Schlagwort: Regenzeit 2012/13

  • Regenzeit in Peru: Regierung verhängt Ausnahmezustand über Codo del Pozuzo und Andamarca

    Seit Wochen reißen die Berichte über Schäden, Erdrutsche und Überschwemmungen wegen anhaltender Regenfälle in vielen Teilen Perus nicht ab. Nun hat die peruanische Regierung für die Distrikte Codo del Pozuzo (Provinz Puerto Inca / Region Huánuco) und Andamarca (Provinz Concepción / Region Junín) den Ausnahmezustand ausgerufen. Damit werden die zuständigen Behörden von diversen bürokratischen Hürden befreit, um möglichst schnell Gegen- und Hilfsmaßnahmen durchführen zu können. So war in den vergangenen Tagen der Río Pozuzo über die Ufer getreten und riss nicht nur Häuser und Straßen, sondern auch mehrere Personen mit sich. Ein Todesopfer wurde bislang geborgen, sieben Personen werden derzeit noch vermisst.

  • Eduardo Villanueva / Cajamarca: Regen und Überschwemmungen beschädigen Wohnhäuser und Schule

    Starke Regenfälle haben im peruanischen Distrikt Eduardo Villanueva (Provinz San Marcos / Region Cajamarca) mehrere Bäche über die Ufer treten lassen – und dabei große Schäden angerichtet. Wie der peruanische Zivilschutz mitteilt, wurden mehrere Gebäude zerstört, darunter ein Schulgebäude. Rund drei dutzend Wohnhäuser wurden stark beschädigt. Auch eine Straße ist bis auf weiteres nicht befahrbar.

    Probleme auch in Madre de Dios
    Auch nahe der Ortschaft Virgen de la Candelaria im Distrikt Inambari (Provinz Tambopata / Region Madre de Dios) trat ein Fluss über die Ufer. Rund 60 Häuser wurden überschwemmt, die Wasserversorgung brach zusammen. Das provinzeigene Wasserversorgungsunternehmen versucht derzeit, den Bedarf an Trinkwasser mit Hilfe von Tankwagen zu decken.

    Junín: 46 zerstörte Häuser in Antacalla
    Die Region Junín blieb ebenfalls nicht verschont. So wurden um die Ortschaft Antacalla (Distrikt Andamarca / Provinz Concepción 46 Wohnhäuser zerstört. Auch ein Schulgebäude stürzte ein, wein weiteres wurde stark beschädigt.

  • Regenzeit in Peru: Weiter Überschwemmungen in vielen Landesteilen

    Bagger versuchen, Felsen zu bewegen. Foto: Region Amazonas.
    Bagger versuchen, Felsen zu bewegen. Foto: Region Amazonas.

    Anhaltende Regenfälle verursachen in vielen Teilen Perus weiter Überschwemmungen, Hochwasser und Erdrutsche. Besonders betroffen waren in den vergangenen Tagen die nordostperuanischen Anden- und Regenwaldregionen San Martín und Amazonas. Für die Regenwaldstadt Moyobamba wurde die höchste Warnstufe ausgerufen, nachdem die Straßenverbindung in mehrere benachbarte Ortschaften unterbrochen wurde. Auch auf der Straße von Pedro Ruiz nach Chachapoyas kommt es fast täglich zu Erdrutschen, sowie Geröll- und Schlammlawinen, die Räumfahrzeuge der Regionalregierung sind pausenlos im Einsatz. Dutzende Häuser stürzten ein oder wurden beschädigt. Ähnlich in Yurimaguas (Region Loreto), wo zahlreiche Häuser beschädigt wurden. Über 100 Familien sind dort betroffen. Das Abwassersystem brach zusammen.

    Hochwasser: Der Utcubamba, Prov. Bongara. Foto: Region Amazonas.
    Hochwasser: Der Utcubamba, Prov. Bongara. Foto: Region Amazonas.

    In der Region Huánuco trat der río Umari über die Ufer und setzte bei Sairicancha (Distrikt Umari / Provinz Pachitea) Wohnhäuser und mehrere Straßenabschnitte unter Wasser. Im 24.000-Einwohner-Distrikt Pillco Marca (Provinz Huánuco) löste ein Sturzbach einen Erdrutsch aus, der in den Ortschaften Rosavero, Yanag (2.460 Einwohner) und Andabamba (862 Einwohner) Häuser und Straßen zerstörte und beschädigte. Nach Angaben des Zivilschutzes Huánuco sind über 400 Personen davon direkt betroffen.

