Schlagwort: SUTRAN

  • Härtere Strafen, stärkere Kontrolle: Weniger Tote durch Verkehrsunfälle in Peru

    Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Foto: ANDINA/Carlos Lezama.
    Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Foto: ANDINA/Carlos Lezama.

    Die Einführung drastischer Strafen und die strenge Kontrolle des peruanischen Fernbusverkehrs scheint zu wirken: Nach Angaben der Verkehrs- und Transportkontrollbehörde SUTRAN lag die Anzahl der Personen, die durch einen Verkehrsunfall ihr Leben verloren 2011 23% unter dem Wert von 2010. Seit Ende 2010 müssen Überlandbusse ein GPS-Gerät an Bord haben, mit dessen Hilfe kontrolliert werden kann, dass die Geschwindigkeit von 90km/h nicht überschritten wird. Wer sich nicht daran hält, wird mit einer Strafe in Höhe von 432 Nuevos Soles belegt – offensichtlich eine wirksame Abschreckung. Auch die Zahl der im Straßenverkehr verletzten sank um 10%. Sorgen macht SUTRAN-Chefin Elvira Moscoso allerdings die Zunahme kleinerer Fahrzeuge wie den Mototaxis, die eigentlich nicht für Fernstraßen geeignet und zugelassen sind, diese aber dennoch nutzen.

    Allein zwischen Januar und Oktober 2011 starben auf Perus Straßen 439 Menschen – im Vorjahreszeitraum waren es 546 gewesen. Interessanterweise nahm die Zahl der Unfälle – nicht zuletzt auf Grund der Zunahme der Fahzeugflotte – 2011 im Vergleich zum Vorjahr leicht zu.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Lima: Kampagne gegen Feuerwerkskörper in Reisebussen

    Mehrere Behörden der peruanischen Hauptstadt Lima haben eine Kampagne gegen den illegalen Transport von Feuerwerkskörpern – insbesondere in Reisebussen – gestartet. Durch öffentliche Auftritte, vor allem aber durch verstärkte Kontrollen wollen die Verkehrssicherheitsbehörde SUTRAN und die Generaldirektion zur Kontrolle von Waffen und Sprengstoffen zur zivilen Nutzung DICSCAMEC verhindern, dass es in der Vorweihnachtszeit weitere Un- und Todesfälle durch explodierende Feuerwerkskörper gibt. Zu großen Festen, insbesondere zu Weihnachten und Neujahr, werden überall in Peru gigantische Feuerwerke gezündet. Häufig kommt es dabei, oder bereits bei Herstellung und Transport, zu schweren Unfällen, wenn sich die Feuerwerkskörper unkontrolliert entzünden. Die Kampagne mit dem Namen „Fuego Caleta“ wurde heute Morgen in Yerbateros gestartet, einem wichtigen Busterminal in der peruanischen Hauptstadt.

    Bei ihrem Besuch im Terminal Yerbateros kündigte SUTRAN-Chefin Elvira Moscoso an, die Kampagne auch auf andere Städte ausweiten zu wollen. Dafür werde das städtische Personal entsprechend geschult, so Moscoso.

  • Peruanische Überlandbusse ab jetzt mit GPS-Pflicht

    Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Foto: ANDINA/Carlos Lezama.
    Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Peruanische Verkehrskontrollbehörde SUTRAN. Foto: ANDINA/Carlos Lezama.

    Peruanische Busunternehmen sind verpflichtet, alle ihre Überlandbusse mit einem GPS-Ortungssystem auszustatten. Wie aus Daten der peruanischen Fernverkehrsüberwachungszentrale SUTRAN hervorgeht sind bereits 70% der legalen Reisebusse mit den Geräten ausgestattet.

    Mit Hilfe des Ortungssystems sollen von der Überwachungszentrale aus die Einhaltung der Routen, die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, sowie Halte außerhalb der genehmigten Terminals kontrolliert und sanktioniert werden. Nach Angaben der SUTRAN-Chefin Elvira Moscoso wurden allein in den ersten beiden Betriebstagen über 400 solcher Vorkommnisse registriert. Herausgerechnet sind dabei bereits die 5minütigen Toleranzzeiten. So darf ein Bus kurzfristig die Geschwindigkeit von 90km/h überschreiten, wenn er beispielsweise links überholen muss.

    Die Busunternehmen, die bislang kein entsprechendes Ortungssystem eingebaut haben, können, nach einer ersten Verwarnung, die Lizenz für eine bestimmte Reiseroute verlieren. Bislang wird das System nur auf den Personenfernverkehr angewandt. Für die Zukunft ist auch eine GPS-Pflicht für den Güterfernverkehr geplant.

    Durch die verstärke Kontrolle des Fernverkehrs soll die extrem Hohe Zahl von Verkehrstoten in Peru gesenkt werden. Gleichzeitig wird der Diebstahl und Überfall von Reisebussen erschwert.

  • Peru 2009: 3.243 Tote bei 86.026 Verkehrsunfällen

    Obwohl noch immer sehr hoch, nahm die Zahl der Verkehrstoten auf peruanischen Straßen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2007 leicht ab. Das geht aus dem jüngsten Bericht über Verkehrssicherheit der peruanischen Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) hervor. Demnach kamen 2009 bei 86.026 offiziell registrierten Verkehrsunfällen insgesamt 3.243 Menschen ums Leben – was beinahe 10 Verkehrstoten pro Tag entspricht. Verletzt wurden 48.395 Personen.

    Allein in der Hauptstadt Lima verloren 635 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Jeder fünfte dieser Unfälle wurde von „Combis“, für den Personennahverkehr umgebauten Minivans, verursacht.

    Doch der Bericht stellt nicht nur diese Zahlen vor, die zumindest zaghaft in die richtige Richtung weisen, er gibt auch konkrete Hinweise, wo es Handlungsbedarf gibt. So sollte die Zusammenarbeit zwischen den Regionalregierungen und der Polizei gestärkt werden, so Eduardo Vega Luna von der peruanischen Volksanwaltschaft. Außerdem müsste so schnell wie möglich die Verkehrs- und Transportaufsichtsbehörde SUTRAN ihren Betrieb aufnehmen.

    Zu Beginn des vergangenen Jahre wurden in Peru die Strafen für Verkehrsdelikte drastisch erhöht. Zudem wurde eine Verkehrssünderdatei eingerichtet.