Schlagwort: Regenzeit 2012/13

  • Wegen Überschwemmungen: Straßen-Notstand in San Martín (Peru)

    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz BongaráSeit Ende November 2012 gehen in der nordostperuanischen Region San Martín ungewöhnlich starke Regenfälle nieder, mehrere Flüsse und Bäche traten über die Ufer. Weil dabei nicht nur Häuser, sondern auch zahlreiche Straßen beschädigt und zerstört wurden, hat die Regionalregierung der Regenwaldregion östlich der Anden nun den „Straßen-Notstand“ ausgerufen. Die Maßnahme, die bis Ende März gilt, soll es ermöglichen, die Bau- und Ausbesserungsarbeiten schneller und unbürokratischer durchzuführen.

    Zuvor hatten die regionale Verkehrsbehörde und der nationale Wetter- und Hydrologie-Dienst SENAMHI Alarm geschlagen. Die Verkehrsbehörde berichtete über zahlreiche Hauptverkehrsstraßen, die von Erdrutschen und Schlammlawinen unterbrochen worden waren. Der SENAMHI dagegen rechnet für Januar und Februar mit anhaltenden überdurchschnittlichen Regenfällen, insbesondere in den Provinzen Lamas, San Martín, Picota und Bellavista. Auch starke Gewitter werden erwartet.

  • Condorcanqui / Amazonas: Regenfälle zerstören Felder und Häuser / Auch Nordcajamarca betroffen

    Die starkem Regenfälle der vergangenen Tage haben in der nordperuanischen Provinz Condorcanqui (Region Amazonas) zu Überschwemmungen geführt, mehrere Häuser beschädigt oder gar zerstört und dutzende Felder unter Wasser gesetzt. Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, sind insbesondere die Ortschaften Bashuim, Mamayakim und Saasa im Distrikt El Cenepa betroffen, wo insgesamt mindestens 6 Wohnhäuser weitgehend zerstört wurden. Nach ersten Berichten wurden dadurch mindestens 28 Personen obdachlos. Insgesamt 8,5 Hektar Ackerland stehen teils noch immer unter Wasser, lokale Landwirte hatten dort vor allem Bananen, Mais und Kakao angebaut. Wie der Zivilschutz weiter berichtet, hat die Provinz Condorcanqui bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen. Die zuständige Landwirtschaftsbehörde prüft derzeit den Umfang der Schäden.

    Regenfälle und Sturm in Nordcajamarca

    Besonders hart trafen die Regenfälle auch die Provinz San Ignacio im Norden der Region Cajamarca, wo die Regenfälle von starken Windböen begleitet waren. In der Ortschaft Puerto Tamborapa (Distrikt Chirinos) deckten die Windstöße nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes die Dächer von 32 Wohnhäusern ab, insgesamt 150 Personen mussten evakuiert werden, weil die extremen Regenfälle die Substanz der Wohnhäuser bedrohten. Die Distriktverwaltung Chirinos versucht derweil, die Zahl der notwendigen Wellbleche durch die Sammlung und Reparatur der davongeflogenen zu minimieren.

    Überschwemmungen und starke Regenfälle sind für die betroffenen Provinzen leider nicht ungewöhnlich, beginnt doch demnächst die alljährliche Regenzeit.

  • Erdrutsch in San Martín: Zahl der Toten steigt auf 11 / weiter 10 Vermisste

    Die Zahl derjenigen, die bei gestern bei einer Schlammlawine in der nordostperuanischen Region San Martín ihr Leben verloren haben, stieg nach Angaben des Zivilschutzes auf elf. Zehn weitere Personen werden noch immer vermisst. Gestern war an der Grenze der Provinzen Picota und Sauces ein Bach über die Ufer getreten und hatte die Erde zum rutschen gebracht. Dabei wurden nach jüngsten Berichten 10 Wohnhäuser und eine Fußgängerbrücke zerstört. Auch wurden rund 600 Meter Wasserleitung mitgerissen.

    Vor Ort sind inzwischen Helfer der Regionalregierung und des Militärs, um die Such- und Aufräumarbeiten zu unterstützen.

  • Nach Erdrutsch in San Martín (Peru): 17 Personen vermisst

    In den Distrikten Sauce und Tres Unidos in der nordostperuanischen Region San Martín hat ein durch starke Regenfälle zum überlaufen gebrachter Bach eine Schlammlawine ausgelöst, der mindestens eine Person zum Opfer gefallen ist. 17 weitere Personen werden noch vermisst. Wie der Zivilschutz San Martín mitteilt, sind die Sucharbeiten bereits im vollen Gange. Auch mehrere Häuser, sowie eine Brücke wurden durch abrutschende Erd- und Wassermassen zerstört. Besonders betroffen ist die Ortschaft Nuevo Porvenir an der Grenze zwischen dem Distrikt Sauce (Provinz San Martín) und Tres Unidos (Provinz Picota). Das Unglück ereignete sich nach Angaben des Zivilschutzes gegen fünf Uhr morgens (Ortszeit).

    Helfer des Zivilschutzes, eines nahegelegenen Militärstützpunktes, sowie der betroffenen Distriktverwaltungen haben mit den Sucharbeiten begonnen.

  • Huancabamba / Piura: Offenbar 22 Tote bei Absturz von Civa-Bus

    Beim Absturz eines Busses des Unternehmens Civa sind gestern nach peruanischen Medienberichten 22 Menschen getötet worden, darunter auch der Fahrer, sowie drei Kinder. Mindestens 15 weitere wurden teils schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich offenbar im Distrikt Huarmaca (Provinz Huancabamba / Region Piura) am Streckenkilometer 45 der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (Interoceanica Norte). Warum der Bus von der Straße abkam und über 100 Meter in die Tiefe stürzte, ist bislang ungeklärt. Die Verletzten wurden auf die umliegenden Krankenhäuser von Olmos und Chiclayo verteilt. Möglicherweise spielten schlechte klimatische Verhältnisse eine Rolle. Die Rettungsarbeiten dauerten über 12 Stunden, die Feuerwehr von Olmos, sowie die zuständige Straßenpolizei war permanent im Einsatz.

    Civa, eines der größten peruanischen Fernbusunternehmen, ist in den Rankings der Busunternehmen mit den meisten Unfällen stets vorn dabei. So belegte Turismo Civa S.A.C. im Jahr 2011 den 9. Platz peruanischer Busunternehmen mit den meisten Unfällen, Verletzten und Toten pro Bus in der Flotte. 2010 war es noch Platz 20 gewesen.