300 Gramm Marihuana und eine Portion Kokain fanden überraschte Mitarbeiter des peruanischen Gefängnisinstitutes INPE bei einer Routineprüfung am vergangenen Samstag in einem Schuh, den ein Gefängnisarzt im peruanischen Chimbote in seinem Gepäck hatte. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Der Arzt war RPP zufolge seit 2008 bei dem Gefängnis angestellt.
Schlagwort: Kokain
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DEVIDA: Drogeneinstiegsalter in Peru liegt unter 13 Jahren
Bereits mit 12,6 Jahren kommen im Durchschnitt in Peru spätere Abhängige mit Drogen in Kontakt. Das gab Rómulo Pizarro, Präsident des staatlichen peruanischen Antidrogeninstitutes DEVIDA bekannt. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Drogenabhängigen erhöht. So sei Peru inzwischen nicht mehr nur ein Drogenexportland, so Pizarro.
Während der Kokainmissbrauch in den vergangenen Jahren stark anstieg, nahm der Marihuanakonsum stetig ab.
Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme. -
Das (nicht nur) peruanische Coca-Problem
Die Blätter des Coca-Strauches wurden von zahlreichen und werden von einigen andinen Kulturen als etwas sakrales verwendet, in religiösen wie auch in weniger religiösen Zeremonien. Viele Familien schwören auf Coca-Tee oder Mate de Coca als Hausmittel gegen fast jede nur vorstellbare Krankheit. Wanderer, Pferde- und Touristenführer schwören auf Coca-Blätter, um nicht höhenkrank zu werden. Bei Gemeinschaftsarbeiten auf dem Land geht eine Tüte mit den getrockneten Blättern im Kreis durch die Gruppe. Und wie man sich anderswo auf ein Bierchen in der Kneipe trifft, kann es auch ein „bola“ genanntes Coca-Bällchen in der Backe tun, dessen Wirkung durch etwas Kalk verstärkt wird.
Das Problem: Ein großer -möglicherweise der größte – Teil des angebauten Cocas geht nicht in die Teeproduktion, wird nicht gegen Höhenangst, für religiöse Zeremonien oder als Bierersatz verwendet. Er wird in improvisierten Labors zu „Pasta Básica“ verarbeitet, was einen ersten Schritt zur Kokainproduktion darstellt. Darunter leiden dann nicht nur die Gesellschaften der Länder, in die das fertige Kokain dann „exportiert“ wird.
Klein- und Großbauern an den östlichen Hängen der Anden produzieren Coca. Ein Teil davon wird von dem staatlichen peruanischen Cocamonopolisten ENACO aufgekauft – Coca, das dann z.B. zu Tee weiterverarbeitet wird. Ein weiterer Teil geht in den „privaten“ Gebrauch, wird vom Produzenten selbst oder – wie Organisationen wie der Verband der Cocabauern Perus richtigerweise erklären – auf „traditionelle Weise“ z.B. in Zeremonien religiösen Charakters konsumiert. Wo ENACO aber nicht aktiv und eine andere Einnahmequelle nicht vorhanden ist, kommen diese Bauern leider viel zu oft bewusst oder unbewusst in die Fänge der Drogenmafia. Diese ist technisch sehr modern aufgestellt und verfügt über eigene Kampfeinheiten, was in den vergangenen Monaten bei zahlreichen Angriffen auf Posten der peruanischen Polizei oder des Militärs in den Tälern der Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) schmerzlich offensichtlich wurde. Erst gestern kam bei einem solchen Angriff auf eine Kaserne ein Soldat ums Leben. Vor wenigen Wochen hatten Kampfeinheiten der Drogenmafia einen Hubschrauber der peruanischen Armee abgeschossen, als dessen Besatzung verletzte Soldaten bergen wollte.
Mehrere Radio- und Fernsehsender, die im VRAE angesiedelt sind haben deshalb nun eine Kampagne gestartet, die eine neue Debatte anfachen soll. „La hoja de Coca ahora es sagrada?“ Ist das Coca-Blatt noch heilig?
In einem kurzen Video wird dargestellt, dass Coca auch schon von den Kolonialherren missbraucht wurde. So wurden Minen- oder Plantagenarbeiter angehalten, in großen Mengen Coca zu konsumieren – um anschließend noch härter arbeiten zu können, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Der kurze Film im CHACHABLOG soll der Beginn sein zu einer unregelmäßigen Serie von Beiträgen zur Coca- und Kokainproblematik in Peru, ein Problem, das in Peru schon mehrere Jahrzehnte debattiert und noch einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, auf der Tagesordnung bleiben wird.
httpv://www.youtube.com/watch?v=b–6pcs6-RQ
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Spanier versucht, 10 Kilo Kokain zu schmuggeln

Konfiszierte Drogen. Bild: ANDINA Gleich mehr als 10 Kilogramm Kokain versuchte am heutigen Mittwoch ein 19jähriger Spanier über den Flughafen Jorge Chávez (Lima) nach Europa zu schmuggeln. Polizei und die Antidrogenstaatsanwaltschaft Callao fanden Ziegelsteingroße Kokainpäckchen, die mehrfach mit Klebeband und Papier umwickelt waren. Die insgesamt 10 Kg und 28g Kokain wurden beschlagnahmt und werden eingeäschert.
