… von Deutschlandradio Kultur kann unter folgender Adresse nachgelesen werden:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1560334/.
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Ein aktuelles Interview mit Kulturministerin Susana Baca…
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Cajabamba / Cajamarca: Fünf Kinder sterben nach Schulmittagessen, über 50 weitere im Krankenhaus
Wie das Gift in das Schulmittagessen kam, ist noch ungeklärt.
In dem nordperuanischen Dorf Redondo (Distrikt Cachachi / Provinz Cajabamba / Region Cajamarca) sind vorgestern nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Grundschule fünf Kinder an einer Vergiftung gestorben. Insgesamt rund 89 Schülerinnen und Schülern, sowie mehreren Erwachsenen musste der Magen ausgepumpt werden. 50 Personen können das Krankenhaus bislang noch nicht verlassen. Die Polizei konnte inzwischen Rückstände des Gifts in einigen Töpfen nachweisen, nach Angaben der Polizei handelt es sich dabei vermutlich um Rattengift. Wie das Gift in die Töpfe gelangen konnte, ist weiterhin unklar. Dante Mendoza, Exekutivdirektor der für die Schulmahlzeiten zuständigen Behörde Pronaa, erklärte gegenüber lamula.pe, die Lebensmittel selbst seien in gutem Zustand gewesen. Mendoza sprach den Verdacht aus, die Lebensmittel könnten in einem Behälter gelagert worden sein, der normalerweise in der Landwirtschaft für Agrar-Chemie genutzt werde. Die Mahlzeit bestand aus Reis, Erbsen, Dosenfisch in Tomatensoße, sowie einem nicht nährer spezifizierten Milchprodukt.Während viele der überlebenden Kinder noch immer in den Krankenstationen und -häusern von Cajabamba, Baños del Inca und Cajamarca liegen, hat die Staatsanwaltschaft das Gelände um die Schule abgeriegelt, um nach weiteren Spuren zu suchen. Der Fall wird wohl auch politische Folgen nach sich ziehen. Die Gesundheitskommission des peruanischen Parlaments forderte Gesundheitsminister Alberto Tejada, sowie die für Pronaa zuständige Frauen- und Sozialentwicklungsministerin (Mimdes) Aída García Naranjo auf, der Sache auf den Grund zu gehen.
Pronaa und MIMDES haben inzwischen „rückhaltlose Aufklärung“ angekündigt, sowie den Betroffenen und ihren Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen.
Redondo hat 257 Einwohner. Betroffen war die Grundschule Institución Educativa N° 82311.
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Bagua Chica / Amazonas: Gesundheitsbehörde bestätigt Dengue-Infektionen
In der nordperuanischen Stadt Bagua (Provinz Bagua, Region Amazonas) hat das örtliche Krankenhaus „Heroes del Cenepa“ drei Dengue-Fälle bestätigt. Nach Angaben von Willy Soberón, Direktor des Gesundheitsnetzwerks der Provinz, wurden die infizierten Patienten inzwischen nach Chiclayo verlegt, um eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten. Wie Radio Horizonte berichtet, ist unter den Infizierten ist auch ein 33jähriger Medizintechniker. Die Gesundheitsbehörden begannen deshalb, in den Gesundheitsposten der Provinz verstärkt Insektenvernichtungsmittel zu versprühen.
Das Dengue-Virus wird durch verschiedene Stechmückenarten übertragen. Die Symptome ähneln häufig zunächst denen einer schweren Grippe-Erkrankung und umfassen häufig auch innerer Blutungen. Bei den Fällen, die nun in Bagua festgestellt wurden, handelt es sich um ein sogenanntes Dengue-Hämorrhagisches Fieber (DHF), einem besonders schweren Verlauf der Erkrankung. Insbesondere für Kinder kann DHF tödlich sein.
