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  • Provinz-, Distrikt und Regionalwahlen Peru 2010: Sind Sie Wahlhelfer?

    Wer in Peru nicht zur Wahl geht, muss – wegen der Wahlpflicht – ein Ordnungsgeld bezahlen. Noch höher fällt dieses Ordnungsgeld allerdings aus, wenn man als Wahlhelferin oder Wahlhelfer ausgelost wurde. Dies betrifft insbesondere peruanische Migranten, die weiterhin in ihrem Heimatort gemeldet sind.
    Wenn Sie herausfinden möchten, ob für die Wahl am kommenden 3. Oktober das Los auf Sie gefallen ist, können Sie dies beim peruanischen Nationalbüro für Wahlprozesse (Oficina Nacional de Procesos Electroales, ONPE) tun.
    Die Adresse ist:
    http://www.elecciones2010.onpe.gob.pe/consultamm/consulta_erm.php

    Sie benötigen nur ihre Personalausweisnummer (DNI).

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  • ONPE will Wahlmaschinen

    Die peruanische Wahlbehörde ONPE plant den Einsatz so genannter Wahlcomputer bei den kommenden Wahlen. Außerdem soll besonders Auslandsperuanern die Möglichkeit der Internetwahl ermöglicht werden.  Zuvor müsste aber durch ein Dekret der Regierung noch die rechtliche Grundlage für diese Art der Wahl geschaffen werden, die von der ONPE derzeit vorbereitet wird.

    Durch die Umstellung soll die Zahl der Wahllokale reduziert werden können. Außerdem soll Papier gespart werden. Nachteile wie Schwierigkeiten im Falle einer Nachzählung der Stimmen tauchten bisher in diesem Zusammenhang in den peruanischen Medien nicht auf. Das System, das schon im kommenden Jahr bei der Wahl eingesetzt werden könnte, wurde von ONPE selbst entwickelt, wie die Direktorin der Organisation, Magdalena Chú, erklärt.

    Ursprünglich sollten die Wahlmaschinen schon bei der Präsidentschaftswahl 2006  eingesetzt werden. Nachdem allerdings keiner der Teilnehmer an der Ausschreibung zum Thema die technischen Vorraussetzungen erfüllen konnte, wurde die Einführung verschoben.

  • "Abwahl"-Befürworter siegen in über 70 Distrikten

    Wie die peruanische Wahlbehörde ONPE berichtet, haben sich Bürgerinnen und Bürger von 3 Provinzen und über 70 Distrikten dafür ausgesprochen, diverse Lokalautoritäten wie Gemeinde oder Provinzräte oder Bürgermeister abzuwählen. Das bedeutet, dass in diesen Distrikten und Provinzen innerhalb der nächsten Wochen ein neuer Wahltermin angesetzt werden muss. Bei der „Abwahl“ gibt es nur die Möglichkeit, mit „Ja“ bzw. mit „Nein“ zu stimmen, wobei jeweils nur die einfache Mehrheit notwendig ist.

    Obwohl zum Verlauf der Abstimmung bisher keine Unregelmäßigkeiten bekannt sind, gab es doch kleinere Zwischenfälle, wie die nationale Wahljury JNE (Jurado Nacional de Elecciones) berichtet. So verließ z.B. in Bellavista (Jaén/Cajamarca) ein Wahlhelfer „aprubt“ das Wahllokal und kam erst nach Schließung des Wahllokals zurück, weswegen einige Wähler nicht mehr die Möglichkeit hatten, ihre Stimme abzugeben. Zudem spricht der JNE in mehreren Fällen von „aggresiv ungeduldigen“ Personen, die im Wahllokal selbst auf die Bekanntgabe des Ergebnisses warten wollten.

  • KURZKOMMENTAR: Hohe Wahlbeteiligung bei der "Abwahl"

    Wie die Leiterin der peruanischen Wahlbehörde ONPE (Oficina Nacional de Procesos Electorales) Magdalena Chú mitteilt, verlief die Revocatoria („Abwahl“) in mehreren hundert Distrikten und einigen Provinzen Perus am vergangenen Sonntag nicht nur sehr friedlich, sie bestach vor allem auch durch die hohe Wahlbeteiligung. Besonders der letzte Punkt, der mit der Wahlbeteiligung, überrascht, angesichts der Tatsache, dass in Peru Wahlpflicht herrscht und Nichtwähler eine Strafe zahlen müssen.

    Nach Angaben der ONPE und der Beobachterorganisation Transparencia verlief die Wahl übrigens vorbildlich und ohne Zwischenfälle.