Schlagwort: Bergbau

  • Casapalca: 3 tote Bergleute gefunden

    Die Rettungskräfte an der „El Carmen“-Mine von Casapalca haben 3 tote Bergleute gefunden. Das berichtet die Staatsanwaltschaft von Matucana-Huarochirí. So sei man gegen 5 Uhr Ortszeit auf den ersten der drei bisher gefundenen Körper getroffen. Mindestens 2 weitere Bergleute werden noch im Stollen vermutet, über ihren Zustand ist nichts bekannt.

  • Casapalca: Werkzeuge der verschütteten Bergleute gefunden

    Noch immer konnten die mindestens 5 Bergleute, die vor einigen Tagen in einer Casapalca-Mine verschüttet worden waren, nicht gefunden werden. Inzwischen stießen Rettungskräfte aber auf Werkzeug und anderes Equipment der Bergleute.

    Am vergangenen Samstag waren mehrere Bergleute in einem unterirdischen Stollen in der Provinz Huarochirí (Nordlima) verschüttet worden.

  • Volksanwältin Beatriz Merino warnt vor Konflikten wegen Arbeitslosigkeit

    Vor dem Auftreten von Konflikten wegen Arbeitslosigkeit warnt die peruanische Volksanwältin (Defensora del Pueblo), Beatriz Merino. Besonders im Bergbaubereich, wo wegen der anhaltenden Finanzkrise schon bald mit Entlassungen gerechnet wird, seien neue Konflikte abzusehen, denen unbedingt rechzeitig begegnet werden sollte, wie Merino gegenüber der Agentur ANDINA betonte.
    Unternehmer, Arbeitnehmer, aber auch der Staat müssten sich möglichst bald zusammensetzen, um miteinander und mit der Bevölkerung zu sprechen.

    Estimó que es posible que se produzca una disminución del canon minero, una eventual pérdida de empleos formales, así como la aparición de otros factores que podrían llevar a que en el año 2009 se incrementen los conflictos sociales.

    “Lo hacemos como una contribución para que quienes tienen a su cargo tanto el manejo del sector empresarial, como el manejo del Estado, puedan prepararse para lo que podría ser la aparición de un nuevo tipo de conflictividad social, por ejemplo, en el área laboral”, expresó.

  • Casapalca: Bergleute weiter verschollen

    Noch immer konnte keiner der mindestens 5 Bergleute, die am vergangenen Samstag im Stollen einer der Minen bei Casapalca (Huarochirí/Lima) verschüttet worden waren, geborgen werden. Wie die Polizei berichtet, wird seit Samstag ununterbrochen gesucht, dennoch wurden bisher weder menschliche Überreste, noch Lebenszeichen entdeckt. Gleichzeitig erklärte der peruanische Arbeitsminister Jorge Villasante heute Morgen, Spezialisten würden nun nach der Einsturzursache suchen, um herauszufinden, ob menschliches Versagen möglicherweise mit zu dem Unglück beigetragen hat. Das Bergbauunternehmen selbst führt den Einsturz auf „geologische Phänomene“ zurück.

    Die Bergleute gehören laut ANDINA dem Subunternehmen „Géminis SAC“ an, das im Auftrag von Casapalca arbeitet.

    Nachdem anfangs von 5 verschütteten Bergleuten die Rede war, deutete der Vizesekretär des Betriebsrates von Casapalca, Antonio Quispe Camallo, gegenüber RPP noticias an, es seien vermutlich 7 bis 8 Personen eingeschlossen.

  • Huarochirí: 5 Bergleute verschüttet

    Eingang zu einem der Bergwerge bei Casapalca. Bild: Gewerkschaft Casapalca
    Eingang zu einem der Bergwerge bei Casapalca. Bild: Gewerkschaft Casapalca

    In der „Casapalca“-Mine bei Huarochirí (Region Lima) wurden heute Morgen gegen 3:30Uhr bei einem Erdrutsch mindestens 5 Personen verschüttet. Ihr genauer Aufenthaltsort innerhalb des Bergwerktunnels konnte noch nicht festgestellt werden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, gab es bisher noch keine Lebenszeichen. Die Angehörigen der Verschütteten wurden inzwischen informiert. Spezialisten verschiedener Bergbauunternehmen aus der Region sind inzwischen vor Ort, um nach Möglichkeiten zu suchen, einen Zugang zum verschütteten Tunnel zu schaffen. Die Gründe für den Erdrutsch sind noch nicht geklärt.

    Casapalca liegt rund 100km östlich von der peruanischen Hauptstadt Lima in der gleichnamigen Region auf knapp 4200 Metern über dem Meeresspiegel. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts wird hier Bergbau betrieben.

    In den vergangenen 2 Jahren hatte das Bergbauunternehmen, das die Mine betreibt, wiederholt Probleme mit dem Arbeits- und Umweltschutz.

