Beim Absturz eines Busses sind heute in der nordwestperuanischen Provinz Ayabaca (Region Piura) 15 Personen ums Leben gekommen, darunter ein 2jähriges Kind und seine Eltern, sowie der Busfahrer. Drei Personen werden noch immer vermisst. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, war der Bus auf dem Weg von Pacaipampa unterwegs in die Stadt Piura, als er aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abkam und mehrere Hundert Meter in die Tiefe stürzte. 11 Todesopfer konnten bislang identifiziert werden.
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Andahuaylas / Apurimac: Mehrere Orte nach Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten
Ein Erdrutsch hat am vergangenen Dienstag Teile der Straße nach San Juan de Kula und Ccapcca (Distrikt San Antonio de Cachi / Provinz Andahuaylas / Region Apurimac) mitgerissen und beide Orte dadurch von der Außenwelt abgeschnitten. Über 1.000 Menschen, die in San Juan de Kula und Ccapcca leben, sind davon betroffen. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes begann die Provinzverwaltung bereits mit den Räumarbeiten.
Regenfälle auch in Piura
Auch in höhergelegenen Teilen der Region Piura kam es zu Problemen wegen der anhaltenden Regenfälle. Wie der Zivilschutz berichtet, wurden im Distrikt Carmen de la Frontera (Provinz Huancabamba) mehrere Gebäude beschädigt, darunter auch der Gesundheitsposten von El Hormiguero, die Rosarios Bajos-Brücke, sowie auch die Straßenabschnitte El Carmen-Monchoruco-Hormigueros.In Yacupampa (Distrikt und Provinz Ayabaca) wurde ein Wohnhaus durch eine Schlamm- und Steinlawine zerstört, die durch starke Regenfälle ausgelöst worden war. Im nahegelegenen Ayabaca kam es ebenfalls zu einer solchen Lawine, die im Außenviertel Pueblo Libre II Etapa eine Hauswand zum Einsturz brachte. Obwohl sich zum Zeitpunkt der Lawine Personen im Haus aufhielten, wurde niemand verletzt.
San Miguel / Cajamarca: Straße zwischen Catilluc und Tongod beschädigt
Als in der Provinz San Miguel (Region Cajamarca) der Chaugallón-Fluss über die Ufer trat, riss er nach Angaben des Zivilschutzes auch Teile der Straße, die die Distrikte Catilluc und Tongod verbindet, mit sich. Die Distriktverwaltungen haben bereits mit den Reparaturarbeiten begonnen.Ticlio-Pass wegen Schneefall nur eingeschränkt befahrbar
Schneefälle und Eisbildung haben den Ticlio-Pass (Distrikt Chicla / Provinz Huarochirí / Region Lima) zeitweise unpassierbar gemacht. Inzwischen sind Räumfahrzeuge der Zentralandinen Eisenbahngesellschaft im Einsatz. -
Ayabaca / Piura: Gefängnis mit Lehmwänden für unbestimmte Zeit geschlossen
Nach mehrfachen Ausbrüchen zieht das peruanische Gefängnisinstitut INPE nun Konsequenzen und schließt auf unbestimmte Zeit das Gefängnis von Ayabaca (Region Piura). Zuvor hatten Mitarbeiter auf den schlechten Zustand des Gebäudes hingewiesen. Wie nun im peruanischen Gesetzesblatt El Peruano zu lesen ist, sind die Wände des Gefängnisses aus Lehmziegeln und das Dach besteht aus löchrigen Eternitplatten, was Insaßen geradezu zum Ausbruch einlädt. Zudem stellte INPE fest, in allen Ecken und Enden würde Regenwasser und Feuchtigkeit eindringen, wodurch die Gesundheit der Mitarbeiter, aber auch der derzeit 15 Insaßen beeinträchtigt wurde. Diese sollen nun auf umliegende Justizvollzugsanstalten verteilt werden. Einzig ein Wachmann soll in dem Gefängnis verbleiben.
Im Februar 2008 hatten Häftlinge den einzigen Wärter überwältigt, 18 von ihnen waren geflohen. Die Gefängnisdirektorin musste daraufhin ihren Hut nehmen. Ein Jahr zuvor waren vier Häftlinge geflohen.
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Horror bei Jubiläum: Unbekannte erschießen sechs Gäste
Ein blutiges Ende nahmen die Feierlichkeiten zum Jubiläum des Distriktes Montero in der nordperuanischen Provinz Ayabaca (Region Piura). Der Festakt war in vollem Gange, als mehrere Unbekannte in den Festsaal eindrangen und das Feuer auf einen der Anwesenden eröffneten, der dabei nach Angaben von Peru21 tödlich verletzt wurde. Auf ihrer Flucht töteten die Kriminellen fünf weitere Personen, um mit deren Auto zu fliehen. Sechs Personen erlitten Schussverletzungen. Wer hinter dem Massaker steckt ist noch unklar.
