Schlagwort: Zug

  • Metro Lima stockt Zugflotte auf

    Neuer Triebwagen der Metro Lima. Foto: ANDINA.
    Neuer Triebwagen der Metro Lima. Foto: ANDINA.

    Die Linie 1 der Metro Lima stockt ihre Zugflotte auf. Nach Angaben des Betreiberunternehmens wurden insgesamt 19 weitere Triebwagen bestellt, die von dem französischen Hersteller Alstom gefertigt werden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, sollen die ersten beiden Züge am 29. November im Hafen von Callao eintreffen. Die Aufnahme in den regulären Fahrbetrieb ist für Anfang Februar 2013 geplant. Die Linie 1 verbindet bislang den Stadtteil Villa El Salvador mit der Avenida Grau, der Ausbau ist bereits am Laufen. Bislang verfügt Metro Lima über fünf Züge, die insbesondere zu den Stoßzeiten Morgens und Abends der Nachfrage nicht gerecht werden können.

    Für die 19 neuen Züge wurden nach Angaben der Metro Lima 280 Millionen US-$ bezahlt, wobei der Preis gleichzeitig auch einen Instandhaltungsvertrag enthält.

  • Peru: Loretos Regionalpräsident hält an Regenwald-Eisenbahn fest

    Yvan Vásquez Valera, Regionalpräsident von Loreto. Foto: MINCETUR.
    Yván Vásquez Valera, Regionalpräsident von Loreto. Foto: MINCETUR.

    Eine landesweite Tageszeitung und die Ingenieurskammer der nordostperuanischen Regenwaldregion Loreto hatten das Projekt längst für tot erklärt: Gestern kündigte Regionalpräsident Yván Vásquez an, Ende 2013 oder Anfang 2014 werde mit den Bauarbeiten an der „Marañón-Express“ genannten geplanten Bahnstrecke zwischen Loretos Hauptstadt Iquitos und der Hafenstadt Yurimaguas begonnen. Yurimaguas, das ebenfalls zur Region Loreto gehört, ist einer der Endpunkte der nordperuanischen interozeanischen Straße, die den Warenverkehr zwischen Atlantik- und Pazifikküste über Peru und Brasilien hinaus vereinfachen soll. Zwischen Iquitos und Loreto ist der Waren- und Personentransport derzeit nur per Schiff oder Flugzeug möglich, was entweder mehrere Tage dauert oder aber sehr teuer ist. Mit der Eisenbahn möchte Regionalpräsident Vásquez nicht nur den Waren- und Personentransport, so Vásquez, schneller und bezahlbar machen, sondern gleichzeitig einem Problem vorbeugen, das sich insbesondere dort auftut, wo in Regenwaldregionen neue Straßen gebaut werden: Es kommt zu Ansiedlungen am Rande der Straßen und häufig zu unkontrollierter Abholzung.

    Derzeit arbeitet ein Konsortium an einem möglichen Routenverlauf. Ende kommenden Jahres soll dann eine Konzession für Bau und Betrieb der Bahnstrecke an ein Privatunternehmen vergeben werden. Gegner des Projekts rechnen damit, dass sich das Projekt finanziell nicht tragen wird – und, dass die Bauarbeiten einen Eingriff in Schutzgebiete mit sich bringen könnten. Dem ersten Vorwurf entgegnete Regionalpräsident Vásquez bereits vor einigen Monaten, in einem weiteren Schritt den Hafen von Iquitos ausbauen zu wollen und den Zug damit auch als Transportweg für brasilianische Exporte an die peruanische Küste zu nutzen. Bislang ist dies nur über den Wasserweg möglich – und dauert mehrere Tage. Insbesondere während der Trockenzeit führt das zu Problemen.

    Bald mit Bahnhof? Dorf am Amazonas zw. Iquitos und Yurimaguas. Foto: D. Raiser / Infoamazonas.
    Bald mit Bahnhof? Dorf am Amazonas zw. Iquitos und Yurimaguas. Foto: D. Raiser / Infoamazonas.

