Der gleichnamige Fluss hat am heutigen Freitag die „Gera“-Brücke zerstört, die Teil der „Fernando Belaúnde Terry“-Fernstraße ist und Moyobamba mit Tarapoto (San Martín) verbindet. Das berichtet der Zivilschutz San Martín. Demnach hatten die seit Tagen anhaltenden, schweren Regenfälle den Fluss so stark anschlwellen lassen, dass die Brücke mitgerissen wurde. Inzwischen haben sich auf beiden Seiten der Brücke mehrere hundert Passagier- und Frachtfahrzeuge angestaut. Ein Fahrzeug wurde bei dem Versuch, den Fluss zu durchqueren, von den Fluten mitgerissen.
Schwierige Lage auch in Amazonas und Cajamarca
Auch an anderer Stelle kam es wegen der Regenfälle zu Problemen. So ließen die Regenfälle den Utcubamba in Amazonas so stark anwachsen, dass mehrere Straßen überflutet wurden. Auch die Straße von der Küste nach Cajamarca wurde nach mehreren Erdrutschen bis auf weiteres gesperrt. Ähnliches wird von der Carretera Central berichtet.
Bei einem Busunfall auf der Straße von Abancay nach Andahuaylas (Apurimac) kamen am gestrigen Dienstag nach Angaben der Polizei 3 Menschen ums Leben. 17 weitere wurden teils schwer verletzt. Der Bus war aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und hatte sich anschließend mehrmals überschlagen. Als Grund für den Busunfall vermutet die Polizei den schlechten Zustand der Straße und die schweren Regenfälle der vergangenen Tage.
Im Bergbauzentrum Winchumayo (Provinz Carabaya)Â in der südperuanischen Region Puno kamen am vergangenen Montag Abend nach offiziellen Angaben mindestens 10 Personen ums Leben. Es wird aber davon ausgegangen, dass sich diese Zahl noch erhöht. Ein Augenzeuge sprach gegenüber der staatlichen Agentur ANDINA von 20 bis 40 Personen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks am Ort aufhielten.
Bergbauaktivitäten waren nicht genehmigt
Neben Bergarbeitern sollen sich darunter auch mehrere Kinder und fahrende Händler befinden. Nach Angaben des Energie- und Bergbauministeriums MEM ist das Bergbauzentrum nicht offiziell genehmigt, es war allerdings auf dem Weg der Anerkennung. Anteilseigner der Unternehmung sind nach Angaben des MEM auch ein Kongressabgeordneter der Regierungspartei APRA, sowie ein lokaler Bürgermeister.
Notunterkünfte in Winchumayo. Bild: ANDINA
PNP schickt Hubschrauber
Die Rettungsarbeiten gestalten sich schwierig, da das Bergbauzentrum allein über einen Reitweg verfügt und der nächstgrößere Ort, Ayapata, in rund 70 Kilometern Entfernung liegt. Inzwischen sind Hubschrauber der peruanischen Nationalpolizei auf dem Weg ins Unglücksgebiet. Auch der Zivilschutz ist inzwischen vor Ort, wie RPP berichtet.
Was genau die Lawine auslöste, ist noch ungeklärt.
Bergbausiedlung Winchumayo (Puno). Bild: ANDINA
Informeller Bergbau – ein landwesweites Problem
Die Bergarbeiter suchen in Winchumayo nach Gold, das sie auf Pferde- und Maultierrücken in die nächste Stadt transportieren.
Ein Sprecher der Regionalregierung von Puno erklärte, demnächst werde eine Kampagne zur formalisierung der Bergbauaktivitäten in der Region gestartet.
Nach Schätzungen des MEM leben Peruweit rund 100.000 Personen vom informellen Bergbau, die meisten von ihnen in den Regionen Puno, Madre de Dios, Ica und Piura. Über 95% dieser Personen sind nach Angaben des Ministeriums Goldsucher.
Winchumayo liegt im Distrikt Ituata, Provinz Carabayo. 2005 wurden dort 58 Wohnhäuser gezählt.
Beim Zusammenstoß eines Überlandbusses mit einem Geländewagen auf der nordwestperuanischen Straße Piura-Chulucanas kamen am späten Samstag Abend nach Angaben der Straßenpolizei Piura 6 Personen ums Leben. Alle Todesopfer waren mit dem Geländewagen unterwegs, als nach ersten Ermittlungen der Polizei mehrere Kühe auf die Straße liefen. Der Fahrer des Geländewagens versuchte den Kühen auszuweichen und kam in einer Kurve auf die Gegenspur, wo er mit dem Überlandbus zusammenstieß. Unter den Opfern sind auch eine 61jährige Frau und ein 9jähriges Kind.
