Schlagwort: Überfall

  • Utcubamba / Amazonas: Straßenräuber stirbt bei Schießerei mit der Polizei

    Bei der peruanischen Stadt Bagua Grande (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) wurde gestern bei einem Schusswechsel mit der Polizei ein Straßenräuber getötet. Drei weitere Übeltäter konnten auf ihren Motorrädern flüchten. Mehrere Autos hatten sie bereits mit Waffengewalt ausgeraubt und waren gerade dabei, ein Taxi auszurauben, als zufällig eine Polizeistrafe vorbeifuhr. Die Räuber flüchteten; als die Polizei die Verfolgung aufnahm, eröffneten sie das Feuer. Die Polizisten aus Bagua Grande und Lonya Grande, eigentlich auf dem Weg, ein auf der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (Interoceanica Norte) gestohlenes Motorrad zu beschlagnahmen, erwiderten das Feuer, wobei offenbar einer der Räuber tödlich getroffen wurde mit dem Motorrad in den Straßengraben stürzte. Die anderen drei warfen nach Angaben der Polizeidirektion Amazonas ihre Rucksäcke mit Diebesgut ab und flüchteten durch unwegsames Gelände abseits der Straße, weswegen eine weitere Verfolgung durch die Polizeistreife nicht möglich war. Von den übrigen Verbrechern fehlt bislang noch jede Spur.

     

     

  • Peru: Heute fast doppelt so viele Fahrzeugdiebstähle wie 2003 / vor allem Mototaxis gefährdet

    Die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge pro Jahr hat sich im Zeitraum 2003-2011 beinahe verdoppelt. Das geht aus dem jüngsten Kriminalitätsreport des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik hervor. Gleichzeitig stieg die Zahl der zugelassenen Neufahrzeuge um 32%. Insgesamt wurden Peru-weit 2011 15.215 Fahrzeuge gestohlen, 2003 waren es noch 8.722 gewesen. Die meisten Fahrzeuge wurden dabei vom Straßenrand weg geklaut, 9.460 Stück 2011. Lediglich 5.755 wurden durch einen Überfall entwendet. Damit ist die Zahl der im Rahmen eines Überfalls gestohlenen Fahrzeuge seit 2003 kaum angestiegen.

    Überhaupt stieg die Anzahl gestohlener Autos und Lastwagen nur leicht, die hohe Zahl geht vor allem auf Motorräder und die so genannten „Mototaxis“ zurück, die wegen ihres geringen Gewichts und ihrer großen Verbreitung leicht gestohlen werden können. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2010 nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft 19.503 Autos als gestohlen gemeldet. Im – zugegebenermaßen vom Fahrzeugpark und der Bevölkerungszahl etwas kleineren – Peru waren es im selben Zeitraum dagegen nur 15.179. Davon wurden 10.036 schon nach kurzer Zeit wieder gefunden.

    Und zum Abschluss noch eine gute Nachricht: Trotz des starken Anwachsens des peruanischen Fahrzeugparks lag die Zahl der Verkehrstoten 2010 unter dem Wert von 2003. Das ist sicherlich auch auf die Verschärfungen der peruanischen Straßenverkehrsordnung zurückzuführen, die 2009 und 2010 eingeführt wurden.

    Fahrzeugdiebstähle 2003-2011 in Peru. Bild: INEI.
    Fahrzeugdiebstähle 2003-2011 in Peru. Bild: INEI.

    (Daten: http://www.inei.gob.pe/web/BoletinFlotante.asp?file=14086.pdf)

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Amazonas: Bürgermeister am oberen Utcubamba gründen Zweckverband