    Doch auch auf der Andenwestseite kam es zu Problemen. So schwoll in der Region Lima der río Cañete an, trat über die Ufer und überschwemmte dutzende Hektar Ackerland. Besonders betroffen sind die Ortschaften San Vicente und Herbay Alto (Distrikt San Vicente / Provinz Cañete). In den Distrikten Huarmey und Culebras (Provinz Huarmey / Region Áncash) traten die Flüsse Huarmey und Culebras über die Ufer, die Schäden halten sich glücklicherweise bislang in Grenzen.

    Derzeit ist in Peru Regenzeit, vielerorts wird das Wetter so sicherlich noch einen Monat anhalten. Während der Sommer-/Regenmonate kommt es in Peru häufig zu Erdrutschen, Steinschlag und Überschwemmungen. Wer während dieser Jahreszeit reist, sollte sich vorab gut informieren.

  • Chachapoyas / Amazonas: Regenfälle zerstören Häuser und Straßen

    Hochwasser: Der Utcubamba, Prov. Bongara. Foto: Region Amazonas.
    Hochwasser: Der Utcubamba, Prov. Bongara. Foto: Region Amazonas.

    Regenfälle von mehr als 24 Stunden haben in den vergangenen Tagen in der nordperuanischen Andenstadt Chachapoyas große Schäden angerichtet. Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes stürzten mehrere Hütten ein, einige Häuser wurden beschädigt oder überflutet. An den Straßen, die aus der Stadt in Richtung Cruze Achamaqui führen, kam es nahe des Ortsausgangs zu mehreren Erdrutschen. Die Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz musste wiederholt für den Verkehr gesperrt werden, nachdem Erdrutsche und Gerölllawinen sie an mehreren Stellen unbefahrbar gemacht hatten. Nahe Pedro Ruiz rollten Felsbrocken mit einem Durchmesser von über 2 Metern die Straße. Auch droht der nahe Utcubamba-Fluss an einigen Stellen über die Ufer zu treten. Helfer des Zivilschutzes und Bagger der Regionalregierung sind pausenlos im Einsatz. Beiderseits der versperrten Straßenabschnitte bildeten sich lange Schlangen wartender Fahrzeuge.

    Bagger versuchen, Felsen zu bewegen. Foto: Region Amazonas.
    Bagger versuchen, Felsen zu bewegen. Foto: Region Amazonas.

    Während der Zivilschutz auf abnehmende Regenfälle hofft, kamen am vergangenen Montag zwei junge Erwachsene nur knapp mit einem Schrecken davon: Sie waren mit dem Motorrad auf dem Weg nach Pedro Ruiz, als sich direkt vor ihnen eine Gerölllawine löste. Das Motorrad wurde zerstört, die jungen Erwachsenen konnten mit Verletzungen geborgen werden.

    Auch einige Nachbarprovinzen sind betroffen. So war die Straße, die Chachapoyas mit der Ortschaft Nuevo Tingo (Provinz Luya) verbindet, zeitweise überschwemmt – und kann bis heute mit normalen Fahrzeugen nicht passiert werden. In Lamud wird damit gerechnet, dass der Jucusbamba-Bach über die Ufer tritt.

  • Bongará / Amazonas: Erdrutsch verschüttet Straße nach Chachapoyas

    Eine gewaltige Lawine aus Geröll und Schlamm hat heute die Straße zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas vorübergehend unpassierbar gemacht. Auf beiden Seiten des unpassierbaren Straßenstücks sammelten sich dutzende Fahrzeuge, die ihre Reise bislang nicht fortsetzen können. Der Erdrutsch ereignete sich offenbar nach mehr als 24stündigen Regenfällen nahe der Ortschaft Nuevo Horizonte im Distrikt Churuja (Provinz Bongará). Die südlichen Provinzen der Region Amazonas sind damit – sieht man von der prekären Straßenverbindung in Richtung Cajamarca ab – derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Noch immer gehen kleinere Erdrutsche nieder, berichten lokale Radiosender übereinstimmend. Mehrere Räumfahrzeuge sind im Einsatz.

  • Peru: Anhaltende Niederschläge sorgen weiter für Zerstörung

    Die Regenzeit hat große Teile Perus weiterhin fest im Griff. Die Zahl der zerstörten Häuser geht langsam in die Tausende, zahlreiche Menschen wurden getötet, Berichte über Erdrutsche häufen sich. So traf es am vergangenen Samstag (16.2.) den Distrikt Ayaviri (Provinz Melgar / Region Puno), wo Hagel und Regenfälle den río Pacobamba über die Ufer treten ließen und in den Ortschaften Pacobamba und San Luis Häuser und Ackerflächen überschwemmten. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes wurden dort bislang 17 Wohnhäuser stark beschädigt. Problematisch wird es aber für die Schulkinder von San Luis, wo in wenigen Tagen das Schuljahr beginnen sollte: Die örtliche Schule steht noch immer unter Wasser.