    Pläne zum Eisenbahnbau in der Region Loreto gab es bereits einige. So beispielsweise für einen Zug von Pimentel über Tarapoto nach Yurimaguas oder von Lambayeque nach Saramiriza. Über den Status von Ideen kamen sie allerdings kaum heraus. Derzeit wird auch die Machbarkeit der neuen Pläne geprüft, dazu gehört auch ein erster Kontakt mit denjenigen, die von den Bauarbeiten direkt betroffen sein könnten: Anwohner, insbesondere auch indigene Gemeinschaften.

  • Zeichen und Wunder: Metro Lima nimmt Probebetrieb auf

    Dutzende Male angekündigt, immer wieder verschoben: Die erste S-Bahn-Linie der peruanischen Hauptstadt Lima hat gestern ihren Probebetrieb aufgenommen. In den kommenden Wochen können nun Interessierte kostenlos mit dem bis zu 30km/h schnellen Zug die Strecke vom limenischen Textilparadies Gamarra nach Villa El Salvador zurücklegen. Läuft alles glatt, werden dafür rund 30 Minuten benötigt – kein Vergleich zu den bislang rund zwei Busstunden. Bislang sind allerdings erst 9 von 16 Haltestellen eröffnet. An denjenigen, die bereits zugänglich sind, weist speziell geschultes Personal die Fahrgäste in die Benutzung der Züge ein und gibt Sicherheitshinweise („bitte hinter die gelbe Linie“).

    Nach der Probezeit soll die Einzelfahrkarte 1,50 Nuevos Soles kosten, ermäßigt 0,75. Für den Planbetrieb, der bereits in einigen Wochen starten soll, fehlen noch mehrere Genehmigungen, die vor allem mit der Beschilderung und Sicherheitseinrichtungen für den Katastrophenfall zu tun haben.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=3tWsPs5GJOQ#!

  • „Tren Macho“ fährt wieder

    Die Strecke des Tren Macho - Huancayo - Huancavelica. Karte: MTC
    Die Strecke des Tren Macho – Huancayo – Huancavelica. Karte: MTC

    Nach mehrmonatigen Aufräumarbeiten ist seit gestern die als „Tren Macho“ bekannte Zugstrecke zwischen Huancayo und Huancavelíca wieder befahrbar. Die Schienen waren im vergangenen Januar, insbesondere im Abschnitt der Provinz Yauli, von mehreren Erdrutschen verschüttet worden. Nachdem nun die Sanierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen wurden, soll nach Angaben von Carlos Noriega García, Staatssekretär für Eisenbahnwesen im peruanischen Transport- und Kommunikationsministerium (MTC), schon in den kommenden Tagen der normale Betrieb wieder aufgenommen werden.

    Der „Tren Macho“, bis heute im Besitz des peruanischen Staates, wird dann wieder jeden Morgen -außer Mittwochs- gegen 6:30 mit seinen drei Passagier- und einem Gepäckwagen vom Bahnhof Chilca (Huancayo) nach Huancavelica fahren. Er überquert auf einer Fahrstrecke von 128 Kilometern 15 Brücken und durchfährt 38 Tunnel.

  • MTC: S-Bahn Lima soll Juni 2011 fertig sein

    Träume vom "Tren Eléctrico". Animation: ANDINA/Autoridad Autónoma de Tren Eléctrico
    Träume vom „Tren Eléctrico“. Animation: ANDINA/Autoridad Autónoma de Tren Eléctrico

    Die Bauarbeiten an der S-Bahn-Linie 1 in der peruanischen Hauptstadt Lima sollen noch vor der dem Ende der Amtszeit der derzeitigen peruanischen Regierung fertig gestellt werden. Das vermeldete heute der peruanische Verkehrs- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo Ramírez im Staatsfernsehen TVPeru. Zumindest die Infrastruktur der Linie, die Villa El Salvador mit dem 2 de Mayo-Krankenhaus (Av. Grau) verbindet, soll im kommenden Juni übergeben werden, so der Minister. Von dort soll die Strecke dann bis San Juan de Lurigancho verlängert werden.

    Die Züge im Depot. Foto: AATE
    Die Züge im Depot. Foto: AATE

    Zu Beginn soll mit den fünf vorhandenen Zügen eine Zugfrequenz von 20 Minuten erreicht werden, wobei das Transport- und Kommunikationsministerium MTC derzeit den Erwerb weiterer Züge prüft. Wegen der hohen Kosten bei Neuanschaffungen sollen fünf generalüberholte Züge aus zweiter Hand angekauft werden. In jeden der Züge sollen bis zu 400 Fahrgäste passen.

    Bislang verkehrt der „Tren Electrico“, die Schnellbahn in Lima nur selten, beispielsweise bei Streiks von Transportarbeitern auf bestimmten Streckenabschnitten. Die 22-Kilometer-Fahrt von Villa El Salvador bis zur Avenida Grau soll 27 Minuten dauern und mit 16 Haltestellen ausgestattet sein.

  • Technische Probleme am Zug: 500 Touristen hängen in Machu Picchu fest

    Mehr als 500 Personen, vorwiegend peruanische und ausländische Touristen, hängen im Bahnhof Aguas Calientes (Machu Picchu) fest. Das berichtet RPP. Grund für den unfreiwilligen Aufenthalt in Aguas Calientes ist ein technisches Problem mit einem der Züge, die Machu Picchu mit Cusco verbinden.

  • Bahnstrecke Cusco-Machu Picchu vor Wiedereröffnung

    Die Bahnstrecke von Cusco nach Machu Picchu (Südperu) wird diesen Freitag vollständig wiedereröffnet. Das gab heute das Eisenbahnunternehmen Ferrocarril Transandino S.A. (FTSA) bekannt, das im Besitz einer Konzession für den Betrieb der Strecke ist. Durch die schweren Regenfällen im Januar und Februar dieses Jahres wurden die Schienen an mehreren Stellen weggeschwemmt oder unterhöhlt.

    Bereits Ende März war der 28 Kilometer lange Abschnitt zwischen Piscacucho und Machu Picchu repariert und freigegeben worden. Nun wurde auch der Rest der Strecke wieder hergerichtet. Erste Probefahrten sind bereits erfolgreich abgeschlossen.

    Aus Sicherheitsgründen werden die Züge allerdings vorerst bis Ende September mit geringerer Geschwindigkeit verkehren.

  • In 3 Monaten soll Machbarkeitsstudie für Eisenbahn der Nordanden stehen

    Innerhalb der kommenden 3 Monate soll eine erste Machbarkeitsstudie für den Bau und Betrieb der „Eisenbahn der Nordanden“ (Ferrocarril Norandino) stehen. Das gab Cayetana Aljiovin von der peruanischen Agentur zur Förderung von Privatinvestitionen (PROINVERSION) am Rande der Bergbaumesse „Perumin“ bekannt. Der Ort der bekanntgabe war dabei nicht zufällig gewählt: In erster Linie soll die Zugverbindung zwischen Cajamarca, Lambayeque und Piura – sollte sie realisiert werden – den Bergbaugiganten „Río Tinto“, „Yanacocha“ und „Lumina Copper“ den Weg zwischen peruanischer Küste und den Minen in den Anden vereinfachen. Passagierverkehr ist zwar auch vorgesehen, ist aber nicht erste Priorität.

    Nach Schätzungen von PROINVERSION wird der Bau bis zur Inbetriebnahme rund 1,5 Milliarden US-Dollar kosten. Genauere Daten gebe es aber erst nach Fertigstellung der Machbarkeitsstudie, so Aljiovin. Die Bahn soll dann, in Konzession gegeben, von einem Privaten Anbieter betrieben werden. Durch den Güterverkehr der Bergbauunternehmen rechnet PROINVERSION im Moment damit, dass der Zug relativ bald kostendeckend arbeiten wird können.

    Vergangene Woche hatte sich auch Präsident Alan García, der die neue Zugstrecke bereits in seiner Ansprache zum Nationalfeiertag angekündigt hatte, mit Regionalpräsidenten und Unternehmern der betroffenen Regionen getroffen, um das Projekt voranzutreiben.
    Die Zugstrecke soll den Planungen nach eines Tages von Cajamarca zum Mineralhafen Bayóvar in der Region Piura führen.

