Zum dritten Mal richten derzeit die Stadtverwaltung Chachapoyas und die NGO EcoVerde den Wettbewerb „Parques, Patios, Jardínes y Balcones de ENSUEÑO“ aus, im Verlauf dessen die schönsten Park-, Hof-, Garten- und Balkonbepflanzungen von Institutionen und Privatpersonen prämiert werden. Ziel und Hoffnung der Organisatoren ist, dass zumindest einige der Teilnehmer auch über den Wettbewerb hinaus ihre Grünflächen pflegen und so praktisch nicht nur zu einem schöneren Stadtbild, sondern auch zu einem besseren Klima in der Stadt beitragen. Damit soll indirekt auch gegen die noch immer um sich greifende Entwaldung der Region um Chachapoyas gewirkt werden. Die Preise werden in insgesamt 9 Kategorien vergeben, darunter Kategorien für Bildungseinrichtungen oder Unternehmen, die an einem Ort ihrer Institution oder in der Näheren Umgebung Platz schaffen für eine Grünfläche und diese auch Hegen. Schließlich gibt es noch die Extrakategorie „Chachapoyas Cambia“ (Chachapoyas ändert sich), in der Fotos der hässlichsten Stellen der Stadt eingereicht werden sollen.
Schlagwort: Wiederaufforstung
-
Chachapoyas bekommt erste Biogasanlage
Nach Angaben des Dozenten Miguel Barena arbeiten Studenten und Lehrbeauftragte der Universität Toribio Rodriguez de Mendoza (UNAT Amazonas) mit Sitz in Chachapoyas derzeit an einem System zur Vergasung von Gülle und Schweineexkrementen für den Hausgebrauch. Ziel des Versuchsaufbaues, der sich im Labor bereits bewährt hat und nun seine Praxistauglichkeit unter beweis stellen soll, ist es, auch kleinen Haushalten mit ab 2 Kühen die Herstellung von Biogas zu ermöglichen. Diese Haushalte, besonders in ländlichen Gebieten, könnten damit zum Kochen das Brennholz durch Biogas ersetzen, womit, so Barena, auch der Entwaldung großer Landstriche entgegen gewirkt werden könnte.
Zu Beginn soll die Pilotbiogasanlage von den Metzgern des Hauptmarktes von Chachapoyas bei der Schlachtung von Vieh verwendet werden. Diese können so nicht nur ihre Abfälle umweltfreundlich entsorgen, sondern auch das Gas zum Kochen und reinigen verwenden. Die Reste, die nach der Gasproduktion anfallen, könnten dabei als Düngemittel weiterverwendet werden.
Im vergangenen Jahr war eine Delegation der Universität Toribio Rodriguez de Mendoza nach Lima und Kolumbien gereist, um verschiedene Biogassysteme anzuschauen.
Quelle: Oficina de Imágen Institucional UNAT-A, Radio Horizonte