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Loreto: Shuar blockieren Morona-Fluss im Protest gegen Erdöl-Unternehmen
Die Organisation der Anrainer des Morona-Flusses vom Volk der Shuar haben gestern im Protest gegen die Erdölförderung durch das Unternehmen Talisman Energy Peru mit der Blockade des Morona-Flusses begonnen. Wie Shuar-Vertreter gegenüber Radio La Voz de la Selva aus Iquitos erklärten, möchte Talisman mit dem Probebohrungen beginnen, ohne zuvor die Indígena der Region konsultiert zu haben. Dazu waren und sind Staat und Unternehmen durch ein von Peru in den 90er Jahren unterzeichneten Übereinkommen mit der internationalen Arbeitsorganiation verpflichtet. Da es bei vergangenen Ölförderaktivitäten in der Region Loreto zu gravierenden Umweltverschmutzungen kam, befürchten die Shuar solche auch für den Morona-Fluss.
In einem offenen Brief fordert eine Shuar-Dachorganisation zudem verschiedene staatliche Stellen dazu auf, der Region einen „Fortschritt zu ermöglichen, der unsere Lebenswelt, die Spiritualität, die Organisation, die Arbeit, die Bildung und die indigene Autonomie respektiert“. Durch die Blockade des Morona-Flusses soll verhindert werden, dass Boote mit Personal und Material von Talisman Energy ihren Bestimmungsort erreichen. Das kanadische Unternehmen Talisman Energy hatte dort 2005 Erdöl gefunden und plant 2012 mit der Förderung zu beginnen, sollten die noch geplanten Probebohrungen und Bodenuntersuchungen für das Unternehmen erfolgreich verlaufen. Das gefundene Erdöl wird mit einem API-Grad zwischen 35 und 37 als „Leichtöl“ bezeichnet.
1995 war die erste Erkundungslizenz für das Ölfeld vergeben worden, seitdem hat die Lizenz mehrere Male den Besitzer gewechselt. Bereits 2003 war es zu Protesten gegen die Erdölförderung im Ölfeld 64 (Lote 64) gekommen. Das Unternehmen Burlington Resources hatte sich daraufhin zurückgezogen. Das nun betroffene Unternehmen Talisman schreibt auf seiner Internetseite, die Anrainer des Projektes über die reflexionsseismischen Bodenuntersuchungen konsultiert zu haben. Für das weitere Vorgehen sind demnach noch weitere Konsultationen notwendig.
Der Morona-Fluss ist ein Zufluss des Marañón, der wiederum in den Amazonas mündet. Er zieht sich über eine Länge von mehr als 400 Kilometern durch Ecuador und Peru. Die Blockadeaktivitäten konzentrieren sich, so Radio La Voz de la Selva, auf die Umgebung der Ortschaft und des Militärstützpunktes Sargento Puño in der Provinz Datem del Marañón.
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Verteidigungsminister Mora unterstellt Antiterroreinheiten im VRAE dem Militär
In Zukunft wird in den Tälern der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) allein das Militär gegen die verbliebenen Einheiten der Terrororganisation Sendero Luminoso (dt. leuchtender Pfad) und die Drogenproduktion vorgehen. Das bestätigte heute Verteidigungsminister Daniel Mora. „Wir haben nun die Kontrolle über das gesamte Territorium des VRAE“, so Mora gegenüber der Agentur ANDINA. Zudem betonte der Verteidigungsminister, die Entscheidung gehe zurück auf Vorgaben von Präsident Ollanta Humala und sei bereits vor einigen Wochen getroffen worden. Zudem wurden für die Arbeit im VRAE die Nachrichtendienste von Polizei, Innenministerium und Militär zusammengelegt. Ziel der Zusammenlegung ist es, die als „Artemio“ und „Alipio“ bekannten Terrorführer aufzuspüren, die im Huallaga-Tal oder im VRAE vermutet werden.