  • Diesmal wirklich: Premier Simon kommt nach Amazonas

    Vom den Wetterkapriolen in Chachapoyas hat er erstmal genug – deswegen wird der peruanische Premierminister Yehude Simon diesmal nicht nach Chachapoyas fliegen, sondern nach Jaén (Cajamarca) und von dort nach Bagua fahren, wo im Beisein Simons und diverser Minister Bürgermeister und Regionalautoritäten ihre Probleme vorstellen sollen.

    Laut einem vorab veröffentlichten Schreiben, das der Provinzrat von Chachapoyas verabschiedet hatte, soll es dabei besonders auch um das Thema „Bergbau“ in der Region gehen. So beklagen sich Gemeinden über die Nichteinhaltung von Zusagen von Bergbauunternehmen, andere beklagen, sie seien in Planungen auf ihrem Gebiet erst gar nicht eingebunden worden. Zudem wird befürchtet, im Umkreis des großen Touristenzieles Kuelap würden demnächst Bergbauaktivitäten beginnen, die nicht nur die Landschaft im Umkreis, sondern auch die Ruinenstadt selbst in Mitleidenschaft ziehen könnte.

  • Erschreckendes vom Dauerkonflikt um Majáz-Mine (Piura)

    Der Osten der Region Piura kommt nicht zur Ruhe. Nun sind Bilder aus dem Jahr 2005 aufgetaucht, die zeigen, wie Angehörige von Bauernorganisationen aus Piura und Cajamarca, sowie ein Radiojournalist des von den Jesuiten geführten Radiosenders Cutivalu auf dem Gelände der Mine Majáz von Angehörigen eines privaten Sicherheitsunternehmens im Beisein von Polizisten eingeschüchtert und gefoltert werden. Einer der Bauernvertreter kam dabei ums Leben. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen und führt derzeit Prozesse wegen möglicher Menschenrechtsverletzungen gegen die Polizisten Ricardo Benavides Ramírez und den Polizisten Marco Gonzales Santillán. Das wirkliche Ausmaß wurde allerdings erst jetzt durch die Veröffentlichung kompromettierender Fotos bekannt, die der Tageszeitung La República zugespielt worden waren. Darauf sieht man nicht nur die Täter, sondern auch die Opfer, die Plastiktüten über den Kopf gestülpt bekamen, die mit brechreizfördernden Pulvern benetzt waren,  wie eines der Opfer gegenüber dem Fernsehprogramm „Prensa Libre“ (America TV) erklärte. Außerdem mussten sie brutalste Erniedrigungen über sich ergehen lassen und wurden verprügelt, wie auf den veröffentlichten Bildern zu sehen ist. Nach eigenen Angaben waren die Bauernvertreter und der Journalist von den Sicherheitsleuten während eines mehrtägigen Protestmarsches nach Majáz entführt worden.

    Der Streit in der Region schwelt schon seit Jahren

    Folter von Bauernvertretern und Journalist. Bildausschnitt von La República.
    "IN MAJAZ WURDE 2005 DOCH GEFOLTERT". Bildausschnitt von La República.

    Dabei ist die Veröffentlichung dieser Bilder nur ein neuer Höhepunkt in einem seit 2002 schwelenden Streit zwischen Umweltschützern und Bauernvertretern auf der einen und wechselnden Bergbauunternehmen und der peruanischen Regierung auf der anderen Seite. Das „Majáz“-Projekt, inzwischen in „Río Blanco“-Projekt umbenannt, liegt im Osten der nordperuanischen Region Piura. Abgebaut werden soll hier Kupfer. Im vergangenen Jahr hatten diverse Bauern- und Menschenrechtsorganisationen mit Hilfe diverser Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt eine Volksbefragung darüber durchgeführt, ob die Bevölkerung der Provinz Ayabaca für oder gegen die Bergbauaktivitäten in ihrer Provinz ist. Die peruanische Regierung hatte vehement versucht, die Volksbefragung als illegal darzustellen und dahinter eine Verschwörung der peruanischen Oposition mit ausländischen Umweltorganisationen mit dem Ziel der Torpedierung der peruanischen Wirtschaftspolitik gesehen. Bei der Volksbefragung hatte sich über 90% der teilnehmenden Bevölkerung gegen die Bergbauaktivitäten ausgesprochen. Auch im Verlauf der Vorbereitung und Durchführung der Volksbefragung war es zu Ausschreitungen auf Seiten der Befürworter und der Gegner gekommen. Gegen 35 Initiatoren der Volksbefragung laufen noch immer Verfahren wegen dem Vorwurf des „Terrorismus“, der von einer dem „Río Blanco“-Projekt nahestehenden Organisation  erhoben worden war.