Nachtrag 27.8.09
Flughafenpolizei beschlagnahmt 17 Kilo Kokain an nur einem Tag
Heute in den frühen Morgenstunden konnte die Flughafenpolizei eine 27jährige Frau festnehmen, als sie probierte, 7,648 Kg Kokain – verpackt in kunstvoll verziehrten Ledertaschen - per DHL Express zu verschicken. Nach ihrer Festnahme sagte sie aus, die Droge von einem jungen Herrn im Zentrum Limas bekommen zu haben. In dessen Haus fand die Polizei darauf hin 8,2Kg Kokain, sowie mehrere Personen, bei denen Bargeld im Wert von fast 500 Euro beschlagnahmt werden konnte, das vermutlich aus Drogengeschäften stammte.Nur wenige Stunden später wurde am Flughafen Lima die 18jährige Engländerin S. Kathun festgenommen, als sie über Houston nach London fliegen wollte. In ihrem Gepäck fanden sich – ebenfalls eingewickelt in handgewebten Handtaschen – 1,29Kg Kokain.
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Peru verbietet Handel mit Kerosin
Mit einem Dekret hat die peruanische Regierung mit sofortiger Wirkung den Handel mit Kerosin verboten. Grund für das Verbot ist, dass es sich bei Kerosin um einen der Hauptbestandteile des als „pasta basica“ bekannten Kokain-Vorproduktes handelt. In den vergangenen Wochen war bekannt geworden, dass manche Täler des peruanischen Urwalds – besonders in den als VRAE bekannten Tälern der Flüsse Apurimac und Ene, in denen das peruanische Militär gegen Drogenproduzenten und deren Terroristen vorgeht – einen überdurchschnittlichen Kerosinverbrauch aufweisen. Auch ein Diesel-Typ wurde verboten, der für ähnliche Zwecke eingesetzt werden konnte.
Weiters müssen alle Tanklaster, die Kohlenwasserstoffe wie Diesel, Kerosin, Benzin etc. transportieren innerhalb von 3 Monaten mit einem GPS-System ausgestattet werden, damit ihre Fahrtrouten überwacht werden können.
Da Kerosin besonders in ländlichen Regionen teilweise der Hauptenergielieferant ist, hat das peruanische Energie- und Bergbauministerium einen Plan erarbeitet, nach dem Stück für Stück Kerosinbetriebene Küchen, Motoren, Generatoren und Lampen Stück für Stück auf andere Brennstoffe umgestellt werden sollen.
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Filmreif: Schießerei zwischen Drogenkurieren und Polizei in Huánuco
Über eine halbe Tonne Kokain hatte eine Gruppe von Drogenkurieren auf einem Lastwagen geladen, als sie in den späten Abendstunden des gestrigen Montags von der Polizei kontrolliert wurden. Das berichtet die örtliche Polizei. Demnach eröffneten die Drogenkuriere von einem Geländewagen aus das Feuer auf die Polizisten, als diese einen Lastwagen kontrollieren wollten. Die Polizisten der Antidrogenpolizei DIRANDRO erwiderten das Feuer. Bei der Schießerei wurde das Polizeiauto durch mehrere Einschüsse Beschädigt.
Schließlich gelang es der Polizei, die 6 Drogenkuriere – darunter ein Minderjähriger – festzunehmen und ihre Waffen sicherzustellen. In dem Lastwagen versteckt fanden die Beamten schließlich 555 Kilo Kokain.
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Wie jeden Tag: 14 Kilo Kokain und 3 Schmuggler festgesetzt
Eine Nachricht, die kaum als „überraschend“ oder gar „neu“ angesehen werden kann. Dennoch, oder gerade deshalb, gehört das Thema immer wieder auf die Tagesordnung. Wie fast jeden Tag, wurden auch heute wieder mehrere mehrere Personen festgenommen, die versucht hatten, über den Flughafen Jorge Chávez in Nordlima zusammen über 14 Kilo Kokain außer Landes zu schmuggeln. Heute waren es eine Bulgarin, ein Ekuatorianer und ein Peruaner. Häufig werden auch Spanier, Italiener und natürlich auch Deutsche dabei geschnappt, wie sie erfolglos versuchten, die Kontrollen an Limas Grenzübergängen zu umgehen, um Drogen in andere Länder zu schmuggeln. Manche behaupten, nichts vom Inhalt ihres Gepäcks zu wissen, andere erzählen von Freunden oder Liebhabern, die sie zum Drogentransport überreden. Und natürlich auch von Geldsorgen. Meist endet das Geschäft aber für einige Jahre in einem peruanischen Gefängnis – in manchen Fällen gleich im Grab.
Dabei gehen die „Burriers“ genannten Schmuggler kreativ zu Werke: manche bauen doppelte Böden in Köffer ein, füllen Instant-Kaffee-Büchsen oder Herrenparfümflaschen mit Kokain, andere Schlucken in Kondome eingepacktes Rauschgift und versuchen es in ihrem Magen zu transportieren. Doch: Das alles hilft nichts, die Reise endet meist mit Schrecken. Dabei gilt übrigens das selbe Prinzip wie beim Schwarzfahren: „Vergessen gilt nicht“. Deswegen empfiehlt auch die Flughafenpolizei, Geschenke auch von „Bekannten“ vor dem mitnehmen sehr eingehend zu überprüfen.