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Erschreckendes vom Dauerkonflikt um Majáz-Mine (Piura)
Der Osten der Region Piura kommt nicht zur Ruhe. Nun sind Bilder aus dem Jahr 2005 aufgetaucht, die zeigen, wie Angehörige von Bauernorganisationen aus Piura und Cajamarca, sowie ein Radiojournalist des von den Jesuiten geführten Radiosenders Cutivalu auf dem Gelände der Mine Majáz von Angehörigen eines privaten Sicherheitsunternehmens im Beisein von Polizisten eingeschüchtert und gefoltert werden. Einer der Bauernvertreter kam dabei ums Leben. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen und führt derzeit Prozesse wegen möglicher Menschenrechtsverletzungen gegen die Polizisten Ricardo Benavides Ramírez und den Polizisten Marco Gonzales Santillán. Das wirkliche Ausmaß wurde allerdings erst jetzt durch die Veröffentlichung kompromettierender Fotos bekannt, die der Tageszeitung La República zugespielt worden waren. Darauf sieht man nicht nur die Täter, sondern auch die Opfer, die Plastiktüten über den Kopf gestülpt bekamen, die mit brechreizfördernden Pulvern benetzt waren, wie eines der Opfer gegenüber dem Fernsehprogramm „Prensa Libre“ (America TV) erklärte. Außerdem mussten sie brutalste Erniedrigungen über sich ergehen lassen und wurden verprügelt, wie auf den veröffentlichten Bildern zu sehen ist. Nach eigenen Angaben waren die Bauernvertreter und der Journalist von den Sicherheitsleuten während eines mehrtägigen Protestmarsches nach Majáz entführt worden.
Der Streit in der Region schwelt schon seit Jahren

"IN MAJAZ WURDE 2005 DOCH GEFOLTERT". Bildausschnitt von La República. Dabei ist die Veröffentlichung dieser Bilder nur ein neuer Höhepunkt in einem seit 2002 schwelenden Streit zwischen Umweltschützern und Bauernvertretern auf der einen und wechselnden Bergbauunternehmen und der peruanischen Regierung auf der anderen Seite. Das „Majáz“-Projekt, inzwischen in „Río Blanco“-Projekt umbenannt, liegt im Osten der nordperuanischen Region Piura. Abgebaut werden soll hier Kupfer. Im vergangenen Jahr hatten diverse Bauern- und Menschenrechtsorganisationen mit Hilfe diverser Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt eine Volksbefragung darüber durchgeführt, ob die Bevölkerung der Provinz Ayabaca für oder gegen die Bergbauaktivitäten in ihrer Provinz ist. Die peruanische Regierung hatte vehement versucht, die Volksbefragung als illegal darzustellen und dahinter eine Verschwörung der peruanischen Oposition mit ausländischen Umweltorganisationen mit dem Ziel der Torpedierung der peruanischen Wirtschaftspolitik gesehen. Bei der Volksbefragung hatte sich über 90% der teilnehmenden Bevölkerung gegen die Bergbauaktivitäten ausgesprochen. Auch im Verlauf der Vorbereitung und Durchführung der Volksbefragung war es zu Ausschreitungen auf Seiten der Befürworter und der Gegner gekommen. Gegen 35 Initiatoren der Volksbefragung laufen noch immer Verfahren wegen dem Vorwurf des „Terrorismus“, der von einer dem „Río Blanco“-Projekt nahestehenden Organisation erhoben worden war.
Angst vor China
Vor wenigen Wochen hat das chinesische Unternehmen „Zijin Mining Group Ltd.“ die Aktienmehrheit an „Monterrico Metals Plc.“ übernommen. Zu diesem Unternehmen gehören unter anderem die „Majaz S.A.“, „Mayari SAC.“ und die “ Río Blanco Cooper Ltd“, die laut dem regierungskritischen Verbund peruanischer Radiosender CNR das „Río Blanco“-Projekt betreiben. Eigentlich würde die Tätigkeit eines ausländischen Unternehmens in diesem Bereich so nah an der Grenze zu Ecuador gegen die peruanische Verfassung verstoßen, deren Artikel 71 Ausländern verbietet, Minen oder andere natürliche Resourcen zu besitzen. Mit einem Beschluss des peruanischen Kabinetts kann Unternehmen allerdings eine Sondergenehmigung ausgestellt werden, was in diesem Fall auch so geschehen ist. Nun fürchten viele, die neuen Besitzer der Bergbaukonzession könnten das Projekt „Rio Blanco“ rigoros vorrantreiben. Das wird aber wohl durch die nun aufgetauchten Fotos nicht einfacher, von denen noch nicht bekannt ist, wer sie der Zeitung La Republica zugespielt hat.
Keine Lösung in Sicht
Selbst, wenn die Polizisten und Sicherheitsleute verurteilt werden sollten, ist das Problem damit noch lange nicht gelößt. Keine der beiden Seiten hat es bisher geschafft, die andere von ihrer Position zu überzeugen und ein Kompromiss, egal welcher Art, ist ebenfalls nicht in Sicht. Eine Verurteilung der in die Entführung und Folter der Bauernvertreter und des Journalisten verwickelten Personen könnte aber beiden Seiten zeigen, dass Gewalt und Folter in einem demokratischen Staat als Mittel zur Lösung politischer Konflikte keinen Platz haben.
NACHTRAG
Die Coordinadora Nacional de Radio (CNR) hat die Bilder veröffentlicht. Sie finden sich in der Bildergalerie unter http://www.cnr.org.pe/galeria/index.php?cat=9