2 Tote bei Busunfall in der Region La Libertad
Beim Absturz eines Kleinbus, der von Simbal nach Trujillo unterwegs war, kamen am gestrigen Sonntag in der Region La Libertad 2 Personen ums Leben, 15 weitere wurden teilweise schwer verletzt. Wie RPP unter Berufung auf die Nationalpolizei PNP berichtet, saß in dem Bus eine Großfamilie, die nach einem Treffen ihrer religiösen Gemeinschaft auf dem Weg nach Hause waren. Der Fahrer hatte in einer Kurve beider „Cholocal“-Brücke die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Bei dem folgenden Absturz verloren ein 66 jähriger Mann und seine 6jährige Enkelin ihr Leben.
Allein 16 Todesopfer und 48 teils schwer Verletzte hinterließen zwei Busunfälle heute in Arequipa und Cajamarca. 10 Personen waren gestern beim Absturz eines Busses in der Region Ayacucho ums Leben gekommen. Auf der Straße, die Juliaca mit Arequipa verbindet, stießen zwei Überlandbusse mit einem Lastwagen zusammen. Wie RPP unter Berufung auf die Verkehrspolizei berichtet, kamen dabei 14 Personen um. Die amtliche Agentur ANDINA spricht dagegen von 20 Toten.
In Shoclla (Cajamarca) stürzte heute Morgen ein Fahrzeug, das von der Straße nach Bambamarca abgekommen war, in einen Fluss, wo 2 der Insaßen ertranken, darunter ein Kleinkind.
Bei allen drei Unfällen wird als mögliche Unfallursache der schlechte Zustand der Straßen wegen der seit Wochen anhaltenden Regenfälle genannt. Auch schlechte Sichtverhältnisse könnten beigetragen haben, so die Polizei.
Noch immer konnte keiner der mindestens 5 Bergleute, die am vergangenen Samstag im Stollen einer der Minen bei Casapalca (Huarochirí/Lima) verschüttet worden waren, geborgen werden. Wie die Polizei berichtet, wird seit Samstag ununterbrochen gesucht, dennoch wurden bisher weder menschliche Überreste, noch Lebenszeichen entdeckt. Gleichzeitig erklärte der peruanische Arbeitsminister Jorge Villasante heute Morgen, Spezialisten würden nun nach der Einsturzursache suchen, um herauszufinden, ob menschliches Versagen möglicherweise mit zu dem Unglück beigetragen hat. Das Bergbauunternehmen selbst führt den Einsturz auf „geologische Phänomene“ zurück.
Die Bergleute gehören laut ANDINA dem Subunternehmen „Géminis SAC“ an, das im Auftrag von Casapalca arbeitet.
Nachdem anfangs von 5 verschütteten Bergleuten die Rede war, deutete der Vizesekretär des Betriebsrates von Casapalca, Antonio Quispe Camallo, gegenüber RPP noticias an, es seien vermutlich 7 bis 8 Personen eingeschlossen.
Bei einem Busunglück in der peruanischen Region Ayacucho kamen in den frühen Morgenstunden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA 10 Personen ums Leben. 41 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Bus des Reiseunternehmens „Aga“ war aus noch unbekannten Gründen von der Straße abgekommen und ca. 70 Meter in die Tiefe gestürzt.
Der Bus mit der Rute Lima – Sucre – Andamarca sei auf der Straße von Puquio nach Lucanas in dem als „Huayllahuarmi“ bekannten Sektor unterwegs gewesen, als sich der Absturz ereignete, wie die Nationalpolizei PNP bekannt gab. Zudem hätten sehr schlechte Sichtverhältnisse geherrscht. Die Verletzten wurden inzwischen in das Krankenhaus von Ayacucho gebracht.
Der Utcubamba-Fluss in der peruanischen Region Amazonas hat heute erneut seine gefährliche Seite gezeigt. Die 10jährige Zoila aus Bagua Grande (Prov. Utcubamba) war mit mehreren Freunden bei der „Cajaruro“-Brücke, die Bagua Grande mit Cajaruro verbindet, im Utcubamba schwimmen, als die Strömung sie mitriss und in einem Strudel hinabzog. Während ihre Freunde am Ufer ratlos und erschrocken schrien, sprang der Polizist Edgardo Sandoval Torres, der zufällig in der Nähe Streife lief, selbstlos in den reißenden Fluss und zog das Kind, das inzwischen unter Wasser gedrückt worden war, ans Ufer. Das Kind, inzwischen wieder wohlauf, wurde sofort in das Krankenhaus von Bagua Grande gebracht. Edgardo Sandoval Torres sagte gegenüber einem Lokaljournalisten – wie es sich für einen richtigen Helden gehört – er habe nur seine Pflicht getan und würde es jederzeit wieder tun. Zudem habe die Polizei schließlich für die Menschen in iher Umgebung da zu sein. Gefeiert wird er trotzdem. Verdient hat ers.
