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  • Peru: 409 Tote bei Kältewelle

    Die extreme Kälte des derzeitigen peruanischen Winters und ihre Folgen haben nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums allein in diesem Jahr mehr als 400 Menschen das Leben gekostet. In manchen Regenwaldregionen war die Temperatur an mehreren Tagen auf bis zu 10°C abgesunken, was vor allem Atemwegserkrankungen nach sich zog. Fast alle Todesopfer kamen aus den Risikogruppen, waren also Kinder unter 5 Jahren (200) oder Senioren über 60 Jahren (158).

    Besonders betroffen von der Kältewelle waren in diesem Jahr die Regenwaldregionen Loreto, San Martín und Ucayali, sowie die Andenregionen Arequipa, Huancavelica und Cusco. In den letztgenannten Regionen wurden Temperaturen von bis zu -20°C gemessen.

    Luis Suárez, Mitarbeiter des peruanischen Gesundheitsministeriums, sagte gegenüber RPP, in vielen Fällen kämen Armut, Kälte, Unterernährung und ein durch Holzfeuer verschmutztes Raumklima zusammen, alles Faktoren, die Atemwegserkrankungen verschlimmern. Er rief deshalb die Betroffenen auf, sofort ein staatliches Gesundheitszentrum aufzusuchen.

  • Trotz Urteil des Verfassungsgerichts: Perus Gesundheitsministerium verteilt wieder die "Pille danach"

    Das peruanische Gesundheitsministerium (MINSA) wird die kostenlose Verteilung der „Pille danach“ schon bald wieder aufnehmen. Ein gestern veröffentliches Dekret des Ministeriums weist darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO in einem offiziellen Schreiben zugesichert habe, die „Pille danach“ habe „keine abtreibende Wirkung“. Im vergangenen Oktober hatte das peruanische Verfassungsgericht entschieden, das Medikament dürfe nicht kostenlos verteilt werden, so lange nicht einwandfrei nachgewiesen werde, dass es keinerlei „abtreibende Wirkung“ hat. Begründet wurde das Urteil mit Artikel 2 Absatz 1 der peruanischen Verfassung, nach dem jede Person das Recht auf „Leben, Identität, moralische, physische und psychische Integrität“ hat, wobei der/die „Empfangene dann als Rechtsperson angesehen wird, wenn es um seinen/ihren Vorteil“ geht.

    Durch das Schreiben der WHO sieht das Gesundheitsministerium den einwandfreien Nachweis erbracht.

    Mehrere Richter des Verfassungsgerichtes kritisierten das Dekret und riefen die ursprünglichen Kläger zu einer neuen Klage auf.

    Es ist davon auszugehen, dass der Streit damit noch an seinem Anfang ist. Bei einer Pressekonferenz in Cusco stellte sich Premierminister Javier Velásquez Quesquén hinter die Entscheidung des Gesundheitsministeriums.

  • Ab heute impft Peru gegen Schweinegrippe

    Heute startet nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums (MINSA) die Impfung gegen die sog. neue Grippe AH1N1. Als erste sollen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, schwangere Frauen, sowie Kinder unter acht Jahren geimpft werden. Zudem sollen, so Gesundheitsminister Ugarte, Personen, in deren Heimat man im bald kommenden Winter sehr niedrige Temperaturen erwartet, bevorzugt werden. Insgesamt 3 Millionen Peruaner plant das Ministerium in diesem Jahr zu impfen, 595.000 Impfdosen trafen bisher in Peru ein. Für die Impfungen wird die peruanische Regierung nach eigenen Angaben bisher 86.298.719 Nuevos Soles ausgeben – umgerechnet über 20 Millionen Euro.

