Mehrere Erdrutsche haben die Zufahrtswege zu mehr als 20 Ortschaften in der nordwestperuanischen Region Lambayeque praktisch unpassierbar gemacht. Das berichtet der peruanischen Zivilschutz. Betroffen sind hauptsächlich die Dörfer des Anden-Distriktes Cañaris en Lambayeque. Nach Angaben eines lokalen Radiosenders sind Fußmärsche von bis zu 12 Stunden notwendig, um Lebensmittel in die abgelegenen Ortschaften zu transportieren. Gestern hatte es mehr als 12 Stunden ununterbrochen geregnet, wodurch die Straße von Chiclayo an einigen Stellen verschüttet wurde. Mindestens 4.500 Personen sind davon betroffen.
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Anguía / Cajamarca: Dutzende Familien obdachlos nach Erdrutsch

Erdrutsch in der Provinz Chota. Bild: peruanischer Zivilschutz INDECI. Bis zu 90 Häuser stürzten ein, als am Samstag gegen 13 Uhr Ortszeit der Rodeopampa-Gipfel (cerro „El Calabozo de Rodeopampa“) im Distrikt Anguía (Prov. Chota / Region Cajamarca) abrutschte. Am stärksten betroffen sind die Ortschaften Ushun (Rodeopampa), sowie Chilac und Casián (Cutervo). Das berichtet aus Chota Radio Santa Mónica. Erste Berichte über ein Todesopfer konnten bisher nicht bestätigt werden, eine Person gilt noch als vermisst. Der Erdrutsch riss nicht nur Häuser mit sich, er zerstörte auch um Rodeopampa (Chota) und San Luis de Lucma (Cutervo) zahlreiche Felder. Zudem stauten Erde und Geröll den Sócota-Fluss, wodurch Überschwemmungen in flussnahen Ortschaften erwartet werden.
Anwohner hatten von einer großen Explosion berichtet, die dem Erdrutsch vorangegangen sei. Dann aber habe eine dichte Staubwolke jegliche Sicht verhindert, so ein Korrespondent von Radio Santa Mónica. Kurz nach dem Erdrutsch waren Gerüchte umgegangen, es habe sich um einen Vulkanausbruch gehandelt, was Miguel Alva, Direktor des Zivilschutz Cajamarca, klar verneint. Der Krach und die Staubwolke sei durch das Abrutschen der Fläche von 40 Hektar selbst entstanden, so Alva gegenüber ANDINA.

Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica. Der Bürgermeister von Anguía äußerte auch Sorge um das Wasserkraftwerk Guineamayo (Cutervo), das durch den gebildeten Stausee Schaden erleiden könnte. Zudem gestand er ein, dass der örtliche Zivilschutz – dem er als Bürgermeister vorsteht – nicht über die nötigen Mittel verfügt, um notwendige Maßnahmen zu treffen. Inzwischen habe man vom Zivilschutz Chota zwar mehrere Zelte bekommen, aber die Anzahl sei ungenügend, so Irigoin Montenegro gegenüber „Radio Santa Mónica“.
Im Nachbardistrikt San Luis de Lucma sollen nun zahlreiche Familien evakuiert werden, deren Häuser von einer möglichen Flutwelle des Sócota getroffen werden könnten. Nach Angaben des Korrespondenten von Radio Santa Mónica waren die Anwohner bereits mehrere Tage vor dem Erdrutsch gewarnt worden, die betroffenen Familien hätten aber ihre Häuser nicht verlassen wollen.
Auch aus den Nachbarprovinzen Cajabamba und Celendín werden mehrere kleine Erdrutsche gemeldet, bei denen mehrere Häuser zerstört wurden.
Die Ortschaft Rodeopampa liegt auf 2.211 Metern über dem Meeresspiegel. 2007 wurden 313 feste Einwohner gezählt.
httpv://www.youtube.com/watch?v=O_22y-sHO_s
(von Enlace Nacional) -
Nach Regenfällen: Zahl der Todesopfer steigt
Der peruanische Zivilschutz (Defensa Civíl) hat die Zahl der Personen, die aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage in Puno, Cusco, Huancavelica und Ayacucho ihr Leben verloren, nach oben korrigiert. Demnach gab es bisher 18 Todesopfer.
Die extremen Regenfälle, die nach Angaben des Zivilschutzes noch bis Morgen anhalten werden, hatten zahlreiche Erdrutsche verursacht und mehrere Flüsse über die Ufer treten lassen.
Nach Medienberichten sind auch Deutsche und Österreicher im Katastrophengebiet eingeschlossen. Das Auswärtige Amt hat wegen der Regenfälle inzwischen eine Reisewarnung für die Region Cusco herausgegeben.
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Huamanga / Ayacucho: Tote nach Schlammlawine
httpv://www.youtube.com/watch?v=FNZBJJh0oqY
Vier Männer und zwei Frauen kamen gestern gegen 18:30 Uhr Ortszeit in Huamanga im peruanischen Ayacucho unter einer Schlammlawine ums Leben. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Fünf weitere Personen wurden teils schwer verletzt ins Regionalkrankenhaus von Ayacucho eingeliefern.
Der Schlammlawine, die dem Nachrichtensender zufolge zahlreiche Straßen verschüttete und mit Wasser füllte, waren 3stündige Regenfälle vorausgegangen. Die Regenfälle hatten zudem das Abwassersystem zum zusammenbrechen gebracht, wodurch zusätzliche Häuser und Geschäfte unter Wasser gesetzt wurden. Mehrere Häuser sind nach Angaben von America Noticias einsturzgefährdet. Zahlreiche Fahrzeuge wurden weggeschwemmt.
Die Todesopfer wurden inzwischen geborgen.
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Schwere Schäden nach 4 Erdrutschen im Alto Imaza
Wie in fast jedem Jahr, wurde auch jetzt wieder der Notstand für die Region Amazonas ausgerufen. Grund ist der desolate Zustand der Straßen, die Amazonas mit den Nachbarregionen, aber auch die Orte der Region untereinander verbinden.
Vor wenigen Tagen kam es im Alto Imaza nach starken Regenfällen und einem Hagelsturm zu mindestens 4 Erdrutschen und Schlammlawinen. Dabei verendeten mindestens 39 Rinder, weiters wurden 15 Häuser und 50 Ha Felder zerstört. Zudem wurde – nach Angaben des technischen Hilfswerkes (Defensa Civíl) – die Straße nach Asunción Goncha auf einer Länge von fast 500 Metern vollständig zerstört. Im Regionalfernsehen sprachen Anwohner von Tennisballgroßen Hagelkörnern, die zudem zahlreiche Wellblechdächer durchschlagen hatten.
Betroffen sind die Provinzen Chachapoyas und Bongara. -
Huarochirí: 5 Bergleute verschüttet

Eingang zu einem der Bergwerge bei Casapalca. Bild: Gewerkschaft Casapalca In der „Casapalca“-Mine bei Huarochirí (Region Lima) wurden heute Morgen gegen 3:30Uhr bei einem Erdrutsch mindestens 5 Personen verschüttet. Ihr genauer Aufenthaltsort innerhalb des Bergwerktunnels konnte noch nicht festgestellt werden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, gab es bisher noch keine Lebenszeichen. Die Angehörigen der Verschütteten wurden inzwischen informiert. Spezialisten verschiedener Bergbauunternehmen aus der Region sind inzwischen vor Ort, um nach Möglichkeiten zu suchen, einen Zugang zum verschütteten Tunnel zu schaffen. Die Gründe für den Erdrutsch sind noch nicht geklärt.
Casapalca liegt rund 100km östlich von der peruanischen Hauptstadt Lima in der gleichnamigen Region auf knapp 4200 Metern über dem Meeresspiegel. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts wird hier Bergbau betrieben.
In den vergangenen 2 Jahren hatte das Bergbauunternehmen, das die Mine betreibt, wiederholt Probleme mit dem Arbeits- und Umweltschutz.
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Felssturz nach Sprengung: 1 Bauarbeiter tot

eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas. Am vergangenen Samstag kam ein Arbeiter des Strassenbauunternehmens ICCGSA bei Sprengarbeiten an einem natürlichen Tunnel an der Strasse zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas ums Leben. Laut der Regionalregierung Amazonas waren die Sprengarbeiten fehlerhaft durchgeführt worden. Seit Samstag ist die Strasse nun gesperrt, der Zugang zu Chachapoyas ist nur über die Strecke Cajamarca-Leymebamba-Achamaqui oder über den Fussweg Tingobamba-Huancas möglich. ICCGSA führt derzeit Asphaltierunsmassnahmen an der Strasse nach Chachapoyas durch.