    Landwirt bei Montevideo (Alto Utcubamba). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Landwirt bei Montevideo (Alto Utcubamba). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Die Distriktverwaltungen der Anrainer des oberen Utcubamba-Flusses haben sich auf eine engere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekte verständigt. Durch eine Regional Governance-Vereinbarung sollen in Zukunft die gemeinsamen Interessen durch einen „Zweckverband oberes Utcubambatal“ (Mancomunidad alto Utcubamba) vertreten werden. Zunächst wurde von den Bürgermeistern der Distrikte Leymebamba, Montevideo, Mariscal Castilla, La Jalca, San Francisco del Yeso, Santo Tomás und San Juan de Lopecancha die Forcierung von Projekten wie einem gemeinsamen Bewässerungssystem, der Wiederaufforstung im oberen Utcubamba-Tal und der Modernisierung des Bauerngroßmarktes in Yerbabuena beschlossen. Zudem wurde beschlossen, die Sicherheit auf der Route Tingo-Leymebamba zu verbessern. Kurz vor dem Treffen der Bürgermeister, an dem auch Regionalpräsident José Arista teilgenommen hatte, waren auf dieser Straße mehrere fahrende Händler überfallen und ihrer Habseligkeiten beraubt worden.

  • Überfallserie auf der Route Chachapoyas-Rodriguez de Mendoza

    Straße Chachapoyas / Soloco-Kreuzung / Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Straße Chachapoyas / Soloco-Kreuzung / Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Eine Reihe von Überfällen auf der Straße von Chachapoyas nach Rodriguez de Mendoza in der nordperuanischen Region Amazonas alarmiert die lokale Bevölkerung. Nachdem bereits im Juni und September mehrere Kleinbusse ausgeraubt worden waren, traf es am vergangenen 17. Oktober erneut die Passagiere mehrerer Fahrzeuge auf dieser Route, die all ihrer Habseligkeiten beraubt wurden. Wie Jose Aguilar, Polizeisprecher in Amazonas, gegenüber INFOAMAZONAS bestätigte, hatten mindestens acht mit Kalaschnikows und anderen Schusswaffen ausgerüstete, maskierte Straßenräuber im als „La Colpa“ Abschnitt den Fahrweg verbarrikadiert.

    Nach Berichten der Passagiere standen die Räuber mit Mobiltelefonen ständig in Kontakt zueinander und mit mutmaßlichen Komplizen in Rodriguez de Mendoza, die über die verschiedenen Passagiere, sowie deren Fracht informierten. Die Räuber hätten genau gewusst, wer Bargeld bei sich trage, so ein aufgebrachtes Überfall-Opfer gegenüber dem Radiosender „Activa“. Zunächst hätten die Räuber nach Geld gesucht, dann aber auch Schmuck und Kleidungsstücke an sich gerissen.

    Bei einem Überfall im vergangenen Juni war sogar der Provinzbürgermeister von Rodriguez de Mendoza, Pedro Antonio del Aguila Opfer eines Überfalls geworden. Täter und Beute wurden bis heute nicht gefunden.

  • Soloco / Amazonas: Unbekannte überfallen Kleinbus

    Straße Chachapoyas / Soloco-Kreuzung / Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Straße Chachapoyas / Soloco-Kreuzung / Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Die Passagiere eines Kleinbusses, der die Strecke Chachapoyas-Soloco fuhr, wurden gestern gegen 6:30 Uhr Opfer eines Überfalls. Das berichtet der lokale Radiosender Reina de la Selva. Nach Angaben von Augenzeugen lauerten vier vermummte Personen mit Feuer- und Stichwaffen dem Kleinbus auf und raubten mehr als 11.000 Nuevos Soles (Fast 3.000 Euro).

    Der Fahrer hatte noch versucht, die improvisierte Straßensperre der Räuber zu durchbrechen, was ihm allerdings nicht gelang. Das nahegelegene Kommisariat Pipus nahm sich des Falles an.

  • Pisco / Ica: Bewaffnete überfallen Reisebus

    Drei bewaffnete Straßenräuber haben heute in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) im südperuanischen Pisco einen Reisebus mit 45 Menschen an Bord überfallen. Das berichtet die Agentur ANDINA. Der Bus des Unternehmens „Ormeño“ war auf der südlichen Panamericana unterwegs, als ein als Passagier getarnter Räuber in die Fahrerkabine eindrang und die Busbesatzung mit Waffengewalt zwang, in eine kleine Nebenstraße einzubiegen und dort fünf Komplizen einsteigen zu lassen. Als sie alle Fahrgäste um deren Geldbeutel, Kreditkarten und Schmuckstücke erleichtert hatten, nötigten sie den Fahrer zur Weiterfahrt.

    Der Bus war von Lima unterwegs nach Arequipa.

