Schlagwort: Unwetter

  • Das Wetter in Peru: Wetterberichte und Wettervorhersage im Internet

    Sonnenuntergang / Pferdeweg im Nebel. Fotos: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Sonnenuntergang / Pferdeweg im Nebel. Fotos: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Wie komme ich am besten an Wetterdaten und Wettervorhersagen für Reise und Aufenthalt in Peru? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die im Folgenden kurz dargestellt werden sollen. Damit können Sie das Peru – Wetter online finden und einordnen. Deneben finden Sie am Ende der Seite die Wettervorhersage der wichtigsten Städte Perus.

    Das Wetter und Klima in Peru ist etwas kompliziert: Es hängt von der Höhe ab, von der jeweiligen Seite des Andengebirges, auf der man sich befindet, von der Jahresyeit natürlich – und dann auch noch von Wetterphänomenen wie dem wiederkehrenden „El Niño-Effekt“.

    Der peruanische Wetterdienst SENAMHI

    Wetterkarte des Wetterdienstes SENAMHI. Bild: SENAMHI.
    Wetterkarte des Wetterdienstes SENAMHI. Bild: SENAMHI.

    Die genausten Daten finden Sie beim peruanischen Wetterdienst SENAMHI. Schon auf der Startseite finden Sie dort die wichtigsten Angaben für die kommenden Tage. Wenn Sie das Reisewetter und die Wettervorhersagen für bestimmte Städte und Regionen wissen möchten, werden Sie dort ebenfalls fündig. Besonders ausführlich ist die Wettervorhersage für die Hauptstadt Lima. Sie finden entsprechende Angaben über Wetter und Regenwahrscheinlichkeit wahlweise auf Spanisch oder Englisch in der rechten Spalte.

    Dort, unter der Überschrift „Información Turistica“ können Sie neben dem Wetter in Lima auch die Vorhersage für andere große peruanische Städte finden. Hinter „Principales ciudades del Perú“ verbirgt sich der Wetterbericht für die kommenden Tage. Hinter „Principales ciudades del Perú (mensual)“ finden Sie einen Überblick über erwartete Wetterphänomene wie Niederschläge, Schneefälle und Temperaturschwankungen während der kommenden 30 Tage. Auch diese Berichte werden sowohl auf Spanisch, als auch auf Englisch angeboten. Auch Unwetterwarnungen werden zuerst dort veröffentlicht.

    Um zu wissen, wo genau auf der Wetterkarte man suchen muss, lohnt es sich, das Reiseziel zunächst auf einer Landkarte von Peru anzeigen zu lassen. Sollten Sie etwas Spanisch oder Englisch sprechen, ist SENAMHI auf jeden Fall die erste Wahl.

    Andere Anbieter und ihre Genauigkeit

    Andenhochebene, blauer Himmel. Foto: D. Raiser / INFAMAZONAS.
    Andenhochebene, strahlend blauer Himmel. Foto: D. Raiser / INFAMAZONAS.

    Auch andere Anbieter und Privatunternehmen bieten Wettervorhersagen für peruanische Städte, darunter auch einige, die in Deutschland ihre Dienste anbieten (Beispiel). Diese sind allerdings häufig recht ungenau oder greifen lediglich auf die Wetterdaten von Flughäfen zurück. Diese liegen aber oft außerhalb der entsprechenden Städte, es herrschen deshalb oftmals andere Klimaverhältnisse. Die peruanische Hauptstadt Lima, aber auch Großstädte wie Arequipa, Piura, Chiclayo oder Cajamarca ziehen sich häufig über große Höhenunterschiede hinweg, weswegen sich beispielsweise die Temperatur erheblich unterscheiden kann. So beginnt Lima direkt an der Pazifikküste mit entsprechendem Klima, durchzieht dann den Wüstenstreifen und endet erst an den ersten Ausläufern des Andengebirges. Eine Reihe von Wetterprognosen für diverse peruanische Städte finden Sie hier.

    Jahreszeiten / Regenzeiten

    Von der Regenzeit aktiviert: Wasserfall nahe Jumbilla (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Von der Regenzeit aktiviert: Wasserfall nahe Jumbilla (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Wer nach Peru reist, sollte sich unbedingt vorab über die klimatischen Bedingungen informieren, wovon beispielsweise die Impfempfehlung abhängt. So kommt es in der Regenzeit, die im peruanischen Hochsommer liegt, häufig zu langanhaltenden Regenfällen. Für Strandliebhaber ist es die Traumsaison für Peru-Reisende. Wer aber zwischen Dezember und April in den Hochanden und in den Urwaldregionen östlich der Anden unterwegs sein möchte, also in Städten und Regionen wie Cajamarca, Chachapoyas, Pucallpa, Iquitos, Tingo María, Puerto Maldonado, Ucayali, Loreto oder Cusco (Machu Picchu), muss wissen, dass die Niederschlagswahrscheinlichkeit sehr hoch ist. Für die Straßen abseits der Hauptrouten (Panamericana, interozeanische Straßen) bedeutet das Wetter häufig viel Schlamm und vereinzelte Erdrutsche, sowie Steinschlag.