    Doch ist der Distrikt Ayaviri bei Weitem nicht der Einzige mit Problemen: Vergangene Woche war im Distrikt Vicco (Provinz und Region Pasco) der Río San Juan über die Ufer getreten und beschädigte nicht nur zwei Dutzend Häuser, sondern auch Teile des Distriktfriedhofs. Auch in den Distrikten Independencia und Huaraz (Provinz Huaraz / Region Áncash) kam es zu Überschwemmungen, 15 Häuser wurden zerstört, über 100 weitere beschädigt.

    Ähnlich erging es auch Teilen der Region Ayacucho, unter Anderem dem Distrikt Acosvinchos (Provinz Huamanga). Dort schwoll am Sonntag der Accoyoyascco-Bach dramatisch an und beschädigte mehrere Wohnhäuser. Eine Person wurde verletzt. Auch der Distrikt Ayahuanco (Provinz Huanta) blieb nicht verschont: 42 Personen verloren ihr Obdach durch den Einsturz von 7 Häusern, 30 weitere Wohnhäuser wurden beschädigt. Auch eine Schule und ein Gesundheitszentrum wurde schwer beschädigt. Eine Straße wurde auf einer Länge von fast 500 Metern von Geröll und Gestein überschüttet.

    In der Region Cusco kam es ebenfalls zu Problemen. Hier trat der Río Chinche über die Ufer, überflutete Häuser und Äcker, tötete Vieh, brachte eine Brücke der Straße Cusco – Quillabamba zum Einsturz und ließ die Kanalisation zusammenbrechen. Insbesondere die Ortschaften Quintalpata, Kosñipata und Chinche (Distrikt Maranura / Provinz La Convención / Region Cusco) waren davon betroffen.

    Am schlimmsten traf es bislang aber offenbar die Region um die Stadt Arequipa, wo Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche Teile der Stadt trafen. Nach dem jüngsten Bericht des peruanischen Zivilschutzes starben dort bislang 5 Personen in den Wasser- und Geröllmassen, 82 Häuser wurden zerstört, rund 6.000 beschädigt. Straßen mit einer Gesamtlänge von 5,5 Kilometern wurden zerstört, 31,75 weitere Straßenkilometer beschädigt.

  • Yanacancha / Pasco: Häuser durch Regenfälle stark beschädigt

    Im Ortsteil Columna Pasco des peruanischen Distriktes Yanacancha (Provinz und Region Pasco) haben starke Regenfälle mehrere Häuser teils stark beschädigt. Wie der peruanische Zivilschutz mitteilt, war insbesondere der Jirón Villa de Pasco betroffen. 39 Personen mussten vorübergehend in Notungerkünften untergebracht werden.

  • Carabaya / Puno: Regenfälle richten Schäden an Häusern und Feldern an

    Starke Regenfälle haben in den vergangenen Tagen in Teilen der südperuanischen Region Puno große Schäden angerichtet. Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, war der Distrikt Crucero in der Provinz Carabaya am schwersten betroffen. Die Häuser und Hütten von 968 Personen wurden beschädigt, 183 Personen sind deshalb nun obdachlos. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben des Zivilschutzes um Personen, die am Ufer des río Ramis leben, der wegen der anhaltenden Regenfälle über die Ufer trat. Auch Felder wurden zerstört, zahlreiche Familien verloren ihre Kartoffel-, Quinua- und Cañihua-Ernte.

    Auch Abschnitte der Straße Potoni-Crucero wurden zerstört. Die Rosario-Brücke soll vom Einsturz bedroht sein.

  • Chinchao / Huánuco: Hochwasser am río Jaupar / Häuser und Straßen beschädigt

    Bei Jaupar im peruanischen Distrikt Chinchao (Provinz und Region Huánuco) ist gestern in den frühen Morgenstunden der Jaupar-Fluss über die Ufer getreten und hat dabei fünf Häuser, eine provisorische Brücke, sowie 240 Meter der Straße Monterrey-Jaupar stark beschädigt. Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, hatten starke Regenfälle den Jaupar-Fluss über die Ufer treten lassen.

    Jaupar liegt rund 9 Kilometer südöstlich von Cayumba, das sich wiederum nahe der Carretera Central in Richtung Tingo María befindet.

    Probleme auch in Huancayo (Junín)
    Auch in den Distrikten El Tambo und Chilca (Huancayo) führten sarke Regenfälle gestern zu Problemen. Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes sammelten sich in manchen Straßenzügen große Wassermassen, das Abwassersystem brach teilweise zusammen. In den Außenvierteln von Huancayo wurden mehrere Häuser beschädigt.