Mit der Militär-Orientierung der VRAE-Politik muss nun sogar die Nationalpolizei alle Einsätze vorab mit dem zuständigen Militärkomando absprechen. Das trifft bei einigen Beobachtern auf Kritik. So fordern die Kongressabgeordneten Heriberto Benítez (Solidaridad Nacional) und Yonhy Lescano (Alianza Parlamentaria), die Polizeiarbeit im VRAE dürfe nicht eingeschränkt werden. Auch Luis Thais, Vertreter der Partei „Perú Posible“ kritisierte die einseitige Militärorientierung und forderte einen breiteren Ansatz. Insbesondere der Drogenhandel sei ein Problem, das verschiedene Bereiche betreffe und dessen Behandlung nicht auf Repression reduziert werden dürfe, deshalb sei es wichtig, so Thais, die Antidrogenbehörde DEVIDA mit mehr Mitteln auszustatten.
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Lima: „Behördenbeschleuniger“ vor der Migrationsbehörde geraten an den Falschen
Wer einmal in einer peruanischen Behörde in der Hauptstadt Lima bei einer Behörde einen Antrag musste, der kennt sie, die als „Tramitadores“ bekannten Personen mit Anzug, Krawatte und Aktentasche, die vor dem Eingang aller wichtigen Behörden stehen und versprechen, jeglichen Antrag in kürzester Zeit bearbeitet zu bekommen. Neben der Personenstandsregisterbehörde RENIEC ist auch vor der Migrationsbehörde DIGEMIN die Straße regelmäßig von solchen „Behördenbeschleunigern“ überfüllt. Vor einigen Tagen gerieten einige dieser Spezialisten, die für die Beschleunigung von Anträgen häufig ihnen bekannte Behördenmitarbeiter bestechen oder auch Dokumente fälschen, aber an den Falschen. Sie boten einem Mann, der frühmorgens vor der Tür der Migrationsbehörde stand, an, für ihn die Erstellung seines neuen Reisepasses gegen Geld zu „beschleunigen“. Das hatte der Mann allerdings nicht nötig. Es war Édgard Reymundo, der neue Chef der Migrationsbehörde.
Dieser kündigte darauf hin an, auch gegen die „interne Mafia“ vorzugehen. Das hatten auch seine Vorgänger getan, einige Mitarbeiter – vom Wachmann bis zum Sachbearbeiter – fanden aber dennoch immer aufs neue Wege, sich durch die „Beschleunigung“ von Anträgen und die Zusammenarbeit mit den „Tramitadores“ ein Zusatzeinkommen zu erschließen. Gleichzeitig forderte Behördenchef Reymundo den Bürgermeister von Breña auf, stärker gegen die Behördenbeschleuniger vor dem DIGEMIN-Gebäude vorzugehen.
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Peru: Innenminister Valdés fordert Mehrwertsteuererhöhung für öffentliche Sicherheit
Der peruanische Innenminister Oscar Valdés hat gefordert, die Mehrwertsteuer um einen Prozentpunkt zu erhöhen und die zusätzlichen Einnahmen in Projekte zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit zu investieren. Die Mehrwertsteuer lag in Peru bislang bei 19% und wurde erst im Februar 18% gesenkt. Insbesondere eine bessere Ausstattung der Polizei und die Einrichtung zusätzlicher Gefängnisse soll mit der Erhöhung finanziert werden. Nimmt man die Mehrwertsteuereinnahmen von 2010, kämen zusätzlichen Einnahmen in Höhe von ca. 355 Millionen zusammen.
Justizminister Francisco Eguiguren und José Luis Pérez Guadalupe von der Gefängnisverwaltungsbehörde INPE unterstützten den Vorschlag. Erst vor einigen Tagen war auf Initiative von Präsident Humala ein Sonderfonds zur Unterstützung von Aktivitäten, die der öffentlichen Sicherheit dienen, geschaffen worden. Bislang ist aber noch nicht geklärt, wofür die bislang bereitgestellten 200 Millionen Nuevos Soles genau eingesetzt werden sollen. In diesen Fonds würden nach den Plänen des Innenministeriums dann auch direkt die Einnahmen aus dem zusätzlichen Mehrwertsteuer-Prozentpunkt fließen.
Der Provinzbürgermeister von Callao, Juan Sotomayor, ging auf den Vorschlag des Ministers ein und forderte zusätzlich, dass Provinz- und Distriktverwaltungen das Geld, das sie normalerweise bei Einkäufen an Mehrwertsteuer abführen müssten, behalten und ebenfalls in lokale Sicherheitsprojekte investieren dürfen.
