Schlagwort: Migration

  • INEI: Immer mehr spanische Arbeitsmigranten in Peru

    Gigantisch sind die Zahlen bislang nicht, zeigen aber einen Trend: War bisher Spanien eines der Lieblingsländer peruanischer Arbeitsmigranten scheint sich die Situation durch die Euro-Krise umzukehren. Statistiken des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik (INEI) zeigen einen starken Anstieg von Anträgen auf eine Aufenthaltserlaubnis, die die Aufnahme einer Arbeit ermöglicht. Waren es in den vergangenen Jahren nie mehr als 400 solcher Anträge, sind es 2012 nach Angaben des INEI bereits 802. Nicht eingerechnet sind die Personen, die mit Touristenvisum einreisten und illegal eine Arbeit aufnahmen.

    Doch stieg nicht nur die Zahl von Arbeitsmigranten, gleichzeitig registrierte das INEI einen Rückgang der Rücküberweisungen. Über die Entwicklung von Rücküberweisungen von Peru nach Spanien liegen leider bislang keine Daten vor.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Weitere Hinweise und Informationen finden Sie dort.

  • Peru: Regierung plant, Migranten die Rückkehr zu vereinfachen

    Juan Jiménez Mayor, Perus Justiz- und Menschenrechtsminister. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina.
    Justizminister Juan Jiménez. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina.

    Bei ihrer Kabinettssitzung in der Hauptstadt Lima hat die peruanische Regierung gestern eine Gesetzesinitiative gestartet, um peruanischen Migranten im Ausland die Rückkehr zu vereinfachen. Es sei wichtig, dass die peruanische Regierung ihnen eine Hilfestellung gebe, so Justizminister Juan Jiménez Mayor bei einer Pressekonferenz zum Abschluss der Sitzung. Ziel der Initiative sind vor allem die rund 80.000 peruanische Migranten in Spanien, die sich nicht zuletzt wegen der Wirtschaftskrise in einer prekären Situation befinden.

    Der Gesetzentwurf sieht Zoll- und Steuererleichterungen für rückkehrwillige Migranten vor, insbesondere, wenn sie Kapital oder für ihre Arbeit notwendige Maschinen mitbringen. Auch die Möglichkeit, falls notwendig, direkt in eines der staatlichen Sozialprogramme aufgenommen zu werden, sieht der Entwurf vor. Nach Angaben des Justizministers war es Präsident Ollanta Humala selbst, der auf die Aufnahme des entsprechenden Passus drängte. Das werde vor allem denjenigen zu Gute kommen, die „durch ihre Rücküberweisungen aus dem Ausland über Jahre hinweg unsere Wirtschaft am Laufen gehalten haben und heute von der Krise in Europa betroffen sind“, so Justizminister Jiménez.

    Wann der Kongress über die Gesetzesvorlage debattieren wird, ist noch nicht bekannt. Bereits in der Vergangenheit gab es ähnliche Regelungen, die allerdings höhere Hürden vorsahen. So zahlte sich beispielsweise die Steuerbefreiung erst ab einem gewissen Einkommen aus.

  • Peruanisches Außenministerium startet Befragung peruanischer Migranten

    Das peruanische Außenministerium beginnt dieser Tage, peruanische Migranten in 60 Ländern zu ihrer Lage und möglichen Problemen zu Befragen. Zunächst soll ein Profil „des peruanischen Migranten“ erstellt und Informationen über den Aufenthaltsstatus, den Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem, die benötigten konsularen Dienstleistungen, sowie die getätigten Rücküberweisungen gesammelt werden. Ausgearbeitet wurde der Fragebogen, für den insgesamt 10.200 Interviews geführt werden sollen, vom peruanischen Nationalinstitut für Statistik und Informatik (INEI), die ersten Ergebnisse werden für September erwartet. Befragt werden Personen, die in den kommenden Monaten in einem von 100 ausgewählten Konsulaten einen Antrag stellen.

    Derzeit leben rund 3 Millionen Peruanerinnen und Peruaner im Ausland.

  • Bis zu 50% aller peruanischer Emigranten ohne regulären Aufenthaltsstatus

    Rund 1,5 Millionen peruanischen Migranten, also rund die Hälfte aller peruanischen Emigranten überhaupt, haben keinen regulären Aufenthaltsstatus – das bedeutet in den meisten Fällen, sie halten sich illegal in einem anderen Land auf. Diese Zahlen gehen aus dem Bericht zur peruanischen Politik gegenüber Auslandsperuanern hervor, den die peruanischen Andenparlaments-Abgeordneten Hilaria Supa und Alberto Adrianzén vorgelegt haben. Der Bericht empfiehlt daher, die Zahl der Konsulate zu erhöhen und eine politische Strategie zu entwickeln, wie die illegale Emigration verhindert werden kann. Zudem fordern Supa und Adrianzén, mehr Geld für die Bearbeitung des Themas bereitzustellen, sowie ein Vizeministerium für Migrationspolitik einzurichten, ein Migrationsrahmengesetz zu verabschieden und die humanitäre Hilfe durch mehr Personal, sowie durch bi- und multilaterale Verträge zu verbessern.