    Auch in anderen Teilen Perus werden derzeit neue Bahnstrecken geplant, hauptsächlich um die brasilianische Grenze, aber auch peruanische Bergbauregionen mit der peruanischen Küste zu verbinden. Das derzeit wohl prominenteste ist das Ferrovía Transcontinental Brasilen – Perú Atlantik – Pazifik-Projekt (Proyecto Fetab), das sich dereinst von Manaos (Brasilien) bis Bayóvar (Piura) ausdehnen soll.

  • Herzlichen Glückwunsch, Eisenbahner

    Nicht jeder Tag ist der Tag des peruanischen Eisenbahners. Das ist wohl auch besser so, denn in diesem Falle würde täglich für eine Stunde der Bahnbetrieb lahm liegen, damit die Eisenbahner zur feierlichen Messe gehen könnten. Da aber nur der 8. September eines jeden Jahres in Peru der „Tag des Eisenbahners“ ist, können die Züge auch in dem Andenland normalerweise ganztägig verkehren.

    Schon seit 64 Jahren wird der Gedenktag begangen, denn 1945 beschloss der peruanische Kongress, dass allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Eisenbahnunternehmen ein Tag gewidmet werden solle.

    Dabei könnte dieser 64. Jahrestag für die Eisenbahner wahrhaftig ein besonderer werden: Derzeit werden in Peru zahlreiche neue Zugstrecken geplant und erträumt, darunter eine durch die Region Cajamarca, ein weiterer, der die nordperuanischen Anden mit der Amazonas-Stadt Iquitos verbindet, zahlreiche Güterstrecken für den Großbergbau, sowie eine Zugverbindung bis nach Brasilien.

    So wünscht denn auch der CHACHABLOG:

    Viel Glück und viel Segen liebe Eisenbahner, auf viele neue Bahnstrecken.

    Salud.

  • Marañón-Express: Regionalregierung Loreto sucht Investoren

    Die Planungen zum Bau einer Zugstrecke von Yurimaguas nach Iquitos in der Region Loreto nehmen langsam Formen an. Noch immer fehlen allerdings Studien zur Umweltverträglichkeit der 576km Zugstrecke.  An den schwierigsten Stellen müsste der Zug zuerst eine 800 Meter lange Brücke über den Marañón und anschliessend über den Nanay (500m) überqueren. Auf dieser Strecke, die zuerst dem Huallaga und schliesslich dem Marañón folgen würde,  würde er zudem mehrere Schutzgebiete durchqueren, den Nationalpark Pacaya-Samiria und as Schutzgebiet Tamshiyacu Tahuayo, sowie den Nationalpark Allpahuayo Mishana, in denen vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Tapire, Jaguare, Gürteltiere und Ameisenbären leben. Im Gegensatz zum Bau einer Strasse wäre zwar die Gefahr neuer Ansiedlungen im Urwald unwahrscheinlicher, im Verlauf der Bauarbeiten wäre eine Beeinträchtigung kaum zu vermeiden. Zudem würden Wanderwege diverser Tierarten unterbrochen, wie der Biologe José Álvarez Alonso vom Institut zum Studium des peruanischen Amazonasgebietes IIAP zu bedenken gibt. Aber auch er sieht die Möglichkeit, einige Teile der Bahnstrecke auf hohen Stützen zu bauen.

    Bis 2009 sollen die Studien abgeschlossen werden. Nach Angaben des Regionalpr{sidenten von Loreto, Yván Vásquez, wird das Projekt mindestens 850 Millionen US-Dollar kosten, das zum grössten Teil von Investoren aufgebracht werden soll. Das Projekt, das den Spitznamen „Marañón-Express“ (Expreso del Marañón) trägt, soll in naher Zukunft rund 60 Passagiere pro Tag pro Richtung transportieren, hauptsächlich allerdings Güterverkehr. Neben einer verbesserten Anbindung auch des brasilianischen Amazonasgebietes soll so auch eine bezahlbare Alternative zum teuren Flugzeug und den 3-4 Tage dauernden Flussverbindungen geschaffen werden.

    Im Moment verfügt Peru über ein Schienennetz von 2.021km.