    Wer den Regenwald lebendig und in intensivstem Grün erleben möchte, sich für Wasserfälle begeistert und zur Not auch abenteuerliche Fluß- oder Bachüberquerungen auf sich nimmt, für den ist die Regenzeit die richtige Jahreszeit zum Reisen.

    Wintermonate Juli und August meist kühl und trocken

    Kühl und trocken: Nuevo Tingo im August. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Kühl und trocken: Nuevo Tingo im August. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Dagegen ist es in Peru in den Wintermonaten, vor allem im Juli und August, häufig nicht nur sehr trocken, sondern mancherorts auch empfindlich kalt. In den Zentral- und Südanden Perus sind hier Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht ungewöhnlich, wobei viele Häuser keine Heizung haben. Die in der Regenzeit aufgeblühte Vegetation wird häufig braun oder grau und viele Flüsse führen kaum Wasser. Selbst in vielen Regenwaldregionen sinkt die Temperatur stark. Die Hauptstadt Lima ist dabei häufig von dichtem Nebel umhüllt und Temperaturen zwischen 10 und 18°C lassen nicht nur frösteln.

    Dagegen hat man in den Hochanden während der Wintermonate einen herrlich blauen Himmel mit sonnigen Tagen und kalten aber wunderbar schneeklaren Nächten.

    Das Wetter und der „El Niño-Effekt“

    Ein Wetterphänomen, das Peru immer wieder betrifft, ist der „El Niño“-Effekt. Das Wetterphänomen ist nach dem Christkind benannt, denn es tritt vor allem rund um die Weihnachtsfeiertage auf, meist mit jeweils drei bis acht Jahren Abstand. In „El Niño“-Jahren verändert sich die Oberflächentemperatur des Pazifiks vor der peruanischen Küste. Für das Wetter in Peru hat das meist zur Folge, dass die Regenzeit noch stärker ausfällt. Häufig regnet es wochenlang, oft kommt es zu Überschwemmungen. Es ist deshalb wichtig, sich vor der Abreise nach Peru zu informieren, ob Experten ein „El Niño“ erwarten.

    Das Wetter in den wichtigsten Städten Perus

    Das Wetter in…

    AREQUIPA

     

    Wettervorhersage Arequipa

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    AYACUCHO

     

    Wettervorhersage Ayacucho

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    CAJAMARCA

     

    Wettervorhersage Cajamarca

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    CERRO DE PASCO

     

     

     

    CHACHAPOYAS

     

     

     

    CHICLAYO

     

    Wettervorhersage Chiclayo

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    CUSCO

     

    Wettervorhersage Cusco

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    HUANUCO

     

    Wettervorhersage Huanuco

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    HUARAZ

     

    Wettervorhersage Huaraz

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    ICA

     

    Wettervorhersage Ica

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    IQUITOS

     

    Wettervorhersage Iquitos

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    LIMA

     

    Wettervorhersage Lima

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    MOQUEGUA

     

    Wettervorhersage Moquegua

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    PIURA

     

    Wettervorhersage Piura

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    PUCALLPA

     

    Wettervorhersage Pucallpa

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    PUERTO MALDONADO

     

     

    PUNO

     

    Wettervorhersage Puno

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    SATIPO

     

    Wettervorhersage Satipo

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    TACNA

     

    Wettervorhersage Tacna

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    TRUJILLO

     

    Wettervorhersage Trujillo

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    TUMBES

     

    Wettervorhersage Tumbes

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    Für das Wetter in der Nähe der Inca-Ruinenstadt Machu Picchu beachten Sie bitte die Vorhersage für Cusco.

  • Utcubamba / Amazonas: Wind und Regen decken Dächer ab

    Starke Böen und langanhaltende Regenfälle haben gestern Vormittag in El Valor (Distrikt El Milagro / Provinz Utcubamba / Region Amazonas) mehrere Gebäude beschädigt, sowie zu einem fünfstündigen Stromausfall geführt. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes verloren neben 18 Wohnhäusern auch zwei Schulen, sowie eine katholische Kirche ihr Dach. Auf dem Dorfplatz von El Valor stürzten mehrere Bäume um. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

  • Condorcanqui / Amazonas: Fünf Tote bei Überschwemmungen

    Bei Überschwemmungen in der Provinz Condorcanqui (Region Amazonas / Nordperu) sind nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes bislang 5 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 404 Häuser wurden bislang zerstört. Schwere Regenfälle hatten seit dem 18. September mehrere Flüsse zum überlaufen gebracht. Starke Winde verschärften die Situation zusätzlich.