Ex-Innenminister Gino Costa kritisierte den Vorschlag des Innenministers. Das Ministerium verfüge über ausreichende Mittel, müsse diese allerdings effizienter einsetzen, so Costa.
Präsident Humala erklärte, die Initiative seines Ministers „zu Kenntnis genommen“ zu haben.
Präsident Humala fordert Bau von Gefängnissen abseits großer Städte
In Peru werden derzeit diverse Ansätze diskutiert, wie der Kriminalität Einhalt geboten werden kann. Ein Vorschlag, den Präsident Humala kürzlich verbreitete, ist der Bau von Gefängnissen in besonders abgelegenen Regionen. Dadurch soll verhindert werden, dass Verbrechen vom Gefängnis aus organisiert werden. Zudem sollen Häftlinge beispielsweise im Straßenbau eingesetzt werden. Ein weiterer Ansatz ist die bessere Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz und Bürgerwehren im ländlichen Raum. Besonders bei letzteren bestehe sonst die Gefahr, dass sie mit Terroristen oder der organisierten Kriminalität zusammenarbeiteten, so Humala. Die Zusammenarbeit von Bürgerwehren und Polizei soll in einer Art „Landpolizei“ (policia rural) institutionallisiert werden.Ein weiterer Vorschlag nimmt derweil bereits Form an. Im kommenden Jahr startet der so genannte „freiwillige Polizeidienst“, in dessen Rahmen vor allem Schulabgänger mit dem Wunsch, anschließend bei der Polizei zu arbeiten, für ein Jahr Verwaltungsaufgaben in Polizeistationen übernehmen sollen. Dadurch sollen die Polizisten entlastet werden und die freiwerdende Zeit für mehr Präsenz auf der Straße nutzen. Den „Polizeifreiwilligen“ wird hierfür ein Taschengeld bezahlt.
NACHTRAG (20.09.2011): Finanzminister Castilla schließt Mehrwertsteuer-Erhöhung aus
Der peruanische Finanzminister Miguel Castilla hat sich gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer ausgesprochen. Zunächst sollten die bereits verfügbaren Mittel eingesetzt werden, so Castilla.
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Tumbes: hunderte tote Seehunde angeschwemmt
In den vergangenen Tagen wurden an Stränden der nordperuanischen Küstenregion Tumbes rund 100 getötete Seehunde angeschwemmt. Das gab das peruanische Meeresinstitut IMARPE bekannt. Wie IMARPE weiter berichtet, wurden in den vergangenen drei Jahren an einem Küstenstreifen von 300 Kilometern insgesamt 300 solcher Tiere gefunden. Dass die Tiere keines natürlichen Todes gestorben sind, ist bislang gesichert, da manche Schusswunden, andere Vergiftungserscheinungen aufweisen. Allerdings ist noch nicht geklärt, wer dafür verantwortlich ist. Marco Sayán, Abgeordneter im Regionalrat von Tumbes, vermutet fremde Fischer, die, so Sayán, „aus dem Süden“ kämen, hinter der Aktion. Die Seehunde würden sich an deren Fangnetzen zu schaffen machen, dehalb würden sie getötet. Deshalb forderte der Abgeordnete nun Umweltstaatsanwaltschaft und Küstenwache auf, dem Seehund-Sterben auf den Grund zu gehen und häufiger als bisher entlang des betroffenen Küstenabschnitts zu patrullieren.
httpv://www.youtube.com/watch?v=i7cT8kF2ZEM
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Cusco: TACA-Flugzeug muss notlanden
Ein Flugzeug von Lima nach Cusco musste heute auf dem Alejandro Velasco Astete-Flughafen von Cusco notlanden. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Eine Passagierin sagte gegenüber RPP, es sei in der Flugzeugkabine zu Rauchentwicklung gekommen. Zudem seien beim brüsken Aufsetzen mehrere Personen leicht verletzt worden. auch der Strom fiel aus. Die Passagierin sprach von einer brennenden Turbine, die Fluglinie TACA widersprach dieser Darstellung und erklärte, es habe lediglich einen Kurzschluss gegeben, durch den es zu der Rauchentwicklung gekommen sein.