    Angst vor China

    Vor wenigen Wochen hat das chinesische Unternehmen „Zijin Mining Group Ltd.“ die Aktienmehrheit an „Monterrico Metals Plc.“ übernommen. Zu diesem Unternehmen gehören unter anderem die  „Majaz S.A.“,  „Mayari SAC.“ und die “ Río Blanco Cooper Ltd“, die laut dem regierungskritischen Verbund peruanischer Radiosender CNR das „Río Blanco“-Projekt betreiben. Eigentlich würde die Tätigkeit eines ausländischen Unternehmens in diesem Bereich so nah an der Grenze zu Ecuador gegen die peruanische Verfassung verstoßen, deren Artikel 71 Ausländern verbietet, Minen oder andere natürliche Resourcen zu besitzen. Mit einem Beschluss des peruanischen Kabinetts kann Unternehmen allerdings eine Sondergenehmigung ausgestellt werden, was in diesem Fall auch so geschehen ist. Nun fürchten viele, die neuen Besitzer der Bergbaukonzession könnten das Projekt „Rio Blanco“ rigoros vorrantreiben. Das wird aber wohl durch die nun aufgetauchten Fotos nicht einfacher, von denen noch nicht bekannt ist, wer sie der Zeitung La Republica zugespielt hat.

    Keine Lösung in Sicht

    Selbst, wenn die Polizisten und Sicherheitsleute verurteilt werden sollten, ist das Problem  damit noch lange nicht gelößt. Keine der beiden Seiten hat es bisher geschafft, die andere von ihrer Position zu überzeugen und ein Kompromiss, egal welcher Art, ist ebenfalls nicht in Sicht. Eine Verurteilung der in die Entführung und Folter der Bauernvertreter und des Journalisten verwickelten Personen könnte aber beiden Seiten zeigen, dass Gewalt und Folter in einem demokratischen Staat als Mittel zur Lösung politischer Konflikte keinen Platz haben.

    NACHTRAG

    Die Coordinadora Nacional de Radio (CNR) hat die Bilder veröffentlicht. Sie finden sich in der Bildergalerie unter http://www.cnr.org.pe/galeria/index.php?cat=9

  • Volksanwaltschaft: Derzeit 2 aktive Sozialkonflikte in Amazonas

    Wie die peruanische Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) heute in seinem neusten Bericht bekannt gab, werden derzeit 2 aktive Sozialkonflikte registriert. In beiden Fällen geht es um von Bergbau betroffene Orte und Gemeinschaften. So klagt besonders die Bauerngemeinschaft von Yambrasbamba (Yambrasbamba/Bongará) über die Nichteinhaltung von Versprechen über Bauprojekte zugunsten des Distriktes Yambrasbamba von Seiten des Bergbauunternehmens CORIANTA S.A.  (Hochschild). Auch wenn dieser Konflikt derzeit nicht offen ausgetragen wird, ist er nicht gelöst. Auch ein Dialog findet im Moment überhaupt nicht statt, wie die Konfliktinterventionseinheit der Volksanwaltschaft feststellt. Der zweite Konflikt ist dabei äusserst heiss: Diverse Organisationen indigener Bevölkerungsgruppen im Distrikt Cenepa in der nördlichen Provinz Condorcanqui (Grenze zu Ecuador) stämmen sich gegen Bergbauaktivitäten des Unternehmens Dorato Peru S.A., weil sie die Verunreinigung der Flüsse Marañón, Amazonas, Sawientsa und  Comaina, sowie den Nationalpark Ichigkat Muja und die Schutzgebiete Santiago – Comaina und Tuntanain befürchten.

  • Polizist stirbt während Bergbau-Streik

    Der Polizist Giuliano Villarreal Lobatón kam gestern in Casapalca, Zentralperu, ums Leben, als er im Zusammenhang mit einem Streik von Mitarbeitern der Mine „Casapalca“ seinen Dienst verrichtete. Wie der ehemalige peruanische Parlamentspräsident Gonzales Posada gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA erklärte, war er durch einen an einem Hang vorsätzlich ins Rollen gebrachten Stein getroffen worden. Verdächtigt werden mehrere Mitarbeiter der Mine.

    Wie ANDINA weiters berichtet, fordern die Streikenden eine Lohnerhöhung.

  • Situation in Sicuani (Canchis) beruhigt sich

    Wie RPP berichtet, hat sich die Lage in Sicuani (Prov. Canchis, Region Cusco) inzwischen etwas beruhigt. So haben sowohl die verschiedenen streikenden Bauernorganisationen, als auch die Stadtverwaltung und die Zentralregierung Vertreter geschickt, die derzeit in der Stadthalle von Sicuani zu verhandeln begonnen haben. Die Bauernorganisationen protestieren gegen mehrere Dekrete der Regionalregierung, gegen Bergbauprojekte in ihrer Region und gegen den Bau eines Wasserkraftwerkes, da sie Probleme für ihre Bewässerungsanlagen befürchten.