    Betroffen ist insbesondere der Distrikt Río Santiago im Norden der Provinz Condorcanqui.

    Während die Regenfälle für den Beginn des peruanischen Frühlings normal sind, seien die starken Winde zu dieser Jahreszeit eher ungewöhnlich, so Marco Paredes, Spezialist des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI gegenüber der Agentur ANDINA.

  • Chiclayo / Lambayeque: Regenfälle lassen historisches Schulgebäude einstürzen

    Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Regen nicht Mitte Februar, sondern Anfang März niedergegangen wäre:
    In der nordwestperuanischen Provinz Chiclayo stürzte am Montag Nachmittag ein Teil der Sekundarschule Pedro A. Labarthe in sich zusammen. Personenschäden gab es nicht. Nach Einschätzung des peruanischen Zivilschutzes waren die Wände aus Lehmziegeln während der schweren Regenfälle der vergangenen Wochen so feucht geworden, dass sie schließlich, wie Anwohner berichten, unter ohrenbetäubendem Krach in sich zusammenstürzten. Ob in dem hinteren Teil des denkmalgeschützten Gebäudes  im März Unterricht möglich sein wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Die hinteren Klassenzimmer sind nach Angaben des Zivilschutzes aus Stein gebaut und sind etwas jünger als der 93 Jahre alte Eingangsbereich im Zentrum von Chiclayo. Eine weitere Einrichtung der Schule, die sich an der Straße in Richtung Pimentel befindet, kann nach Angaben der Agentur ANDINA seit 2006 nicht verwendet werden, weil sie über keinen Anschluss an das Wasser- und Abwassernetz verfügt. Auch Strom sei noch nicht installiert, so ANDINA.

    Schäden in ganz Lambayeque

    Dabei war die Sekundarschule Pedro A. Labarthe nicht das einzige Gebäude, dem der Regen schwer zugesetzt hatte. Insgesamt 23 Wohnhäuser in der Region stürzten ein, 247 wurden teils schwer beschädigt. Von den zerstörten Wohnhäusern standen acht in Pueblo Nuevo de Ferreñafe, acht in Tumán, vier in Mochumí, zwei in Jayanca und eines in Suazo de Chiclayo.

  • MINCETUR: Am 1. April wird Machu Picchu wieder für Touristen geöffnet

    Karte Cusco-Machu Picchu. Quelle: Direccion de Informacion de Gestion, MTC
    Karte Cusco-Machu Picchu. Quelle: Direccion de Informacion de Gestion, MTC

    „Wir hoffen, ab dem 1. April wieder Millionen Touristen empfangen können“, so die Erklärung des peruanischen Außenhandels- und Tourismusministers Martín Pérez gegenüber der Agentur ANDINA. Grund der Erklärung sind die sichtbaren Fortschritte bei der Reparatur der Eisenbahnstrecke nach Machu Picchu, die bei den schweren Regenfällen Ende Januar und Anfang Februar an mehreren Stellen stark beschädigt worden war. Der Zugang zur Inka-Ruinenstadt Machu Picchu wurde daraufhin vollständig verboten, obwohl die Ruinen selbst, so der Minister, weitgehend intakt geblieben sind.

    Auch der Pegelstand des Vilcanota-Flusses, der über die Ufer getreten war und zahlreiche Häuser zum Einsturz gebracht hatte,  ist inzwischen, so Pérez, auf Normalniveau zurückgegangen. Deshalb werde Machu Picchu ab dem 1. April wieder für den Tourismus geöffnet sein.

    Nach Angaben der Eisenbahn-Betreibergesellschaft FTSA sollen dann Fahrten von Cusco bzw. Ollantaytambo im Bus bis Piscacucho, und von dort im Zug bis nach Machu Picchu Pueblo (Aguas Calientes) möglich sein.

  • Machu Picchu / Cusco: Aufräumarbeiten nach Überschwemmungen

    In der peruanischen Region Cusco haben nach den schweren Regenfällen der vergangenen Wochen die Aufräumarbeiten begonnen. Im Fordergrund der Arbeiten steht die Wiederherstellung der zentralen Fremdenverkehrsrouten. Wie das Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC mitteilt, soll schon in wenigen Tagen mit der Reparatur der wichtigsten Hauptstraßen begonnen werden. Für die vollständige Reparatur der Bahnstrecke zum Hauptreiseziel Machu Picchu werden bis zu vier Monate veranschlagt, so die Eisenbahngesellschaft Ferrocarril Transandino (FTSA) in einer Pressemitteilung. Auf einzelnen Etappen der Strecke, so die FTSA, wird der Verkehr aber bereits vorher wieder aufgenommen.