  • Utcubamba / Amazonas: Unbekannte überfallen Staatsanwalt

    Abschnitt der Straße Corral Quemado - Ocallí. Foto/Montage: D. Raiser / infoamazonas.de, Karte: MTC
    Abschnitt der Straße Corral Quemado – Ocallí. Foto/Montage: D. Raiser / infoamazonas.de, Karte: MTC
    Fast wäre dem Staatsanwalt Edwin Vásquez Bazán vergangene Woche ein Routineeinsatz im Distrikt Cumba (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) zum Verhängnis geworden. Eskortiert von sechs Polizisten in zwei Geländewagen war er in den frühen Morgenstunden auf dem Weg zu einem Piratensender, als unbekannte auf beiden Seiten mit automatischen Waffen und Schrotflinten das Feuer eröffneten. Die Polizei erwiederte das Feuer und konnte die Täter in die Flucht schlagen. Staatsanwalt Vásquez Bazán wurde von vier Querschlägern im Bein getroffen. Trotz eingehender Suche konnte die Polizei der Täter bisher nicht habhaft werden. Im Gestrüpp wurden neben einem Revolver zahlreiche Hülsen von Maschinengewehrkugeln gefunden.

    Die Straße von Corral Quemado, wo die Brücke der interozeanischen Straße des Nordens über den Marañón-Fluss steht, über Lonya Grande und Cumba nach Camporredondo und Ocallí gilt als gefährlich, wiederholt kam es in Vergangenheit zu Überfällen auf Privatautos und fahrende Händler, da auf der teils sehr kurvenreichen Straße Kaffee und andere Produkte hohen Werts transportiert werden. Zudem werden an der Straße immer wieder illegale Coca-Transporte abgefangen.

  • Quispicanchi / Cusco: Straßenräuber ertrinken bei Flucht vor der Polizei

    Der Mapocho-Fluss setzte der Flucht zweier Straßenräuber im peruanischen Distrikt Marcapata (Provinz Quispicanchi / Region Cusco) ein tödliches Ende. Das berichtet die Tageszeitung „La Republica“. Gemeinsam mit vier Komplizen hatten die mit Pistolen und Revolvern bewaffneten Straßenräuberauf der interozeanischen Straße des Südens einen Überlandreisebus, einen Flüssigkeitstransporter und einen Kleinbus überfallen und die Passagiere ihrer Habseligkeiten beraubt. Ein Lastwagenfahrer wurde an der Hand verletzt. Als die gerufene Polizei am Tatort eintraf, versuchten die Räuber zu flüchten. Zwei konnten noch am Tatort selbst verhaftet werden, zwei weitere wurden von einer lokalen Bürgerwehr auf einem nahen Bergkamm aufgespürt und der Polizei übergeben. Zwei der mutmaßlichen Verbrecher wollten sich mit einem Sprung in den Mapocho-Fluss retten – was ihnen schließlich zum Verhängnis wurde. Die sterblichen Überreste wurden schon kurze Zeit später unter der nahegelegenen Carhuayo-Brücke gefunden.

  • Motupe / Lambayeque: Straßenräuber überfallen Bus / Polizei fasst Tatverdächtige

    Nur eine halbe Stunde nach dem Überfall auf einen mit 50 Passagieren besetzten Überlandbus im nordwestperuanischen Distrikt Motupe konnte die Polizei fünf Tatverdächtige festnehmen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA.

    Nach Angaben der Polizei hatten fünf Personen heute gegen 3 Uhr Morgens (Ortszeit) am Streckenkilometer 61 der Panamericana Norte den Reisebus des Fuhrunternehmens Transcade überfallen, der von Bagua (Region Amazonas) nach Chiclayo unterwegs war. Sie blockierten die Straße mit Steinen und Gestrüpp und zwangen so den Fahrer zum Anhalten.

    Als der Bus die Kontrollstelle Motupe nicht zur gewohnten Uhrzeit passierte, machte sich nach Angaben der Polizei eine Streife auf den Weg und fand den ausgeraubten Bus. Innerhalb von 30 Minuten wurden in der Umgebung fünf Personen dingfest gemacht, die des Raubes dringend tatverdächtig sind.