    Die meisten Auslandsperuaner leben in den USA, insgesamt rund 978.000 Personen (32,6%). An zweiter Stelle liegt Spanien mit rund 498.000 Auslandsperuanern, dann kommt Argentinien mit rund 405.000, Italien mit rund 300.000, Chile mit rund 234.000, Japan mit rund 126.000 und Venezuela mit rund 117.000 Personen.

  • Iñapari / Madre de Dios: Polizei entdeckt vermutliche Haitianer-Fluchtroute nach Brasilien

    In der peruanischen Stadt Iñapari, im drei-Länder-Eck zwischen Peru, Bolivien und Brasilien hat die peruanische Polizei bei einem Großeinsatz eine große Anzahl von Haitianern festgestellt, die die Grenze nach Brasilien überschreiten wollen. Das gab Innenminister Óscar Valdés Dancuart in einer Pressekonferenz bekannt, in der er sich zum Ergebnis der Polizeiaktion äußerte. Er bezeichnete die Situation als „beunruhigend“, da der Großteil der Haitianer in Iñapari über kein Visum verfüge, um nach Brasilien zu reisen, so Valdés. Gemeinsam mit dem Außenministerium und den brasilianischen Partnern wolle man deshalb nun die „Situation unter Kontrolle bringen“.

    Wurde der Innenminister wirklich so überrascht von der großen Zahl haitianischer Flüchtlinge in Iñapari, wäre dies allerdings ein Zeichen für wenig Konflikt-Sensibilität in seinem Ministerium. Denn bereits vor einem halben Jahr berichteten peruanische Medien über das Problem. Damals wurde nicht zuletzt das Problem der Bewohner von Iñapari öffentlich gemacht, so viele Menschen mit Nahrung und Unterkunft zu versorgen. Einigen der Haitianern wurde, nachdem sich das UN-Flüchtlingshilfswerk ihrer annahm, inzwischen offiziell Asyl in Peru gewährt. Die meisten kamen aus der Dominikanischen Republik über Ecuador nach Peru, von wo aus sie nach Brasilien oder Französisch Guayana weiter reisen wollten.

    Iñapari hat nach offiziellen Angaben 1.288 Einwohner und liegt in der Provinz Tahuamanu (Region Madre de Dios). Wegen der Fertigstellung der interozeanischen Straße, die Atlantik und Pazifikt miteinander verbindet und deren Grenzübergang in Iñapari liegt, wird für die kommenden Jahre nicht nur ein sprunghafter Anstieg von Handel, Verkehr und Schmuggel erwartet, sondern auch ein starkes Wachstum der Bevölkerung.

    Hier eine „Cuarto Poder“-Reportage vom Mai 2011 über das Thema

    httpv://www.youtube.com/watch?v=PUfJ4kmXCt8

  • Weltbank: Rücküberweisungen nach Peru steigen um 4,87%

    Rücküberweisungen nach Peru 2000-2010. Grafik: INFOAMAZONAS. Daten: Weltbank.
    Rücküberweisungen nach Peru 2000-2010. Grafik: INFOAMAZONAS. Daten: Weltbank.

    Die Geldüberweisungen peruanischer Migranten in ihr Heimatland (Rücküberweisungen) werden Ende 2010 wohl 4,87% über dem Wert von 2009 liegen. Das geht aus Schätzungen der Weltbank hervor. Insgesamt werden für dieses Jahr Rücküberweisungen nach Peru in Höhe von 2,494 Milliarden US-$ erwartet. 2009 waren wegen der Wirtschaftskrise weniger Rücküberweisungen vorgenommen worden. Die Rücküberweisungen machten in jenem Jahr 1,8% des peruanischen Bruttoinlandsproduktes aus.

    Bei Perus Nachbarn Bolivien sind Rücküberweisungen noch wichtiger, so machen diese 6,1% des bolivianischen Bruttoinlandsproduktes aus, in Ecuador liegt der Wert bei 4,5%.

    Allerdings ist Peru nicht nur Empfängerland. So wurden 2009 von Peru aus Rücküberweisungen im Wert von rund 85 Millionen US$ getätigt. Dieser Wert liegt dabei weit unter den Vorjahreswerten. Damit setz sich der Trend zum Rückgang der Rücküberweisungen aus Peru weiter fort, der mit der Jahrtausendwende begonnen hat.

    Dabei sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Zahlen der Weltbank nur um Zahlen zu Rücküberweisungen auf legalem Wege handelt.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Steuervorteile für rückkehrwillige Peruaner im Ausland

    Die Steuervorteile für Peruaner, die aus dem Ausland in ihr Heimatland zurückkehren wollen, werden bis 2013 verlängert. Das beschloss der peruanische Kongress. Nach Angaben der peruanischen Steuerbehörde SUNAT haben seit 2005 bereits 400 Personen das Angebot angenommen, die meisten davon seit Beginn der Krise auf den Finanzmärkten. Das Gesetz 28182 erlaubt rückkehrwilligen Peruanern beispielsweise, ohne Abgaben persönlichen Besitz von einem Wert von bis zu 30.000 US-$ einzuführen. Auch ein Fahrzeug im selben Wert, sowie Werkzeuge, Maschinen und Kapital für ein eigenes Unternehmen bis zu einem Wert von 100.000 US-$ können unter diesen Bedingungen eingeführt werden.

    Rückkehrer

    Die meisten Rückkehrer kamen bisher aus Japan. Dahinter liegen mit den USA und Spanien die Länder mit der höchsten Zahl peruanischer Migranten.

    Vorraussetzungen

    Vorraussetzung für die Teilnahme an dem Programm ist, im Moment der Antragstellung mindestens fünf Jahre im Ausland gelebt zu haben und die Steuerbehörde SUNAT schriftlich über den Rückkehrwillen in Kenntniss zu setzen. Dazu kommt eine Kopie des Personalausweises (DNI), eine Bescheinigung über den Migrationsvorgang, das von DIGEMIN ausgestellt wird, sowie eine Kopie des Abschlusszeugnisses. Daneben verpflichtet sich der Rückkehrwillige, mindestens fünf Jahre im Land zu bleiben.

    Weitere Informationen
    Informationsangebot des peruanischen Außenministeriums

  • 80.427 Peruaner kehrten seit 2007 in ihr Land zurück

    Die Anzahl der Peruaner, die nach einer Zeit im Ausland in ihre Heimat zurückkehren, steigt stetig an. Das berichtet das peruanische Nationalinstitut für Statistik INEI in einer gestern vorgestellten Studie über Migrationsbewegungen. Demnach sind allein in den vergangenen drei Jahren 80.427 Peruaner, die im Ausland einen festen und dauerhaften Wohnsitz hatten, nach Peru zurück gekehrt. Die Gründe für die Rückkehr sind dabei sehr unterschiedlich. So kehren manche wegen der Familie oder wegen Problemen mit der Migrationspolitik in den Ländern, in denen sie lebten zurück. Andere wiederum wurden durch das peruanische Wirtschaftswachstum der letzten Jahre angezogen, so die Studie.

    Dabei lag der Frauenanteil unter den Rückkehrern bei knapp über der Hälfte. Rund ein Drittel kehrte aus Chile zurück, 20,8% aus den USA. Bei den meisten Rückkehrern handelt es sich dabei um Personen im Arbeitsfähigen Alter, zwischen 20 und 44 Jahren, die höchstens 5 Jahre im Ausland verbracht hatten, was nach Angaben der Studienautoren auf Integrationsprobleme hinweist.

    In den vergangenen 18 Jahren verließen dagegen über 13 Millionen Peruaner ihr Land, die meisten davon in Richtung Chile (21,9%), USA (18,9%), Bolivien (17,2%), Ecuador (13,8%) und Spanien (8,8%).

    10,4% der peruanischen Haushalte haben mindestens einen Verwandten im Ausland. In absoluten Zahlen ausgedrückt, handelt es sich dabei um immerhin 704.746 Haushalte.

    Die Studie mit dem Titel „Migración Internacional en las Familias Peruanas y Perfil del Peruano Retornante” bzw. “Perú Estadísticas de la Migración Internacional de peruanos 1990-2008“ wurde vom INEI in Zusammenarbeit mit der peruanischen Migrationsbehörde DIGEMIN erstellt.

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  • Mehr Peruaner kehren zurück, weniger wandern aus

    Ein- und Auswanderer in Peru 2007-2009. Bild: INEI
    Ein- und Auswanderer in Peru 2007-2009. Bild: INEI

    Im vergangen Januar lag die Zahl der Peruaner, die zurück in ihr Land einwanderten  3,5% über der Zahl des Vorjahres. Das berichtet das peruanische Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI. Demnach kommen vor allem Menschen zurück, die zuvor nach Chile oder in die USA ausgewandert waren. Gleichzeitig nahm die Zahl der Auwanderer um 0,2% ab und fiel damit auf 206.623 Auswanderer.

    Peruanische Medien vermuten als Gründe für die zunehmende Zahl der Rückkehrer die Wirtschaftskrise, sowie bessere Möglichkeiten in Peru.

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  • 2008 schon über 400 Einbürgerungen

    Wie die Direktion für Migration und Einbürgerung Digemin mitteilt, haben alleine in diesem Jahr bereits 400 Ausländer die peruanische Staatsbürgerschaft bekommen. Wie Juan Álvarez Manrique, Direktor der Digemin, mitteilt, ist neben einem gültigen Reisedokument und einer übersetzten Geburtsurkunde die einzige Anforderung, dass man seit 2 Jahren im Land wohnt. Zudem können sowohl der Präsident, als auch der Kongress die Staatsbürgerschaft für besondere Dienste für das Land verleihen.

    Nicht eingerechnet sind bei den 400 Einbürgerungen Kinder peruanischer Eltern, die im Ausland geboren wurden und nun die peruanische Staatsbürgerschaft annehmen.