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Peru: Politiker fordern Rücktritt von Kulturministerin Baca

Sängerin und Perus Kulturministerin: Susana Baca. Foto: ANDINA/ Ministerio de Cultura. Der Druck auf die peruanische Kulturministerin und Sängerin Susana Baca wird immer größer, dennoch schließt sie den Rücktritt weiter aus. Die Ministerin war während ihrer bislang knapp 2 Monate an der Spitze ihres Hauses bereits mehr als 31 Tage privat unterwegs, zu Konzerten in aller Welt. Das hatte ihr bislang den Unmut von Kommentatoren und Politikern aus der zweiten Reihe beschert. Nun forderte aber auch Julio Rosas, Präsident der Kulturkommission des peruanischen Kongresses, Ministerin Baca zum Rücktritt auf. „Es wurden über 2.000 Bücher aus der Nationalbibliothek gestohlen, archäologische Stätten werden zerstört, die UNESCO zeigt sich besorgt über Schäden in Zitadelle Machu Picchu, aber sie [die Ministerin] ist in privaten Angelegenheiten unterwegs“, begründete Rosas seine Forderung.
Zunächst war die Ernennung von Susana Baca zur Kulturministerin gefeiert worden. Man erhoffte sich, die populäre afroperuanische Sängerin werde auch als Fachfrau dem erst kürzlich gegründeten Ministerium Aufmerksamkeit verschaffen. Das hat sie geschafft, wenn auch vermutlich anders als erhofft.
So schrieb der Analyst Mirco Lauer vor wenigen Tagen in der Tageszeitung „La República“, auch wenn es sich vielleicht paradox anhöre, sei die Führung eines Kulturministeriums in Wirklichkeit keine Kulturveranstaltung, sondern ein „komplexes und spezialisiertes Verwaltungsamt“. Susana Baca sei aber – obwohl eine, so Lauer, hervorragende Sängerin und Persönlichkeit – alles Verwaltungstechnische fremd.
Präsident Ollanta Humala und Premier Salomón Lerner halten dennoch weiterhin an der Ministerin fest. So schloss Lerner vor wenigen Tagen den Rauswurf Bacas aus und Vizepräsident Omar Chehade bezeichnete die Rücktrittsforderungen als „übertrieben“. Die Ministerin habe versichert, vertraglich verpflichtet zu sein, die derzeitige Konzertreihe noch abzuschließen, ansonsten drohten ihr hohe Vertragsstrafen, so Chehade, in den kommenden „Wochen oder Monaten“ werde sich die Situation dann aber „normalisieren“.
AM DIENSTAG: SUSANA BACA LIVE IN BERLIN
Wer die peruanische Kulturministerin einmal live hören und sehen möchte, dem bietet sich am kommenden Dienstag, dem 20. September 2011 die Chance. Susana Baca wird um 20 Uhr im Haus der Kulturen der Welt auftreten. Die Programmankündigung klingt vielversprechend:
„Eine Stimme wie ein ruhiger Sturm: Susana Baca, „The Voice of Black Peru“ interpretiert Songs, die tief in dunklere Gefühlswelten eintauchen – Schmerz, Nostalgie, Sehnsucht.
Susana Baca ist die neue Kulturministerin Perus – das hält die 67-jährige Latin Grammy-Gewinnerin nicht davon ab in Europa Konzerte zu geben! Als Sängerin ist sie seit über einem Jahrzehnt international erfolgreich. In ihrer Musik betont sie afroperuanische Traditionen, die sie mit Son, Salsa, Cumbia oder auch Klängen aus New Orleans und Spanien vermischt. In Peru gilt sie gemeinhin als Idol. Nun ist sie die erste schwarze Frau, die ein hohes Regierungsamt in ihrem Heimatland bekleidet.“
Der Eintritt kostet 19 Euro, ermäßigt 15.