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  • Innere Sicherheit: Perus Premier Jiménez fordert Ende anonymer SIM-Karten

    Eigentlich müssen peruanische Handynetzbetreiber seit mehreren Jahren dafür sorgen, dass die Daten ihrer Kunden korrekt und aktuell sind. Diverse Medienberichte über Handy-Käufe mit falschen Daten haben in den vergangenen Wochen aber wieder deutlich gemacht, dass die bisherigen Regelungen nicht ausreichen. Anonyme Handykarten werden immer wieder für Straftaten genutzt, insbesondere bei der Schutzgelderpressung. Zwar sind die SIM-Karten auf einen Namen registriert, häufig handelt es sich dabei aber um Strohmänner, die ihren Namen für den Handy-Kauf hergeben und dafür Geld kassieren – oder aber gefälschte Daten, beispielsweise von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

    Juan Jiménez Mayor, Perus Premierminister. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina.
    Premierminister Juan Jiménez. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina.

    Besondere Relevanz hat das Thema für den Präsidenten des peruanischen Ministerkabinetts Juan Jiménez Mayor: Dieser erklärte kürzlich bei einer Pressekonferenz, auf seinen Namen seien drei Mobiltelefone angemeldet worden, von denen er gar nichts wisse. Einer der „Großen“ ist er dabei allerdings nicht: Es gibt Strohleute, bei denen sich die Zahl registrierter Mobiltelefone auf bis zu 2.000 Stück beläuft. Spitzenreiterin ist eine Frau, auf deren Namen insgesamt 13.000 Mobiltelefone laufen. Dem sollten Mobilfunkbetreiber möglichst bald Einhalt gebieten, so Jiménez Mayor.

    Immer wieder werden bei Razzien in peruanischen Gefängnissen Handys und entsprechende SIM-Karten gefunden, die häufig dazu genutzt werden, Personen außerhalb der Gefängnisse zu erpressen. Die punktuelle Installation von Störsendern brachte bislang kaum Erfolge. Jiménez Mayor selbst war vor seiner Zeit als Premier Justizminister – und damit für die Verwaltung der Gefängnisse zuständig.

    FALLS SIE WISSEN MÖCHTEN, ob in Peru auf ihre Ausweisnummer ein Handy registriert ist, können Sie dies auf den Seiten der Netzbetreiber tun (Sie verlassen INFOAMAZONAS dann in einem neuen Fenster):

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  • Perus Kongress macht Weg frei für bargeldlosen Zahlungsverkehr per Handy

    Landwirtin mit Mobiltelefon in Colcamar (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Landwirtin mit Mobiltelefon in Colcamar (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    In Kenia und auf den Philippinen wird das Modell bereits seit Jahren erfolgreich genutzt, nun hat der peruanische Kongress den bargeldlosen Zahlungsverkehr über Mobiltelefone möglich gemacht. Der Grund: Insbesondere in ländlichen Regionen ist der Zugang zu grundlegenden Bankdienstleistungen bislang kaum gegeben. Obwohl der Bevölkerungsanteil mit eigenem Konto steigt, seitdem die Auszahlungen diverser Sozialprogramme nur noch über Banken abgewickelt werden, ist dieser noch immer verhältnismäßig gering. Gleichzeitig ist Mobiltelefonie in fast allen Landesteilen weit verbreitet. Das, so erklärten mehrer Kongressabgeordnete Ende vergangener Woche, müsse man sich zu Nutze machen. Damit wäre es denkbar, die Lohnzahlungen oder die Zahlungen der Sozialprogramme vollständig elektronisch abzuwickeln – was beispielsweise Hilfsempfängern aus abgelegenen Ortschaften eine teure Fahrt in die nächstgelegene Stadt erspart.

    Überweisungs-Höchstsumme gedeckelt

    Kuntur Wasi (Kunturhuasi): Neue peruanische 1-Sol-Münze.Foto: ANDINA.
    Pro Überweisung: Höchstens 3.650 davon.Foto: ANDINA.

    Zunächst erlaubten die Abgeordneten allerdings lediglich grundlegende Bankdienstleistungen wie Überweisungen, während keine Kredite aufgenommen und keine Zinsen gezahlt werden dürfen und die Überweisungs-Höchstsumme mit einer Steuereinheit UIT (derzeit 3.650 Nuevos Soles) gedeckelt ist.

    Wem das Geld auf dem Handy zu unsicher ist, der kann es übrigens auch wieder in Bargeld umtauschen. Oder zur Bank bringen. Zum langfristigen sparen eignet sich der Service allerdings nicht nur wegen der ausbleibenden Zinsen nicht: Gibt es über 10 Jahre hinweg keine Kontobewegung, geht das verbleibende Guthaben ans Finanzministerium.

    Eingebracht worden war die entsprechende Gesetzesinitiative von der oppositionellen Alianza para el Gran Cambio-Fraktion, die Regierung machte ihn sich aber zu Eigen. Er wurde mit 95 Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und keiner Nein-Stimme verabschiedet.