    Dort, wo das Wasser inzwischen teilweise abgeflossen ist, wird langsam das wirkliche Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Nachdem um den 23. Januar die Regenfälle extrem zugenommen hatten, traten zahlreiche Flüsse über die Ufer, kleine Bäche wurden zu reißenden Strömen. In Yanama und Purubamba (Dist. Anta/Prov. Zurite/Reg. Cusco) wurden von einem sonst eher ruhigen Bach mehrere Wohnhäuser mitgerissen, in Pampaconga (Dist. Limatambo) trat der Jatumayo-Fluss über die Ufer und löste mehrere Erdrutsche aus. Der Vilcanota-Fluss riss im Distrikt Urcos (Prov. Quispicanchis) ebenfalls mehrere Wohnhäuser, Teile einer Straße und eine Brücke mit sich. Zahlreiche bereits bestellte Felder wurden zerstört. Auch Nachbardistrikte vermelden Schäden. In Huarcapay y Lucre (Prov. Quispicanchi) trat der Huacarpay-See über die Ufer, was nicht nur mehrere Häuser, sondern auch das Trink- und Abwasserystem zum Einsturz brachte. Im Distrikt Machu Picchu (Prov. Urubamba) wurden Teile des weltberühmten Inka-Weges verschüttet. In wenigen Tagen soll dieser aber wieder geräumt sein, wie das zuständige Ministerium mitteilte. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes sind 9 Schulen wegen der Regenfälle eingestürzt, an 21 Schulgebäuden kam es zu schweren Schäden.

    Inzwischen bestätigte auch das Regionalbüro Cusco des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI, dass es sich bei den schweren Regenfällen um ein ungewöhnliches Wetterphänomen handelte. Die im gesamten Januar gemessene Regenmenge pro Quadratmeter lag fast doppelt so hoch wie im historischen Durchschnitt. So regnete es im Januar in Cusco insgesamt 267,7 Liter pro Quadratmeter, normal sind 142 L/m², so SENAMHI-Regionaldirektor Zenón Huamán. Auch für Februar und März erwartet der Wetterdienst noch starke Regenfälle, was aber ob der anhaltenden Regenzeit nicht ungewöhnlich ist. Zudem werden sie vermutlich nicht die Stärke wie im Januar haben, so Huamán.

    In Aguas Calientes (Distrikt Machu Picchu) kehrt langsam Ruhe ein. Zahlreiche Läden und Restaurants sind noch geschlossen, die Straßen sind „ruhig“, es seien nur wenige Menschen zu sehen, so Jhoni Ramírez, die als Staatsanwältin in Aguas Calientes arbeitet gegenüber der Nachrichtenagentur ANDINA. Alle Touristen, die dies gewünscht hätten, seinen inzwischen evakuiert worden. Inzwischen ist auch Staatsanwältin Ramírez, gemeinsam mit anderen Lokalautoritäten dabei, die genauen Schäden festzustellen.

    Schäden wurden auch in der Nachbarregion Puno festgestellt, die ebenfalls schwer von den Unwettern getroffen wurde. In Macusani, an der südwestlichen der Provinz Carabaya, verendeten nach Angaben der Provinzbürgermeisterin Nancy Rossel Angles 3.000 Alpakas in den Wassermassen. Zudem wurde bestelltes Ackerland in einem Umfang von 67.000 Hektar mitgerissen. Auch die Lacca Brücke, die Carabaya mit den Nachbarprovinzen Azángaro und San Román verband, wurde vom Macusani-Fluss mitgerissen. Die Brücke, Teil der südlichen interozeanischen Fernstraße, die Brasilien mit der peruanischen Küste verbindet, hatte der Strömung nicht mehr stand gehalten. Auf beiden Seiten der Brücke sollen sich inzwischen lange Schlangen gebildet haben.

    Derweil wird in Peru auch erste Kritik laut am Krisenmanagement und den Präventionsmaßnahmen. Kritiker bemängeln, Häuser wären unter anderem im Distrikt Machu Picchu selbst zu nah am Fluss gebaut worden, zudem hätten viele Lokal- und Regionalregierungen die Töpfe für Präventionsmaßnahmen nicht voll ausgeschöpft.

  • Lage auf Perus Strassen in den Osten weiterhin kritisch

    Noch immer sind ob der starkten Regenfälle der vergangenen Wochen zahlreiche Strassen besonders in den Berg- und Urwaldregionen Perus nur eingeschränkt befahrbar. Vielerorts traten Flüsse über die Ufer und rissen Teile von Strassen mit. Zudem kommt es weiterhin zu Erdrutschen. Der peruanische Wetterdienst SENAMHI warnt fûr die kommenden Tage vor einem kritischen Pegelstand des Amazonas, der die Lage weiter verschlimmern könnte. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes Defensa Civìl kamen in dieser Regenzeit bereits über 40 Menschen ums Leben.