Das Verkehrs- und Kommunikationsministerium hat heute die neue Liste der 50 Busunternehmen vorgestellt, die im vergangenen Jahr in besonders häufig bzw. besonders schwere Unfälle hatten. Angeführt wird die Liste von dem Reiseunternehmen „TARAPOTO TOURS S.A.C.“, das über eine Flotte von 8 Fahrzeugen verfügt, die im vergangenen Jahr in insgesamt 3 schwere Unfälle verwickelt waren, in deren Folge 49 Personen starben. Den traurigen zweiten Platz belegt „EMPRESA DE TRANSPORTES SAN JUAN DE YAUYOS E.I.R.L.“ (6 Busse), bei der in 2 Unfällen 27 Personen ums Leben kamen.
Auch viele der Busunternehmen, die nach Chachapoyas fahren, waren im vergangenen Jahr in schwere Unfälle verwickelt. So belegt z.B. „EMPRESA COMERCIAL TRANSPORTES ZELADA S.R.L.“ (7 Busse) den Platz 21, da es im vergangenen Jahr bei einem Unfall bei Mendoza zu 14 Todesopfern kam. Auch „TURISMO CIVA S.A.C.“ (154 Busse) belegt mit 25 Toten bei 8 schweren Unfällen Platz 16. Platz 27 belegt „EMPRESA DE TRANSPORTES PAREDES ESTRELLA S.C.R.L.“, ein Unternehmen, das auch Fahrten von Pedro Ruiz nach Lima bzw. Tarapoto anbietet.
In der Liste wird jedem Busunternehmen ein Wert zugewiesen, der sich aus der Anzahl der Unfälle, der Todesopfer und der Verletzten, sowie aus der grösse der Busflotte errechnet. Je mehr sich dieser Wert 100 annähert, desto eher sollte man sich eine Fahrt mit dem entsprechenden Unternehmen gut überlegen. Die komplette Liste kann man sich auf der Internetseite des Ministeriums herunterladen: http://www.mtc.gob.pe/portal/IPA_50EMPRESAS_09012009.pdf
Der Omnibus, der am vergangenen Samstag bei Querocoto (Querocotillo) mehrere hundert Meter in die Tiefe gestürzt war, wobei 33 Personen direkt, 2 weitere anschließend ums Leben kamen, hatte zuvor die Polizeikontrolle „Pomalca“ des „Tolerancia Cero“ (Null Tolleranz)-Programmes umfahren. Das berichtet das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC. Dort wird normalerweise der Bus und seine Sicherheitseinrichtungen überprüft. Wie inzwischen bekannt wurde, war der Bus des Unternehmens „Turismo Dr. Óptimo Serrano“ am Morgen des vergangenen Samstages gegen 2:30 Uhr bei Querocoto – einem 250-Häuser-Örtchen in der Provinz Chota (Region Cajamarca) von der Straße abgekommen und weit über 100 Meter in die Tiefe gestürzt. Die genaue Ursache ist noch ungeklärt. Nach Angaben der Polizei waren die Straßenverhältnisse mit dichtem Nebel und etwas Regen sehr schlecht, zudem wurde auf den schlechten Zustand der Straße und eine unverantwortliche Fahrweise des Fahrers hingewiesen. Der Bus war von Chiclayo (Lambayeque) unterwegs nach Cajamarca. Der Ort des Unfalls, Querocoto, liegt auf 2455 Metern Höhe auf der „Cordillera Central“ genannten mittleren Andenkette.
Inzwischen wurde ein neues Unglück bekannt: Wie die staatliche peruanische Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, stürzte gestern gegen 2 Uhr Morgens ein Geländewagen von der Straße Ciudad de Dios-Cajamarca über 200 Meter in die Tiefe. Dabei kamen nach Angaben von ANDINA 2 der 9 Insaßen ums Leben. Als Grund vermutet die Polizei den dichten Nebel.
Bei dem Zusammenstoß zweier Reisebusse bei Virú (La Libertad) am gestrigen Sonntag kam ein Kind ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt.