Schlagwort: Landwirtschaft

  • Huancavelica: Frost und Regenfälle machen Bauern das Leben schwer

    Rund 40.000 Bauern haben durch Frost und starken Regenfällen während der vergangenen Monate in der peruanischen Andenregion Huancavelica Schäden und Ernteausfälle erleiden müssen. Am schlimmsten sind die Provinzen Huaytará und Castrovirreyna betroffen, wie die Agentur ANDINA unter Berufung auf die Landwirtschaftsregionaldirektion Huancavelica berichtet. Insgesamt verloren die Bauern 4.100 Hektar Anbaufläche.

    Die Landwirtschaft ist der Hauptarbeitgeber der Region Huancavelica, fast 83.000 Menschen arbeiten hauptberuflich in diesem Sektor.

    Huancavelica liegt südöstlich der peruanschen Haupstadt Lima.

  • Perus Bevölkerung beklagt extreme Zuckerpreise

    Eine Verdopplung des Zuckerpreises innerhalb eines Jahres macht derzeit Perus Bevölkerung und Lebensmittelwirtschaft zu schaffen. Das Kilo Rohrzucker, im Februar 2009 in Lima noch für 1,32 Nuevos Soles zu haben, kostete im März 2,77 Nuevos Soles, aus Städten im Landesinneren – beispielsweise Chachapoyas – werden Preise von über drei Nuevos Soles gemeldet.
    Wie das staatliche Institut für Statistik und Informatik INEI meldet, das Monat für Monat Preisentwicklungsstatistiken veröffentlicht, stieg allein im März diesen Jahres der Preis des weißen, feinen Zuckers um 13,5% an, der Preis des Rohrzuckers um 12,1%. Die peruanische Regierung macht dafür Probleme im Ausland verantwortlich, besonders Überschwemmungen in Brasilien und einen hohen Weltmarktpreis. Wie die Tageszeitung „La República“ berichtet, haben erste Süßigkeitenfabrikanten und Bäckereien ihre Produktion gedrosselt. Verkäufer berichten, Kunden würden beim Kauf eher auf kleine Mengen zurückgreifen.

    Nach Angaben der Vereinigung peruanischer Zucker- und Biotreibstoffproduzenten APPAB lag wegen des El Niño-Effektes das Erntevolumen in diesem Sommer niedriger.

    Kritiker vermuten allerdings, dass der Preisanstieg dadurch verursacht wurde, dass Zuckerrohrproduzenten mehr verdienen, wenn sie das Zuckerrohr an Produzenten von Biotreibstoffen verkaufen.

  • Ausfuhrquoten für Alpacas und Lamas: 1.000 Tiere dürfen 2010 exportiert werden

    Lamas in Kuelap. Foto: D. Raiser
    Lamas in Kuelap. Foto: D. Raiser
    Peruanische Alpaca- und Lamazüchter dürfen in diesem Jahr höchstens 1.000 dieser Tiere exportieren. Das gab das peruanische Landwirtschaftsministerium (MINAG) bekannt. Für Lamas liegt die Obergrenze bei 200 Tieren.

    Die jährliche Ausfuhrquote wird nach der geschätzten Zunahme der Tiere festgelegt. Im vergangenen Jahr hatte die Alpacaausfuhrquote noch bei 1.000 gelegen, ein geringeres Anwachsen der Alpacapopulation ließ diese Zahl um 200 sinken.

    Ausgenommen von der Quotenregelung sind Alpacas und Lamas, die bei offiziellen Wettbewerben Preise gewonnen haben.

  • INEI: Peruanische Wirtschaft seit 92 Monaten im Aufschwung

    Nach Angaben des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik, INEI, wächst die peruanische Wirtschaft seit 92 Monaten ununterbrochen. Im Februar diesen Jahres erreichte es mit 0,19% allerdings einen sehr niedrigen Wert. In den vorhergehenden 12 Monaten lag das Wachstum bei durchschnittlich 1,66% pro Monat (8,16% gesamt). Triebfedern des Wirtschaftswachstums waren weiter der Landwirtschafts- und Bausektor. Der Bereich Landwirtschaft wuchs im Februar um 3,96%, besonders die Viehwirtschaft konnte zulegen (6,57%), was nach Angaben des INEI vor allem mit dem für die Bauern vorteilhaften Klima zu tun hat.

    Größter Verlierer war die Fischwirtschaft, die im Februar um 17,62% schrumpfte.

    Auch der Bereich Bergbau verlor 2,01%.

    Der Bausektor zeigte sich mit einem Wachstum von 4,73% stabil.

  • Kaffeeexport steigt um 55%, Spargelausfuhr um 12%

    Kaffe im Wert von 589 Millionen US$ exportierten peruanische Kaffeproduzenten im Zeitraum von Januar bis November 2008. Das sind 55% mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium mitteilt. Damiit macht Kaffee rund 24% des Gesamtexportvolumens im Agrarbereich aus. Größter Abnehmer peruanischen Kaffees ist Deutschland, gefolgt von den USA, Belgien und Schweden.
    Auch das Exportprodukt auf dem zweiten Platz hat sich ordentlich gesteigert: Der Export von peruanischem Spargel stieg um 12% im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum. Spargel macht – frisch, gefroren oder in Dosen – rund 16% der peruanischen Agrarexporte aus. Insgesamt wurde so Spargel im Wert von 362 Millionen US$ exportiert. Größter Abnehmer ist Spanien.
    Wegen der schwierigen Weltwirtschaftslage rechnet das Landwirtschaftsministerium für das kommende Jahr mit einem leichten Rückgang bem Export landwirtschaftlicher Produkte.

  • Umweltminister Bracks Feuerprobe

    Antonio Brack. Foto: Agencia AndinaDer mit dem Aufbau seines Ministeriums beschäftigte peruanische Umweltminister Antonio Brack Egg wird heute in die Region Madre de Dios reisen, um dort mit einer hoch besetzten Vermittlermission die Konflikte zwischen indigener Bevölkerung, Gewerkschaften, Unternehmen und Regionalregierung lösen zu helfen. Vor wenigen Tagen war bei Demonstrationen gegen die Regionalregierung deren Sitz angezündet worden. Dabei wurden neben dem Regionalarchiv fast alle Einrichtungen, auch technische Geräte im Wert von mehreren Millionen US-Dollar zerstört. Zudem wurden mehrere Polizisten verletzt.

    Juan Perry Cruz, Kongressabgeordneter der Region Madre de Dios, erklärte in einem Brief an die Regierung, die Bevölkerung sei wegen der Vorkommnisse beunruhigt, die Vandalen seien nicht aus den Reihen der verschiedenen Organisationen der Region gekommen. Zudem habe man inzwischen die Demonstrationen wegen der Vermittlungsmission eingestellt, so Perry Cruz.

    Die indigene Bevölkerung demonstrierte gegen ein Gesetz, das private Investitionen in forst- und landwirtschaftliche Projekte regelt. Man habe das Gesetz beschlossen, ohne sie zu fragen, war von Demonstranten zu hören, wie die staatliche Nachrichtenagentur „ANDINA“ berichtet.

    Gewerkschaften wie die CGTP protestierten allgemein gegen neoliberale Wirtschaftspolitik, Inflation, steigende Lebensmittelpreise und für höhere Löhne.

    Quelle: RPP, ANDINA

  • INIA legt Gentechnikregeln vor

    Das peruanische Nationalinstitut für Landwirtschaft (Instituto Nacional de Innovación Agraria, INIA) wird in den kommenden Tagen verbindliche Regeln für die Kultivierung gentechnisch veränderter Pflanzen vorlegen. Das gab Juan Risi bekannt, der das Institut leitet. Die Regelungen sind ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Freihandelsabkommen mit den vereinigten Staaten von Amerika (USA). Bisher war der Sektor gentechnisch veränderter Pflanzen noch nicht reglementiert, weswegen der Anbau zwar verboten war, Verstöße aber nicht geahndet wurden. Nach den neuen Regeln kann das INIA bei Verstößen Sanktionen verhängen.

    Hoffnungen machen sich die Verfassers des Gesetzes vor allem auch für die Entwicklung gegen Schädlinge resistenter oder ertragreicherer Pflanzen. So sollen z.B. Papayapflanzen gegen diverse Krankheiten „immunisiert“ werden.

    Für die Verabschiedung des Gesetzes ist die Zustimmung des peruanischen Kongresses übrigens nicht notwendig. Die Abgeordneten hatten der Regierung weitrechende gesetzgebende Kompetenzen eingeräumt, um fehlende Gesetze auf dem Weg zum TLC ohne öffentliche Diskussion verabschieden können. Von diesen Kompetenzen macht die Regierung im Moment auch reichlich gebraucht. Sie gelten noch bis zum 30. Juni.

    Quelle: ANDINA

  • Regierung vereinfacht Verkauf kommunaler, bauerngemeinschaftlicher und indigener Ländereien

    Die letzte Ausgabe des peruanischen Gesetzblattes „El Peruano“ enthielt die Veröffentlichung eines Dekretes, das den Verkauf von Ländereien in den Anden- und Urwaldregionen Perus vereinfacht, die im Besitz von Bauerngemeinschaften (comunidades campesinas) oder indigenen Gemeinschaften (comunidades nativas) sind. Zudem setzt es die Bedingungen für die Auflösung einer solchen Gemeinschaft herab. Bisher war für den Verkauf dieser Ländereien von allen Mitgliedern der Gemeinschaften eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Nach dem nun veröffentlichten Dektret wird diese Grenze auf 50% herabgesetzt, wobei sich diese 50% nicht auf die Gesamtzahl der Mitglieder einer Gemeinschaft beziehen, sondern auf die Zahl der Anwesenden bei einer zur Besprechung der Auflösung der Gemeinschaft oder des Verkaufs der Ländereien einberufenen Versammlung.

    Viele Bauern- und indigene Gemeinschaften lehnen das Dekret ab. Sie fürchten einen Ausverkauf ihrer Ländereien und die Ausbeutung dieser durch Mineral- und Landwirtschaftskonzerne. Zudem werfen sie der Regierung vor, die Auflösung dieser Gemeinschaften anzustreben.

    Wie das staatliche Programm zur Verwaltung von Flußtälern und Bodenkonservierung (Pronamachcs) mitteilt, geht es dabei um Ländereien in einem Umfang von ca. 300000 ha. Nach Ansicht von Luis Beltrándes, Chef des Pronamachcs, hilft das Dekret, die Wirtschaft in den Anden und in den Urwaldregionen Perus anzukurbeln.

    Quelle: Gesetzblatt „El Peruano“, CNR, ANDINA, COFOPRI