  • Peru: Mehr Haushalte mit eigenem Internetanschluss, großes Stadt-Land-Gefälle

    Die Bewohner von rund 36% der peruanischen Haushalte surfen regelmäßig im Internet. Das geht aus dem jüngsten Bericht zur Lage der Informations- und Kommunikationstechnik des peruanischen Statistik- und Informatikates INEI hervor, der den Zeitraum von April bis Juni 2011 beleuchtet. Demnach nutzten im Beobachtungszeitraum 7,4% mehr Haushalte das Internet, als noch im Vorjahreszeitraum. Der Großteil der peruanischen internetnutzenden Haushalte (55%) muss dabei allerdings noch immer auf öffentliche Internetshops zurückgreifen. Im vergangenen Jahr lag die Zahl noch höher. Immerhin 36% der internetnutzenden Haushalte verfügt inzwischen über einen eigenen Zugang, 15% nutzen einen Internetzugang am Arbeitsplatz.

    Gravierend ist allerdings die Situation im ländlichen Raum. Verfügen 30,3% der Haushalte der Hauptstadt Lima über einen eigenen Internetanschluss, sind es in ländlichen Regionen im Durchschnitt nur 0,7%.

    Handy-Telefonie weiter auf dem Vormarsch
    Auch der peruanische Mobiltelefonie-Sektor wächst weiterhin. Gab es 2004 in nur 16,4% der Haushalte ein Handy, waren es im oben genannten Zeitraum schon 74,9%. Im Festnetzbereich gab es kaum Änderungen, nach INEI-Informationen verfügen 30,8% der Haushalte über einen Festnetzanschluss.

    In Lima: mehr Fernseher, weniger Radios – im Rest des Landes umgekehrt
    Während in Lima die Radio-Dichte abnahm – „nur“ noch 83% der Haushalte verfügen dort über ein solches Gerät – findet sich inzwischen in 95% der Haushalte ein oder mehrere Fernsehgeräte. In ländlichen Regionen sieht das derzeit noch anders aus. Hier verfügen 80,5% der Haushalte über ein Radioempfangsgerät, 53,6% über einen Fernseher.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Peruanische Handynummern jetzt kürzer

    Landwirtin mit Mobiltelefon in Colcamar (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Landwirtin mit Mobiltelefon in Colcamar (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Wer derzeit aus dem peruanischen Ausland versucht, peruanische Mobiltelefone zu erreichen, macht eine unerfreuliche Überraschung: Die bisherigen Nummern sind nicht zu erreichen. Grund dafür ist eine Umstellung in der Tarifgestaltung peruanischer Mobilfunkanbieter. Dadurch gibt es in Zukunft nicht mehr eigene Handytarife für Orts- oder Fernmobilfunkgespräche, sondern ein einziges nationales „virtuelles Mobilnetz“ (AVM). Zudem werden Anrufe von Handys auf Festnetztelefone zum Ortstarif abgerechnet, egal, in welcher peruanischen Region das Mobiltelefon registriert wurde.

    Das bedeutet bei Anrufen aus dem Ausland, dass die Ortsvorwahl wegfällt. Das ist beispielsweise für die peruanische Hauptstadt Lima die „1“ nach dem „0051“, für die Region Amazonas die „41“ oder in Cusco die „84“.

    Aus 0051/41/999999999 würde also 0051/999999999.

    Außerdem müssen Mobiltelefonierer in Peru ab jetzt auch für Gespräche in die eigene Ortschaft die Vorwahl wählen.

    Die peruanische Telekommunikations-Kontrollbehörde OSIPTEL verspricht sich von dieser Maßnahme eine einfachere Mitnahme von Telefonnummern, auch bei einem Anbieterwechsel.

    Landwirtin mit Mobiltelefon in Colcamar (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Landwirtin mit Mobiltelefon in Colcamar (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Weitere Informationen zum Thema Mobilfunk und Handys in Peru finden Sie im Dossier „Mobilfunkanbieter und Mobilfunkfrequenzen in Peru„.

  • Telefónica: Über 80% der peruanischen Bevölkerung hat ein Handy

    Über 80% der peruanischen Bevölkerung verfügt über ein Mobiltelefon. Das gab der Marketingmanager des Mobiltelefonsektors der Telefongesellschaft „Telefónica“  José Miguel Gamero bekannt. Demnach sind derzeit fast 23 Millionen Mobiltelefone Landesweit im Einsatz. Bis zum Ende des Jahres werde ein Anstieg auf 24 Millionen Geräte erwartet, so Gamero. Weiteres Wachstum sei aber nur noch in ländlichen Regionen zu erwarten, da der Markt in den großen Städten sich weitgehend auf die Erneuerung von Handys beschränken würde.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Weniger Festnetz, mehr Internet, viel mehr Handy

    Entwicklung von Handy, Telefon, Internet und Kabelfernsehen in Peru. Quelle: INEI
    Entwicklung von Handy, Telefon, Internet und Kabelfernsehen in Peru. Quelle: INEI

    Die Verbreitung von Mobiltelefonen in Peru nimmt immer mehr zu. Nach den neusten Zahlen des Nationalinstituts für Statistik und Informatik INEI verfügten Ende vergangenen Jahres bereits über 60% der Peruaner über ein Mobiltelefon. Das entspricht mindestens 16 Millionen Mobiltelefonen. Der Anteil von Einwohnern mit Festnetzanschluss im Vergleich zur Gesamtbevölkerung wurde dagegen geringer. Ein leichtes Wachstum gab es auch bei den Anschlüssen von Kabelfernsehen und den Internetanschlüssen.