Regenfälle lassen Abwassersystem zusammenbrechen

    Die extremen Regenfälle der vergangenen Tage haben in der Provinz Zarumilla (Tumbes) das Abwassersystem zusammenbrechen lassen. Das berichtet der örtliche Zivilschutz. An einigen Orten ist die Stromversorgung gestört. Auch der Tumbes-Fluss steht kurz davor, über die Ufer zu treten. In Incahuasi (Ferreñaffe / Reg. Lambayeque) wehten starke Windböen die Wellblechdächer von fast 400 Häusern weg. Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI werden die Regenfälle noch bis zum 12. Februar anhalten.

    Weiter südlich, in der Region Ancash, kam es Infolge der starken Niederschläge ebenfalls zu Überschwemmungen. In der Nähe der Hafenstadt Chimbote trat der Salta-Fluss (río Salta) über die Ufer.

    In Zurite (Prov. Anta / Reg. Cusco) zerstörte ein Erdrutsch eine Schule, sowie zahlreiche Wohnhäuser, darunter das des Bürgermeisters. Inzwischen sind mehrere Einheiten des Militärs vor Ort, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

  • Betrug bei Lehrer-Einstellungstest: 3 Regionen müssen nochmal ran

    In den meisten Regionen Perus fanden am vergangenen Wochenende die Einstellungstests für nicht verbeamtete Lehrer statt. In den Regionen Pasco, La Libertad und Tumbes wurde der Test kurzfristig auf diesen Mittwoch verlegt, weil bereits vorab Testergebnisse im Umlauf waren. Die Lehrergewerkschaft SUTEP forderte die Staatsanwaltschaft auf, zu ermitteln, wie manche Lehrer schon vorher an die Testergebnisse kommen konnten. So war nach Angaben des Radiosenderverbundes CNR in Trujillo eine Lehrerin aufgeflogen, die eine vollständige, korrekte Lösungsskizze bei sich trug. Zudem hätten die Aufgabenzettel nicht gereicht, weil ein Kopierer bei der Bildungsbehörde der Region La Libertad gestreikt habe, so SUTEP gegenüber CNR.

    Die Lehrergewerkschaft schätzt den Schaden für die Regionalregierung in Trujillo auf 50.000 Nuevos Soles. Nicht beziffert wurden die Kosten für Anreise und Aufenthalt der Lehrerinnen und Lehrer in Trujillo, da die Tests in den meisten Regionen zentral an einem Ort abgehalten werden.

    Die einheitlichen Prüfungen wurden eingeführt, um Korruption und Amtsanmaßung bei Einstellungsverfahren zu verhindern, die von lokalen Autoritäten durchgeführt werden.

    Auch in Amazonas waren, wie Red Informativa Regional (RIR) berichtet, bei Lehrern mehrere Lösungsskizzen gefunden worden. Nach Angaben der Reporter, die bei der Prüfung zugegen waren, handelte es sich dabei allerdings vollständig um komplett falsche Skizzen. Nur 4 von 60 Antwortvorgaben haben der Wahrheit entsprochen, so RIR.