  • AH1N1-Impfstoff kommt auch in Peru an

    Viele Monate nach den ersten Verbreitungswellen der AH1N1-Grippe in Peru sind nun die ersten Impfdosen im Land eingetroffen. Das berichtet das peruanische Gesundheitsministerium. Bei der Lieferung, die vergangene Woche eingegangen war und ab dem 26. Februar angewendet werden soll, handelt es sich um insgesamt 595 Dosen. Damit soll in erster Linie Gesundheitspersonal geimpft werden, das häufigen Umgang mit AH1N1-Patienten hat. Auf dem zweiten Platz der Prioritätenliste stehen chronisch Kranke, deren Krankheiten sich durch eine Infektion verkomplizieren könnten. Wie fast immer in Peru, haben auch diesmal Krankenhausmitarbeiter in der Hauptstadt Lima, sowie in Callao den Vorrang.

    Nach Angaben von Gesundheitsminister Oscar Ugarte hat Peru bisher 86.298.719 Nuevos Soles in Impfstoffe gegen die AH1N1-Grippe investiert. Bisher wurden bisher seit dem ersten Ausbruch landesweit 9.487 AH1N1-Infektionen gemeldet. Spitzenreiter unter den AH1N1-Regionen sind Lima und Callao mit zusammen 38,51% aller Fälle, Amazonas, Ica, Ucayali und Pasco liegen mit den wenigsten Fällen auf den untersten Plätzen.

  • Kampf gegen Tabakmissbrauch: Perus Gesundheitsministerium setzt jetzt auf Schockbilder

    "Rauchen führt zum Schlaganfall". Hinweis des peruansichen Gesundheitsministeriums. Bild: ANDINA
    „Rauchen führt zum Schlaganfall“. Hinweis des peruanischen Gesundheitsministeriums. Bild: ANDINA

    Der Erfolg der bisherigen Kampagnen war eher durchwachsen, deswegen versucht das peruanische Gesundheitsministerium (MINSA) nun, mit Schockbildern von Schlaganfall-Opfern Raucher von ihrer Sucht wegzubringen. Bereits seit vergangenem Juli müssen peruanische Zigarrettenverpackungen (eigentlich) mit der Warnung „Rauchen verursacht Rachenkrebs“ verziert werden. Nun kommt noch der Hinweis „Rauchen führt zum Hirninfarkt“ (eine Art Schlaganfall) mit einer entsprechenden Illustration hinzu, die 50% der Zigarrettenverpackung ausfüllen muss. Weitere Hinweistexte sind „Rauchen verursacht Lungenkrebs“, „Rauchen verursacht Asthma“, „Rauchen schadet deinem ungeborenen Kind“ und „Nikotin macht süchtig“.

    Nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums führt Zigarrettenrauch zu Atemproblemen, Apetitverlust, Herzrasen und Absinken der Körpertemperatur und kann unter anderem chronische Bronchitis, Herzinfarkt und diverse Krebsarten auslösen.

    Festgehalten sind die Warnungen im RM899-2008MINSA. Dieses Gruselkabinett kann HIER eingesehen werden.
    (Quelle: http://www.icn.minsa.gob.pe/images/stories/publicaciones/Transparencia/RM899-2008MINSA.pdf)

  • Loreto: Tollwut-Alarm nach Fledermausplage

    Mehr als 200 Personen mit Fledermausbissen hat die Regionaldirektion für Gesundheit der Nordostperuanischen Region Loreto in den vergangenen Tagen registriert. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Sicherheitshalber wurden alle dieser Personen mit entsprechenden Medikamenten behandelt, wie José Bustamante, Veterinärmediziner des peruanischen Gesundheitsministers (Minsa) erklärte. Alle behandelten Personen seien gesund.

    Eine Delegation der Regionaldirektion für Gesundheit Loreto war für mehrere Tage im Regenwald unterwegs gewesen, nachdem der Tod von mehreren Angehörigen der Huambisa-Ethnie bekannt geworden war. Ob Tollwut dabei die Todesursache war, konnte aber nicht mehr festgestellt werden, da der Tod bereits einige Tage zurück lag.

    Unter den Personen mit Fledermausbiss befinden sich auch 24 Soldaten, die im Krankenhaus von Iquitos behandelt werden.