  • Peru: Regenfälle führen zu Überschwemmungen und Erdrutschen in allen Landesteilen

    Die Regenzeit hat große Teile Perus weiter fest im Griff: Der peruanische Zivilschutz meldet Überschwemmungen und Erdrutsche mit teils gravierenden Folgen aus vielen Regionen. Am schlimmsten traf es bislang die nordöstlich gelegene Regendwaldregion San Martín, sowie die Hochlandregion Puno, in beiden starben Menschen in den Fluten. Ein Ende ist noch nicht in Sicht, die Regenfälle halten voraussichtlich noch bis April an. Im Folgenden eine Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse.

    Stadtbücherei von Bellavista unter Wasser. Foto: INDECI.
    Stadtbücherei von Bellavista unter Wasser. Foto: INDECI.

    In San Martín, wo bereits vor einigen Wochen die Provinz Moyobamba hart getroffen wurde, trat nun der río Saposoa über die Ufer und richtete in der Ortschaft Shima (Distrikt Saposoa / Provinz Huallaga) große Schäden an. Neben Wohnhäusern wurde nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes auch der örtliche Markt stark beschädigt. Die Regionalregierung bereitet sich derweil darauf vor, dass auch der wesentlich größtere Huallaga-Fluss über die Ufer tritt. Bislang wurden im Distrikt Saposoa neben dem Markt 18 Häuser, eine Schule, ein Gebäude der Staatsanwaltschaft, ein Rekrutierungsbüro des Innenministeriums, sowie ein Sportplatz zerstört oder beschädigt. Auch die Provinzen Bellavista, Mariscal Cáceres und Picota beklagen sich über anhaltende Regenfälle. Hier wurden nach Angaben des Zivilschutzes bereits über 500 Häuser stark beschädigt. Am schlimmsten traf es den Distrikt San Rafaél (Provinz Bellavista), wo in der Ortschaft La Libertad über 300 Familien in Notunterkünften untergebracht werden mussten. Der Zivilschutz stellte Zelte bereit.

    In der Region Puno kamen bei Gewitterstürmen im 433-Einwohner-Distrikt Nicasio (Provinz Lampa) zwei Personen ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt. In Nueva Esperanza (Distrikt Desaguadero / Provinz Chucuito) stürzten 12 Wohnhäuser ein. Eine technische Fachschule, ein Gesundheitsposten und eine Polizeidienststelle wurden beschädigt. Hier begannen die örtlichen Behörden bereits mit dem Wiederaufbau beschädigter Häuser, der Zivilschutz stellte Wellblech und Holz bereit.

    In Junín führten die Regenfälle zu einem Erdrutsch, der Teile des Distrikts Chanchamayo (Provinz Chanchamayo) unter sich begrub. Sieben Familien verloren dabei ihr Haus, zwei Personen wurden verletzt. Auch eine Kirche wurde beschädigt, eine Straße auf einer Länge von mehr als 500 Metern unpassierbar gemacht. Die Aufräumarbeiten sind inzwischen im Gange. Auch im Distrikt Mito (Provinz Concepción) kam es zu Problemen wegen der starken Niederschläge, die hier teilweise als Graupel herunterkamen. Drei Wohnhäuser wurden beschädigt, im Gebäude des staatlichen Kita-Programms „Cuna Más“ stürzte eine Wand ein. Die Provinzverwaltung hat bereits mit den Abrissarbeiten begonnen. Zudem traten in den Distrikten Pichanaqui, Perené, San Ramón und Chanchamayo (Provinz Chanchamayo) die Flüsse Tarma und Perené über die Ufer und richteten schwere Schäden an Häusern und Feldern an. Auch mehrere Brücken wurden zerstört oder beschädigt, im Distrikt San Ramón fiel zeitweise das Telefonnetz aus.

    In der Region Cajamarca traf es vor allem den Distrikt Cutervo (Provinz Cutervo), wo durch starke Regenfälle 14 Häuser, sowie mehrere Straßen beschädigt wurden. In einigen Straßenzügen von Cutervo selbst sammelte sich das Wasser. Feuerwehr und Rettungskräfte sind im Einsatz.

    Für Arequipa und Lima gab der peruanische Wetterdienst SENAMHI gestern eine Warnung heraus: Starke Regenfälle im Hochland würden voraussichtlich während der kommenden Tage zu einem starken Anwachsen der Flüssse in Richtung des Pazifiks führen, heißt es in einer SENAMHI-Pressemitteilung.