Schlagwort: Verbrechen

  • Übergangspräsident von Áncash erschossen

    José Luis Sánchez Milla, Übergangspräsident von Áncash, kam bei einem Attentat ums Leben. Das berichtet der Radiosenderverbund CNR. Den Angaben zufolge war der Sánchez Milla in einem Geländewagen mit zwei Sicherheitsleuten von Chiclayo nach Chimbote unterwegs, als Unbekannte bei Víctor Larco (Streckenkilometer 578 der Panamericana Norte) den Wagen aufhielten und gezielt mehrere Schüsse abgaben.

    José Luis Sánchez Milla hatte das Amt des Regionalpräsidenten erst vor wenigen Wochen übernommen, nachdem sein Amtsvorgänger César Álvarez Aguilar vorübergehend sein Amt niedergelegt hatte, um an den Wahlen im kommenden Oktober teilnehmen zu können. Er war am 15. April 1966 in Chimbote geboren und seit 2006 Vizepräsident der Region Áncash.

    Die Hintergründe der Tat sind bislang ungeklärt.

  • Lurigancho / Lima: Polizei beschlagnahmt 90.000 falsche Dollar

    Bei der Kontrolle eines mit Handelsware beladenen Sportwagens im peruanischen Distrikt San Juan de Lurigancho (Lima) hat die peruanische Nationalpolizei Falschgeld im aufgedruckten Wert von 90.000 US$ beschlagnahmt. Die Besatzung des Gefährts, zwei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren, wurde festgenommen. Nach ersten Erkenntnissen sollte das Falschgeld in einem Rucksack versteckt nach Villa María del Triunfo transportiert werden, um es dort gegen echte US-Dollar umzutauschen.

  • Cayaltí / Lambayeque: Polizei beschlagnahmt gestohlene Grabbeigaben

    Mehrere Krüge, präkolumbische Messer, sowie weitere wertvolle Gegenstände, die vermutlich von Grabräubern aus Begräbnisstätten im nordperuanischen Distrikt Cayaltí (Lambayeque) gestohlen worden waren, konnten Beamte der peruanischen Nationalpolizei beschlagnahmen. Die Grabräuber waren vermutlich mit der Sichtung der gestohlenen Schätze beschäftigt, als die Patrullie sie überraschte. Sie flüchteten sofort, wobei sie das Diebesgut zurücklassen mussten. Die Beamten registrierten die Fundstücke und übergaben sie dem peruanischen Kulturinstitut INC Lambayeque, das nun deren historischen und kulturellen Wert feststellen soll.

    In Lambayeque finden sich hunderte Fundstätten, von deinen manche, wie beispielsweise die des „Señor de Sipán“ weltberühmt sind.

  • Nach Morddrohungen: Richter-Ehefrau tot aufgefunden

    Einen grausigen Fund machte die Polizei von Barranco (Lima) gestern, als Nachbarn meldeten, Autodiebe würden sich am Wagen einer limenischen Anwaltskanzlei zu schaffen machen. Die Polizisten fanden, wie die peruanische Tageszeitung „Peru 21“ in ihrer Online-Ausgabe berichtet, eingeschlossen in einen Koffer die Leiche von Elizabeth Vásquez, Steueranwältin und Ehefrau des Höchstrichters der Region Amazonas, Alejandro Espino Méndez. Espino Méndez war als Staatsanwalt hart gegen organisierte Drogenkriminalität vorgegangen und hatte unter anderem auch Untersuchungen gegen die rechte Hand des Ex-Diktators Fujimori, Vladimiro Montesinos, geführt. Wegen der Untersuchungen hatte seine Familie mehrfach Mordrohungen erhalten. 2001 schlug ein Attentat fehl, das fahrende Auto der Familie wurde mehrfach beschossen.

    NACHTRAG (25.09.2012): Tochter für Schuldig befunden
    Am gestrigen Montag hat ein Gericht in der peruanischen Hauptstadt Elizabeth Espino Vásquez, Tochter der ermordeten, zu 30 Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sie die Tat geplant und mit Hilfe weiterer Personen durchgeführt hat. Beobachter erwarteten, dass die Verteidigung Berufung gegen das Urteil einlegen wird. Auch die weiteren Angehörigen prüfen offenbar, eine höhere Instanz anzurufen, da das Urteil unter Umständen die Freilassung auf Bewährung nach fünf Jahren Haft – von denen 2,5 bereits durch die Untersuchungshaft verstrichen sind – ermöglicht.

  • Journalisten-Mordprozess wird wieder aufgenommen

    Der Prozess gegen Luis Valdez Villacorta, ex-Bürgermeister des Distriktes Coronel Portillo in der Urwaldregion Ucayali, wird wieder aufgenommen. Wegen zahlreicher Unregelmäßigkeiten während der Verhandlung in Pucallpa (Ucayali) selbst, wird der Prozess nun im Castro Castro-Gefängnis in der peruanischen Hauptstadt Lima weitergeführt. Dazu wurden auch die Zeugen des ersten Prozesses erneut vorgeladen, darunter auch diejenigen, die wegen der Tat zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden waren. Auch einige Beweißstücke werden noch einmal untersucht.

    Valdez Villacorta wird vorgeworfen, 2004 den Mord an dem Journalisten Alberto Rivera angeordnet und gemeinsam mit Solio Ramírez durchgeführt zu haben. Der Staatsanwalt, der den Mord untersucht hatte, wurde inzwischen außer Dienst gestellt. Er hatte unter anderem vergessen, rechtzeitig in Berufung zu gehen.

  • Apotheker ausgeraubt: Wenn der Erzengel schläft

    Um 40.000 Soles erleichterten gestern im nordwestperuanischen Chiclayo (Lambayeque) mehrere bewaffnete Räuber den Verwalter einer Apotheke. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Der Verwalter einer örtlichen Filiale der „Arcangel“ (Erzengel) – Apotheke war mit mehreren Geldkisten im Taxi unterwegs zur nächsten Bankfiliale, als ein mit mehreren Personen besetztes Fahrzeug den Weg versperrte. Mehrere schwarz gekleidete Räuber stiegen aus dem Fahrzeug und forderten „unter Drohungen“ die Herausgabe des Geldes. Der Verwalter kam der Forderung nach und überreichte mehrere Kisten, die sämtliche Tageseinnahmen der Apotheke beinhielten. Anschließend flohen sie in einem Fahrzeug mit dem Kennzeichen CC-1836.

  • Filmreif: Schießerei zwischen Drogenkurieren und Polizei in Huánuco

    Über eine halbe Tonne Kokain hatte eine Gruppe von Drogenkurieren auf einem Lastwagen geladen, als sie in den späten Abendstunden des gestrigen Montags von der Polizei kontrolliert wurden. Das berichtet die örtliche Polizei. Demnach eröffneten die Drogenkuriere von einem Geländewagen aus das Feuer auf die Polizisten, als diese einen Lastwagen kontrollieren wollten. Die Polizisten der Antidrogenpolizei DIRANDRO erwiderten das Feuer. Bei der Schießerei wurde das Polizeiauto durch mehrere Einschüsse Beschädigt.

    Schließlich gelang es der Polizei, die 6 Drogenkuriere – darunter ein Minderjähriger – festzunehmen und ihre Waffen sicherzustellen. In dem Lastwagen versteckt fanden die Beamten schließlich 555 Kilo Kokain.

  • Polizei: Anschlag auf Generalstaatsanwältin Echaíz vermutlich nicht politisch motiviert

    Der Mordanschlag auf die peruanische Generalstaatsanwältin Gladis Echaiz war mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht politisch motiviert. Das geht aus dem Untersuchungsbericht der Kriminalpolizei (DIRINCRI) hervor. Demnach war das Hauptziel der Verbrecher, den Geländewagen der Generalstaatsanwältin zu stehlen. Nach Angaben von Silvio Félix, Chef der peruanischen Kriminalpolizei, wird das Ermittlungsergebnis auch durch die Aussage des gefassten Mittäters Michael Portales gestützt.

    Kritik an vorschnellen Vermutungen aus der Politik

    Auch wenn der Untersuchungsbericht nicht vollständig ausschließt, dass die Generalstaatsanwältin von Hintermännern der Attentäter eingeschüchtert werden sollte, hält dies auch der Direktor A.D. der Antiterrorismuseinheit der peruanischen Polizei, Máximo Rivera, für eher unwahrscheinlich. Zudem warf Rivera der Generalstaatsanwältin, der Justizministerin und einigen Kongressabgeordneten vor, das Attentat für politische Zwecke zu instrumentalisiert zu haben. Durch die Veröffentlichung von Hypothesen über das Attentat in der Presse hätten diese nicht nur die Arbeit der Polizei beeinträchtigt, sondern diese auch noch zusätzlich einem großen Rechtfertigungsdruck gegenüber der Öffentlichkeit ausgesetzt, so Rivera. Um so mehr sei es ein hoher Verdienst der Kriminalpolizei gewesen, die „Raub“-These weiter zu verfolgen.

  • Bandenkrieg im Knast von Bagua Grande

    Bei einer Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Banden im Gefängnis von Bagua Grande (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) kamen gestern 3 Personen ums Leben. 3 weitere wurden teils schwer verletzt. Einer der Toten war Domingo Colunche Barbosa, ein brutaler Straßenräuber, der unter dem Sitznamen „Rambo“ wiederholt Autos überfallen hatte. Wie andere Gefangene des „San Humberto“-Gefängnisses gegenüber dem Lokalsender „La Voz“ erklärten, hatte Domingo Colunche bereits seit längerem andere Häftlinge terrorisiert, weswegen diese entschieden, ihn aus dem Weg zu räumen.

    Wie der Radiosenderverbund „CNR“ berichtet, ist das Gefängnis von Bagua Grande für 90 Insaßen ausgerüstet, beherbergt derzeit aber rund 300. Zudem kritisiert der Kongressabgeordnete Maslucan, in dem Gefängnis seinen, obwohl es sich um ein Gefängnis ausschließlich für Untersuchungshäftlinge handle, mehr als 100 verurteilte Straftäter eingesperrt. Besondere Brisanz hat der Fall auch deshalb, weil laut Informationen von Radio La Voz bei der Auseinandersetzung nicht nur Stich-, sondern auch Schusswaffen verwendet worden waren.

  • Polizei wird umstrukturiert

    Die peruanische Nationalpolizei PNP bekommt eine neue Struktur. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf den peruanischen Innenminister Remigio Hernani. Demnach sollen besonders die Ermittlungskompetenzen der Kommissare verbessert werden. Als weiterer Schwerpunkt wird die Präventionsarbeit genannt. Zudem soll die Polizei, auch in Zusammenarbeit mit der örtlichen Verwaltung, technisch besser ausgestattet werden. In einem ersten Schritt hat das Innenministerium bereits 600 Computer und 170 Drucker für über 30 Millionen Soles erworben.

    Der Grund für die Neustrukturierung der peruanischen Polizei ist nach Innenminister Hernani die noch immer vorhandene Korruption das fehlende Vertrauen in der Bevölkerung. So würde von 3 Verbrechensopfern nur eines Anzeige erstatten. Das brächte der Polizei den Ruf von Ineffizienz ein, so Hernani.

    Der Plan für die Umstrukturierung war von einem Team von Ermittlungsspezialisten der Nationalpolizei PNP ausgearbeitet worden.